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Flüchtlingspolitik: Australien ist auch keine Lösung
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Österreich drängt darauf, die australische Flüchtlingspolitik zu kopieren - doch die radikale Behandlung von Schutzbedürftigen kann kein Modell für Europa sein.

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varesino 05.08.2016, 11:36
160. Evt. etwas anders

Zitat von Frida_Gold
Verkehrt daran ist dies: Wer in akuter Lebensgefahr schwebt, hat einfach nicht die Zeit, einen Antrag zu stellen und zu warten, bis Australien dann auch mal irgendwann Zeit findet, ihn zu bearbeiten. Das ist mehr als zynisch. "Antragssteller zwischenzeitlich eingeknastet oder verstorben? Ach, hätte der sich das nicht früher überlegen können, jetzt hatten wir den ganzen Verwaltungsaufwand."
Wer in akuter Lebensgefahr schwebt, flüchtet in ein sicheres Nachbarland. Dort hat er keine ewige Bleibe ist aber erst einmal aus der akuten Gefahr.
Von dort kann er sich um eine Einreise bemühen.
Länder wie Kanada und Australien haben Beamte in den großen UN-Camps.

Zynisch ist unsere Scheinheiligkeit. Länder destabilisieren, Waffen liefern, Leute in sinnlosen Asylverfahren versauern lassen und was wir noch so "gutes" anstellen.

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Havel Pavel 05.08.2016, 11:36
161.

Zitat von lupo44
Weder der verfassungsänderne Gesetzgeber noch gar der einfache Gesetzgeber kann ein "Weiter so in der Flüchtlingspolitik" als Entscheidung treffen. Weil Art.1 und Art.20 GG nicht zur Disposition der Staatsorgane stehen. Über die Bevölkerung haben ausschließlich die Deutschen zu entscheiden.Große Änderungen wie derzeitig praktiziert bedürfen der Zustimmung des .....
Sie haben im Grunde genommen die richtige Auffassung aber dennoch leider nicht in allen Punkten recht. Die Regierung ist sehr wohl dazu legitimiert auch Entscheidungen zu treffen die auch von der Mehrheit der Bevölkerung nicht mitgetragen werden, mit der Wahl hat der Bürger dies quasi an die gewählten Politiker abgetreten. Wenn es sich in einer Legislaturperiode abzeichnet, dass ständig Entscheidungen entgegen der Wählerschaft getroffen und umgesetzt werden, so muss halt der mündige Bürger den Mut aufbringen eben diese Parteien mit den unredlichen Politikern nicht mehr zu wählen, sondern seine Stimme derjenigen Partei zuteil werden lassen, die seinen Wünschen zur politischen Führung besser entspricht, dazu leben wir ja schliesslich in einer Demokratie, die die Möglichkeit bietet eine schlechte Regierung aus dem Amt zu vertreiben, was der mündige verantwortungsbewusste Wähler auch tunlichst wahrnehmen sollte. Man stelle sich vor diese Möglichkeit hätte in der NS Zeit bestanden, wie einfah hätte man damals eine Katastrophe verhindern können. Aber ich bin mir fast sicher, dass dennoch die meisten Deutschen an der alten gewohnten Regierung festgehalten hätten. Warum hätte es damals anders sein sollen als es sich heute abzeichnet? Die Deutschen scheinen vor allem Neuen eine besondere Angst zu haben und halten wohl lieber an althergebrachten Dingen fest ohne ich Gedanken über negative Konsequenzen zu machen.

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clara1337 05.08.2016, 11:37
162.

Zitat von artifex-2
Zwischenzeitlich können Sie auf ihre Heilig/Seligsprechung warten , wenn es denn die von Ihnen herbeigesehnten Menschenhorden noch erlauben.
Warum diskutieren Sie? Sie antworten auf einen Kommentar und unterbreiten irgendwelche Behauptungen. Fühlen Sie sich jetzt besser? Kindergarten

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90-grad 05.08.2016, 11:39
163. Gemäß

UN, UNCLOS, IMO, SOLAS, ist jeder Seemann, legal bindend, im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen verpflichtet Menschen in Seenot zu helfen.
Australien hat alle diese Internationalen Abkommen ratifiziert.

Es ist unglaublich und vollkommen ungesetzlich, sprich kriminell und strafbar, daß ein australisches Schiff tatenlos den Untergang eines Schiffes in Seenot nur "beobachtet" hat, anstelle Hilfe zu leisten.

Wer hier diese Menschenverachtung als "politisch opportun" diskutiert, macht sich zum Mittäter.
PS: Leute macht Euch klar, was das bedeutet, falls Ihr auch einmal Hilfe brauchen solltet.

