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Flüchtlingspolitik in Bayern, Österreich und Italien: Das Bermuda-Dreieck der Intelli
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Italien, Bayern, Österreich - drei Biotope für rechte Populisten. Und wie wollen die Europas Flüchtlings-Dilemma lösen? Gegeneinander, mit viel Geschrei.

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useronline 24.06.2018, 21:32
190.

Schlampige Analyse. Dem Verfasser geht es augenscheinlich nur um das eigene Ego. Darum, möglichst witzig rüber zu kommen, ohne auch nur den Ansatz einer praktikablen Lösung des Problems aufzuzeigen.

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im_ernst_56 24.06.2018, 21:33
191. Das Bermudadreieck der Intelligenz

Zitat von marc10
Da bin ich aber froh, dass die europäische Intelligentsia sich hier unter dem Dach des SPON versammelt hat und dem unter Dauerfeuer der Populisten stehendem, irrlichterndem deutschen Michel den Weg weisen kann. Ihm und seinen Instinkten, die sich in Umfrage- und letztlich auch Wahlergebnissen niederschlagen, muss schließlich permanent entgegengewirkt werden. Wo kämen wir denn hin, wenn man die Ergebnisse demokratischer Wahlen einfach mal zur Kenntnis nehmen würde, sich der moralischen Überlegenheit entledigen und uns ideologiefreien Journalismus anbieten würde. Man kommt seit einiger Zeit nicht mehr umhin, sich abseitig der deutschen „Leitmedien“ eine Meinung zu bilden. NZZ und Cicero seien hier einmal genannt.
Nach diesem Beitrag warte ich eigentlich darauf, dass der SPON einen Intelligenztest für Politiker und Wähler entwickelt, der dann über die Ausübung des aktiven und passiven Wahlrechts entscheidet. Die Wahlergebnisse und die letzten Umfragen zur Flüchtlingsfrage haben ja gezeigt, dass der "irrlichternde deutsche Michel" allein mit redaktionellen Beiträgen und Kolumnen nicht auf den richtigen Pfad zu bringen ist. Und wer die NZZ, den Cicero, die FAZ oder Welt liest, ist schon gleich durchgefallen.

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Lapochka 24.06.2018, 21:35
192. Selber populistisch!

Lange Zeit war es der Normalfall, dass Kriegsflüchtlinge in ihre direkten Nachbarländer flüchten, da dies relativ sicher, schnell und kostengünstig möglich ist und man bei einer Veränderung der Lage wieder schnell in seine Heimat zurückkehren kann.
So hielten es zunächst auch die syrischen Flüchtlinge und gingen in die Türkei, den Libanon und nach Jordanien. Diese Länder waren bereit Flüchtlinge aufzunehmen, aber zu arm, um die Menschen zu versorgen. Dies sollte der UNHCR übernehmen. Als dieser dann die reichen Industrieländer um Hilfe bat, wurde dies aber verweigert (auch von Frau Merkel), obwohl man in diesen Ländern mit 50 Euro je Person und Monat einen Menschen versorgen kann. Als die Flüchtlinge nach Europa und Deutschland weiterzogen, war es dann plötzlich möglich 5.000 Euro je Person und Monat aufzuwenden (Kosten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Deutschland in Heimen untergebracht werden), also 100 mal so viel als bei einer Unterbringung in der Region Syrien.
Bei diesen Relationen fehlt es wohl eher Frau Merkel und ihren Unterstützern an Intelligenz!

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denny101 24.06.2018, 21:35
193.

Zitat von trex#1
Ich weiß nicht, wie alt Sie sind. NRW hat eine Grenze mit den NL, und dort ging es vor Schengen durchaus entspannt zu. Mal eben den Personalausweis (nicht Pass!) bereithalten, der den Grenzer nur nebenbei interessierte, war kein Problem. Die Grenzer kannten ihre Pappenheimer, die genauer geprüft wurden, und das war gut so. Von Protokollen und Schikanen nicht die geringste Spur. Das gab es nur an der Ostblockgrenze, was niemand anstrebt. Übrigens sind von den 500 Mio nur sehr wenige grenzüberschreitend unterwegs, viele überschreiten ihr Leben lang nicht die Landesgrenze. Politisch muss die Regel gelten: Grenzkontrollen so wenig wie möglich, Grenzkontrollen soviel wie nötig. Und leider macht es die gegenwärtige Entwicklung notwendig, die Grenzen wieder verstärkt zu kontrollieren. Das ist das wesentlich kleinere Übel verglichen mit unkontrollierter Massenmigration von Millionen Menschen nach Deutschland, deren Identität weitestgehend völlig unbekannt ist. Die Folgen von 2015 werden erst zunehmend spürbar werden, wir stehen erst am Anfang
Ich bin alt genug, um einiges gesehen zu haben. Die Verhältnisse, die Sie von NRW/NL beschreiben, waren letztendlich schon ein Vorgriff auf den späteren Wegfall der Grenzkontrollen in ganz Europa, basierend auf der Erkenntnis, dass Grenzkontrollen in Europa ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert sind. Ich kenne aber andere Grenzen in Europa, wo Schikane durchaus üblich war. Es war eine große Erleichterung, als die Grenzer endlich abzogen. Ein richtiges Gefühl von Freiheit.
Ich will auch niemandem das Wort verbieten, aber Menschen, "die ihr Leben lang die Landesgenze nicht überschritten haben", sollten sich bescheidener machen und nicht großmäulig ihre Rückständigkeit der Welt beweisen. Vielleicht könnten sie besser im Wirtshaus (oder beim Friseur) darüber diskutieren, wer den Dorfanger zu mähen hat...

