Forum: Politik
Flüchtlingspolitik: Es heißt jetzt Refugee
Getty Images

Heidenau ist zum Glück nicht überall - Deutschland empfängt Flüchtlinge überwiegend freundlich. Aber auch die Ressource Gutmütigkeit kann versiegen. Deshalb brauchen wir eine andere Abschiebepolitik.

Seite 18 von 49
fans 25.08.2015, 18:41
170. Stimmt

Zitat von doulos
kaum zu glauben - eine Stimme der Vernunft in der ganzen Hysterie über ein paar Neonazis (neuerdings heißen sie "Fremdenhasser". Damit soll wohl jeder, der sich nicht uneingeschränkt freut, in die Nähe der Nazis gerückt werden) in Heidenau. Heidenau ist tatsächlich nicht überall, und auch in Heidenau sind nicht alle Nazis, und mancher, der die unbeschränkte Zuwanderung kritisch sieht, ist eben auch weder Nazi noch Fremdenhasser.
Und die gleichen Leute, die den Rechten dumpfe Vorurteile und tumbe Pauschalierungen vorwerfen, machen selbst genau das Gleiche.

Beitrag melden
Yoroshii 25.08.2015, 18:42
171. Fleischhauer hat sich diesmal Mühe gegeben!

Zitat von dherr
eine Quintessenz. Ein wenig interessanter ist dieser Artikel: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html
Insbesondere da, wo er den correctness-crap in unserem Neusprech verhohnepiepelt. Er lässt der Vernunft diesmal ihren Lauf. Nicht zu vergleichen mit BRODER in der Welt.
Danke lieber Forist. So isses!

Beitrag melden
japhet 25.08.2015, 18:43
172. Die Frage nach dem Recht auf Zuflucht muß erlaubt sein

Zitat von palutz
Es sind genau diese Statements, die angebliche Intellektuelle (aber sobald sie das tun, sind sie ja keine mehr) unter dem Deckmantel angeblicher "Realität" den Fremdenhass schüren, indem sie Menschen als richtige und falsche Flüchtlinge kategorisieren und damit Fremdenfeindlichkeit rechtfertigen.... Keiner verlässt seine Heimat freiwillig. Leider kann auch der Autor - wie auch die anderen Freudenfeinde - dieses Mindestmaß an Empathie leider nicht entwickeln. Dies ist leider schlimmer als der dumme Mopp, weil sie hier Mution aus journalistischen Kreise beziehen. Aber vielleicht ist das ja auch gewollt.
Keiner verläßt seine Heimat freiwillig? Nun ja - über den Begriff "freiwillig" läßt sich trefflich streiten, ebenso wie über die Motivation zum Verlassen der Heimat. Da verlassen Fußballspieler ihre Vereine in Deutschland, um in Italien, Spanien oder "auf der Insel" zu spielen und dort zu leben. Nicht freiwillig? Oder doch, aber eben nur vom Wunsch getrieben, noch mehr zu verdienen? Oder geht der Spitzenverdiener nicht "freiwillig" in ein Land mit niedrigeren Steuersätzen? Herr Boris Becker will in Großbritannien sogar die Staatsbürgerschaft beantragen.
Und der Albaner, der eben - wenn gleich und zugegebenerweise auf wesentlich niedrigerem Niveau - eben auch nur besser verdienen will? Der ist "gezwungen", ebenso wie der Mazedonier oder der Roma aus Bulgarien?
Aber eigentlich sollte doch eher wieder mehr Sachlichkeit einkehren in die Diskussion. Und da steht eben am Anfang der Art. 16 des GG, der nur "politisch Verfolgten" das Recht auf Asyl in Deutschland zuspricht. Und eben die Flüchtlingskonvention, welche weitere Personengruppen definiert, denen Zuflucht gewährt werden soll. Und somit geht es eben nicht um "gute" und "schlechte", um "richtige" und "falsche" Flüchtlinge, sondern um die Frage, ob jemand ein (von uns Deutschen übrigens freiwillig gewährtes!) Recht dazu hat, in Deutschland Zuflucht vor Verfolgung oder Krieg zu finden. Und diese Frage muß erlaubt sein.

Beitrag melden
Peter Paul 25.08.2015, 18:43
173. Das Versagen der Politik grenzt an Volksverrat

Das Versagen der Politik und der Leitmedien grenzt schon an derbsten Volksverrat.

