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Flüchtlingspolitik: Es heißt jetzt Refugee
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Heidenau ist zum Glück nicht überall - Deutschland empfängt Flüchtlinge überwiegend freundlich. Aber auch die Ressource Gutmütigkeit kann versiegen. Deshalb brauchen wir eine andere Abschiebepolitik.

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iluminar 25.08.2015, 18:24
130. Ängstlich & Hilflos

Zitat von flieger56
Wenn ich lese,daß Norwegen oder die Schweiz innerhalb von 48 Stunden abschieben und es bei uns ca.9 Monate dauert,dann fällt mir einfach nichts mehr ein.
Warum werden in Deutschland nicht die bestehenden
Gesetze angewandt?
Die Asylpolitik wäre zufriedenstellend zu lösen und die
Dumpfbacken in Heidenau und Anderswo würden die
Ohren anlegen.

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der_beobachter74 25.08.2015, 18:25
131. Na endlich!

Das ist mit Abstand der beste Artikel den ich zu diesem Thema seit langen gelesen habe.
Ist man ja schon gar nicht mehr gewöhnt....

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eriland 25.08.2015, 18:25
132. Jetzt wagen sie sich wieder vor!

Ich finde Ihre Kolumne unerträglich, hinter dieser leisen
und eloquenten Fassade eines Redakteurs wird Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht.
Die Vorgänge in Suhl dienen dazu! Sie erzeugen ein verzerrtes Bild der Realität in den Flüchtlingsunterkünften.
Dass es hunderte von Unterkünften gibt, in denen die Menschen mit schrecklichen Erlebnissen friedlich mit einander leben und dies unter wirklich miesen - teilweise menschenunwürdigen- Bedingen ist wohl nicht der Rede wert.
Selbst, wenn dieses Jahr 800000 Flüchtlinge kommen, dass sind weniger als 1% der Bevölkerung, ist dies zu verkraften.
Aus humamitären Grunden, weil es einfach menschlich ist sie aufzunehmen und ihnen zu helfen.
Auch Sie wissen sicher, warum die Menschen fliehen, in dieser Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
Wenn Sie schon ein Befürworter der Abschiebepraxis sind, wünsch ich mir, dass Sie ihrer nächsten Kolumne mal detailliert das Leben z.B. einer Flüchtlingsfamilie von der Flucht nach Deutschland und dann die zwangsweise Zurückführung, und deren Leben danach genau dokumentieren!
Wenn Sie dann noch diese Praxis befuurworten, fehlt es Ihnen an Empathie!

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KlausP22 25.08.2015, 18:25
133.

"Auch Gutmütigkeit ist eine Ressource, die versiegen kann." ... Sehr wahre Worte ....zB. Die ersten 50 ankommenden Flüchtlinge werden noch von allen bejubelt ... die nächsten 100 eventuell auch noch ... bei den nächsten 200 jubeln dann schon weniger ... bei den nächsten 400 wird es deutlich leiser ... bei den nächsten 800 sieht man erste betretene Gesichter ... die folgenden 1600 begrüßen schon viel weniger ... die nächsten 3200... usw. ------- das ist es was sich gerade in Deutschland abspielt und wo es hin geht. Noch wird gejubelt, aber das Jubeln wird an einigen Orten schon deutlich weniger. ------ Wer derzeit noch am lautesten jubelt der hat nur noch nicht begriffen, dass mehr als 500 Millionen Menschen in wirtschaftlich schwachen Regionen quasi in den Startlöchern sitzen. Bei guten Nachrichten "wie toll es doch hier ist" der schon nach Europa ausgewanderten Nachbarn oder Familienmitglieder, fangen weitere an ihre eigenen Sachen zu packen. ---- Das Problem lässt sich auch nicht nur hier in Europa lösen, sondern muss in den Herkunftsländern gelöst werden. Klar es gibt viele Kriegsflüchtlinge, die derzeit nicht zurück in ihre Heimat können. Aber es gibt auch reichlich Pseudo-Flüchtlinge die nur die richtigen Worte auswendig gelernt haben, um ein Bleiberecht zu erreichen. Da wäre es viel effektiver wenn nur die Hälfte der Finanzmittel, mit denen sie hier versorgt werden, in deren Herkunftsländern in eine wirtschaftliche Förderung gesteckt würden.

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fuffel 25.08.2015, 18:26
134. es ist ja mal wieder

das, was Sie auslassen: "Worin genau die Traumatisierung bei jungen Hitzköpfen aus Albanien bestanden haben soll, die sich in derselben Unterkunft Anfang des Monats eine Massenschlägerei geliefert hatten, ist nicht ganz klar. Aber so funktioniert im Augenblick die Debatte: So genau will man es gar nicht wissen."

Könnte man aber, wenn man sich für menschliche Verhaltensweisen unter Lagerbedigungen interessierte.

Menschen zuerst den Raum für persönliche Entfaltung zu verwehren und sich dann über die resultierende Aggression zu wundern - alle Achtung.

Gibt ja auch über Zeltlager, big-brother, Dschungelcamp bis hin zu Gefängnissen, Gulags oder Kzs kaum eine zu beobachtende Eigendynamik - die mit gradueller Entmenschlichung und Verlust der persönlichen Integrität Hand in Hand geht.

