Forum: Politik
Flüchtlingskrise: Armes Europa
DPA

Erst tobte der Krach um Griechenland, jetzt gerät im Flüchtlingschaos das Schengen-Abkommen in Gefahr: Das vereinte Europa entfernt sich immer mehr von seinen Idealen.

Seite 1 von 15
lothar.adam.18 02.09.2015, 16:35
1. Schengen

war eine M..., weil man träumerisch davon ausging, in der Welt eine Oase zu schaffen. Es zeigt sich doch, dass das Abkommen bereits bei der ersten Prüfung versagt hat.

Beitrag melden
zephyroz 02.09.2015, 16:36
2. so wie das aktuell läuft...

... kämpft jeder für sich, keiner hält sich an geschlossenen Verträge, so kann man Europa in die Tonne treten

Beitrag melden
Leo 57 02.09.2015, 16:36
3. Ich fürchte, wir werden uns ...

... an den Gedanken gewöhnen müssen, dass es ein Europa des Miteinander mit einem Mindestmaß an Altruismus nie gab und geben wird. Eine schöne Illusion, die der Wirklichkeit nicht standhält. Statt dessen erhoffte sich jeder der Staaten lediglich Verbesserung seiner Verhältnisse und einen Zugang zu den Töpfen der anderen. Klar, dass das nicht gutgehen kann.

Beitrag melden
austromir 02.09.2015, 16:38
4. Vertragstreue

Ein Teil der Staaten sieht Verträge nicht als bindend an. Da ist es kein Wunder dass Probleme so lnage weitergereicht werden bis jemand bereit ist das Probl zu lösen.

Beispiel: GR schickt Flüchtlinge weiter - obwohl diese laut Verträgen bleiben müssten. HUN macht das gleiche. AUT macht das auch so. IT macht das auch so. So landet alles om FR, DE und weiter nördlich. Obwohl sich diese Länder zu einem gemeinsamen Konzept verpflichtet haben, wollen sie die Pflichten daraus nicht erfüllen. Die davon betroffenen Länder wiederum (F, DE, DK, SE, ...) können sich leicht ausrechnen, dass die Milliarden die an die Verweigerer unter dem Titel "Flüchtlingshilfe" gehen, besser angelegt sind, wenn man die Flüchtlinge im eigenen Land versorgt. Da bietet es sich dann an, die Grenzen gleich dicht zu machen bevor man sich auf AUT, HUN, GR, ... verläßt.

Beispiel: GR wollte in den EURO. Man hat das zugelassen und GR war stolz. Die Vorteile des EURO hat man mitgenommen. Die Kosten versucht man auf die Nordländer abzuwälzen. Kein Wunder, dass man sich in Nordeuropa längst fragt ob ein EURO ohen Südländer nicht stabiler, billiger und damit sinnvoller wäre.

Beispiel: Vertragstreue ist generell ein Problem in der EU: Die Briten sind zu Recht sauer und sehen sich überall dem Vorwurf ausgesetzt, besonders pingelig zu sein. Da sie das Gefühl haben, ständig in balkanesischen Mauschelvereinbarungen über den Tisch gezogen zu werden, wollen sie raus (die Kritik am Britenrabatt ist überflüssig, den hätt eman eben nie vertraglich zugestehen dürfen). Wenn die britische Bevölkerung nur logisch denkt wird sie den Austritt aus der EU mit überwältigender Mehrheit akzeptieren.

Beitrag melden
linkereuropäischerpatriot 02.09.2015, 16:41
5. Ideale für Ideologien geopfert!

Es wird Zeit wieder Realpolitik in Europa und der Welt zu betreiben. Die Idiologie der "Politischen Korrektheit" um jeden Preis lähmt uns und tötet Menschen in der arabischen Welt. Einem Helmut Schmidt und Egon Bahr, in Verbindung eines Scholl-Latour hätte sich nicht auf dieses Spiel, dass nie für die wenigen Demokraten in Fern Ost zu gewinnen war, eingelassen!! Wie gesagt: 300.000 Menschenleben, um unsere Ideologie gerecht zu werden. Die Geschichte wird Worte für unsere Generation finden!

Beitrag melden
ex2012 02.09.2015, 16:41
6. Im Ergebnis Zustimmung

Das Ergebnis und Chaos was wir sehen, der Verrat und Gefährdung der europäischen Idee ist das Resultat, dass wir weder den Mut hatten, noch gewollt haben ein starkes und demokratisches Europa auf die Beine zu stellen. Der Egoismus der Staaten stand in letzter Zeit vermehrt und zu viel im Vordergrund. Das Prolem bei Griechenland und dem Dublin-Abkommen ist weniger die Einhaltung der Regelung sondern die Regeln an sich. Diese sind offenbar falsch und man hatte aus verschiedenen Gründen auch wegen Populismus nicht den Mut diese anzupassen als man die Fehlerhaftigkeit erkannt hat. Das Infragestellen ist da nur die logische Konsequenz.

Beitrag melden
enzio 02.09.2015, 16:43
7. Die EU ist abgehoben - eine Kopfgeburt

Zuständig für die Flüchtlingsfragen sind die nationalen Regierungen und nicht die EU. Das ist auch gut so, weil die jeweiligen nationalen Regierungen näher an Volkesstimme sind als die EU-Institutionen in Brüssel und Straßburg. Oder wollen sie, dass bei der nächsten Wahl zum EU-Parlament nur noch Kandidaten wie vom "Front National" gewählt werden?

Beitrag melden
UdoL 02.09.2015, 16:44
8. Nicht für die Ewigkeit

Wie wäre es mit der Einsicht, dass Dinge wie Schengen oder auch das Asylrecht hervorragende Errungenschaften waren, die aber irgendwann von einer widrigen Realität eingeholt wurden?

Beitrag melden
ixfueru 02.09.2015, 16:44
9. Nein, Herr Nelles, Europa mit Idealen

hat es nach Montanunion und EWG nie gegeben. Diese Ideale wurden und werden uns von den uns Regierenden vorgegaukelt - warum auch immer. Ideal wäre ein Europa, in dem Staaten solidarisch miteinander umgehen würden. Das scheitert an den unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten und Interessen der einzelnen Mitglieder. Ich fürchte, dass es in Deutschland (und anderswo) ein böses Erwachen nicht nur unserer Politiker geben wird.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!