Forum: Politik
Flüchtlingspolitik der EU: "Man kann das Mittelmeer nicht schließen"
AFP

"Wir eiern jetzt seit 2015 herum": Scharf kritisiert Luxemburgs Außenminister Asselborn die Flüchtlingspolitik der EU. Nationale Alleingänge müssten endlich aufhören - und der Druck auf Osteuropa wachsen.

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j.e.r. 26.07.2017, 12:45
180. Jede grosszügige, unkontrollierte Immigrationspolitik wird scheitern,

spätestens durch die Sogwirkung der "gut angekommenen und betreuten" Migranten - je erfolgreicher die illegal immigrierten, desto höher wird der Migrationsdruck. Ohne erfolgreiche Gegenmassnahmen wird er im Prinzip erst dann weg sein, wenn auf beiden Seiten vergleichbare wirtschaftliche und soziale Bedingungen herrschen ......

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Bender B. Rodriguez 26.07.2017, 12:46
181. "Man kann das Mittelmeer nicht schließen"

Meine Güte, dieses unerträgliche Gejammer über diesen einen Satz bzw. Satzteil könnte man sich ganz einfach ersparen, wenn man den Text danach auch weiter lesen würde.

"Man kann das Mittelmeer nicht schließen wie eine Skipiste. Wer das den Menschen vorgaukelt, betreibt Populismus." (Jean Asselborn)

Das stimmt doch so wie er es sagt. Man kann kein Schild aufstellen und all die braven Menschen halten sich dann daran. Das funktioniert nicht und entgegen der Behauptung einiger Foristen, läuft es auch in Australien nicht so ab. Die stellen sich nicht einfach hin und sagen: "So jetzt ist hier Ende." Die Australier betreiben einen riesigen Aufwand um die Bootsflüchtlinge abzufangen. Sie haben sich als Nation eben so entschieden. Das ist aber nicht vergleichbar mit der Staatengemeinschaft der EU mit all ihren Individualinteressen. Genau darum geht es doch. Europa arbeitet nicht entsprechen zusammen, um eine derartige Aufgabe richtig umzusetzen. Jeder kocht sein Süppchen und arbeitet immer nur die eigenen, akuten Probleme ab. Vollkommen egal ob man jetzt für eine Aufnahme und Verteilung der Migranten ist oder sie konsequent von Europa abhalten will. So funktioniert es auf Dauer nicht.

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europagermane 26.07.2017, 12:46
182. Nun, ....

Zitat von cyn
Spanien macht es vor. Ein viel kürzerer Seeweg als vor Italien und praktisch keine Bootsflüchtlinge.
... evtl. hat man die spanischen Gummigeschosse von 2014 vergessen? Das kann und darf natürlich keine Lösung sein, war aber wohl bis heute auch für viele abschreckend!
http://www.spiegel.de/politik/ausland/grenzpolizei-in-spanien-darf-nicht-mehr-mit-gummigeschossen-schiessen-a-955674.html

Die Exklaven Ceuta und Melilla liegen zudem auf dem nordafrikanischen Festland, es sind also hier keine Boote notwendig.

Mittlerweile hat Spanien immerhin durchaus sinnvolle Maßnahmen getroffen:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/fluechtlinge-in-europa-so-laeuft-es-in-spanien/12159548-3.html

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Zaunsfeld 26.07.2017, 12:48
183.

Zitat von releonline
Wem, der in absoluter Armut lebt, kann man denn Verdenken, dass er sein Heil in der Flucht in eine angeblich bessere Welt sucht? Wir, die wir in dieser "heilen" Welt aufwachsen dürfen, nehmen unseren Wohlstand schnell als gottgegeben hin und sind bereit, diesen mit allen Mitteln zu verteidigen. Notfalls auch mit Panzern am Brenner. Oder wir übernehmen endlich mal Verantwortung. Warum wird für staatliche Entwicklungshilfe eigentlich nicht das Know How bewährter Hilfsorganisationen, wie z.B. Oxfam, genutzt?
In den letzten 50 Jahren wurden, vor allem von der westlichen Welt, hunderte Milliarden wenn nciht gar Billionen Dollar an Entwicklungshilfe nach Afrika gepunpt, sowohl aus staatlichen Quellen als auch durch private Hilfsorganisationen.
Und hat sich seitdem irgendetwas grundlegendes an der Situation Afrikas geändert? Nein, es ist sogar tendenziell noch schlimmer geworden.
Haben die Afrikaner irgendetwas sinnvolles mit diesen Entwicklungshilfen angefangen? Nein, haben sie nicht. Größtenteils wurde es von irgendwelche afrikanischen "Eliten", Warlords, Dikatoren und Stammesführern veruntreut, verschwendet, in die eigenen Taschen gewirtschaftet. Diese Zustände müssen die Afrikaner aber selbst von innen heraus ändern. Diese Strukturen kann niemand von außen beeinflussen. Die afrikanischen Völker müssen es selber wollen. Sie wollen aber nicht. Und so lange das so ist, kann Afrika auch nicht geholfen werden, auch nicht in dem wir halb Afrika nach Europa importieren. Denn die gleiche Mentalität, die die Afrikaner daran hindert, ihre Situation selbst zu verbessern und sich selbst zu helfen, importieren wir uns dann auch hierher. Von solchen Leuten haben wir aber hierzulande schon genug eigene. Da können wir nicht noch zwei Dutzend Millionen mehr von gebrauchen, die noch nicht mal lesen und schreiben können.