Menschen die unseren Staat ausnutzen unsere Gesetze und Regeln ab dem ersten Tag mit Füßen treten und besprucken, die Menschen wegen eines Buches versuchen zu lnychen gehören nicht hier her, ihnen gehört weder Verständnis noch Akzeptanz zugesprochen.

Dieses PACK gehört sofort zurück geführt von wo auch immer es gekommen ist.

Das aller schlimmste am Totalversagen der Politik und der Medien ist, das die wirklich hilfsbedürftigen Flüchtlinge, die Hilfe verdient haben darunter leiden müssen und mit diesen parasitären Sozialschmarotzern über einen Kamm geschert werden.

Beitrag melden
bellfleurisse 25.08.2015, 18:44
174. Is eh wurscht

Bald gibt es mehr "sichere Herkunftsländer" und dann Mitglieder in der EU Reisefreiheit.

Die jetzt Abgeschobenen kommen dann gleich mit der gesamten Familie.

Herrjeminieh, wann kapiert der "besorgte Bürger" endlich, dass Probleme hausgemacht sind? Mit solchen Themen werden die nächsten Wahlen gewonnen.

Diejenigen Krakeeler "Wirtschaftsflüchtlinge abschieben" möchte ich sehen, wenn ihr Kühlschrank leer, sie unterdrückt keine Arbeit finden.

Ach, stimmt, die hört man ja. Am lautesten im Osten: früher, im heimligen *DDR* Staat, da hatten wir Arbeit.
Und noch früher hieß es: unter Hitler hätts das nicht gegeben.

Schuld sind IMMER die Schwächsten, nicht wahr.

Beitrag melden
Ihr5spieltjetzt4gegen2 25.08.2015, 18:44
175. Inkonsequenz der Bundesländer

Frage: Wer hat folgendes gestern gegenüber der Presse gesagt (zitiert aus einer Kurzmeldung der 'Saarbrücker Zeitung' von heute)?

"... fordert die Einstufung der Balkan-Staaten als sichere Herkunftsstaaten. Ein 'massenhafter Missbrauch' (Anmerkung: Wörtlich so von dieser Person benutzter Begriff) des Asylrechts sei ein Bumerang und schade den wirklich durch Krieg und Diktaturen verfolgten Menschen, teilte er gestern nach einem Besuch in der Landesaufnahmestelle in Lebach (Anmerkung: Saarland) mit. Die Grünen müssten hier dringend umdenken. Etwa 45 Prozent aller Asylanträge kämen von Menschen aus dem Balkan, aber nur 0,2 bis 0,4 Prozent würden anerkannt. Dies zeige, dass Asyl nicht das richtige Instrument zur Linderung der Not dort sei."

War es vielleicht Horst Seehofer? Oder ein sonstiger Volksverhetzer, Rassist oder gerne auch Nazi? Nein, es war: Der EU-Abgeordnete Jo Leinen (SPD)!

Dass die Meldung auf Seite B3 etwas sehr versteckt plaziert wurde, sei nur nebenbei erwähnt. Sonst werden Äußerungen Leinens sehr prominent in der 'Saarbrücker Zeitung' gebracht.

Zur Abschiebepraxis: Hier hat das Bundesamt für Migration kürzlich die Bundesländer scharf kritisiert, da kaum Abschiebungen vorgenommen würden bei rechtskräftig abgelehnten Asylbewerbern (für die auch kein Abschiebestop verfügt wurde). So hielten sich knapp zwei Drittel aller in 2014 entsprechend abgelehnten Asylbewerber nach wie vor in Deutschland auf. Und von mehr als 9.000 rechtskräftig abgelehnten Asylbewerbern (ohne verfügten Abschiebestop) im I. Quartal 2015 wurden gerade einmal ca. 300 abgeschoben.

Diese Meldung habe ich zufällig im ZDF-Teletext entdeckt; ich kann mich nicht erinnern, dass ich sie bei SPON oder sonstwo gelesen hätte, geschweige denn, dass sie diskutiert worden wäre.

Insofern ist dieser Artikel von Herr Fleischhauer mMn sehr wichtig. Er wird zur entsprechenden Diskussion beitragen.

Kriegsflüchtlingen und in Diktaturen Verfolgten Schutz zu gewähren ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Auch dass diese die in Deutschland geltenden Gesetze, Regeln und Gepflogenheiten akzeptieren und beachten. Es ist für mich allerdings auch eine Selbstverständlichkeit, abgelehnte Asylbewerber konsequent und so zügig wie möglich abzuschieben.Die Bundesländer klagen immer wieder über fehlendes Geld und fehlende Räumlichkeiten für Asylbewerber. Sie haben es selbst in der Hand, ihren Teil dazu beizutragen, dass diese Problematik gemindert wird. Indem sie die entsprechenden Abschiebungen auch tatsächlich vornehmen.

