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Flüchtlingspolitik: Australien ist auch keine Lösung
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Österreich drängt darauf, die australische Flüchtlingspolitik zu kopieren - doch die radikale Behandlung von Schutzbedürftigen kann kein Modell für Europa sein.

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Spiegelkritikus 05.08.2016, 11:58
200. Es gibt längerfristig keine Alternative zu Abschottung und Abschreckung

Sebastian Kurz hat erkannt, daß es für Europa mittel- und erst recht langfristig gar keine Alternative zum australischen Modell (in leicht abgewandelter Form) gibt.

Die heutige von der EU im Mittelmeer praktizierte Migrationspolitik ist völlig unsinnig und in keiner Weise zukunftsfähig. De facto wurde eine Art Shuttle-Service von der libyschen Küste nach Italien installiert, Frontex und Co. arbeiten Hand in Hand mit den Schleppern. Die Folge ist eine enorme Sogwirkung: Millionen von Zuwanderungswilligen wird signalisiert, daß sie willkommen sind und daß das Risiko relativ gering ist.

Es geht nicht ohne wirkungsvolle Abschottung und Abschreckung: es muß sinnlos sein, sich überhaupt auf den Weg zu machen. Nur so läßt sich auch verhindern, daß immer wieder Menschen zu Tode kommen.

Eine Asylprüfung erst in Europa bzw. Deutschland ist der Gipfel der Unvernunft, dies muß natürlich außerhalb geschehen, am besten schon in den Herkunftsländern. Bekanntlich sind ca. 70% der Migranten (meist junge, gesunde Männer) gar nicht asylberechtigt: sie verursachen enorme Kosten und können oft kaum mehr abgeschoben werden. Mit einem Bruchteil der benötigten Gelder könnte man notleidenden Menschen in armen Ländern viel effektiver helfen.

Die vorhandenen Flüchtlingslager im arabischen Raum sollten finanziell wesentlich besser ausgestattet und die Asylfrage dort geklärt werden. Auch sollten zwecks Asylklärung neue Anlaufstellen in sicheren afrikanischen Staaten geschaffen werden.

Die jetztige in Deutschland praktizierte Politik, mit der das Asylrecht für eine millionenfache Massenzuwanderung mißbraucht wird, muß umgehend beendet werden, auch wenn das der Willkommenskanzlerin und weltfremden Sozialromantikern nicht gefällt.

Je früher Europa das Unvermeidliche umsetzt, desto besser.

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w.a.mozart 05.08.2016, 11:58
201.

Zitat von charles.f
Nur mit einer solch massiven und rigorosen Politik wie Australien verhindert man die Flüchtlingsströme. Mag sein, dass das moralisch-ethisch grenzwertig ist. Aber mit dem gesparten Geld kann man in den betreffenden Ländern dafür sorgen, dass dort ein menschenwürdiges Leben möglich ist. Daher ist der australische Ansatz als Teil einer Gesamtstrategie durchaus nicht falsch.
Aber Sie vergessen Grenzen sind "böse", außer ums Kanzleramt und die Wohnviertel unserer "Eliten" natürlich.

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kunibertus 05.08.2016, 11:58
202. Warum

wollen denn die muslimischen Flüchtlinge alle nach Europa, in eine Region, die so gar nicht ihrer Weltanschauung entspricht. Sie wären doch viel besser in Saudi-Arabien, den Golfstaaten oder Ägypten aufgehoben. Da haben sie ihre Moscheen, kommen nicht mit Schweinefleisch in Berührung und können nach ihrer Facon seelig werden. Ich vermeide bewusst, den Islam als Religion zu bezeichnen. Immerhin hat sich auch schon der "Spiegel" (Heft 27) zu der Erkenntnis durchgerungen, dass der Islam keine Religion ist, sondern eine imperialistische Ideologie, wie der Kommunismus oder der Faschismus. Damit kommen wir dem Ziel des Massenansturms ziemlich nahe, die weltweite Verbreitung des Islam (Glaubenskrieg - dschihad), so wie er von Mohammed im islamischen Recht (fiqh)ausgestaltet und kanonisiert worden ist. Ein solcher Glaubenskrieg ist nun in anderen islamisch geprägten Staaten nicht erforderlich, wohl aber in den Ländern der "Ungläubigen".

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robosapiens 05.08.2016, 11:59
203. Rigorose Politik rettet Menschenleben

Es gibt langfristig gar keine Alternative zu einer Art "australischen Lösung". Wer nicht legal einwandert hat auch kein Recht sich hier aufzuhalten. Nur wenn die Menschen begreifen, dass illegaler Grenzübertritt nicht zur Einwanderung führt, können wir den Schlepperbanden das Handwerk legen.

