Forum: Politik
Flüchtlingselend in Libyen: Barbarei im Namen Europas
REUTERS

Die Europäer haben die Verantwortung für Flüchtlinge auf Staaten wie Libyen abgewälzt. Damit machen sie sich schuldig an den Verbrechen, die dort an diesen Menschen begangen werden.

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Proggy 05.05.2019, 18:10
80. Verantwortung tragen die Destabilisierer Libyens

Bitte an den Friedensnobelpreisträger Obama adressieren. Ersatzweise an die Staatschefs, die Libyen im Zuge des "Internationaler Militäreinsatz in Libyen" destabilisieren wollten, um den vorher - ebenfalls international - hofierten Muammar al-Gaddafi loszuwerden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Militäreinsatz_in_Libyen_2011

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gldek 05.05.2019, 18:11
81. EU hat keineswegs Verantwortung

Sie ist nicht daran schuld, dass sich Menschen - aus welchen Gründen auch immer - auf einen gefährlichen Weg machen.
Smartfones und Internet als Informationsquellen sind auch in Afrika weitverbreitet. Für Misshandlungen und Verbrechen trägt immer noch derjenige die Verantwortung, der sie begeht oder seh ich da was falsch ?
Libyen ist ein souveräner Staat, dem wir keine Vorschriften machen können. Genauso gut könnte man die restliche Welt (Russland, China, USA, ...) für die Zustände verantwortlich machen. Eine Teilschuld könnte man höchstens den Flüchtlingshilfswerken wie Seawatch zumessen, die mit ihren Schiffen auf dem Mittelmeer warten und die Menschen dadurch auf die gefährliche Route locken.

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ostfussballfan 05.05.2019, 18:12
82. Frau Merkel ...

Zitat von geraldwinkeler
Der Spon Artikel enthält viele berechtigte Forderungen an eine humane Flüchtlingspolitik. Dagegen erinnern mich die Argumente, mit denen viele Foristen das Zuschauen bei massiven Menschenrechtsverletzungen an Flüchtlingen in Libyen und beim Sterben im Mittelmeer rechtfertigen, an Margot Honeckers Rechtfertigung der Mauertoten. Sinngemäß sagte sie, dass niemand gezwungen wurde, die Grenze der DDR zu verletzen. Heute wird argumentiert, niemand werde gezwungen, sich nach Libyen zu begeben, um von dort nach Europa zu flüchten. Das Denken dieser Menschen ist eine der Ursachen für die unmenschliche Flüchtlingspolitik vieler Regierungen in Europa, weil es ihnen und den populistischen Parteien gelingt, insbesondere konservative Politiker vor sich her zu treiben. Jeder, der die undurchdringliche Festung Europa fordert, ist ein Menschen- und Menschenrechtsverächter. Es ist unmöglich, auf der Insel Europa Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu bewahren, wenn man den Menschen außerhalb dieser Insel mit großer Gleichgültigkeit begegnet.
... hat bereits fast ne Million "Fachkräfte" mit einer mittelalterlichen Lebenseinstellung als Gäste aufgenommen. Wie sagte schon Herr Scholl-Latour "Mumbai wird nicht besser, wenn Deutschland oder Europa die Hälfte der Leute von dort aufnimmt, sondern Deutschland oder Europa entwickeln sich zu Mumbai". Solange nicht´s gegen das Bevölkerungswachstum in Afrika & Asien getan wird (der wahre Grund des Übels) heißt es "Türen zu" für die hausgemachten Probleme anderer Länder. Sie könnten Sich bereit erklären, hunderte Großfamilien aufzunehmen und zu versorgen. Dann kneifen aber die meisten, wie unsere Priester und Pfarrer oder Kinder der Pfarrer und Priester in Deutschland´s Politik

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FrankreichDenFranzosen 05.05.2019, 18:14
83. Überbevölkerung ...

Zitat von nixproblem
Die Forderungen von Popp laufen darauf hinaus, dass jeder, der Libyen erreicht in der EU aufgenommen würde. Das ist ausgeschlossen, würde zudem die Anzahl der Einreisewilligen ins Unermessliche steigern. Ich muss allerdings auch gestehen, mir keinerlei Lösung für dieses Problem vorstellen zu können.
... so ist es.
Wenn man dann noch die prognostizierte Bevölkerungsexplosion bis 2050 in Afrika anschaut ist klar, dass die Probleme in Afrika auch in Afrika gelöst werden müssen. Das ist alles nicht neu und schon seit Jahrzehnten so.
Zuletzt sind die Amerikaner im Mogadischu 1993 darauf reingefallen und wollten die Verteilung von UN-Lebensmitteln durchsetzen. Die lokalen Clangrößen haben dies aber verhindert und die UN und die US-Streitkräfte sind aus Somalia abgezogen und haben sich die Finger verbrannt.
Es kann auch nicht die Lösung sein, dass die Afrikaner viele Kinder machen und die dann nach Europa verschifft werden, da es in Afrika nicht genug Ressourcen für Sie gibt.
Was ist daran so schwer oder nicht zu begreifen, dass der Spiegel so einen Quatsch hier schreibt. Meinungsfreiheit schütz vor Dummheit nicht sorry.

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Magnifier007 05.05.2019, 18:14
84. Wertekanon

Mich macht der Artikel, die Bilder und die Kommentare hier schlicht weg sprachlos und tief betroffen. Es ist so ekelerregend. Die Kommentare lesen sich, als ob sich die Mehrheit endlich wieder KZs und Euthansie wünschen. Es wird dann wohl genau diese Verachtung der eigenen Werte sein, die man für sich reklamiert und auf die man in dieser Kultur so stolz ist, an denen Europa scheitert und in (ultra)nationalistische Staaten zerfällt.

