Forum: Politik
Flüchtlingskrise in Italien: Überfordert
REUTERS

Die Balkanroute ist dicht, nun steigen die Flüchtlingszahlen in Italien wieder. Die Rechtspopulisten schlachten das Thema kurz vor den Wahlen aus, Premier Renzi gerät ins Schlingern.

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kladderadatsch 03.06.2016, 09:55
1. Europäisches Problem braucht eine europäische Lösung

Es ist bei der Menge der illegalen Immigranten offensichtlich, dass Rettungsaktionen im Mittelmeer ohne eine anschließende Rückführung nach Afrika uns schon bald rechtsextreme Regierungen in Europa bescheren kann. Spanien sollte seine afrikanische Enklave allen EU-Staaten zur Verfügung stellen und die EU-Kommission muss die Staaten bei der Rückführung der Wirtschaftsflüchtlinge unterstützen, gerade, wenn es Länder gibt, die ihre Staatsbürger nicht zurücknehmen wollen.

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joerg.braenner 03.06.2016, 09:56
2. Beschämend

Nachdem die Flüchtlingskrise nun schon bald zwei Jahre andauert, lässt der Großteil der EU-Staaten die Mittelmeeranrainer wie Griechenland oder Italien immer noch allein mit dem Problem. Es muss einen dann nicht wundern, wenn ein Land nach dem anderen in die Hände der Rechten übergeht. Der Anfang des gesamten Flüchtlingsproblems war vor Jahren die Auflösung der EU-Marinemission "Mare Nostrum", welche das Ziel hatte, die Seegrenzen im Mittelmeer zu schützen. Man hat diese Aufgabe stattdessen der imkompetenten Grenzschutzagentur Frontex übergeben und was das Ergebnis ist, können wir ja nun schon seit einiger Zeit bestaunen. Dabei war die Entwicklungs absehbar. Als die EU-Mission damals auslief, gab es eine sehr gute Dokumentation auf ARTE, in der all die Entwicklungen prognostiziert wurden, die nun eingetreten sind. Die Flüchtlingskrise ist von der EU hausgemacht und dass man nun nicht in der Lage ist, die Fehlentwicklungen schnellstmöglich rückgängig zu machen, zeugt von dem desaströsen Zustand der EU als "Union".

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candis.park 03.06.2016, 09:56
3. Entwicklungshilfe

Dann soll doch die EU mal den Geldhahn mit Wirtschaftshilfe für Ägypten zudrehen. Wir lassen uns viel zu viel bieten.

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dosmundos 03.06.2016, 09:59
4.

Das ist alles nichts Neues und geht seit Jahren so. Gegenmaßnahmen: null.

In den letzten Jahren hat es keine Sau interessiert, da hat man Italien schön damit alleine gelassen, aber jetzt, nach dem Erstarken der Rechten, wird sicherlich der übliche hektische Politaktivismus ausbrechen (und nichts bewirken).

Im Übrigen werden im Gegensatz zu den Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien oder dem Irak die Wirtschaftsmigranten, die übers Mittelmeer kommen, definitiv nicht mehr in ihre Heimat zurückgehen. Egal, wie lange die Asylbewerbungsshow (Registrierung oder nicht, Antrag oder nicht, Ablehnung, Einspruch, Ausweisung, Einspruch, Abschiebung, Untertauchen, und so weiter...) in Europa dauert und wie sie ausgehen wird...

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hans.lotz 03.06.2016, 10:05
5. Was nun Europa

Nach dem kläglichen und teuren Deal mit Erdogan mit all seinen schrecklichen Konsequenzen folgt nun womöglich ein solcher Deal mit Libyen. Das Totalversagen von Merkel und Konsorten in der Flüchtlingsfrage bleibt allgegenwärtig. Das Sterben im Mittelmeer geht weiter.

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richandpoor 03.06.2016, 10:06
6. Man muss es thematisieren

Wer denken kann, kommt zu folgendem Schluss: Aus dem Mittelmeer werden die Leute gerettet und nach Italien verbracht. Das spricht sich natürlich herum, und der Strom derer, die es trotz der Gefahren versuchen, steigt an. Schließlich winkt am Ende die Aufnahme in Italien und Europa. Wenn die Rettungsschiffe die Leute aufnehmen würden und umgehend zur Ausgangsposition zurückbringen würden, sähe alles anders aus. Klassische Einwanderungsländer wie Australien lassen anders als Europa nur selbstbestimmte Einwanderung zu, aus gutem Grund. Wenn Europa nicht auch diesen Weg gehen will, wird es langfristig selber untergehen.

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Knippi2006 03.06.2016, 10:07
7. Wirtschaftsflüchtlinge

sind Menschen wie B. Becker, H. Schuhmacher oder F. Beckenbauer, aber kaum Afrikaner, die aus Notstandsgebieten, vor Boko-Haram oder korrupten Regimen flüchten.

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sfk15021958 03.06.2016, 10:07
8. War das anders zu erwarten,...

..dass nun alles wieder von vorn losgeht, sprich: Der Hauptstrom kommt über's Mittelmeer bis zu den Winterstürmen im November 2016, dann hat Erdogan wieder aufgemacht und Lesbos wird zum Ziel der Boote!

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heinzpeter0508 03.06.2016, 10:07
9. Eine endlose Kasperei europäischer Politik

ob in Brüssel, Italien oder Griechenland. Sie könnten so einfach das australische Modell übernehmen mit Marine Abriegelung vor der nordafrikanischen und Mid-East Küste das Schleppergeschäft zu stoppen. Doch es scheint, dass Europas Politiker nicht mit Weisheit und Kompetenz gesegnet sind - und "sie wissen nicht was sie tun!

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