Forum: Politik
Flüchtlingspolitik: Australien ist auch keine Lösung
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Österreich drängt darauf, die australische Flüchtlingspolitik zu kopieren - doch die radikale Behandlung von Schutzbedürftigen kann kein Modell für Europa sein.

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pecos 05.08.2016, 10:47
90. Als Bürger mit Herz und Hirn ...

... nervt mich die Debatte zusehends. Es werden immer Extreme diskutiert: entweder keinen reinlasen, alle auf irgendwelche Inseln abschieben, oder aber alle immer reinlassen. Wo ist die Partei, die eine differenzierte Position vertritt? Man kann sich aus moralischen und aus ökonomischen Gründen nicht gegen die Flüchtlinge abschotten; man kann aber auch nicht alle reinlassen. Es wäre einmal an der Zeit, pragmatische und gleichwohl halbwegs menschliche Mittelwege zu diskutieren.

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heinzgünther 05.08.2016, 10:48
91. Ich frag mich ja immer...

Wie viele der Leute aus der "humanität hat auch Grenzen"-Fraktion sich dann selbst als gute Christen sehen. Spoiler alert: Seid ihr nicht!

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Over_the_Fence 05.08.2016, 10:49
92. Nicht in die EU...

Zitat von ir²
Ich lese nur immer was nicht geht. Was ist denn die Alternative zum Australischen Modell ? Jedes Jahr 1 Mio Armutsflüchtlinge in die EU? Erdogan als Türsteher damit wir ruhig schlafen können? Manchmal hat man eben nur die Wahl zwischen verschiedenen Übeln. Auch das ist Politik....
Die Migranten wollen in ihrer Mehrheit nicht in die EU, sondern nach Deutschland, Schweden oder Österreich.
In die anderen EU-Länder wollen die Migranten nicht, und diese Länder wollen auch keine Migranten.

Warum die Menschen in diese 3 Länder wollen ist klar, und der Strom wird ohne Begrenzung auch nicht versiegen, bis es die Gründe zur Einwanderung in diese Länder nicht mehr gibt.
Auf dieser Erkenntnis aufbauend müssen politische- als auch Wahlentscheidungen getroffen werden.

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santoku03 05.08.2016, 10:49
93.

Zitat von misterknowitall2
Flüchtlinge sind meist die Konsequenz einer Handlung, aus denen die Industriestaaten in der Regel Profit geschlagen haben.
Schon im Ansatz falsch: Der Bürgerkrieg in Syrien ist in seinen Anfängen nichts anderes als eben das: Ein Bürgerkrieg. Es ist unhistorisch, alle Schuld an allem Übel einfach mal so seinem Lieblingsfeind (in diesem Falle dem "Westen") zuzuschieben.

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Sonia 05.08.2016, 10:51
94. Folgen der Asylpolitik?

Wer hat die Probleme verursacht? Diese Frage sollte sich die Autorin stellen. Syrien, Kosovo, Libyen, Albanien, Servien, Irak, Afghanistan, Mazedonien ..uws.usf. alles Staaten, aus denen in erster Linie Flüchtlinge kommen. Alles Staaten, in denen die NATO eingriff, um den Menschen Frieden, Freiheit u. westliche Demokratie zu bringen. Sie fliehen aber davor; Libyen: wurde ins Mittelalter gebombt auf Wunsch der hier so verehrten Frau Clinton, obwohl sich Obama erstmal gegen einen diesbezüglichen Krieg wehrte. Und, was Australien anbelangt, so sind die Zustände in den zentralen Aufnahmeeinrichtungen wirklich teilweise menschenunwürdig (geworden), weil immer mehr Menschen in diesem Traumland eine Heimat suchen. Wer aber Kriegen entflieht u. nicht bereit ist, die Umsiedlungsprogramme der Australier anzunehmen, dem geht es nicht um Sicherheit, Nahrung u. sonstige Versorgung. Ahnt die Autorin, wie viele Deutsche sofort ihre Sachen packen würden, um australische Staatsbürger zu werden? Ich schätze mindestens 25 % der deutschen Bevölkerung - andere Europäer auch. Humanität ja, Wunschland: Nein. Und in erster Linie sollte mal die ganzen Kriege beendet werden, die von den USA, Frankreich, GB geführt werden, um westliche Regimes dort zu installieren. Bitte aufhören mit dieser verlogenen Agitation: Denen bringen wir die Freiheit. Ohne Bodenschätze in den Regionen, ohne geostrategische Interessen würden die Menschen noch in Frieden, nach ihren kulturellen Werten in ihrer Heimat leben können. Aufhören mit dem Export unseres Mülls, unserer Lebensmittelabfälle nach Afrika, womit die afrikanischen Bauern ihre Lebensgrundlagen verlieren. Ja, eine australische Lösung; Europa kann es ja besser machen.

