Forum: Politik
Flüchtlingspolitik: Italiens Außenminister wirft EU Versagen vor
REUTERS

Die Verteilung von Migranten "funktioniert überhaupt nicht": Italiens Außenminister Alfano fühlt sich von der EU im Stich gelassen. Die Zahl der Bootsflüchtlinge steige, sein Land sei am Limit.

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doddel04 14.08.2017, 13:06
180.

Die "Innere" Sicherheit ist doch wichtiger als die 2385 Tote im letzten Jahr. Schließlich sind ja in Deutschland durch Terroranschläge in den letzten 20 Jahren 13 Menschen umgekommen! Da sind doch diese 2385 Tote in dem einen Jahr doch Kollateralschäden, damit es hier im Lande sicher ist... Von den ca 4 Mio. Tote in den letzten 15 Jahren im Nahen Osten werde ich doch nicht reden, das ist ja was ganz anderes, schließlich sind die ja für unsere Sicherheit gestorben.
Aber die Flüchtlinge kommen ja nicht deswegen, nein. Angst vor dem Krieg oder Sterben braucht man doch vor Ort nicht haben. Die wollen doch nur unsere tolle freie und sichere Kultur zerstören, das ist es doch. So als Viertgrößter Waffenexporteur lässt es sich doch hier gut leben. Ach ja, und unsere Arbeitsplätze wollen die ja auch noch!

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Spiegelkritikus 14.08.2017, 13:07
181. Hintergründe der Massenmigration und ahnungslose Bürger

Zitat von Paul Panda
Ihre dargelegte Theorie klingt beängstigend, denn es würde bedeuten, dass wir diesen Plänen hilflos ausgeliefert wären. Das Ganze erinnert mich irgendwie an den James-Bond-Film "Goldfinger", in dem ein Größenwahnsinniger (gespielt vom großen Gert Fröbe) die Welt beherrschen will. Ich habe über diese Theorie schon öfter gelesen, aber gibt es zuverlässige Hinweise, dass sie stimmt und es sich nicht um eine Verschwörungstheorie handelt? Wenn ja, sollte die Bevölkerung endlich aufgeklärt werden - auch mit Hilfe der Presse.
Beängstigend ist vor allem die Ahnungslosigkeit weiter Teile unserer Bevölkerung hinsichtlich der tatsächlichen Hintergründe dieser Massenmigration.
Dabei gibt es längst zahlreiche Quellen und Studien, die darüber aufklären, freilich in der kritischen alternativen Medienlandschaft.

Abgesehen von seit etwa 2000 kursierenden offiziellen UN-Verlautbarungen und diversen Aussagen von EU-Politikern wie Sutherland oder Timmernmans (EU-Vizekommissionschef) sowie des Geostrategen Soros (im Dienste der Hochfinanz) ist besonders das fundierte Buch von Friederike Beck: "Die geheime Migrationsagenda" zu empfehlen.
Sie zeigt minutiös und faktenbasiert auf, wie elitäre Netzwerke (die westliche Kapital- und Globalisierungselite) mithilfe von EU, UN, superreichen Stiftungen und NGOs Europa in ihrem Sinne umgestalten und Tradiertes zerstören (wollen).

Wer besonders starke Nerven hat, der kann sich mit den einschlägigen Büchern des einflußreichen US-Militär- und Geostrategen Thomas Barnett befassen.

Wenn unsere Bürger wüßten, welch zynische Pläne und Strategien hinter der forcierten Massenmigration stehen, daß auch unsere Kanzlerin und MS-Medien davon geleitet bzw. beeinflußt sind, gäbe es ein soziales und politisches Erdbeben.

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kleinbürger 14.08.2017, 13:07
182. recht

Zitat von m.w.r.
Desweiteren hat Europa schon jetzt einen Riesenanteil an ungebildeten Mitmenschen da kommt es nicht darauf an ob de in Europa als Deutsche geboren werden oder als z.B. in Berlin als Kind einer polnischen Familie
sicher, sie haben recht.

dagegen zu sein, dass es noch mehr werden durch massenhafte zuwanderung, dass ist doch noch ok, oder ?

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Havel Pavel 14.08.2017, 13:07
183. Noch geht es den Deutschen gut, sehr gut sogar!

