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Flüchtlingspolitik der EU: "Man kann das Mittelmeer nicht schließen"
AFP

"Wir eiern jetzt seit 2015 herum": Scharf kritisiert Luxemburgs Außenminister Asselborn die Flüchtlingspolitik der EU. Nationale Alleingänge müssten endlich aufhören - und der Druck auf Osteuropa wachsen.

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mostly_harmless 26.07.2017, 10:53
10.

Zitat von spon_2316845
Wenn man das Mittelmeer nicht schliessen kann, warum kann Australien dann den Pazifik und den Indischen Ozean schliessen?
Das Australien diesbezüglich erfolgreich war, ist Desinformation, tausende sterben dort jedes Jahr.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-schickt-alle-fluechtlingsboote-zurueck-loest-aber-das-problem-nicht-a-1029454.html

Desweiteren (wie in dem oben verlinkten Artikel zu lesen ist) hat der EuGH dieses Vorgehen verboten.

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chrimirk 26.07.2017, 10:54
11. "Eiern" = nicht nur bei der Flüchtlingsfrage!

Die EU "eiert" überhaupt gerne rum. Da schliesst man untereinander verbindliche Verträge über die Flüchtlingsverteilung (Polen z. B. sollte ~ 6 000 Personen und Ungarn immerhin ~ 1 300 Personen!, auf-nehmen, zum Vergleich: die Stadt Cottbus mit ca 100 ´ Einwohnern nahm ca 2 000 Personene auf!) und schon Wochen später war keine Rede von Vertragstreue.
Da beseitigt die polnische Rechts-Ultra-Regierung dort die freie Gerichtsbarkeit, erzeugt einen Staatsrundfunk/fernsehen, besetzt alle Schaltstellen mit seinen Leuten in der Wirtschaft uvam. und was macht Brüssel? Wie immer, nichts!
Das ist mir als Steuerzahler zu wenig und zu teuer! Ich erwarte die erste Kehrtwende schon nach dem 24.09.2017 in D. und kurz darauf folgende in der EU! Subito!

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tonalum 26.07.2017, 10:54
12. Sofort schließen!

Richtig, man kann das Mittelmeer und alle Routen der menschenverachtenden Schlepperbanden sofort schließen. Das gebietet die Achtung der Menschenwürde. Sofort und robust handeln.

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Neapolitaner 26.07.2017, 10:54
13. Man muss das Mittelmeer abriegeln

Italien will bisher nicht (Merkel will auch nicht, aber das ist ein anderes Thema). Gegebenenfalls müsste die Küste Libyiens militärisch gesichert werden. Italien will aber nur "Umverteilung". Von den Visegrad-Staaten zu verlangen, ca. 100.000 Migranten/Flüchtlinge aufzunehmen, ist ein starkes Stück, aber selbst wenn man sie mit Geldentzug dazu veranlasst, ist damit nichts gelöst, denn das ist derzeit das Volumen von 3 Monaten Mittelmeer-Transfer. Abgesehen davon wollen sowieso alle nach Deutschland/Holland/Schweden. Schweden hat nun definitiv erklärt, dass sie nicht weiter aufnehmen. Es nützt alles nichts: Die EU muss ihre Grenzen sichern, wenn es nicht anders geht, dann eben am Brenner, vielleicht kommt Italien dann ja auf neue Ideen. Herr Asselborn macht sich (und uns) was vor.

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omop 26.07.2017, 10:55
14. Was hat Herr Asselborn zu sagen?

Sorry aber die Meinung Luxemburgs spielt hier eine untergeordnete Rolle..schliesslich bleibt die Hauptlast der Flüchtlingswelle nicht an Luxemburg hängen. Da kann man sich leicht hinstellen und den Moralprediger geben. Ich erwarte von der EU klare Maßnahmen, dass sich eine chaotische Flüchtlingswelle wie vor zwei Jahren nicht noch einmal ereignet. Alles andere würde das Staats-und Gemeinwesen erschüttern. Die Aufnahmekapazität ist begrenzt, auch wenn das linke Weltverbesserer nicht wahrhaben wollen. Ab sofort sollte die EU konsequent gegen die Nußschalen der NGOs vorgehen, die sich hier als Schlepper betätigen und deren Ziel ist, möglichst viele Flüchtlinge nach Europa zu bringen.

