Forum: Politik
Flüchtlingskrise: Der dunkle Deutsche

Die Flüchtlinge kommen weiter, und das Sommermärchen vom freundlichen Empfang ist vorüber. Längst hat sich die Islamverachtung der Gebildeten mit dem Rassismus der Unterschicht vereint. Ihr Wortführer: Horst Seehofer.

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mesalliance 13.10.2015, 04:52
450.

was seehofer sympathischer wirken läßt als de maizière ist, das er wenigstens konsequent bei dem hahnebüchenen unsinn bleibt den er sich einmal zusammengequirlt hat, während es beim bundesinnenminister nicht mal so weit reicht, dass er sich an sein hirnloses geschwätz von gestern erinnert...

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halbstark 13.10.2015, 05:36
451. Salkin schrieb...

"Die CSU könnte dann die Menschen einbinden, die deren Bedenken teilen aber davor zurück scheuen eine offen rechtsradikale Partei zu wählen. Also los CSU." (von Salkin)

Oh welch grenzenlose Naivität. Wie kann man ständig ignorieren, dass die CSU (wie auch die SPD) REGIEREN! Das heißt, sie tragen all das, was wir jetzt erleben, mit. Das Rumgegrummel Seehofers ist eine lächerliche Show, um Wähler zu halten. Wenn Sie ernsthaft CSU wählen, bestätigen Sie die GroKo. Viel Vergnügen!

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patras 13.10.2015, 06:23
452.

Zitat von curiosus_
So? Nächstenliebe (Wikipedia): Der Begriff des Nächsten Im Tanach ist der Nächste immer ein bestimmter, aktuell begegnender oder zum Gesichtskreis eines Israeliten gehörender „Mitmensch“. Die Nähe ergibt sich meist aus einer konkreten Beziehung zu ihm. Das Substantiv reah kann für Verwandter (Ex 2,13), Nachbar (Spr 3,29), Freund (1Sam 20,41), Geliebter (Hld 5,16) oder Anderer (Gen 11,3) stehen. Auch dort, wo es im Kontrast zum Fremden ..... Hans Jonas erklärte in seinem Hauptwerk Das Prinzip Verantwortung (1979), dass das christliche Liebesgebot zu kurz greife. Es leide an einer Beschränkung auf den unmittelbaren Umkreis der Handlung: „Man beachte, daß in all diesen Maximen der Handelnde und der „Andere“ seines Handelns Teilhaber einer gemeinsamen Gegenwart sind. Es sind die jetzt Lebenden und in irgendwelchem Verkehr mit mir stehenden.“ Dies reiche in Anbetracht der ökologischen Krise und der technischen Möglichkeit, die Menschheit dauerhaft auszulöschen, als Handlungsmaxime nicht mehr aus. Mit dem Wandel der Technik müsse die Ethik zur Fernstenliebe erweitert werden. Tja, da scheint Ihre Interpretation des "christliche Liebesgebotes" nicht so ganz der allgemeinen Auslegung zu entsprechen. Der Nächste unterscheidet sich eben doch vom Fremden ....
Wenn Sie denn zurück in die Geschichte gehen, dann haben Sie Ihre eigenen Textstellen sehr punktuell zitiert. Ich empfehle Ihnen dann etwas weiter herunterzuscrollen, da gibt es explizit Angaben zum Schutz von Armen und Fremden in diesem Rahmen.

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patras 13.10.2015, 06:31
453.

Zitat von danido
Mal abgesehen davon, dass man solche "Erfahrungsberichte" dieser Tage nicht unbedingt ernst nehmen sollte (das gilt für beide Seiten) ...das wäre doch jetzt aber mal eine Steilvorlage für Sie zu erklären wie Sie mit solch einer Situation umgehen würden. Sie sprachen ja in einem anderen Beitrag davon (dessen meine Antwort darauf leider das Zensurteufelchen gefressen hat), dass man diesen Leuten unsere Kultur vorbildhaft Vorleben solle. Also wie hätten Sie reagiert, mit Ihren Töchtern an der Hand? Ich komme übrigens aus einer Stadt in der es schon mal in den Lokalnachrichten vorkommt, sowohl Print als auch TV, wenn ein Besoffener in der Straßenbahn einen Ausländer beschimpft, während die Medien aber nichts davon wissen wollen wenn man in bestimmten Stadtbezirken mit einem Messer bedroht wird. Es würde mich sehr interessieren wie ich meinen Mitmenschen in Zukunft unsere Kultur und Verhaltensregeln, durch Vorleben, näher bringen kann. Natürlich ohne diese Probleme öffentlich anzusprechen, denn das ist nicht erwünscht.
Nun, da ich zwei Töchter habe, sind Belästigungen durch Männer, die meinen, das sie Recht dazu haben, unabhängig der Nationalität nicht selten. Aber: Ich als Frau habe solche dummen Sprche mit eindeutigen Inhalten selbst am eigenen Leib erfahren, und das in einer Zeit, als es keine Flüchtlinge gab. Sehen Sie sich doch die Statistik an, welche Frau noch nie solche verbalen Übergriffe erlebt haben, nochmals, nicht erst jetzt. Das ist ein altes Problem, und da nehme ich nicht meine deutschen Mitbürger männlichen Geschlechtes aus. Ich erinnere mich sehr genau daran, dass wir als Mädchen früher sehr unangenehme Gefühle hatten, an Baustellen vorbeizugehen, weil das wenigste ein Hinterherpfeifen war. Das jetzt als Problem mit den Flüchtlingen hinzustellen ist unzulässig. Was ich mache: Ich drehe mich um und spreche die Männer an, face to face, egal aus welchem Land derjenige kam und kommt. Es liegt an uns, Mitbürgern unseren Standpunkt zu vermitteln. Und das geht. Alleine, wenn man an die eigene Schwester und Mutter hinweist, die auch nicht angesprochen werden möchte.

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EchtUngläubiger 13.10.2015, 07:24
454.

Mir wird einfach nur noch schlecht wenn ich diesen selbstgerechten unrealistischen Käse lese.
Wer vergiftet denn die Atmosphäre im Land? Seit Beginn dieser Krise werden die Gegner der aktuellen Politik diffamiert, beschimpft und in die rechtsradikale Ecke gestellt.
Ich bin schon gespannt, was diese wundervollen Menschenfreunde in ein, zwei Jahren zu sagen haben, wenn unser Land unter den Folgen dieses selbstverschuldeten Irrsinns ächzt.

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