Forum: Politik
Flüchtlingsfeinde in Clausnitz: Das Volk? Ihr nicht.

In Clausnitz habt Ihr gebrüllt, weil Ihr Euch stark fühlt gegen Schwache. Jetzt kennt Euch jeder. Der Heimat, die Ihr zu verteidigen wähnt, habt Ihr geschadet.

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wiealle 19.02.2016, 21:26
1. Schön, dass das Forum offen ist!

Ich finde den Artikel großartig. Er bringt es auf den Punkt: Ich lebe und arbeit seit fast 20 Jahren in Sachsen. Bin zugewandert und fühle mich hier eigentlich wohl. Mittlerweile über 25 Jobs geschaffen, Kinder bekommen, Freunde gefunden. Aber die "Krakeeler" ziehen das Land in den Dreck. Ich kann nirgendwo von meinem Lebenszentrum erzählen, ohne dass alle sorgenvoll gucken und auch ein bisschen vorwurfsvoll. So ein Mist! Was soll ich nur machen?

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prozesskostenhilfe 19.02.2016, 21:26
2. Mannomann

was ist denn da los? Wo sind wir hingekommen? Ist das noch normal? Und dann die Polizei: klar, dass die Menschen Angst haben, danach in die zugewiesenen Unterkunft zu müssen. Sonst sind überall und sofort Psychologen und ähnliches unproduktives Gedöns in Rudeln bei Fuß - wo waren die denn da, um den Menschen die Angst zu nehmen?

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j.w.pepper 19.02.2016, 21:29
3. Recht so, Herr Kuzmany!

Denken wir daran: Selbst wenn man alle potenziellen AfD-Wähler mit diesem "Volk" gleichsetzen wollte, wäre es vielleicht jeder 15. in der Gesamtbevölkerung. Die anderen 85 Prozent wollen mit solchen Rassisten nichts zu tun haben. Dass sich diese Splittergruppe als "das Volk" bezeichnet, wäre lachhaft, wenn es nicht so traurig wäre.

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Koana 19.02.2016, 21:29
4. Heimatschaden

In diesem unserem Ameisenunmenschenhaufen läuft alles wie geschmiert!
Die Schwachen hacken auf die Schwachen, die Intellektuellen kassieren ihre Gagen und reden blasiert, emotionslos, geistig gut rasiert, sprich glatt.

Die Geschäftemacher kassieren ihre Beute und der gewöhnliche Nutzmensch tritt im Asylheim die Türe ein.

Die einzigen die wirklich "stark" sind, das sind die, die mit jedem Tod, mit jedem Elend, mit jedem Leid, noch ein bisschen reicher werden!

Die willigen Helfer gehen nun tagsüber zur Arbeit und Nachts wird gezündelt.
Altbekannt und wenn die Konzerne und die Milliardäre noch ein klein wenig gieriger werden, die Politiker noch ein klein wenig mehr Umverteilung von Unten nach Oben organisieren, dann gibt's wohl bald wieder richtig primitive Schlachtrituale - auch hierzulande - andernorts ist das ja nie von der Agenda genommen worden.
(Ja blöd, da gibt es Menschen, die dem entkommen wollen und es vielleicht gleich mitbringen, sie werden dem Morden nicht entkommen, da die Menschen hierzulande genauso gierig und blind sind, wie sie es überall auf Erden sind!)

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paulaschwarz 19.02.2016, 21:30
5. Anstand geht anders!

Hat sich da die gesamte sächsische 'Bildungsferne Elite' versammelt?
Kein gebildeter Bürger benimmt sich so.
Wenn man diese Menschen nicht begrüssen will, sollte man einfach fernbleiben.
Aber sich so hässlich zeigen?
Man kann sich für diesen Auftritt nur fremdschämen, und bei den Flüchtlingen und ihren Kindern um Entschuldigung bitten.