Politisch gilt, und muss weiter gelten: KEINE Grenzkontrollen ein Europa. Das ist nämlich eine grundsätzliche freiheitliche Errungenschaft in Europa, dass sich seine Bürger frei und ungezwungen, und dazu gehört auch unkontrolliert, in Europa bewegen können. Für diese fundamentale Freiheit können ein paar 10000 "Illegale" leicht als das kleinere Übel akzeptiert werden, wenn es denn der politische Opportunismus (siehe CSU) zulassen würde.

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mirror999999999 24.06.2018, 21:36
194. Soweit so gut

Zitat von maramalis
Schon 2016 wurden dann die Asylgesetze in Deutschland mehrfach drastisch verschärft und die Verfahren in ordentliche Bahnen gelenkt. Flankiert von Merkels Bemühungen, den Zustrom schon ausserhalb Europas zu drosseln, siehe Türkei-Abkommen. Beides geschah mit bemerkenswertem Erfolg. Weiter werden auch in den Medien Kriegsflüchtlinge fahrlässig gleichgesetzt mit Armutsmigranten, es wird ausgeblendet, dass Bürgerkriegsflüchtlinge auf Zeit hier sind und dass die überwiegende Mehrzahl sogenannter Wirtschaftsimmigranten aus armen EU-Staaten kommt. Andere Länder tragen die Hauptlast der Flüchtlinge aus dem nahen Osten, die BRD liegt da weit zurück. Der Libanon beherbergt 2 Mio syrische Flüchtlinge und die Türkei mittlerweile 4 Mio.!
Die Verschärfung der Gesetze wurde aufgrund des Drucks anderer Parteien gemacht, einige Programmvorschläge der AFD wurden später von den großen Parteien übernommen, was dann plötzlich nicht mehr rechts war.

Wenn wir die Türkei bezahlen, dass diese die Grenze dicht machen, dann ist das keine Lösung, sondern die Drecksarbeit anderen überlassen, damit wir weiterhin schön menschlich da stehen.

Wenn ich die Ablehnungsquoten sehe, weiß ich nicht, wie Sie darauf kommen, dass die Kriegsflüchtlinge in der Mehrheit sind, zumal Sie im gleichen Satz wieder von Bürgerkriegsflüchtlingen sprechen.

Was die anderen Länder angeht, können Sie mir erklären, inwieweit dort die Flüchtlinge in den Genuss von Geld, Wohnungen, Arbeit und Eingliederungsmaßnahmen kommen?

Und es bleibt die Frage, warum Frau Merkel vor etlichen Jahren in einer schönen Sprache vor dem Bundestag gesagt hat, Multikulti ist gescheitert.
Nur mal ein bisschen googlen, trauen sie sich.

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denny101 24.06.2018, 21:47
195.

Zitat von simonweber1
das Satire sein? Die einzige die die EU gespalten hat ist Frau Merkel. Die Masseneinwanderung wurde ohne Absprache mit anderen EU Ländern gestattet. In der EU gibt es keine Unterstützung anderer EU Staaten für die Position der Kanzlerin. Da steht Frau Merkel so ziemlich allein. Es hat bisher keine EU weite Regelung in der Flüchtlingsfrage gegeben und wird auch in Zukunft keine geben. Sie mögen ja Politiker wie Seehofer, Kurz ,Orban, Macron, Conte, Savini und die tschechichen ,slowakischen, slowenischen, dänischen und NL Politiker, die in der Sache die gleichen Positionen vertreten, alle für rechte Spinner und Populisten halten, aber die versuchen wenigstens das Problem zu lösen. Und Masseneinwanderung ist ein Problem.
Ich erlaube mir, auf den Beitrag von Nummer 178 von maramalis "Merkel ist nicht an allem Schuld" hinzuweisen, der Ihrer Meinung klar entgegenstellt, was entgegenzustellen ist.
Hab' einfach keine Lust mehr, das hier weiter durchzukauen...

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