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Flüchtlingspolitik der EU: "Man kann das Mittelmeer nicht schließen"
AFP

"Wir eiern jetzt seit 2015 herum": Scharf kritisiert Luxemburgs Außenminister Asselborn die Flüchtlingspolitik der EU. Nationale Alleingänge müssten endlich aufhören - und der Druck auf Osteuropa wachsen.

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artikel-5-gg 26.07.2017, 12:29
160. Kompetenz

Immer wieder schön, wenn ein Außenminister aus einem Dorf mit homogener Bevölkerungsstruktur erklärt, wie einfach Integration funktioniert. Wie wäre es mit einer Verteilung nach BIP. Luxemburg hat im Jahr 2016 1600 Asylanträge erhalten (65% bewilligt). Bei etwa 600.000 Einwohnern hätten sie aber im Vergleich zu Deutschland 6000 aufnehmen können (angenommen es waren 800.000). Mit BIP Faktor 2.5 etwa 15000. Also mehr als das 10 fache... Schön dass er dazu nicht befragt wurde.

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schorsch_69 26.07.2017, 12:31
161. Tja

Zitat von spon_2316845
Wenn man das Mittelmeer nicht schliessen kann, warum kann Australien dann den Pazifik und den Indischen Ozean schliessen?
Das "schafft" auch Australien nicht.

Deren Küstenwache usw. holt die "Flüchtenden" allerdings auch nicht in dem Hoheitsgebiet des Landes und seiner Küste ab, von der diese ihren Transit nach Australien starten.

Das ist ja die merkwürdige Auffassung der EU, dies tun zu "müssen". Das ist nur ein wesentlicher Unterschied in der generellen Migrationspolitik!

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touri 26.07.2017, 12:32
162.

Zitat von larsmach
Ach, herrlich: Sie sitzen vor PCs, kommen mutmaßlich zu selten an die frische Luft und haben die Größe der Welt nicht internalisiert. Manche sind nach der Landung des 18-jährigen Mathias Rust auf dem Roten Platz 1987 geboren (Erklärung der sowjetischen Generalität für den Fauxas: Die Grenzen der Sowjetunion seien zu groß, um jedes kleine Flugzeug zu bemerken und abzufangen). Ja, die Welt ist groß - und ja: Es gibt auch Wege, die Zahl der Emigranten aus immer denselben paar gescheiterten afrikanischen Ländern zu reduzieren. Und nein: Durch populistisches Gequatsche lässt sich das nicht erledigen. Ich empfehle jedem einmal, Firmen in Südostasien oder Westafrika zu gründen, mal ein Bisschen raus zu kommen an die frische Luft... Bei einem Blick über den abendlichen Stadtteil Makati oder einer Fahrt durch Burkina Faso zur Trockenzeit oder einem Segelausflug über das Mittelmeer mit Wellen, die höher sind als das eigene Schiff, erlebt man die Größe der Welt, die so gar nicht kompatibel ist mit der Beherrschbarkeit des eigenen PCs. Sie ist größer als der eigene Stadtteil, weiter als die Strecke zum Supermarkt. Zuhause lassen sich Satellitenkarten verschieben und vergrößern bei einer Tasse Kaffee. Man wähnt sich in einer kleinen Welt - bis man versucht, sie sich selbst zu erfühlen.
Und was möchten Sie mit diesem sehr blumigen Beitrag zum Ausdruck bringen?

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citizen01 26.07.2017, 12:32
163. Die Verteilung ist wieder so eine Scheinlösung nach Brüsseler Art

Jeder weiß, daß die Migranten nach kurzer Zeit gehen, wohin sie wollen. Selbst bei dauerhaftem Verbleiben werden nur die Probleme, die die bisherigen Aufnahmeländer haben, bei allen anderen auftreten. Ich würde mich auch massiv gegen eine Zwangseinweisung von Fremden in meine Wohnung wehren. Ist die analoge Ablehnung der Länder so schwer zu kapieren?

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chiemseecorsar 26.07.2017, 12:35
164. @Zaunsfeld

Landratte! Boote ins Schlepp nehmen? Hochseevessel gegen Schlauchboot? Schleppleine? Seegang? Mangelnde Kooperation? Und dann höflichst bitte von Bord zu gehen in Libyen? Mit Zapfenstreich und Abschiedsbankett respektive Käpt´ns Dinner? BLÖDSINN! Rückgeführte Migranten demotivieren ihre Landsleute? GRÖSSERER BLÖDSINN! Wo wollen die denn hin zurück? Schon mal die Karte von Nordafrika betrachtet? Dort waren Sie - im Gegensatz zu meiner Wenigkeit - offenbar noch nie. Flucht geht immer nur in eine Richtung mit einem Ziel. Dead or Alive! Und Thema Balkan-Route? Mögen Sie und Herr Orban sich zu einer erfolgreichen Grenzsperrung gratulieren, die Ursache der versiegenden Migration liegen woanders. Menschen wie Ihnen wünsche ich von Herzen 3 Wochen Kur in einem deutschen! Auffanglager mit ungewisser Verlängerungsoption. Ein Camp in der Türkei an der Syrischen Grenze würden sie nicht lange aushalten. Und wer gesehen hat wie auf Müllhalden in Afrika 5jährige Kinder mit Stahlrohren aufeinander einprügeln - im Streit um eine leere Blechdose - zweifelt nie mehr daran im Gelobten Land Deutschland zu leben. Gelobtes Land auf Kosten der Welt. Und die setzt sich jetzt in Bewegung!
One World.No border.

