Forum: Politik
Flüchtlingskrise: Ein Zaun für Europa
REUTERS

Die Deutschen müssen sich entscheiden: Wenn sie gute Europäer sein wollen, müssen sie ihre Flüchtlingspolitik revidieren. Oder sie bestehen weiter darauf, keine Zäune zu bauen - und bringen damit alle gegen sich auf.

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sapereaude! 03.11.2015, 17:26
190. Augen auf!

Zitat von eirenistes
Und ich würde gerne eine Begründung dafür hören, warum ein Europa mit Zäunen das einzige sein soll, das "zu haben ist". Dinge wie Freizügigkeit gehören zur europäischen Idee. Was wäre der Sinn daran, die EU äußerlich zu erhalten, wenn ihre Identität dabei verlorengeht?
Nun, so wie sich die Situation momentan darstellt, wollen unsere €uropäischen Freunde keine oder nur sehr wenige "Flüchtlinge" aufnehmen. Die Realität zeigt, dass sie entweder Zäune bauen oder die "Flüchtlinge" einfach nach Deutschland weiterleiten oder sich einfach ganz aus der Sache heraushalten. Da hat der Herr Fleischhauer schon Recht: So wie Frau Dr. Merkel es macht, macht's keiner in €uropa. Daher seine Einschätzung, die ich auch teile, dass wir das Merkelsche €uropa nicht durchsetzen können werden.

Zum zweiten Teil Ihrer Frage erlauben Sie mir bitte eine Gegenfrage: Sind Sie der Meinung, dass die aktuelle Ausgesatlung de €U irgendetwas mit den von Ihnen proklamierten "Werten" und der "Identität" zu tun hat? Oder andersherum gerfragt: Ist die €U nicht jetzt schon lediglich eine leere Hülle?

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rolli 03.11.2015, 17:26
191.

Zitat von Trouby
Das ist doch völliger Unsinn. Man muss ja nicht gleich von einem Extrem ins andere fallen. Bis in die 90er hinein war es normal, dass Grenzen geschützt werden. Und mit Einführung des Schengenraums sind diese nur verschoben worden. Aber seine Außengrenzen in der heutigen Welt nicht zu sichern und die Zuwanderung zu steuern, bedeutet Aufgabe der staatlichen Integrität. Deutschland wird - wie man derzeit sehr gut sieht - zum Spielball anderer, weniger menschlicher Mächte - und kann dem rein gar nichts mehr entgegensetzen. Ja, ich wünsche mir eine Welt komplett ohne Grenzen, in der überall die Menschenrechte geachtet werden, soziale Mindeststandards herrschen und es keine Kriege gibt. Aber durch Selbstaufgabe erreichen wir das sicherlich nicht!
Die Aussengrenze eines Staates bedeutet das es ein staatliches Territorium gibt. Die EU aber ist kein Staat und kann deswegen keine Aussengrenze haben.
http://www.thomasfleiner.ch/files/categories/Lehrstuhl/Longowicz.pdf
Die 3 Elemente eines Staates sind: Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt. All das fehlt der EU und somit kann sie nicht im völkerrechtlichen Sinn ein Staat sein. EIn Staat kann selber entscheiden wie er mit Flüchtlingen umgeht. ein Gebilde wie die Eu kann das nicht.

rolli

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symolan 03.11.2015, 17:28
192.

Zitat von conny1234
Alle Mauern die gegen Menschen gerichtet sind, sind Geschichte. Ich will nicht in einem zugemauerten Europa leben! Wenn so viel Kleingeist existiert, wandere ich aus! In Länder ohne Mauern!
Können sie mir ein Beispiel eines solchen Landes nennen? Nur eines??

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kha777 03.11.2015, 17:29
193. Was für USA, Israel und andere gut ist, kann für uns

kaum in Bausch und Bogen schlecht sein.
Was z.B. Ungarn in ein paar Tagen schaffte - nämlich lange Strecken grüner Grenze wirkungsvoll zu schließen - können auch andere und besser.

Hier geht es schließlich nur um die Lösung eines aktuellen von wenigen leichtsinnigen Politikern (vielleicht nicht mal versehentlich) herbei geführten Notlage für die Bevölkerung in Deutschland.

Die dabei von der Politik in Kauf genommenen Unzuträglichkeiten der Anreise bei den so Gerufenen sollten von eben den dazu nicht bevollmächtigten Politikern unverzüglich beendet werden. Das wäre mindestens von ihnen zu fordern.
Die Rückkreise und sofortige Abweisung wären geeignete Maßnahmen, ebenso die unverzügliche Grenzschließung.
Kein Mensch wäre damit in seiner Bewegungsfreiheit gehindert, nur daran, kriminell zu werden.