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Thilo_Knows 26.07.2017, 12:48
184. Australien

Immer dieses Totschlagargument, was vermeintlich alles nicht geht. Entweder die Australier sind Genies oder wir sind einfach nur zu blöd oder nicht willens, die Situation im Sinne der europäischen Mehrheitsgesellschaft zu lösen. Herr Asselborn soll seine Märchen in Brüssel erzählen. Vielleicht glaubt sie da jemand?

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iconoclasm 26.07.2017, 12:49
185.

Zitat von mostly_harmless
Das Australien diesbezüglich erfolgreich war, ist Desinformation, tausende sterben dort jedes Jahr. http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-schickt-alle-fluechtlingsboote-zurueck-loest-aber-das-problem-nicht-a-1029454.html Desweiteren (wie in dem oben verlinkten Artikel zu lesen ist) hat der EuGH dieses Vorgehen verboten.
Ich habe den Artikel jetzt 3 mal gelesen, von "Tausenden" steht da nichts. Und "Tausende" übertrifft die EU mit ihrer Anreizpolitik locker, mit steigender Tendenz.

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DasEinfacheVolk 26.07.2017, 12:50
186. Man braucht Leute vor Ort

"Man kann das Mittelmeer nicht schließen wie eine Skipiste" --> Das ist falsch, aber das hat schon jemand gesagt.

Um etwas konstruktiver zu sein. Man bräuchte Leute aus Europa vor Ort, um das ganze zu regeln. Flüchtlinge die über Schlepper kommen, müssten konsequent zurückgeschickt werden, während man gleichzeitig vor Ort tasächlich Asylbedürftige ( Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte ) überprüft und dann nach Europa in sichere Gebiete umsiedelt.

Zeitgleich müsste man aber auch jungen und motivierten Menschen die Chance geben legal einzuwandern. Tschechien macht es vor. Junge Leute müssen zuerst im Ausland einen gewissen Skilllevel ( B2) in English erreichen und dürfen dann Tschechien studieren.

Drittens muss das von den Leuten vor Ort klar kommuniziert werden. Flüchtlinge müssen also auch Beratung von den Leuten vor Ort erhalten. Sie müssen klar herausstellen, das einen über Schlepper nur der Tod oder eine Abschiebung erwartet. Das man aber bei legitimen Fluchtgründen Hilfe vor Ort bekommt.

Sehr Kostspielig momentan? Vermutlich. Sinnvoller auf lange Sicht? Auf jeden Fall

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quercusuevus 26.07.2017, 12:52
187.

Zitat von chiemseecorsar
... One World.No border.
Auch wenn Sie ihn ständig wiederholen, wird dieser Satz nicht richtiger. Ein interessanter Artikel zu dem Thema findet sich hier:
https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article165675355/Sozialstaat-oder-Einwanderung.html

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Ge-spiegelt 26.07.2017, 12:53
188. Außengrenzen schützen, EU Flüchtlings Budget

Wie mehrfach vorgeschlagen muss das Militär die EU Außengrenzen schützen, sonst ist Schengen tot. Flüchtlinge in Seenot werden zurückgebracht und nicht abgeholt. Australien macht es vor auch wenn es Einige hier für schlecht oder gar unmenschlich halten.
Stattdessen holen wir uns echte Asylbewerber selbst ab, damit bleiben wir in Kontrolle. Ein EU Land oder eine Gemeinde, die Flüchtlinge aufnimmt, bekommt von der EU Geld, was auch aus Polen und Ungarn fließen muss. In Nordafrika und auf geeigneten Inseln könnten Auffanglager eingerichtet werden.

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toskana2 26.07.2017, 12:55
189. Krokodilstränen

Zitat von Demokratie+Freiheit
Wieso schaffen es über 20 z.T. sehr reiche EU-Länder nicht zwischen hunderten Kilometer Meer von Afrika nach Italien die Grenze zu sichern, wenn das arme Spanien das seit mind. 50 Jahren sehr rigoros schafft - ohne zu klagen.
Das Argument sticht!

Und legt die Vermutung nahe,
dass manches mächtige EU-Land
- na, welches denn! -
Krokodilstränen vergießt,
über die nichtzustoppende Masseneinwanderung.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Demographisches Problem?
Fehlende Arbeitskräfte?
Nein, der Staat einfach,
als Menschenschmuggler!

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