Forum: Politik
Flüchtlingskrise: Menschenrechtler kritisieren EU-Gipfel als vertane Chance
AP/dpa

Die EU-Mission "Triton" soll dreimal mehr Geld erhalten, mehr Konkretes wurde beim Gipfel zur Flüchtlingskrise nicht beschlossen. Amnesty International wirft den europäischen Regierungschefs Halbherzigkeit vor.

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rosskal 24.04.2015, 09:44
1. Ami-Politik als Fluchtursache

Warum werden die Amis, welche über ökonomischen Druck, politische und geheimdienstliche Unterwanderung und offenes militärisches Eingreifen in den Ländern Afrikas und des Nahen Ostens die Hauptschuld an der heutigen Flüchtlingsbewegung tragen, nicht von den europäischen Ländern in die Verantwortung genommen? Siehe die Geständnisse von George Friedman / Stratfor (https://www.youtube.com/watch?v=oaL5wCY99l8) und Zbigniev Brzezinski (US-amerikanische graue Eminenz: Die einige Weltmacht)

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Kampfdenker 24.04.2015, 09:50
2.

"Wir reichen den Menschen den geladenen Revolver"
Europas Migrationspolitik tötet, sagt der Oxford-Ökonom Paul Collier. Zugleich findet er Misstrauen gegen Migranten normal. Er warnt vor falschen Tabus. Interview:Philip Faigle
Collier: Die ökonomischen Folgen von Einwanderung sind zu vernachlässigen. Entscheidender sind die sozialen Folgen. Wir wissen, dass ein gewisses Maß an kultureller Verschiedenheit einer Gesellschaft nutzt, denn die neuen Migranten bringen Innovation und Abwechslung. Aber das gilt nur bis zu einem gewissen Maß, denn zu ungleiche Gesellschaften können negative Folgen haben.
ZEIT ONLINE: Welche sind das?
Collier: Wir wissen etwa durch Robert Putnam ...
ZEIT ONLINE: ...dem amerikanischen, eher links orientierten Soziologen ...
Collier: ... dass das gegenseitige Vertrauen innerhalb einer Gesellschaft tendentiell sinkt, wenn die Verschiedenheit durch Einwanderung zunimmt. Für die modernen und reichen Gesellschaften ist das deshalb von Bedeutung, weil wir unzählige, sehr komplexe Institutionen haben, die auf gegenseitigem Vertrauen und Kooperation aufbauen, etwa in unseren Sozialsystemen. Wenn eine Gesellschaft zu verschieden zusammengesetzt ist, wird es schwieriger, die Kooperation in solchen Systemen zu organisieren. Das ist in der Forschung nicht kontrovers, sondern Standard.

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spon-facebook-10000015195 24.04.2015, 09:52
3. Schiffe für Flüchtlinge bekämpft die Ursache nicht!

Ich versteh die Debatte nicht - mit Hilfe für Flüchtlingsschiffe wird doch nur Schadensbegrenzung betrieben. Viel wichtiger wäre Hilfe in den Ursprungsländern wo das Problem für den Flüchtlingsstrom liegt.

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M. Michaelis 24.04.2015, 09:54
4.

Amnesty hat gut reden. Die müssen ja nicht mit den Flüchtlingen und den Folgen umgehen.

Auch Amnesty hat keine praktikablen Vorschläge wie man es besser machen könnte.

Wer nüchtern die Sache zuende denkt kommt um menschlich gesehen hartherzige Lösungen nicht herum.

Europa kann die Probleme Afrikas nicht lösen und auch nicht ausbaden.

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JeffD 24.04.2015, 09:55
5. Menschenrechtler kritisieren EU-Gipfel als vertane Chance

"Menschenrechtler kritisieren EU-Gipfel als vertane Chance"

...ja, ich auch!

1. Warum kein Wort der Empörung darüber, dass Dublin II de facto außer Kraft gesetzt ist? Warum reicht Italien zig-tausende Flüchtlinge einfach nach Norden weiter?

2. Warum keine Lösung für "Flüchtlinge", die ihren Pass wegwerfen und damit jederzeit unbegrenzte Duldung in Deutschland erzwingen können?

3. Warum wird das Volk nicht befragt? Wenn es eine demokratische Mehrheit gegen die Masseinwanderung in ihrer jetzigen Form gibt, dann muss die Politik den Willen des Souverän umsetzen - nichts anderes! Das heißt Grenzen dicht nach australischem Vorbild!

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eine-Meinung-unter-Vielen 24.04.2015, 10:00
6. Verfahrene Diskussion ...

... und vermutlich daher auch keine Ergebnisse. Leider werden immer wieder Dinge vermsicht, die man differenzieren müsste.

Legale Einreisemöglichkeiten können Schlepper arbeitslos machen, müssen es aber nicht. Wer die Einreise legalisieren möchte, muss sich konsequent auch überlegen, wie die Flüchtlinge zu uns kommen sollen. Wollen wir einen sicheren Shuttle-Service anbieten? Die Leute vor Ort abholen?

Unser jahrzehntelanger wirklicher Fehler war und ist, dass wir die Zustände in diesen Ländern kennen und ignorieren, die zu Flüchtlingsbewegungen führen.

Ja, wir müssen aus humanitären Gründen den Menschen auf der Flucht helfen - ABER - wir müssen endlich damit anfangen, die Gründe zu bekämpfen. Nicht die Schlepper sind am Flüchtlingelend schuld - ihre Schuld sind unfraglich die vielen toten Flüchtlinge, die Gesellschaftssysteme, Regierungen, Eliten in den Heimatländern sind schuld und an die muss herangetreten werden und Entscheidendes geändert werden.

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joG 24.04.2015, 10:02
7. Wie wollen die Europäer. ....

.....das Problem lösen, das man sehenden Auges über Jahrzehnte anwachsen sah. Die frühstens Artikel, die ich kenne dazu sind aus den 1970er, die den heutigen Stand projizierten. Wir haben all die Dinge nicht getan wirtschaftlich wie militärisch dort und gesellschaftlich hier um die Krise abzufedern.

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new_eagle 24.04.2015, 10:02
8. Schon wieder Amnesty International

Wenn Amnesty International Seenotrettung vor der Küste Afrikas betreiben will, soll Amnesty International das auch bezahlen. Jedenfalls ist es nicht Aufgabe der EU das zu machen, das wäre eindeutig Aufgabe der afrikanischen Mittelmeer-Anrainerstaaten. Zudem: niemand zwingt diese Leute mit seeuntüchtigen Booten das Mittelmeer zu überqueren um illegal in die EU einzureisen.

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David67 24.04.2015, 10:04
9. Es wird nicht anders gehen,

als die Lösung von Australien auch für Europa zuu übernehmen, wenn wir unseren schönen Kontinent erhalten wollen. Ich habe aber Zweifel, ob unsere rückgratlose Politik hier die Kraft dazu findet.

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