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Flüchtlingspolitik: Australien ist auch keine Lösung
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Österreich drängt darauf, die australische Flüchtlingspolitik zu kopieren - doch die radikale Behandlung von Schutzbedürftigen kann kein Modell für Europa sein.

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charles.f 05.08.2016, 09:28
1. Australien macht es richtig

Nur mit einer solch massiven und rigorosen Politik wie Australien verhindert man die Flüchtlingsströme. Mag sein, dass das moralisch-ethisch grenzwertig ist.
Aber mit dem gesparten Geld kann man in den betreffenden Ländern dafür sorgen, dass dort ein menschenwürdiges Leben möglich ist. Daher ist der australische Ansatz als Teil einer Gesamtstrategie durchaus nicht falsch.

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lies.das 05.08.2016, 09:32
2. Moralische Triage

Wir müssen entscheiden: Entweder ein 'Ende mit Schrecken' - oder ein 'Schrecken ohne Ende'. Der Flüchtlingsstrom wird nicht versiegen. Wir stehen vor einer "moralischen Triage", die keinen Mittelweg aufzeigt.

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C. V. Neuves 05.08.2016, 09:32
3. Keine Lösung

Die gegenwärtige Lösung ist auf jeden Fall auch keine. Da können wir uns dann gleich auf die Debatte reduzieren ob der gelbe/goldene Streifen der deutschen Fahne durch einen grünen ersetzt werden soll und ob der Halbmond links auf den schwarzen Streifen oder in die Mitte des roten kommt.

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Schwarze Seele 05.08.2016, 09:33
4. Es muss

ja nicht das in Teilen fragwürdige australische Modell sein, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, die Sache in ähnlicher Form in den Griff zu bekommen. Warum keine großen, von Blauhelmen gesicherten Auffanglager in Nordafrika? Warum nicht dort die Menschen übergangsweise sicher unterbringen, versorgen und auf Asylgründe überprüfen? Alles machbar aber nicht gewünscht!

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1smiler1 05.08.2016, 09:34
5. Schade

Wieder eine Chance vertan, um das australische Modell kaputt zu schreiben werden aus Flüchtlinge innerhalb eines Halbsatzes Einwanderer.
Flüchtlinge sind keine Einwanderer und genau deswegen braucht Australien ihnen keine Chance für ein neues Leben in Australien geben.
Genau darum funktioniert das Modell und wer moralisiert hat den Knall nicht gehört. Wann bei welchen Zahlen wird Europa seine vollkommen falsche Politik beenden?
2,3,4,5...Millionen Flüchtlinge pro Jahr?
Humanität ist ein Luxus den man sich leisten können muss und als Lösung nur tauglich wenn es eine überschaubare Zahl an Hilfsbedürftigen gibt.

Wir produzieren mit der Aktion im Mittelmeer nur noch mehr Flüchtlinge, wir retten keine Flüchtlinge wir sammeln aktiv ein und karren sie nach Europa.
Je mehr wir retten, je mehr wagen den Weg, je mehr ertrinken, wir weiten die Aktion aus, retten noch mehr, es suchen noch mehr den Weg über das Meer...

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beaker24 05.08.2016, 09:34
6. Australien zieht seinen Stiefel durch

Bei seinem Besuch in Deutschland Ende 2015 sagte der australische Ministerpräsident sinngemäss: Ist uns doch egal, was Europa mit den Flüchtlingen macht.
https://www.theguardian.com/australia-news/2015/nov/13/turnbull-wont-offer-germany-advise-on-syrian-refugee-crisis

Australien zieht einen Standortvorteil daraus, keine Flüchtlinge aufzunehmen. Die Australier haben eben auch ihre Scouts in Europe und die melden nach Hause: Es sieht nicht gut aus mit den Flüchtlingen hier, bitte mit "skilled migration" weitermachen wie bisher.
Die Botschaft, die keiner ausspricht, aber zwischen den Zeilen mitschwingt: Wer nach Australien einwandert, kann dort auch in 30 Jahren noch friedlich leben.

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fahrgast07 05.08.2016, 09:36
7. Australien hat kein Syrien!

Was vor allem vergessen wird, Australien liegt nicht in Boots-Reichweite eines Krieges wie in Syrien! Dagegen würde ihr "System" genauso versagen.

"Grenzen dicht" ist eine billige Forderung, solange keiner weiß wie das an der Mittelmeerküste überhaupt funktionieren soll.

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Christoph L 05.08.2016, 09:39
8. Stimmt

Man sieht ja wie Australien das gesparte Geld und seine Stimme nutzt um die Ursachen zu vermindern. Aber hey. Russland spielt ja jetzt Weltpolizei. Mal schauen wie sie Syrien in ein blühendes Land verwandeln. Weil wenn es nicht klappt ist ja trotzdem Deutschland schuld.

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micromiller 05.08.2016, 09:40
9. Die EU muss einem Australischem Modell

folgen, wenn Sie vermeiden will, dass eine Mehrheit entsteht, die mit dem rechten Rand liebäugelt. Die EU muss zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtchaftsflüchtlingen unterscheiden um die zur Verfügung stehenden Gelder optimal zuzuordnen. Die EU darf nicht zum Bedingungslosen Zuwanderungsland von Sxhlepperbanden werden sondern muss die Kritirien und Regeln selber setzen und kontrollieren.

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