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meinungs-freiheit 19.02.2016, 21:32
6. Endlich

Einfach punktgenau, nichts hinzuzufügen. Endlich!!! Erlaube mir doch ein paar mehr Worte: Diese Brut hat nichts mehr zu bieten als hohle Worte/Parolen. Aber damit gewinnen die Wahlen... Hinterher können sie gar nichts von dem abstrusen Zeug, das sie versprechen, erfüllen - aber sie sitzen dann bereits im Parlament und haben den entsprechenden Einfluss..."Einfach punktgenau": Lasst uns, so wir Demokratinnen und Demokraten sind, bitte nichts Anderes tun: Immer wieder nur (mit der Geste der Selbstverständlichkeit) auf diese Hohl-heit hinweisen. Die da, die haben grad gar nichts anzubieten, am allerwenigsten Lösungen für gesellschaftliche Probleme. Lasst uns sie genau so behandeln!

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Realist111 19.02.2016, 21:33
7. ...

Ja, Herr Kuzmany, Sie haben in vielem Recht, diejenigen, die da skandiert haben, sind gewiss nicht das Volk und sie haben sich armselig verhalten.

Sie, Herr Kuzmany, sollten aber sehr vorsichtig damit sein, dieses Dorf Clauswitz und seine Einwohner zu attackieren mit Aussagen wie "Wer will dort leben, mit Leuten wie Euch?" u. ä., solange Sie nicht 100%-ig wissen, dass diese Krakeler aus diesem Dorf kommen.

Denn wenn ich den Polizeisprecher vorhin im Fernsehen richtig verstanden habe, soll es sich um "Externe" handeln, die mal eben Randaletourismus betrieben haben ...

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Justitia 19.02.2016, 21:33
8. Danke!

Herr Kuzmany, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Seit dem Beginn von Pegida geht mir die Hutschnur hoch, wenn diese rechten Schwachmaten behaupten, sie seien das Volk, sie sind nämlich weder "DAS Volk" noch sind sie berechtigt mit dieser Aussage sich selbst auch nur in die Nähe der friedlichen Revolution der DDR-Bürger zu bringen. Was diese Leute meiner Meinung nach wirklich sind, kann ich hier leider nicht schreiben, denn sonst hätte der Post keine Chance auf Veröffentlichung. Wer gegen die gegenwärtige Asyl- und Flüchtlingspolitik etwas hat, der kann dies durch sein Wahlverhalten, durch ziviliserte Demos oder durch Klagen zum Ausdruck bringen. Flüchtlinge und deren Kinder aber derart einzuschüchtern zeugt lediglich von Primitivität, wie sie für Neonazis typisch ist.

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gerd33 19.02.2016, 21:34
9. Die Krakeler haben Angst ....

Die Krakeler haben Angst, aber nicht vor einer realen Gefahr, sondern vor "den Fremden". Wer die DDR kurz nach der Wende besucht hat, kann das durchaus erklären. Damals wurden auch wir "Wessis" dort wie Wundertiere bestaunt und mit größtem Mißtrauen bedacht. Hat sich in ländlichen Regionen der "Ostprovinzen" bislang nicht wesentlkich geändert.

Verständnis musss man für den Mob dennoch nicht haben: Auch wenn Strömungen des Islam in Deutschland -nicht völlig grundlos- immer wieder in die Kritik geraten, so geht es hier schlicht und ergreifend um Menschen auf der Flucht vor einem brutalen Bürgerkrieg. Der Großteil dieser Menschen dürfte nach den Erlebnissen in ihrer Heimat den militanten Islam ebenso kritisch sehen und fürchten. Ich hege die Hoffnung, dass die hier untergebrachten Flüchtlinge - die nach dem Ende des Bürgerkrieges in ihrer Heimat zurückkehren - und insbesondere deren Kinder es schaffen können, die hier erlebten und geschätzten demokratischen Strukturen und Freiheiten, z.B. Gleichberechtigung m/w und Religionsfreiheit- in ihre Herkunftsländer zu tragen und damit einem fundamentalistischen Islam den Nährboden entziehen können.

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