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Flüchtlingspolitik: Australien ist auch keine Lösung
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Österreich drängt darauf, die australische Flüchtlingspolitik zu kopieren - doch die radikale Behandlung von Schutzbedürftigen kann kein Modell für Europa sein.

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undog 05.08.2016, 13:39
320. Einen Zaun benötigen wir nicht, sondern

Zitat von seetaucher
Und ob der Grundsatz gilt, muss eben im Einzelfall geprüft werden. Ich habe bereits weiter oben geschrieben: Natürlich können wir über die Drittstaatenregelung die Mittelmeeranreiner im Regen stehen lassen. Die werden sich das aber nicht gefallen lassen und werden die Flüchtlinge ......
zuerst mal Einstellung jeglicher staatlichen Hilfen. Das müssen Private machen, insbesondere jene, die diese Hilfen von Ihren Meinungsgegnern einfordern.

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tpro 05.08.2016, 13:42
321.

Zitat von holgerbeckerhh
"Wir leben auf Kosten der 'dritten Welt' und wundern uns, wenn das Elend anklopft" (Gergor Gysi). Das ist kein "linkes Geschwätz" sondern die Wahrheit, die viele Foristen hier nicht sehen wollen!
Zählen Sie mal alle Hilfen der letzten 50 Jahre zusammen, und Sie werden sehen, wer hier auf Kosten Anderer lebt. Und es ist nicht die 1. Welt, welche die 3. Welt zerstört. Das können die gut alleine. Im Zweifel mit Machete oder Kalashnikov. Oder sie werfen die Weißen raus um an deren Ländereien zu kommen. Mit der Folge, daß innerhalb von 2 Jahren alles den Bach runtergeht und sie am Tropf der Weltgemeinschaft hängen.

"... Insgesamt wurden im Jahr 2015 laut DAC (Development Assistance Committee der OECD) rund 131,59 Milliarden US-Dollar für Entwicklungshilfe bereitgestellt..."
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/12294/umfrage/ranking-der-groessten-geber-von-entwicklungshilfe/

"...So hat Afrika seit 1960 zwischen 450 und 600 Milliarden Dollar an Entwicklungshilfe erhalten, je nach Art der Berechnung..."

http://www.welt.de/wams_print/article883474/Gezielte-Investitionen-helfen-mehr.html
Gerade den letzen Beitrag sollten Sie sich durchlesen. Erstaunlich was man mit Entwicklungshilfegeldern so alles machen kann.

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heinzgünther 05.08.2016, 13:42
322.

Zitat von Havel Pavel
Kulturferne ist ja nicht das Entscheidende, richtig problematisch ist die Bildungsferne! Offizielle Einwanderer nach Australien zum Beispiel müssen die englische Sprache beherrschen und selbstverständlich auch eine vom Einwanderungsland zu definierende und vorzugebende Ausbildung vorweisen. Diejenigen die gegenwärtig nach Deutschland kommen können in aller Regel weder die ......
Warum unterscheiden sie nicht zwischen Flucht und Einwanderung? Vor dem Gesetz ist das ein riesiger Unterschied, der auch ganz andere Anforderungen hat.
Vor jahrzehnten konnten sie ohne Probleme ohne Deutschkenntnisse nach D einwandern. Heute gehtbdas zwar auch noch, allerdings müssen sie zum Erwerb der Niederlassungserlaubnis ein B1 Niveau nachweisen. Auch ist eine Einwanderung nur mit gefragter Berufsausbildung möglich (oder familiäre Gründe).
Sind sie denn damals als flüchtling nach D gekommen? Wovor sind sie geflohen? Habem sie dann ihre Notsituation nocb so lange ausgehalten, bis sie in ihrer heimat deutsch gelernt hatten?

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tpro 05.08.2016, 13:51
323.

Zitat von klmo
Was die Moral anbetrifft, siehe aktuell hier: "Sie saßen in kleinen, nicht seetüchtigen Booten und wollten damit das Mittelmeer von Libyen aus überqueren: Rund 2600 Flüchtlinge wurden in den vergangenen 24 Stunden nach Angaben der italienischen......
Eben. Die wissen genau, daß sie mit ihren Booten niemals das europäische Festland erreichen werden. Und sie kalkulieren fest ein, daß sie gerettet und in Europa an Land gebracht werden. Das ist schlichtweg Teil der Fluchtstrategie.