Beitrag melden
lisstern 25.08.2015, 18:44
176. Guter Artikel

Dank an Herrn Fleischhauer. Der Artikel ist, im Gegensatz zu diversen anderen, ausgewogen. Der Autor redet Klartext: ja, auch Hilfsbereitschaft und Aufnahmekapazitäten haben hier in Deutschland Grenzen. Und: die Politiker sollten dies akzeptieren & dementsprechend handeln. Friede, Freude & Willkommenskultur lösen nicht das Problem der schieren MENSCHENMASSEN, die nach D wollen.

Beitrag melden
Wildes Herz 25.08.2015, 18:46
177. @ ogniflow

Zitat von ogniflow
Im Gegensatz (wahrscheinlich) zu ihnen lebe ich in einem Kiez (Berlin-Kreuzberg) mit 40%tigem Migrantenanteil.Was ich von meinen türkischen oder kurdischen Freunden zum Thema Flüchtlinge höre verschlägt mir die Sprache (und ich bin selber ein Gegner unkontrollierter Zuwanderung).Das geht weit hinaus über subtilen Fremdenhass,Verlustangst,.... Wie erklären sie denn deren offenen Rassismus und schämen sie sich auch für die?
Warum sollte es irgendeine Rolle spielen, welche Nationalität jemand hat, der rassistische Positionen vertritt? Ob Deutscher, Kurde, Türke - das spielt doch überhaupt keine Rolle. Wie heißt ein alter Spruch aus den 90er Jahren:

Alle Rassisten sind Arschlöcher - überall!

Beitrag melden
flessan 25.08.2015, 18:46
178. Kolumnen meide ich

aber diese war seit Wochen eine lesenswerte. Ist es den möglich heute noch als etwas anderes als links oder rechts abgestempelt zu werden? Ich bin Pro Flüchtlinge aber habe dank meiner Arbeit viel zu viel Realität abbekommen! Das was hier nach D kommt hat zu mindestens 50% nichts hier verloren! Tja und schon gelte ich rechts.....

Beitrag melden
auf.ein.wort 25.08.2015, 18:46
179. Ja, ich gehe konform...

Gefällt mir, der Ton, den Herr Fleischhauer anschlägt. Ein realistischer Blick auf die Flüchtlingsproblematik halte ich jedenfalls für dringend erforderlich, denn Toleranz bzw. Gutmütigkeit ist eine Ressource, die rasch verbraucht sein kann - und dann wird´s brandgefährlich.

Mir wird gegenwärtig medial zu einseitig auf die rechte Szene eingedroschen, obgleich ich deren Aktionen ebenfalls missbillige. Wirkung wird hier nur leider mit Ursache verwechselt; denn für die gegenwärtig brenzlige Lage sind nicht zuvörderst Neonazis verantwortlich, sondern politisches Versagen auf fast allen Ebenen. Auf solch ernste Situationen muss man vorbereitet sein. Gesetzte, Verträge und sonstige Regelungen müssen unter Dach und Fach sein, ehe der erwartbare Run auf die Festung Europa beginnt. Und wenn der Ernstfall eintritt, muss man sich auf die vereinbarten Maßnahmen auch verlassen können. Pacta sund servanda!
Doch nichts davon ist bislang geschehen - Brüssel, Berlin, Paris, Rom u.a. sind auf dem falschen Fuß erwischt worden und handeln jetzt so kopf- wie konzeptlos.
Und dann erst Uncle Sam; der haut gern mal auf die nahöstliche Kacke und erwartet hernach von uns, dass wir die Entwurzelten und Vertriebenen großmütig aufnehmen. Könnte man sich mit diesen Gründen von Flucht nicht auch mal näher befassen?
Wie gesagt, man sollte das Unverständnis mancher Menschen hierzulande angesichts einer chaotischen Asylpolitik nicht gleich in die rechte Ecke schieben. Die Hauptverantwortlichen für die verfahrene Situation sitzen nämlich woanders. Konsequente Abschiebung, wie von Hernn Fleischhauer angemahnt, müsste jedenfalls von den politisch und administrativ Verantwortlichen in einem ersten Schritt endlich angegangen werden.

Beitrag melden
Seite 18 von 49
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!