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moritz27 26.07.2017, 10:55
15. Ach Herr Asselborn,

besuchen Sie doch mal deutsche oder italienische Flüchtlingsunterkünfte und suchen Sie dort nach Menschen, die Ihnen freiwillig nach Polen oder Ungarn folgen und auch dort bleiben wollen, An die "Seenotretter" eine Frage: Warum bringt ihr die Geretteten nicht mal nach Tunesien oder Ägypten. Die Menschen sind doch nicht auf einer Kreuzfahrt, wo sie sich ihre Himmelsrichtung aussuchen können - oder doch?

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EconomistGI 26.07.2017, 10:56
16. Natürlich "kann" man

Zitat von Ivy79
"Man kann die Grenzen nicht schließen" "Man kann das Mittelmeer nicht schließen" Natürlich kann man das, Australien macht es vor. Ohne Grenztruppen, ohne einen Schuß abzugeben. Es muß nur der politische Wille vorhanden sein
Natürlich kann man - wenn die geographischen Möglichkeiten existieren - wie Australien es tut entfernte eigene Inseln als Gefängnisse mißbrauchen und Menschen jahrelang dahinvegetieren lassen. Klar kann man das. Nur kann man dann nicht mehr in den Spiegel schauen - solange man noch ein Gewissen hat.

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Phil2302 26.07.2017, 10:56
17. Man wundert sich schon

Ich finde es richtig, dass so viele Boote im Mittelmeer umherfahren, die die Flüchtlinge auflesen und von den schlechten Booten retten. Warum die Menschen aber 12 Meilen vor der Küste Libyens gerettet und dann nach Europa gefahren werden, ist mir ein Rätsel. Retten, zurückbringen, fertig. Klar kann man die Mittelmeerroute so nicht dichtmachen, aber zumindest verhindern, dass jeden Tag Tausende in Italien ankommen.

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kayakclc 26.07.2017, 10:57
18. Fluchtursache bekämpfen

Die Aktionen sind doch völlig sinnfrei. Unabhängig von der politischen Position ist eines klar: die EU kann nicht 500Mil Menschen aus Afrika aufnehmen, die sich ein besseres Leben wünschen. Da muss die EU endlich vorort mehr Flagge zeigen. Im Kern gibt es eine Hauptfluchtursache: der relative zum Entwicklungsstand und der goegrafischen Lange völlig überbevölkerten Kontinent (von 200Mil im jahre 1950 auf 1.2Mrg 2010 explodierten Bevölkerungszahlen) die als Folge zu innerafrikanischen Verteilungskämpfen um Resourcen führen, an denen natürlich auch die Industrie aus der EU profitieren. Es kann nicht gut gehen, wenn am Äquatorgürtel pro Frau mehr als 6 Kinder im Durchschnitt geboren werden, und gleichzeitig der Western Modern Medizinische Versorgung liefert. Ohne dass die Überbevölkerung durch Geburtenkontrolle in den Griff bekommen wird, sind diese Diskussionen über menschliche Tragödien im Mittelmehr vielleicht EU Medienwirksam, helfen aber nicht bei der Ursachenbekämpfung.

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nordlys 26.07.2017, 10:59
19. Verteilung ist Wunschdenken

Man sollte doch langsam mal der Realität ins Auge blicken. Die Verteilung von Flüchtlingen in Länder wie Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, Bulgarien etc. wird nicht funktionieren. Erstens, weil man dort keine "Willkommenskultur" erzwingen kann. Zweitens, weil die Flüchtlinge in die Länder streben, in denen es die höchsten Sozialleistungen gibt. Wie will man denn innereuropäische Migration verhindern? Warum wird diese naheliegende Frage nicht gestellt?

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