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tysi2007 26.07.2017, 12:35
165. Der einzige Ausweg: Fluchtursachen bekaempfen! Geburtenkontrolle!

Ich kann Atheist_Crusader nur beipflichten! Es wird ohne rigorose Geburtenkontrolle und bessere Lebensbedingungen in Afrika und den arabischen Mittelmeerstaaten auch in der Zukunft bei massiven Fluechtlingstroemen bleiben. Dazu gehoert kurz- und mittelfristig eine massive Erweiterung der UN Fluechtlichslager in den betroffenen Laendern. Europa wird kollabieren, wenn wir dies in den naechsten 10-15 Jahren nicht hinkriegen. "In Syrien hat sich die Bevölkerung seit 1950 fast versiebenfacht, im Kongo versechsfacht, in Afghanistan, Nigeria, Liberia, Libyen u.v.a. vervierfacht. In allen muslimischen Ländern zusammen ist die Bevölkerung vom Anfang zum Ende des 20. Jahrhunderts von 150 Mill. auf 1.200 Mill. angestiegen – eine Verachtfachung". Diese Entwicklung ist der Hauptgrund warum soviele Menschen nicht bleiben wollen wo sie geboren und aufgewachsen sind!
[Quelle:http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/18432/Die_Apokalypse_der_Ueberbevoelkerung.pdf]

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MKAchter 26.07.2017, 12:35
166. Kein Vergleich

Zitat von chiemseecorsar
Wir hatten - nach dem 2.WK - auf 180qm und 7 Zimmern mit unserer Familie 25 Leute im Haus. Mit Freud und Leid - und OHNE DISKUSSION, US-Forces Refugee Com. Und noch heut kennen sich die Familien. Der Nachbar wollte keine Protestanten einquartiert bekommen. Nun ... One World.No border.
Der Vergleich mit damals kommt ja oft - er hinkt jedoch ganz gewaltig.

Was hat denn die Aufnahme der eigenen Landsleute aus den ehemals deutschen Ostgebieten, bzw. aus ausgebombten Städten, mit dem Zulassen einer meist armutsbedingten Massenmigration aus Afrika und Mittelost zu tun?

Gerade in Afrka sitzen potenziell -zig Millionen Menschen, die in der Heimat einfach ökonomisch kein Auskommen haben, "auf gepackten Koffern". Und die, die es sich leisten können (die Allerelendesten sind nicht dabei) versuchen eine illegale Migration nach Europa mittels Schleppern. Rechtliche Asyl- und Schutzgründe liegen ganz überwiegend nicht vor.

Wohin führt das? Aufnahme von einer Million und mehr Menschen jährlich in Europa, im sozial (noch) leistungsfähigen Deutschland, Jahr für Jahr? Das können und dürfen wir, so berechtigt die individuellen, subjektiven Migrationsgründe sein mögen, nicht nachgeben. Sonst bekommen wir schon mittelfristig gewaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme. Ohne (da zum Thema "one world") letztlich den Herkunftregionen zu helfen. Denn die Mittel verbraten wir ja sämtlich schon zur "Flüchtlings"-Aufnahme.

Abschließend: "No Borders"-Parolen sind angesichts des gewaltigen globalen Wanderungsdruckes, mit Verlaub, völliger Unsinn.

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hanseat52 26.07.2017, 12:36
167. Verteilung: Die harte Frage

Das Rumreiten auf der Verteilung muss konsequent zu Ende gedacht werden. Im letzten Jahr haben fast alle Asylbewerber Tschechien Richtung Deutschland verlassen, obwohl sie dort gut behandelt wurden (Tschechisch wollten sie gar nicht erst lernen). Sie wurden nicht zurückgeschickt!!!!! Wenn der von Asselborn geforderte Verteilschlüssel nicht brutalst, d.h. auch mit Rückdeportationen, umgesetzt wird, kann man alles andere vergessen.

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Zaunsfeld 26.07.2017, 12:36
168.

Zitat von misterknowitall2
mal eine Klarstellung. man kommt nicht nach Deutschland ( Europa) weil das hier so toll ist, sondern weil sie es in der Heimat nicht mehr aushalten, sei es wegen wirtschaftlicher Gründen, oder wegen Mord, Tod und Gewalt. überflutet wird Deutschland sicher nicht. So eine Rhetorik ist auch überflüssig. Grenzen sind in meinen Augen der Anfang meiner eigenen Beschränkung und meist auch ziemlich willkürlich. wie kann man sowas gut finden?
Und warum bieben die Menschen bei der letzten großen Welle 2015 dann nicht in der Türkei, in Griechenland, in Slowenien, Kroatien oder Österreich? Alles Länder, in denen weder Mord noch Totschlag noch Krieg gibt.

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vliege 26.07.2017, 12:37
169. Asselborn und Juncker

Die Totengräber der EU. Luxemburg ist auf europäischer Ebene anscheinend Immens wichtig. Dieser Steuerhinterzieherhelferstaat lebt auf Kosten anderer und diktiert die Geschicke vom Rest der EU.

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