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SeasickSteve 03.11.2015, 17:29
194. Durchaus möglich ...

Zitat von Wofgang
Das ist genau der Punkt! Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern die hässliche Fratze der besorgten Bürger, allen voran dieser unsägliche Bachmann. Haben die Deutschen aus der Geschichte tatsächlich nichts gelernt?
@ 1:20 f.

https://www.youtube.com/watch?v=l5QLziJftAE

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dritter_versuch 03.11.2015, 17:29
195. Wie

Wie wollen die den einen Zaun bauen, der die Flüchtlinge abhält zu kommen?
Um ganze Europa rum?
Wenn die Flüchtlinge nicht die Balkanroute nehmen, nehmen sie eine andere.

Straße von Gibralta, Lampedusa, das ganze Mittelmeer, Russland, Polarkreis, Nordsee.

Und da wollen wir überall eine Mauer bauen?
Und wie soll die gesichert sein?
Gibt es die alten Baupläne aus Berlin noch?

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wecan 03.11.2015, 17:29
196.

Danke für diesen Kommentar Herr Fleischhauer.

Aber was bringt es noch, die Tatsachen klar darzustellen.

Das ist doch alles längst bekannt, aber es wird ignoriert, todgeschwiegen und geleugnet.

Wer es anspricht, der ist böse und mit dem darf man eigentlich gar nicht reden.

Die Eliten in Deutschland sind offensichtlich entschlossen, den Kollaps der Gesellschaft zu riskieren, um diesen Irrsinn fortführen zu können.

In einem anderen Kommentar wundert sich Herr Feldenkirchen heute über die Wirtshausschlägereistimmung im Land.

Die verfeindeten Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber: Realisten gegen Idealisten.

Ich finde mich langsam damit ab, dass es zur Destabilisierung unserer Demokratie kommen wird.

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pandorawirkommen 03.11.2015, 17:30
197. Einzig ein deutsches Problem

Es gab ein eigenmächtiges handeln der Bundesregierung, durch welche insbesondere die Balkanländer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Hätte die Bundesregierung vorher ihr handeln mit den anderen europäischen Ländern abgestimmt, wäre die jetzige Situation geordnet verlaufen. Wer jedoch soviel Arroganz an den Tag legt und glaubt alles allein bestimmen zu wollen, der sollte auch als einziger für die Folgen aufkommen.

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pm22 03.11.2015, 17:31
198.

Viele Hausbesitzer haben einen Zaun um ihr Grundstück, der Verfassungsschutz in Köln hat sogar einen sehr sicheren Zaun um das Gebäude gebaut. Ich kann jedoch zaunfrei die Grenze nach Frankreich oder Niederlande überqueren. Ich glaube Sie verwechseln da etwas Herr Fleischhauer. Es geht nicht um Zäune sondern um den Schutz der EU-Aussengrenzen. Einzig und alleine damit ein grenzenfreies Binneneuropa erhalten bleiben kann. Spanien bewacht seine Grenzen in Küstengewässer schon jetzt vorbildlich und wir sind ihnen dafür sehr dankbar. Gleiches kann man mit finanzieller Unterstützung von Italien, Griechenland und Bulgarien auch erwarten. Es geht letztlich um ca. 500km Landgrenze zur Türkei, nicht mehr und nicht weniger. Ist diese geschützt und entstehen dort Transitzonen, ist Europa vom Flüchtlingschaos befreit und ggf. die EU gerettet.

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Brummermann 03.11.2015, 17:32
199. Eine empfehlenswerte Analyse!

In Ergänzung zu den Ausführungen von Herrn Fleischhauer verweise ich auf den Aufsatz von Herrn Dr. Phil. Ley in der konservativen lösterreichischen Tageszeitung die Presse, Onlineausgabe die Presse.com
Der Sachverhalt dieser heutigen Wanderungsbewegung wird hier in Sloterdijk`cher Manier ohne Ironie treffend dargestellt:
http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/4758713/Islamisierung-Europas_Nein-ich-habe-keine-Visionen
Für unsere Bundesregierung und alle Bundestagsabgeordneten sollte dieser Aufsatz von Herrn Ley zur Pflichtlektüre für ihre weiteren Beratungen über das Flüchtlingsproblem werden.

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