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wahrsager26 05.08.2016, 12:00
204. An Clara 1337. Nr160

Gerechte Welt.Schöner Gedanke,nur leider nicht zu bewerkstelligen.Genauso gut könnte ich mir einen Lottogewinn wünschen-was noch einigermaßen realistisch wäre.Leider gibt es keine Gewinnchance für die Menschen weltweit-das ist der Unterschied.Es mag ein Traum sein,alle unterbringen zu wollen und vielleicht könnten alle die jetzt existieren nur von Hirse leben....doch in kurzer Zeit würde dank Überbevölkerung alles zusammenbrechen.Und dann?Danke

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verdad12 05.08.2016, 12:01
205. Zuerst die ist die Ursache

Zitat von Schwarze Seele
ja nicht das in Teilen fragwürdige australische Modell sein, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, die Sache in ähnlicher Form in den Griff zu bekommen. Warum keine großen, von Blauhelmen gesicherten Auffanglager in Nordafrika? Warum nicht dort die Menschen übergangsweise sicher unterbringen, versorgen und auf Asylgründe überprüfen? Alles machbar aber nicht gewünscht!
dieser menschlichen Verirrung zu beseitigen.
Hernach so schnell wie möglich das hier beschriebene Lösunsmodell umsetzen. Dafür bezahlen alle EU Mitglieder ensprechend einem Schlüssel der das BIP und die Bevölkerungszahl berücksichtigt. Staaten die mittels Waffenlieferungen an diesem Desaster bislang verdienten, sollten zur Wiedergutmachung einen grösseren Anteil leisten müssen.
Zum Schluss Hilfeleistungen zum Wiederaufbau erbringen.
In dieser Zeit lässt sich der Frieden nicht mehr durch Aufrüstung und durch atomare Abschreckung sichern.

Gegen Selbstmordattentäter, Terroristen, Drohnen und Cyberangriffe hilft kein noch so grosses Vernichtungspotential.

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Crossi71 05.08.2016, 12:01
206. Menschenwürdig

Wie hoch ist denn der moralische Preis für Merkels Flüchtlingspolitik, mit tausenden Toten jedes Jahr, weil die Glückritter glauben, dass sie "nur" mit dem Boot zu uns kommem müssen, dann leben sie im Paradies.
Australiens Flüchtlingspolitik ist die humanste der ganzen Welt, weil sie Menschenleben beschützt. Unsere Flüchtlingspolitik, stellt den wirtschaftlichen Vorteil derer, die es schaffen, über das Leben derer, die es nicht schaffen.

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turing_machine 05.08.2016, 12:02
207. Hoimar v. Ditfurth

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508565.html

Ist von 1984, aber immer noch aktuell. Nur das wir heute über 7 Milliarden statt 4,8 Milliarden haben. Je mehr wir helfen, desto einen größeren Sog werden wir auslösen.

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fatherted98 05.08.2016, 12:03
208. Bitte erst mal nachdenken...

Zitat von Schwarze Seele
ja nicht das in Teilen fragwürdige australische Modell sein, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, die Sache in ähnlicher Form in den Griff zu bekommen. Warum keine großen, von Blauhelmen gesicherten Auffanglager in Nordafrika? Warum nicht dort die Menschen übergangsweise sicher unterbringen, versorgen und auf Asylgründe überprüfen? Alles machbar aber nicht gewünscht!
...solche Lösungen sind immer leicht dahergesagt...aber mal überlegen:
- Lager in Nordafrika...in welchem Land? - es gibt kein Land in Nordafrika das das gestatten würde.
- Blauhelme? - Blauhelme sind UNO Soldaten...was haben die mit dem europ. Flüchtlingsproblem zu tun?
Also alles leicht dahergesagt. Lösungen wäre z.B. die Flüchtlinge tatsächlich in Italien uns Griechenland in Lager zu stecken...nur das geht mit der europ. Menschenrechtscharta dauerhaft nicht überein...und schon jetzt erhalten weder Italien noch Griechenland ausreichende Hilfe für die Flüchtlingskrise...

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sabato.74 05.08.2016, 12:03
209. Syrien ist der Schlüssel

Die Flüchtlingskrise wird allein dadurch zu lösen sein, indem der Syrienkonflikt gelöst wird. Das wird aber nicht funktionieren, solange die USA Assad absägen wollen. Und zwar ganz einfach, weil Russland dies nicht zulassen. Wird. Das ist Realität und die gilt es zur Kenntnis zu nehmen - ob sie uns nun passt, oder nicht. Deshalb muss die Bundesregierung deutlich auf Distanz zur Syrienpolitik Washingtons gehen. So lange sie diesen Mumm nicht aufbringt, sie in der Flüchtlingsproblematik unter Druck bleiben.

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