Zitat von christine.sendele
Die Nordländer machen sich einen "schlanken Fuß"? Állein um auf den derzeitigen Stand der Aufnahmezahlen Deutschlands zu kommen dürfen die Italiener noch die nächsten fünf Jahre Flüchtlinge schippern. Die Italiener neigen von je her zum Jammern... Das ändert aber nicht daran, dass der Migrationsdruck droht, die EU zu sprengen. Irgendwann wird die Politik - auch unter dem Druck der Bevölkerung in allen EU-Ländern (!) - vor der Frage stehen, ob sie lieber die EU oder lieber Migranten retten möchte. Ist das zynisch? Nein. Es ist realistisch.
Sicher kann es Deutschland wirtschaftlich verkraften auch in den nächsten Jahren noch einige Millionen Zuwanderer, wie ich es pauschal mal nennen möchte, aufzunehmen. Die Mittel dazu sind in jedem Fall vorhanden, schliesslich verfügen die Deutschen über Billionen an Privatvermögen, das man zur Not stärker, bzw. überhaupt erstmal besteuern könnte. Aus finazieller Hinsicht allein würden also wohl keine Probleme erwachsen. Aber es stellt sich unweigerlich die Frage, wie lange der Grossteil der Bevölkerung dies mitmachen wird. Der Krug geht bekanntlich solange zum Brunnen bis er bricht. Irgendwann wird hier eine Schmerzschwelle überschritten und es wird sich massiver Widerstand gegen eine übergrosse Zuwanderung einstellen, die auch die heute noch gemässigte Bevölkerung einschliessen würde. Es ist unbestreitbar die Aufgabe der Regierung hier sensibel zu entscheiden und kluge zukunftsweisende Reglungen zu treffen. Ein unbegrenztes weiter so wie bisher würde über kurz oder lang in ein Chaos führen und den rechten politischen Kräften einen ungeahnten Zulauf bescheren. Man kann nur hoffen, dass es genügend kluge durchsetzungsstarke Regierungspolitiker gibt, die das Gebot der Stunde erkannt haben und sich kluge Lösungen zur Bewältigung der gegenwärtigen Zuwanderungsproblematik ausdenken. Eine Menge Geld wird es den Steuerzahler so oder so kosten aber man darf dann ja wohl verlangen, dass dieses Geld sinnvoll eingesetzt wird und nicht wie bisher mit wenig Wirkung zum Nutzen einer relativ kleinen Klientel verschleudert wird und die notleidende Mehrheit leer ausgeht.

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ostborn 14.08.2017, 13:07
184. Gutes Stichwort: Chinesen

Zitat von frankfurtbeat
... Wo bleiben eigentlich die Chinesen in dieser Angelegenheit?
Die Chinesen waren zum Beispiel vor der Zerstörung der libyschen Staatlichkeit sehr aktiv in dieser Region. Mit Beginn der "Demokratisierung" haben sie das Land verlassen.
Aber wie wäre es, die Erfahrungen Chinas auch in Nord-Afrika nutzbar zu machen, indem Special Economic Zones geschaffen werden, welche den Afrikanern eine Ausbildung und vor allem Arbeit gewähren. Gründe, warum das nicht geht, finde ich selbst, Wege, wie dies zu bewerkstelligen wäre, erwarte ich von den hoch dotierten Politikern.

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jottessd 14.08.2017, 13:10
185.

Zitat von Raisti
Grundsätzlich haben Sie recht aber Sie blenden leider etwas entscheidenes aus. Das die EU zum Teil große Mitschuld trägt das die Wirtschaft in den entsprechenden Ländern am Boden liegt. Als Bsp. sei Milchpulver aus der EU genannt. Milchproduktion wird in der EU gut subventioniert was dazu führt das wir massive Überschüsse.....
Zum letzten zitierten Abschnitt:
Nein, wir haben keine Verantwortung gegenüber diesen Wirtschaftsflüchtlingen!

Unsere Verantwortung liegt darin, diese protektionistische, subventionierte Agrarpolitik der EU zu beenden und zu beenden, dassdie EU (wie geschehen) ihre Verhandlungsmacht ausnutzt, um den afrikanischen Ländern "Handelsverträge" aufs Auge drückt, die denen verbieten, Strafzölle auf die EU-subventionierten Agrarprodukte zu legen.

Und die afrikanischen Bürger haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass ihre Politiker solche "Handelsverträge" nicht unterschreiben oder missachten. (Das sind nämlich auch in Afrika alles erwachsene Menschen, die für sich selbst Verantwortung übernehmen können; wir sollten endlich den "armen Neger" aus unserem Denken berbannen.)

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kritischer-spiegelleser 14.08.2017, 13:11
186. Die EU will keine Migranten

Also muss Italien sie auch nicht im Namen der EU aufnehmen und verteilen. Also Anlandung verbieten und die Boote zurückschicken. Genauso diese "Rettungsschiffe".

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zudummzumzum 14.08.2017, 13:11
187. Große Politik gegen menschliche Schicksale, ...

Paragrafenreiterei gegen nacktes Überleben.
Mich erschreckt das Ausmaß, gerade hier im Forum, in dem man hier der Politik die schiere Ignoranz gestattet.