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chimm 05.05.2019, 18:15
85. Legale Wege öffnen, Illegale konsequent schließen

1. Jeder der Illegal einreist wird wieder zurückgeschickt und verwirkt für die nächsten 10 Jahre oder für immer das Recht auf Aysl.
2. Die EU, und wenn sie sich nicht durchringen kann, dann eben auch Deutschland im Alleingang eröffnet in den afrikanischen und arabischen Ländern Anlaufpunkte, in denen man Asyl beantragen kann. Bevorzugt mit einer Identitätsüberprüfung mit existierenden Dokumenten. Aus dem Pool der aus unserer Sicht asylberechtigten wählen wir eine großzügige Anzahl aus und bringen sie in die EU / nach Deutschland.
3. Dazu müssen Gesetze geändert werden. Asyl kann kein universelles Menschenrecht mehr sein, sondern muss zumindest für bestimmte Staaten ausgesetzt und in ein zahlenmäßig nach oben beschränktes Asyl umgewandelt werden. Diese Grenzen müssen in unserer Gesellschaft regelmäßig neu bewertet werden und zwar nicht im Sinne einer totalen Abschottung, so wie sicherlich die Mehrheit der AFD Mitglieder will. Dieses Jahr gibt es die inoffizielle Obergrenze von 200.000. Je besser wir in der Integration der Neuankömmlinge sind, desto mehr können wir aufnehmen. Wenn die Integration funktioniert ist es für alle eine Win-Win-Situation. Aber sie muss BELASTBAREN Regeln unterliegen, die auch dem Worst Case standhalten.

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chaosimall 05.05.2019, 18:15
86. Trotzdem Danke

für den Beitrag. Auch wenn keine Lösung in Sicht ist oder niemand weiß wie die Vorschläge umgesetzt werden können. Am Ende ist es eine Frage des gesellschaftlichen Drucks und der wird durch solche Beiträge gestärkt. Niemand möchte dieses schreckliche Elend zur Kenntnis nehmen, ich eigentümlich nicht. Und trotzdem ist es gut dass wir die Augen nicht verschließen.

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Nico9 05.05.2019, 18:15
87.

Zitat von geraldwinkeler
Jeder, der die undurchdringliche Festung Europa fordert, ist ein Menschen- und Menschenrechtsverächter. Es ist unmöglich, auf der Insel Europa Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu bewahren, wenn man den Menschen außerhalb dieser Insel mit großer Gleichgültigkeit begegnet.
Oha, diese Moralkeule sieht man noch von der ISS. Nichts fuer Ungut aber die Bewahrung von (damals gegen Diktatur und Opression selbst erkaempfte und erarbeitete btw.) Demokratie und Rechtstaatlichkeit funktioniert m.E. doch noch ganz gut und das wird sich vermutlich auch nicht aendern, solange man nicht ernsthaft in Erwaegung zieht, einen halben Kontinent vor sich selbst zu retten uns ins gelobte Land aufzunehmen.

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nwz86 05.05.2019, 18:15
88. Ständige Schuldzuweisungen satt

Fliehen diese Leute aus Europa? Werden sie von uns misshandelt? Ich bin es satt, dass wir dauernd für die schlechten Verhältnisse auf anderen Kontinenten verantwortlich gemacht werden. Wieso zeigt man nicht mit dem Finger auf Afrika, denn dort sitzen die Schuldigen, und nicht hier.

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Realist111 05.05.2019, 18:16
89. Anders herum ...

Zitat von geraldwinkeler
Der Spon Artikel enthält viele berechtigte Forderungen an eine humane Flüchtlingspolitik. Dagegen erinnern mich die Argumente, mit denen viele Foristen das Zuschauen bei massiven Menschenrechtsverletzungen an Flüchtlingen in Libyen und beim Sterben im Mittelmeer rechtfertigen, an Margot Honeckers Rechtfertigung der Mauertoten. Sinngemäß sagte sie, dass niemand gezwungen wurde, die Grenze der DDR zu verletzen. Heute wird argumentiert, niemand werde gezwungen, sich nach Libyen zu begeben, um von dort nach Europa zu flüchten. Das Denken dieser Menschen ist eine der Ursachen für die unmenschliche Flüchtlingspolitik vieler Regierungen in Europa, weil es ihnen und den populistischen Parteien gelingt, insbesondere konservative Politiker vor sich her zu treiben. Jeder, der die undurchdringliche Festung Europa fordert, ist ein Menschen- und Menschenrechtsverächter. Es ist unmöglich, auf der Insel Europa Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu bewahren, wenn man den Menschen außerhalb dieser Insel mit großer Gleichgültigkeit begegnet.
... wird wohl eher ein Paar Schuhe draus:

Es wäre unmöglich, auf der Insel Europa Demokratie und Rechtstaatlichkeit zu bewahren, wenn eine Mehrheitsmeinung dazu führte, jährlich zwei, drei, fünf, ... Millionen Bewohner Afrikas in Europa anzusiedeln - oder wo würden Sie eine Grenze ziehen? Im Unendlichen?

Und Ihr Honecker-Vergleich ist einer derer, die auf beiden Beinen hinken. Aus dem Honecker-Staat wollten "die" Menschen raus - in unsere einigermaßen demokratisch-rechtstaatlichen europäischen Staaten (vorwiegend D) wollen sie hinein.
Merken Sie den Unterschied?

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