Forum: Politik
Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Europa ringt mit der Rettung
AFP

Hunderte ertrinken im Mittelmeer - und Europa diskutiert über eine gemeinsame Haltung. Die EU-Kommission will Schlepperboote frühzeitig zerstören, mehr Patrouillen schicken. Nicht alle Staaten wollen mitziehen.

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Margot 357 20.04.2015, 20:13
1. Es gibt doch eine Lösung!

Dazu muss man nur das Interview durchlesen: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/entwicklungsoekonom-paul-collier-wir-locken-die-menschen-in-den-tod-12645559.html
.
Aber die EU ist Mitverursacher dieses Problems! Jahrelang haben sie hohe Exportsubventionen für Agrarprodukte nach Afrika gezahlt. In Folge mussten zahlreiche afrikanische Betriebe schliessen, weil sie trotz tiefen Löhnen nicht mithalten konnten. Ausserdem ist Europa gegen Agrarprodukten von dort völlig abgeschottet, oftmals mittels künstlichen Hemmnissen. Als sie Mauretanien bei den Fischfangrechten von 120 Milionen € auf 80 drückten, sagte dort ein Politiker nur weiter so, wir schicken dann unsere Asylanten. Auch die Rohstoffirmen arbeiten eng mit korrupten Politiker zusammen um billig an Schürfrechte und laschen Umweltauflagen zu kommen. Bei den letzten Wahlen im Kongo kamen alle Gelder von diesen Firmen.
Die EU wurde geschaffen um Konzerne an die Macht zu bringen, wie z.B. TTIP, TISA.

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jewiberg 20.04.2015, 20:25
2. Je sicherer die Rettung ohne sofortige Rücksendung,

desto mehr werden kommen. Rettung der Menschen, die sich diesen Schleppern anvertrauen ist richtig! Das verlangt allein schon die Humanität. Aber, bitte auch sofort wieder mit sicheren Schiffen zurückschicken. Wenn es sich rumspricht, das es so eine Praxis gibt, haben die Schlepper wenig Aussichten zahlungsbereite Kunden zu finden. Dann gibt auch automatisch weniger Tote. Australien ist hier ein Vorbild!

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SanchosPanza 20.04.2015, 20:26
3. Regime Change

Ohne die kläglich gescheiterten Versuche des westlichen “Regime Change“ in Syrien, Iraq und Libyen gäbe es diese Probleme heute nicht.

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dieterludwig-wassenberg 20.04.2015, 20:27
4. Flüchtlingskatastrophe

Es ist grauenhaft, dass Menschen sich irgendwelchen Verbrechern für unverschämte Summen anvertrauen, um dem Elend zu entkomment, nur, wie soll alles weitergehen? Da kommen Menschen, wahrscheinlich viele ohne Sprachkenntnisse, ohne Beruf, verzweifelt, aber wie soll das alles mal enden? Die Politik? Dort ist keine Hilfe zu erwarten. Hätte gerne mal gehört, dass die schrille Frau Roth mal nicht schreit, sondern dass irgendwelche Nachbarn sagen, die hilft wirklich, nicht nur in Worten... Solange es dem Westen nicht gelingt, diesen verruchten Islamisten-Kreuzzug vernichtend zu schlagen, solange werden die wahrlich verdammten Menschen ihr vermeintliches Heil den Schleppern anvertrauen, und dort kassieren Al Kaida, Boko Haram und wer auch immer garantiert auch noch mit...Schlimme Welt - ohne einen Weltkrieg im bekannten Sinne.
Dieter Ludwig

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eskimoser 20.04.2015, 20:28
5. Das Machtvakuum in Libyen,

erzeugt durch die Absetzung Gaddafis, notwendig geworden, durch dessen Idee, Oil nicht mehr in der 'Weltwaehrung' zu bezahlen, sollte Grund sein, dem Land auch bei der Befriedung zu helfen.
Aber kostet Geld, bringt keine echten Vorteile, vor allem westlich des atlantiks ist das kein Thema. Mehr!

