Forum: Politik
Flüchtlingselend in Libyen: Barbarei im Namen Europas
REUTERS

Die Europäer haben die Verantwortung für Flüchtlinge auf Staaten wie Libyen abgewälzt. Damit machen sie sich schuldig an den Verbrechen, die dort an diesen Menschen begangen werden.

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rolf.scheid.bonn 05.05.2019, 17:29
30. Niemand...

... ist gezwungen, aus dem Herzen Afrikas nach Libyen zu gehen. Dass dort seit der unsäglichen Nato-Intervention und dem Sturz Gaddafis schon über 6 Jahre gruselige Zustände herrschen, dürfte in Zeiten des Internets selbst im hintersten Winkel Afrikas bekannt sein. Wer sich dennoch auf den Weg macht, tut dies in eigener Verantwortung und mit dem Ziel, illegal nach Europa eindringen zu können. Verantwortlich für die tragischen Zustände, in die sie sich freiwillig begeben haben, sind die Flüchtlinge somit selbst, und nicht die Europäer.

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wortgewalt87 05.05.2019, 17:30
31. Anheizen von Flüchtlingsströmen

Zitat von twister13
Wie schnell Europa untergehen soll bestimmt einzig und allein die Anzahl von Flüchtlingen die anlanden. Wenn Europa (also Im wesentlichen D) alle Flüchtlinge aus Libyen einfliegen lassen werden die nachrückenden Flüchtlingsströme die Ausmasse von Völkerwanderungen annehmen und nicht mehr zu stoppen sein. Das wäre ein verherendes Signal! Europa ist nicht an allem schuld. Schon gar nicht was ein Land wie Libyen mit Flüchtlingen anstellt. Nur weil alle zu uns wollen heisst dass nicht dass wir auch automatisch die Verantwortung haben. Jeder Mensch ist erstmal selbst für sich und seine Taten verantwortlich. Dann kommt das Land dessen Pass er bei sich trägt, dann kommt das Land in dem er sich aufhält. Wieso Europa für Reisende innerhalb Afrikas verantwortlich sein soll erschliesst sich mir nicht.
So sieht's aus. Was aber wirklich schlimm ist, dass Seiten wie "Ankommen in Deutschland" (http://ankommenapp.de/APP/DE/Startseite/startseite-node.html) oder "Mein Weg nach Deutschland" (https://www.goethe.de/prj/mwd/de/index.html#) nach wie vor in vielen Sprachen online und somit das beste Verkaufsargument für Schlepper sind. Die offizielle Verifizierung zu vielen Mythen, die im Umlauf sind. Diese Seiten sind verantwortlich für viele Irrfahrten, die im Elend landen und hätten schon seit Jahren abgeschaltet und durch Warnungen ersetzt gehört.

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bln49 05.05.2019, 17:31
32.

Betrachtet man Bevölkerungszahlen, Flüchtlingszahlen und geographische Größenverhältnisse, dann ist klar, dass Europa die Probleme Afrikas durch Flüchtlingsaufnahme nicht beseitigen kann, der Kontinent selbst muss mit europäischer Hilfe dass leisten. Solange suggeriert wird, der Weg über das Mittelmeer wäre sinnvoll und möglich, solange werden Flüchtlinge Richtung Libyen ziehen und dort schlimme Zustände erleben. Eine gutmenschelnde Unterstützung gefährlicher Flüchtlingsströme ist nicht per se gut für die Menschen.

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HISXX 05.05.2019, 17:32
33.

Wenn man eine humanen Weg der Flüchtlingshilfe beschreiten will, müsste man kostenlose Shuttleflüge aus den einschlägigen Herkunftsstaaten einrichten - nach Deutschland, denn da wollen fast alle Flüchtlinge hin.
Alles andere führt zu Not und Elend auf der Flucht.
Aber: Es müsste auch mal geltendes Recht umgesetzt werden. Z.B. das Asylrecht. Ob jemand Asyl erhält oder nicht ist völlig egal, er bleibt einfach in Deutschland. Die Grünen haben auch keine Ideen, nur blockieren sie alles, was irgendwie auf Zurückweisung und Abschiebung hinausläuft. Was dann aus den Asylsuchenden in D wird, ist ihnen Schnuppe.
50% der Gefängnisinsassen in D haben Migrationshintergrund. Man darf die Augen nicht vor den Problemen durch Flüchtlinge in Deutschland verschließen.
Lehrermangel, überlastete Gerichte, Wohnungsmangel - all das hat auch mit der ungesteuerten Zuwanderung nach Deutschland zu tun - und die anderen europäischen Staaten zeigen und den Stinkefinger.

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Clara77 05.05.2019, 17:32
34.

Diese Vorschläge sind keine Lösung, sondern würden der nächste Pull-Faktor werden und hätten auch früher oder später dieselbe Situation wieder neu produziert. Noch mehr Leute würden aufbrechen und wenn nicht heute, dann morgen würde das in Europa an Akzeptanzgrenzen geraten und es gäbe nur den Weg, dieselbe Politik wieder neu aufzunehmen.
Außerdem sind die Probleme Afrikas letztendlich nur in Afrika zu lösen. Viel hängt mit der Überbevölkerung zusammen und hier müsste man ansetzen, zB mit Modellen für eine Altersvorsorge oder Überdenken von Freihandelsverträgen. Aber nicht, in dem alle nach Europa kommen.
Natürlich klingt das hart, aber Politik ist ein Geschäft mit einer gewissen Härte. Ist "Europa" in der Welt des 21. Jahrhunderts dazu nicht bereit, und schützt seine Bürger nicht, sondern versucht, die Welt zu retten, wird es auch keine Akzeptanz erhalten.