Nur um mal einen Aspekt Ihres Artikels anzusprechen.

Sie können auch (wenn dieses Bild einfacher für Sie ist) einem Menschen den Toilettengang verwehren, um ihn danach als dreckig zu titulieren.

Nur Hollywoodstars bekommen unter solchen Umständen keine Probleme mit Haltung, Frisur und Odeur

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glasshaus 25.08.2015, 18:26
135.

Zitat von helle_birne
gegen Flüchtlinge protestiert wird, doppelt so viele Flüchtlinge. Wenn weiter protestiert wird, nochmal verdoppeln. Und erforderlichenfalls noch mal. Dann ist ganz schnell Ruhe, und der gemeine deutsche Wutbürger lernt Zusammenleben mit anderen Religionen, Ethnien usw. Wenn nicht freiwillig, dann eben auf die harte Tour. Manchmal hilft nur das ...
Mit dieser Forderung distanzieren Sie sich ganz klar von einer denokratischen Gesellschaftsform in Deutschland!

Nebenbei würde ihre Forderung ganz sicher zu Toten führen.
Nähmlichen denen die wie Sie so einen Schwachfug fordern!

Ich bin froh das es noch Landstriche in Deutschland gibt in welchen Deutsche noch nicht in der Minderheit sind!
Finanzielle Abstriche und Beleidigungen von Spinnern wie ihnen nimmt man dafür gerne in kauf!

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herr_mueller_goettingen 25.08.2015, 18:27
136. Ein sehr gelungener Artikel

er spiegelt ziemlich genau meine Sicht auf die Dinge wider.

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malocher77 25.08.2015, 18:27
137. Es müssen nur

Geltende Gesetze konsequent umgesetzt werden,dazu ist der Staat nicht in der Lage.15% wurden nur abgeschoben,85% sind weiter hier und kassieren Sozialleistungen ab,unberechtigter Weise,das ist Betrug am System.

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kirk77 25.08.2015, 18:27
138. ...

„Die Haltung des "besorgten Bürgers" kann zwei Richtungen einschlagen, in Ablehnung oder in Hilfsbereitschaft. Welche Richtung es ist, hängt auch davon ab, ob er den Eindruck hat, dass seine Regierung sich nicht von Sentimentalität leiten lässt.“

Dies trifft sehr gut meine eigene Gefühlslage. Ich halte mich für einen hilfsbereiten Menschen, bin erschrocken über die katastrophale Lage in den Kriegsgebieten dieser Welt, frustriert über die Tatsache, dass Gewalt wohl immer ein Mittel der Politik bleiben wird, auch wenn ich hier in einem friedlichen Europa groß geworden bin.
Ich bin aber auch sicher, dass die große Anzahl von Flüchtlingen unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Ich befürchte, dass es tendenziell eher negative Veränderungen mit sich bringen wird. Ich mache mir wirklich Sorgen wegen dieser Entwicklung.

„Nicht einmal 15 Prozent der Ausländer, die in den vergangenen Jahren von den Behörden zur Rückkehr aufgefordert wurden, haben das Land wirklich verlassen.“

Diese Zahl ärgert mich maßlos. Und ganz ehrlich: Wenn unsere Politik nicht in der Lage ist, Menschen, die illegal eingereist sind oder deren Asylanträge abgelehnt wurden, auch wieder zurückzuschicken (und das sollte dann auch mehr als eine „Aufforderung“ beinhalten), so ist dies auch ein möglicher Grund für ein „Kippen der Stimmung“, vor dem immer gewarnt wird.
Wir sind eines der Länder in Europa, das Flüchtlinge freundlich aufnimmt und ich finde es jammerschade, dass nicht mehr über die vielen Bürgerinitiativen und ehrenamtlichen Helfer berichtet wird. Diese geben die Stimmung im Land viel eher wieder als die Ausschreitungen vor Asylbewerberheimen. Aber ich erwarte von unserer Regierung definitiv, das Menschen, die nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen, so schnell wie möglich das Land wieder verlassen müssen. Es muss klare Signale geben, dass nicht jeder willkommen ist.

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webobserver 25.08.2015, 18:27
139. Welch eine sachliche Replik ...

Zitat von JT10965
Normalerweise sind es mir Ihre Kolumnen nicht wert, um sie zu kommentieren. Die jetzige ist nicht nur vom Zeitpunkt her aber so widerlich, dass ich nicht mehr anders kann. Ist die Verbitterung wirklich so stark dass Sie in Zeiten überall brennender Flüchtlingsheime im Hauptpunkt auf Linke und Helfer losgehen? Pfui.
... keine Argumente, ignorieren der Realitaet, pure Ideologie. Koennten sie vielleicht mal argumentativ (dh basierend auf Fakten und Logik) erklaeren, was an Herrn Fleischhauer's Aussagen verkehrt ist? Oder wie sie sich langfristig die Situation mit 1Mio Migranten pro Jahr (vielleicht sogar mehr durch Familiennachzug) vorstellen?

Sowohl in der Welt als auch in der NZZ gab es dazu ebenfalls gute Kommentare (so langsam scheint auch in deutschen Medien ein wenig Realitaetssinn einzusetzen) ... aber vermutlich werden auch diese nur wieder ideologischen Schaum vor dem Mund erzeugen.

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html

http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/minenfeld-migration-1.18562659

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