-Sollen die EU-Staaten wieder mehr Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber einsetzen, um Flüchtlinge in Seenot schon nahe der libyschen Küste zu retten? Oder wäre das eine "Beihilfe für das Schlepper-Unwesen"-

Wenn dies dazu fuehrt, das diese Fluechtlinge umgehend wieder aufs afrikanische Festland verbracht werden, duerfte es genau das Gegenteil sein. Die Schlepper werden auch irgendwann mit zuvielen Beschwerden ihre Probleme bekommen!

Also los, von Marokko bis zur Tuerkei, die Marinen der Eu-Staaten haetten mal was sinnvolles zu tun! Die Grenzen und Interessen der EU verteidigen, aber dabei Menschen vorm sicheren Tod zu bewahren, anstatt sie vom Leben in diesen zu befoerdern. 2016 dann: Friedensnobelpreis fuer die Eu-Marine!

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edmond_d._berggraf-christ 20.04.2015, 20:28
6.

Man sollte bei der Seefahrt das liebe Mittelmeer durchaus ernst nehmen, denn wenn man die Anzahl der gesunkenen Schiffe und im Sturm untergegangenen Flotten in selben bedenkt, so würde selbst das Bermudadreieck neidisch werden. Das Mittelmeer ohne jede seemännische Kenntnis, ohne hinreichend Verpflegung und auf völlig überfüllten Schlauchbooten und Kähnen überqueren zu wollen, entspricht dem Nacktwandern in der Antarktis. Entsprechend unsinnig wirken auch die europäischen Rettungsmaßnahmen, man könnte nämlich ebenso gut versuchen die Nacktwanderer in der Antarktis mit warmen Decken und heißen Getränken vor dem Erfrieren zu retten, wie dem gegenwärtigen Unfug im Mittelmeer mit der Seenotrettung beizukommen versuchen. Desto mehr Delinquenten man nämlich dabei rettet, desto mehr werden es nämlich versuchen und dies auf immer untauglicheren Schiffen. Soll der Unfug aber ein Ende finden, müssen alle geretteten oder aufgegriffenen Delinquenten umgehend nach Afrika zurück verfrachtet werden.

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einwerfer 20.04.2015, 20:29
7. Es steht zu befürchten,

dass die EU-Länder sich a la Steinmeiers 'Stabilisierung in Libyen' am ehesten auf eine militärische Mission in Libyen einigen könnten. Das ist relativ billig, denn Soldaten sind eh da, und lenkt schön von den Ursachen der Flüchtlingsströme ab.

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KingTut 20.04.2015, 20:31
8. Darf man fragen ....

.... welchen Beitrag Rußland zur Bewältigung der Flüchtlingskatastrophe leistet? In Form von Aktivitäten im Mittelmeerraum und in Bezug auf die Aufnahme von Flüchtlingen. Warum wird Rußland nicht mehr in die Pflicht genommen. Das ist doch auch ein (beträchtlicher) Teil Europas.

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-M.K.- 20.04.2015, 20:32
9. Europa braucht eine Spezialeinheit...

...zum Schutz der Küsten und zur Prävention von solchen Unglücken.
Die Flüchtlingsboote müssen so früh wie möglich abgepasst werden und die Menschen auf sichere Schiffe umgeladen werden. Allerdings wäre es dann dumm, diese Leute nach Europa zu bringen, weil dann auch für die Schlepper klar ist, dass diese Methoden funktionieren und sie das an ihre Kunden so weiterreichen können ("die Europäer fischen euch dann raus".)

Nein, die einzige Lösung ist, dass die Menschen wieder zurück an ihren Reiseausgangspunkt gebracht werden und nie europäischen Boden betreten. Irgendwann wird sich rumsprechen, dass es zwecklos ist und die Zahlen der Menschen, die überhaupt flüchten, wird sinken.

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