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petromax 05.08.2016, 13:52
324.

Zitat von sapereaude!
Das hat Otto Schily schon vor über zehn Jahren vorgeschlagen. Ich hielt das damals schon für vernünftig. Zum Einen wären dann vermutlich viel weniger (oder gar keine?) Menschen auf der "Flucht" im Mittelmeer ertrunken. Zum Zweiten hätten wir uns jede Menge Probleme erspart. Auch Idmomeni hätte es nicht gegeben. Aber vielleicht ist man ja mittlerweile vernünftiger und zieht das Modell Schilys wieder in Erwägung.
Schily hat - seit seiner geistig-moralischen Wende vom Grünen zum sozialdemokratisch-rechten Hardliner - viel vorgeschlagen.
Leider hat er - wie viele andere auch - vergessen, daß zur Einrichtung solcher Flüchtlingslager das Einverständnis und die Bereitschaft der betreffenden Länder notwendig ist.

Das sind nun mal keine deutschen Kolonien, in denen man - wie manche wohl gerne noch möchten - schalten und walten will, wie es gerade beliebt.... .

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heinzgünther 05.08.2016, 13:53
325.

Zitat von undog
zuerst mal Einstellung jeglicher staatlichen Hilfen. Das müssen Private machen, insbesondere jene, die diese Hilfen von Ihren Meinungsgegnern einfordern.
Uha, eine andere Form des "dann nimm doch welche bei dir zu hause auf...". Immer ein zielsicheres Zeichen besonderer Eloquenz!

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DadaSiggi 05.08.2016, 13:54
326. Nein, das muss man nicht

Zitat von Steve.Joe
Eigentlich wollte ich ironisch und vielleicht auch etwas zynisch anmerken, dass sich ja auch im Mittelmeer unbewohnte Inseln finden lassen ... die "australische" Idee finde ich als so abwegig, dass ein vergleichbarer Ansatz in Europa aus meiner Sicht wirklich abwegig erscheint. Wenn ich die Kommentare hier aber lese, bin ich ehrlich gesagt schockiert, wie viele Kommentatoren hier menschenverachtend argumentieren. Lieber auf einer Insel kasernieren oder im Mittelmeer ertrinken lassen ... das scheint ja für einige ein legitimes Mittel der Abschreckung zu sein ... in welcher welt leben wir?
Aber sie aufzufischen und nach Europa zu bringen heisst: Kommt, wir lassen euch rein.
Richtig wäre, die Schiffe entweder zurück zu schicken und, wenn das nicht mehr Möglich ist, die Menschen dahin zu bringen wo sie ins Boot gestiegen sind.
Diese Botschaft heisst: Es lohnt sich nicht das Risiko einzugehen.

ABER. Das heisst nicht, das die Menschen dann sich selber überlassen werden müssen. Man könnte durchaus Lager einrichten die von der EU, USA und Kanada unterhalten werden und versuchen, diesen Menschen die Möglichkeit zu geben auf das Niveau zu kommen um hier auf den fahrenden Zug aufspringen zu können. Dort ist das Geld weitaus besser angelegt, als hier.
Europa muss diese Situation kontrollieren können und die Oberhand behalten.

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baba55 05.08.2016, 13:55
327. Wie naiv

Zitat von jullek
Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen!
und falsch obendrein.
WIR müssen gar nichts. Die Länder, die nicht funktionieren müssen mal wie Singapur, Südkorea, China, SELBST ihr Land verbessern.
Und dann der Lieblingssatz aller Moral-Phantastologen:"die Fluchtursachen bekämpfen!" also das was es seit Jahrtausenden überall auf der Welt gibt (Kriege, Armut,...), das müssen "wir" bloss etwas "bekämpfen" (!) und schon ist alles gut.
Die Naivität und das Nachplappern von leeren Phrasen ist grenzenlos.

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