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Spiegelwahr 05.08.2016, 11:39
164. Wohlstandsexport oder ersaufen lassen

Österreich soll mal erklären, wie sie es machen wollen. Will Österreich jetzt lauter Maschinengewehre in den Alpen aufstellen und wer soll all die Menschen erschießen. Es gibt nur eine wirkliche Lösung, Europa und auch Deutschland müssen ihrem Wohlstand exportieren. Zum Beispiel Produktion nach Afrika verlagern und nicht nach China. Afrika muss in die Wertschöpfungskette eingebunden werden. Vorteil die Afrikaner bleiben in Afrika und durch die größere Nachfrage aus Afrika profitiert Europa davon. Das ist Alternativlos.

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panzerknacker51 05.08.2016, 11:40
165. Richtig!

Zitat von Schwarze Seele
ja nicht das in Teilen fragwürdige australische Modell sein, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, die Sache in ähnlicher Form in den Griff zu bekommen. Warum keine großen, von Blauhelmen gesicherten Auffanglager in Nordafrika? Warum nicht dort die Menschen übergangsweise sicher unterbringen, versorgen und auf Asylgründe überprüfen? Alles machbar aber nicht gewünscht!
Mit Gaddafi gab es ja ähnliche Vereinbarungen und Regelungen.

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jjcamera 05.08.2016, 11:40
166. Aber...

...warum "kann" es kein Modell sein? Manche finden es gut, manche nicht. Kontroverse Meinungen sind die Voraussetzung für eine lösungsorientierte Diskussion.
Über Meinungen, die nicht "sein können", muss man sich keine Gedanken machen, weil es die gar nicht gibt.

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acitapple 05.08.2016, 11:40
167.

Zitat von Frida_Gold
Verkehrt daran ist dies: Wer in akuter Lebensgefahr schwebt, hat einfach nicht die Zeit, einen Antrag zu stellen und zu warten, bis Australien dann auch mal irgendwann Zeit findet, ihn zu bearbeiten. Das ist mehr als zynisch. "Antragssteller zwischenzeitlich eingeknastet oder verstorben? Ach, hätte der sich das nicht früher überlegen können, jetzt hatten wir den ganzen Verwaltungsaufwand."
Und wie kommt jemand in akuter Lebensgefahr mal schnell nach Australien ? Die Flüchtlinge aus Syrien, die sich Lebensgefahr befanden, waren bereits in der Türkei, spätestens bei betreten der EU nicht mehr in Lebensgefahr.

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mc6206 05.08.2016, 11:41
168. Die Analyse des Artikel ist nicht schlüssig

Natürlich wäre die australische Lösung machbar. Rechtsregelungen können angepasst werden an die neue Situation: massive illegale Einwanderung. Europa hat unendliche Gebiete zur Verfügung: Grönland, Inseln im Atlantik, Inseln im Mittelmeer und die vielen französischen und englischen Inseln in Übersee. Abgesehen kann man Verträge mit Staaten in Afrika schaffen um extraterritoriale Zonen/Lager zu schaffen, sicher aber halt geographisch nicht in Europa. Wenn es diese erst einmal gibt, und die sog. Flüchtlinge rigoros dorthin verfrachtet werden, ohne Ausnahme, dann trocknet die illegale Wanderung sehr schnell aus. Das Problem ist ein Anderes: Deutschland möchte sein demographisches Problem über den "Flüchtlingen" lösen. Das ist mindestens ebenso verwerflich und unmoralisch wie die australische Lösung, allerdings gegenüber der eigenen Bevölkerung.

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suppenschuessel 05.08.2016, 11:41
169. Es haben sich in den letzten 250 Jahren...

...Zivilisationsinseln gebildet, in denen der Primat der Vernunft den des religiösen Dogmas abgelöst hat. Man nennt das Aufklärung und spiegelt sich im säkularen Rechtsstaat, dem Bürgergedanken, der Demokratie und dem humanistischen Menschenbild. Dieser Primat der Vernunft befreite in kolossaler Weise menschliche Kreativität, so dass wir mit Wissenschaft und Technik die Versorgung mit Nahrung, Kleidung, Wohnraum (geheizte Winter), Hygiene, ärztlicher Versorgung etc. der menschlichen Zivilisation einen enormen Sprung nach vorn gebracht haben. Das Ziel muss sein, diese Errungenschaften zunächst unerbittlich zu verteidigen und die zugrundeliegende Geisteshaltung und Kultur zu verbreiten anstatt das alles aus Gefühlsduselei oder gar religiösem Fundamentalismus heraus, denn nicht anderes stellt der Selbstaufopfernde Radikalaltruismus dar, zu gefährden. Australien rettet Leben wenn es verhindert, das die Glücksritter überhaupt erst in Boote steigen, weil sie auf diesem Wege keine Hoffnung sehen. Mitfühlige Europäer wollen Hoffnung geben, und erst diese ist dann der Grund, das die Leute es riskieren und viele dabei ertrinken. Gut gemeint ist nicht gut gemacht ! Vielleicht sollte man auch den Ölgestärkten Feudaldiktaturen der arabischen Halbinseln mal genauer auf die Finger schauen, die sind nämlich sehr an einer Antiwestlichen Auslegung des Islam interessiert und fördern das nach Kräften !

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