Um es ganz deutlich zu sagen: So waren Menschenrechte nicht gedacht. Nicht in der Genfer Flüchtlingskonvention, nicht in den EU-Verträgen und auch nicht in unserem Grundgesetz. Aber das ist den Kleingeistern der rechtskoservativen Front ja bekanntlich sch***egal, sondern mündet in der unausgesprochenen Forderung, dass die Afrikaner gefälligst leise verrecken mögen, statt uns mit ihrem Leid zu behelligen.

Dabei ist jede andere Sicht als die, dass ein hilfloser Mensch von demjenigen Hilfe beanspruchen kann, der Hilfe leisten kann, falsch - und natürlich auch wider die christliche Tradition des Abendlandes gerichtet. Aber wenn noch nicht mal das aus unserer Geschichte übrig bleibt, verliert der Konservativismus jede Existenzberechtigung.

Gerade wir Deutschen sollten uns dabei der unsäglichen Tradition "falscher Gesetze" bewusst sein - spätestens seit dem Hauptmann von Köpenick und im Bewusstsein, dass auch die DDR und das Dritte Reich auf ihrer "Gesetzestreue" bestanden hat.
Nein, Paragrafen haben egal zu sein, wenn es ums nackte Überleben geht. Wir Europäer haben dabei zugesehen, als sich Afrika politisch destabilisierte. Und deshalb machen mir auch 700.000 Flüchtlinge von dort keine Angst, sondern viel mehr die allzu willfährige Bereitschaft wegzuschauen, solange man sein Feierabendbier am Gartengrill genießen kann.
Italien und Griechenland brauchen Hilfe - also sollten wir sie ihnen geben. wei wir es können. Und das, was wir dafür ausgeben, direkt an den Zahlungen nach Polen, Ungarn. Tschechien, ... einsparen. Weil wir das auch können. Wer will uns daran hindern, es einfach zu tun?

Genau diese Verweigerung gegenüber feinsinnigen juristischen Formulierungen sind wir dem Leben der Flüchtlinge und unserer europäischen Mitbürger in der Südschiene schuldig. Basta!

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Duggi 14.08.2017, 13:12
188. Politiker-Versagen = Lobbyisten-Sieg :-(

Und das eigentlich Perfide und Menschenverachtende an der gesamten Situation ist: Alle werfen sich den Mantel des ausschließlich humanitären oder christlichen Handelns um.
Aber nicht nur die Schlepper in Nordafrika machen Kasse und befeuern das "Geschäft", auch einflussreiche europäische Wirtschaftskreise profitieren von dieser Entwicklung und verfolgen primär rein egoistische und monetäre Interessen durch Einflussnahme und Medienbegleitung auf Asyl-, Migrations-, Einwanderungs-, Zuzugs- und/ oder Flüchtlingspolitik und deren gezielte begriffliche Vermengung.

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theodtiger 14.08.2017, 13:14
189. Es ist sehr schwierig!

Wenn man die Postings so vieler Wohnzimmerstrategen hier im Forum liest, kommt man aus der Verwunderung über Naivität und Unkenntnis nicht heraus. Man muss wohl anerkennen, dass es sich bei der Migrationskrise um ein hochgradig komplexes Thema handelt, bei dem es keine einfachen Lösungen gibt. Dass jeder versucht, dem anderen Versagen vorzuwerfen, ist bei der allgemeinen Hilflosigkeit verständlich - aber unredlich.
Klar kann man viele Tausend km Küstenlinie nicht vollständig gegen Migration schützen, wenn militärische Mittel richtigerweise ausscheiden. Man kann Schiffe in Seenot auch nicht einfach absaufen lassen - egal wie "leichtfertig" sich die Insassen in eine solche Lage gebracht haben. Man kann allenfalls eine mögliche "Sogwirkung" vermeiden, indem nicht jeder Gerettete davon ausgehen kann, in der EU anzulanden oder gar dauerhaft bleiben zu können. Aber wie?
Was geht also noch, wenn sich die Migranten erst einmal auf EU Territorium befinden oder sich auf den anderen Seite des Mittelmeers drängen?
Stabilisierung der Herkunftsländer? Natürlich! Dauert aber lange. Bekämpfung der menschenverachtenden Schlepper? Sicherlich! Wird auch gemacht - mit mäßigem Erfolg, auch weil sich die betroffenen Länder in dieser Frage zu wenig von der EU durch Experten helfen lassen. Es ist also sehr schwierig.
Solidarität in der EU scheitert aber insbesondere daran, dass sich einige Nettoempfängerländer beim Geld hartnäckig weigern auch nur einen ganz kleinen Teil der Lasten mitzutragen.
Es sind also sehr, sehr dicke Bretter zu bohren. Da sollte man sich mit Schuldzuweisungen schon sehr zurückhalten.

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