Forum: Politik
Flüchtlingskrise: Das andere Osteuropa
imago/ CTK

Osteuropäische Regierungen schotten sich ab und wollen keine Flüchtlinge ins Land lassen. Das Volk feiert sie dafür, doch zunehmend wenden sich Prominente, Intellektuelle und engagierte Bürger gegen die hartherzige Politik.

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walter_de_chepe 21.09.2015, 14:05
1. Unwissenheit und Geschichtsvergessenheit

Tschechien, Slowakien, Ungarn sind Mitteleuropa - historisch und geographisch; Rumänien ist Südosteuropa. Im Artikel wird die politische Geographie des Kalten Kriegs verwendet. Das sagt sehr viel über ein zunehmend politisch, ideologisch und kulturell isoliertes Deutschland, das die Welt um sich herum nicht mehr versteht.

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bibberbutzke 21.09.2015, 14:06
2. Mit anderen Worten...

... die, die eine, zumindest aus der Ferne betrachtet, mit einer gesicherten Existenz aufwarten können, stehen im Wandel gegenüber dem Gros der Bevölkerung?

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Pixelquäler 21.09.2015, 14:07
3.

Wieder ein typischer Artikel nach dem simplen Strickmuster gutes Deutschland, böser Osten. Da lobe ich mir doch die sachkundige Analyse in der heutigen NZZ "Wider den Euro-Jakobinismus"

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Atheist_Crusader 21.09.2015, 14:08
4.

Nicht, dass das nicht begrüßenswert wäre - schon allein um mal dem Egpoismus-Trip in der EU entgegenzuwirken - aber mal ehrlich: wie viele von den Flüchtlingen und "Flüchtlingen" wollen denn schon nach Osteuropa?

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Navygo 21.09.2015, 14:13
5.

Wie im Artikel schon steht haben die Politiker in diesen Ländern die Zustimmung einer Mehrheit der Bevölkerung. Also tun sie das, wofür Politiker eigentlich da sein sollten - im Interesse ihrer Bürger handeln. Und ich störe mich an der Bewertung "Flüchtlingsfeindlich" und ähnliches. Vielmehr halte ich das für Realpolitik - da es einfach schlicht unmöglich ist, ungesteuert und ohne Grenzen Zuwanderung in die Sozialsysteme zu verkraften, ohne dass das System irgendwann kollabiert. Von den sozialen Spannungen ganz zu schweigen - siehe hier wieder den Willen der Bürger.
Ich werte das für mich persönlich ähnlich, ohne deswegen etwas gegen Flüchtlinge zu haben, geschweige denn ihnen feindlich gegen über zu stehen. Ich verstehe JEDEN, der sucht, seine Lage zu verbessern, ausdrücklich auch den reinen "Wirtschaftsflüchtling". An deren Stelle würde ich genau so handeln, was aber nicht bedeutet, dass ich der Meinung bin, dass wir diese Leute deswegen aufnehmen sollten. Dies liegt alleine in der Bewertung der Grenzen des Machbaren und dies stelle ich über die Gefühle von Mitleid, die ich durchaus auch habe. Nur mit Gefühlsduselei ist leider kein Staat zu machen und wo soll die Grenze sein? bei 1 Mio pro Jahr? 2, 3 oder 5? Oder gar mehr? Wann sagen wir Neuankömmlingen, dass wir sie nicht mehr versorgen können und unser System am Anschlag ist?

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distel61 21.09.2015, 14:14
6. @ Keno Verseck

Sie können schreiben, was Sie wollen, Sie werden aber andere Länder trotzdem nicht dazu bringen das zu tun, was Sie gerne möchten.

Es bringt auch auch nichts hier einzelne Meinungen herauszupicken. Die Bevölkerungen werden trotzdem keine Einwanderung haben wollen. Sie wollen es einfach nicht und sie haben die Macht über ihr eigenes Territorium zu bestimmen. Und im äußersten Notfall werden sie ihre Interessen auch mit Gewalt durchsetzen, wie der Armeeeinsatz in Ungarn zeigt.

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wernerwenzel 21.09.2015, 14:23
7. Das Wort

hat in einem Artikel, der sich (im weitesten Sinne) mit Politik beschäftigt nichts zu suchen. Politiker haben die Interessen ihrer Wähler wahrzunehmen, ein Staat ist nur für seine Bürger da. Ein Staat, der selbstherrlich glaubt, er müsse seine Bürger erziehen und bevormunden, ist kein demokratischer mehr.
Medien, die so einem Staat nach dem Mund reden, haben, statt ihn kritisch zu kontrollieren, sind überflüssig.

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barzussek 21.09.2015, 14:28
8. Das die Flüchtlinge nich nach Osteuropa

wollen ist nicht das Problem sondern die fehlende
Solidarität dieser Länder vor allem Polen und Tschechien
waren bei den sogenannten "Willigen" welche den Irak zerstört und somit den Grundstein für den IS gelegt
haben Das der übereilte Beitritt dieser Länder weil geopolitisch von den USA befohlen ein Kuckucksei für die
EU bedeutet ist wohl nicht weg zu diskutieren

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udo.sowade 21.09.2015, 14:32
9. @distel61

eines ist aber in Ihrem Kommentar konträr. Wieso kommen Sie zu der Meinung..."Die Bevölkerungen werden trotzdem keine Einwanderungen wollen....." Nicht die Bevölkerungen haben die Macht über ihr eigenes Territorium zu bestimmen, sondern diejenigen, die das Mandat für politische Entscheidungen von der Bevölkerung erhalten haben. Ich bin Teil der Bevölkerung und will Flüchtlingen helfen, auch in unserem Land.

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