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Mirko_K 05.05.2019, 17:32
35. Post-Kolonialismus-Denken

Mal eine ganz andere Sicht: Warum ist denn Deutschland bzw. warum ist denn Europa dafür verantwortlich was in Afrika passiert? Klar, in vielen kleinen Dingen schon. Ich kann auch verstehen, dass Europa sich nicht fair verhält. Aber all das ändern nichts am Grundproblem. Und ist es nicht grundsätzlich sehr post-kolonialistisches Denken? Der Weiße kümmert sich um den Schwarzen? Ganz klar: Afrika MUSS sich selbst reorganisieren, alle anderen Schritte sind einfach elitäres Denken.
Und die Vorschläge wie Familiennachzug etc. sind politisch in Europa nicht mehr durchsetzbar. Noch mal ein "Wir schaffen das!" wird die Europäische Union sprengen. Die für Afrika aufs Spiel zu setzen, ist viel zu naiv.

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schwaebischehausfrau 05.05.2019, 17:33
36. "Auf andere abwälzen"...

Eine Verantwortung "auf andere abwälzen" kann nur derjenige, der für etwas die originäre Verwantwortung hat. Und auch wenn Hr. Popp und andere nicht müde werden, uns einzureden, dass die EU und ganz besonders Deutschland die Verantwortung für das Wohlergehen der kompletten Weltbevölkerung trägt und daraus abgeleitet doch bitteschön deren unverzügliche Einwanderung ("Resettlement") in unsere Sozialsysteme zu veranlassen habe: Wer sich trotz Wissen um die Zustände in Libyen (und die sind bekannt und sprechen sich dank Social Media und Smartphones auch sehr schnell in den Migrations-Communities rum) nach Libyen aufmacht, der ist erstmal selbst dafür verantwortlich. Um so mehr, wenn er wie die meisten dieser Migranten aus westafrikanischen Staaten wie Nigeria , Ghana, Elfenbeinküste, Senegal, Gambia stammt, allesamt Länder, die zu den wohlhabendsten und sichersten in ganz Afrika gehören. Und verantwortlich für diese Menschen sind ihre Regierungen, die ihre Staatsbürger nicht eindrücklich genug durch Reisewarnungen vor Libyen warnen .

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Magna Carta 05.05.2019, 17:34
37. Fehlende Logik

Afrika ist fuer sich selbst verantwortlich, zu verlangen dass Europa sich verantwortlich erklaert ist nicht anderes als arroganter Neo-Kolonialist der Afrikaner als unfaehig einstuft! Woher nimmt die UN das Recht sich in afrikanische Politik einzumischen?

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prisma-4d 05.05.2019, 17:34
38. ...im Namen Europas?

Echt, jetzt? Wir beauftragen Libyer die Flüchtlinge zu mißhandeln? Merken die Spiegelautoren denn nicht welches Hetzpotential in diesen "FakeNews" steckt?

Mir fällt auf für was Europa/Deutschland alles "verantwortlich" ist. Dabei ist in der deutschen Sprache der Begriff "Verantwortlichkeit" so schön klar deffiniert. Da ließt man von "Handeln, Unterlassen" und "Einflußnahme". Wenn also das Unglück der Flüchtlinge ihre Ursache am Handen der Europäer/Deutscher hat... Was wäre wenn wir ALLE Handlungen einstellen würden? ALLE deswegen, weil wir nicht wissen können welches Handeln das Unglück verursacht (Medikamente-geringe Kindersterblichkeit-Bevölkerungsentwicklung....).

Nach aktueller Sichtweise sind alle Maßnahmen falsch die wir in Afrika und Nahen Osten oder sonst wo auf der Welt, ins Leben rufen.
Das einzeige was angeblich helfen würde, ist das sich alle die es sich wünschen, nach Europa/Deutschland kommen dürfen. Stichwort Migrationspakt (oder glaube tatsächlich Jemand dass dieser Pakt "unverbindlich" ist?).

Die Mehrheit der Kommentatoren und der Autor sehen die Verantwortung im Handeln und Unterlassen der Europäer/Deutschen. Das aufblühen der Grünen zeigt das diese Einstellung Mehrheitsfähig ist.

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sl2019 05.05.2019, 17:37
39. No-border-Ideologie

Die vorgeschlagene Handlungsweise wird die europäischen Länder in heutiger Verfassung zerstören. Der "Verteilungskampf" hat schon begonnen: Wohnraumproblematik, Parallelkulturen usw. Das wird nicht im erträumtem Sozialismus eines Herrn Kühnert enden.
Die Afrikaner in Libyen sind aus Hoffnung auf eine bessere Perspektive in Europa freiwillig dorthin gereist. In den Heimatländern sind die Ressourcen am Ende, bedingt durch das Bevölkerungswachstum. Das ist der allererste Ansatzpunkt, neben einem wirksamen Grenzschutz.

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