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Flüchtlingspolitik der EU: "Man kann das Mittelmeer nicht schließen"
AFP

"Wir eiern jetzt seit 2015 herum": Scharf kritisiert Luxemburgs Außenminister Asselborn die Flüchtlingspolitik der EU. Nationale Alleingänge müssten endlich aufhören - und der Druck auf Osteuropa wachsen.

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Hank Hill 26.07.2017, 11:32
70. Die EU

wird die Überbevölkerung in Afrika nicht lösen können. Das ist das eigentliche Problem aus dem auch die Flüchtlingssituation resultiert. Und die EU hat keine moralische Hoheit in Europa. Ihre "Werte" zeigen sich momentan wie sie die Türkei hofieren, aus rein wirtschaftlichen Gründen. Je mehr Wirtschaftsflüchtlinge wir aufnehmen um so mehr destabilisieren wir unsere Gesellschaften und unsere Sozialsysteme.

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harald441 26.07.2017, 11:32
71. Blödsinniges Argument,

"man könne das Mittelmeer nicht schließen". Natürlich kann man ein Meer nicht schließen, man kann aber konsequent alle aus dem Mittelmeer Aufgefischten wieder nach Lybien zurückbringen.
Falls ich beim Segeln in der Nordsee vor Schottlands Küste in Seenot geraten sollte, habe ich auch kein Anrecht darauif, mich nach der Rettung in Schottland niederlassen zu dürfen, sondern der Seenotrettungskreuzer wird mich an die deutsche Nordseeküste zurückbringen.
Bei konsequenter Durchführung dieser Methode wird das "Mittelmeerflüchtlingsproblem" sich nach wenigen Wochen von alleine erledigt haben.

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kritischer-spiegelleser 26.07.2017, 11:33
72. Aber man kann die Anlandung verhindern

Das ist doch Augenwischerei. Die schippern doch nicht so mehrere hundert Kilometer übers Mittelmmer. Die werden geschleppt oder erst in Sichtweite der "Retter" umgeladen. Da werden zur Zeit viele Märchen erzählt.

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jojack 26.07.2017, 11:33
73.

Zitat von spon_2316845
Wenn man das Mittelmeer nicht schliessen kann, warum kann Australien dann den Pazifik und den Indischen Ozean schliessen?
Weil Australien Kontinent und Nation in einem ist. Länderübergreifende Absprachen sind nicht notwendig. Dazu kommt, dass Australien geographisch viel weiter von den Startpunkten der Boat People entfernt liegt. Das macht den Schutz der Seegrenzen einfacher. Landgrenzen gibt es ja nicht, es können also auch keine Migranten durchgewunken werden.

Insofern wird jedwede EU-Lösung komplexer ausfallen, als es die Australier vorgemacht haben. Und ganz unproblematisch ist das australische Modell auch nicht. In den extraterritorialen Flüchtlingszentren verharren die Menschen seit Jahren, einschließlich vieler Kinder. Australien wusste keinen Ausweg, als mit der Obama-Regierung auszuhandeln, dass Langzeit-Insassen in die USA übersiedeln können.

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schgucke 26.07.2017, 11:34
74.

Zitat von cyn
Spanien macht es vor. Ein viel kürzerer Seeweg als vor Italien und praktisch keine Bootsflüchtlinge.
Wahrscheinlich, weil die Strecke bis Spanien noch ein echter Seeweg ist, während Italien inzwischen an Libyen grenzt.

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sl2016 26.07.2017, 11:35
75.

Viel Spass beim Druck auf die "osteuropäischen Länder". Das ist der Absatz- und Beschffungsmarkt der deutschen Industrie schlechthin und die Konsequenzen werden finanziell schmerzhaft sein.
Die Skepsis gegenüber der heutigen EU wird damit ebenso befördert und der Schulterschluss mit den Briten gesucht werden.
Herr Asselborn ist auf einem guten Weg.

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schgucke 26.07.2017, 11:35
76. das ist auch nicht ganz wahr

Zitat von joG
....wahr Herr Asselborn. Die Eu hat eine Flüchtlingsreglung. Sie heißt Schengener Vertag. Das ist ein Grundpfeiler der EU Ordnung. Nur, dieser Vertrag ist schlecht und wurde massive daher gebrochen. Das ist eine Bankrotterklärung der europäischen Idee und abzulenken von diesem grotesken Versage, das die U.K. ja auch damals vorher sah und daher nicht beitrat. Die Arroganz der Eu Elite könnte Einen krank machen.
das Abkommen heißt "Dublin".

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mostly_harmless 26.07.2017, 11:36
77.

Zitat von hans.wurstxxl
EU-Gericht hat gerade festgestellt, dass Merkel gesetzeswidrig und willkürlich gehandelt hat, als sie das Dublin-Abkommen ad absurdum geführt hat.
Der EuGH hat nichts dergleichen festgestellt.

Der EuGH hat gefordert, dass sich die Länder entlang der Balkan-Route an die Vereinbarungen des Dublin-Abkommens halten. Hätten sie das geten (inklusive des Helden der Rechtspopulisten hierzulande, Orban), wären 2015ff NULL Flüchtlinge über die Balkanroute nach Deutschland gekommen.

https://www.welt.de/politik/ausland/article167048179/Europaeischer-Gerichtshof-verlangt-Einhaltung-der-Asylregeln.html

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Bibe 26.07.2017, 11:36
78. Man kann Grenzen sichern,

man muss es eben wollen. Man kann auch Flüchtlingen in ihrer Not helfen, ohne sie quer über Kontinente und Ozeane ziehen zu lassen. Man muss es eben wollen. Man kann auch politische von wirtschaftlichen Flüchtlingen unterscheiden und den einen Asyl und den anderen eine Lebensperspektive in ihrem eigenen Land geben. Man muss es eben wollen. Mein Eindruck: Viele in Europa wollen nicht. Oder sie können nicht. Oder sie trauen sich nicht. Wie auch immer: Es wird sich irgendwann politisch bitter rächen.

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peter.di 26.07.2017, 11:36
79. Man kann das Mittelmeer zumachen

Wenn man denen die rüber kommen keine Perspektive bietet. Wenn man Flüchtlingen eine Perspektive in Europa bieten will dann sollte man Flüchtlinge in UN Camps vor Ort abholen und sicher herbringen. In den UN Camps sind nämlich echte Flüchtlinge, Leute die auch fliehen wenn nicht eine Einwanderung in ein sozialsystem das Ziel ist. Und so würde man die Kontrolle nicht verlieren.

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