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mikado17 05.08.2016, 10:52
95. Gutmenschen sind auch grenzwertig

Über die geringen Zahlen in Australien kann man ja wohl nur lachen. Facto ist jedoch, dass sich die reichen asiatischen Länder gegenüber Flüchtlingen abschotten. Diese Gesellschaften möchten weitestgehend homogen bleiben. Warum dürfen wir, die eigentlich in relativer Entfernung zu den Problemländern stehen uns nicht auch abschotten? Ehrlich genommen werden die Probleme in diesen Ländern ja nicht durch Flucht gelöst. Soll der Westen überall militärisch intervenieren ? Besser dann doch die jungen Männer die eigentlich in ihren Herkunftsländern für eine bessere Zukunft kämpfen müssen, dass können wir Ihnen nicht abnehmen.

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citi2010 05.08.2016, 10:52
96.

Zitat von olympus63
Es ist grundsätzlich schrecklich das Menschen sich dazu gezwungen sehen ihr Heimatland verlassen zu müssen und bereit sind ihr Leben dafür aufs Spiel zu setzten wegen Verfolgung oder aus wirtschaftliche Interesse. Andererseits kann es nicht sein das sich die USA, England und Russland die diese Entwicklung aus geopolitischen bzw. wirtschaftlichen Interesse primär verursacht haben, sich fast komplett aus der Bewältigung der Folgen sowie der Behebung der Ursachen verabschiedet .....
Ich finde beim Thema MORAL gibt es gar kein WIR. Das ist - ebenso wie Religion und andere philosophisch-weltanschauliche Vorstellungen - eigentlich eine ganz persönliche Sache. Sie kann man auch nicht einfordern.

Deshalb lehne ich zum Beispiel sowohl die Kirchen und entsprechende andere Glaubensorganistionen ab obwohl ich durchaus an mehr als nur die materielle Welt 'glaube', als auch Parteien

Gerne dürften Journalisten schreiben:"Ich, der Autor soundso, lehne diese Politik aus moralischen Gründen ab." Nur erhebt das ICH natürlich nicht die Autoren über den Leser, der in vielen Fällen übrigens inzwischen evidenter Weise einer ganzer Reihe Autoren weit überlegen ist, wie man in den einschlägigen Foren lesen kann.

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brüggebrecht 05.08.2016, 10:53
97.

Die australische Politik ist kalt und verachtend. Und das gros der Kommentare hier ist ebenfalls herzlos und von einem gnadenlosen Pragmatismus geprägt.

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90-grad 05.08.2016, 10:54
98. Human Rights

und Internationales Seerecht auf australisch.

Beschämend!

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michi_meissner 05.08.2016, 10:55
99. Australien macht es genau richtig!

Ich halte die Behandlung der Flüchtlingsfrage von der EU und insbesondere Frau Merkel für den falschen Ansatz.
Wir locken die Menschen geradezu über das Meer, indem wir Ihnen im Erfolgsfall ein Leben hier ermöglichen und eine nichtfunktionierende Abschiebepraxis haben.

Faktisch nehmen wir damit all die Toten in Kauf, die bei der Überfahrt zwangsläufig tragisch entstehen.
Da ich bis 2015 in Sydney gelebt habe, kann ich vor allem sagen, dass 95 % der Australier hinter dieser Poltik stehen, während in Deutschland 65% für klare Obergrenzen sind, wenn man die letzten Umfragen ansieht.

Zu einer repräsentativen Demokratie gehört es auch, den Volkswillen nicht völlig unberücksichtigt zu lassen....insofern hat Österreich völlig Recht: Wenn man nicht abschieben kann, müssen hier andere Regeln gesetzt werden. Zudem kann man auch Kanda kopieren, dort läuft es nämlich ähnlich wie in Australien.

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