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Flüchtlingsretter im Mittelmeer: Das Moraldilemma
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Woche für Woche ertrinken Menschen im Mittelmeer, trotz des Engagements vieler Seenotretter. Wer hat Schuld? Im Streit über Recht, Politik und Moral gehen die Ansichten weit auseinander. Ein Überblick.

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opinio... 07.08.2017, 09:29
40. Die Weltpolizei

Die die USA ja so gerne Spielen - um eigene Interesen zu wahren - hilft nicht. Jede US Bombe ist gut, denn sie wird für einen guten Zweck abgeworfen. Das ist so, weil auch Frau Merkel kuscht!
Den Ertrinkenden kann man nicht nicht helfen, aber den libyschen Sauladen, der Schlepperbanden zulässt, den gilt es zu ersetzen. Der amerikanische Elephant im Porzellanladen fühlt sich dafür immer noch nicht verantwortlich..

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doubletrouble2 07.08.2017, 09:29
41. Lohn der Angst

Ein Migrant, der aus Afrika kommt, tätigt in aller Regel eine Investition mit überschaubarem Risiko. Er zahlt Schleuser, wirft Papiere weg und hat gute Aussichten als sogenannter Schutzsuchender auf ein NGO-Shuttle zu gelangen, das ihn von den Schleppern übernimmt. Dort gibt es dann auch gleich eine Liste von Anwälten und Anspruchsgrundlagen der verschiedenen Zielländer. Ohne diese humanitär auftretenden Schleuser würde das gesamte Geschäft nicht funktionieren. Somit ist die Schuldfrage leicht zu beantworten : Es sind alle, die sich an diesem inhumanen Geschäft beteiligen.

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mangolover 07.08.2017, 09:33
42. Hört, hört...

aufgrund des zunehmenden Drucks beugt man sich der Realität und sprich von der Sogwirkung der Hilfsaktivitäten. Hätte man das vor einer Weile gesagt wäre man in die Rechte Ecke gestellt worden. Es ist so wie es ist: Wenn wir uns scheuen die Wahrheit auszusprechen tun es Andere und kochen daraus Ihr Süppchen. Der Unterschied sollte darin bestehen, seriöse Lösungen anzubieten. Die Verweigerung der Aufnahme von Flüchtlingen in den östlichen Beitrittsgebieten zeigt uns (nicht nur in diesem Fall) was wir uns da eingehandelt haben. Trotzdem sollten Flüchtlinge nicht in Länder mit einer weitgehend fremdenfeindlichen Bevölkerung verteilt werden. Die Folgeprobleme sind doch vorprogrammiert. Lassen wir sie bezahlen.

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keksguru 07.08.2017, 09:33
43. Not und Seenot...

auch wenn das wohl kein Beitrag für eine politische Lösung ist... wer in lybischen Hoheitsgewässer aufgegriffen wird, gehört auf lybischen Grund und Boden zurückgebracht, das ist international eigentlich Usus. Man kann das "wir müssen helfen" ansonsten noch sehr viel weiter dehnen, denn wer heute in Lybien einen Schlepper bezahlt, gehört nicht zu den 1-5% die den Weg dorthin durch die Sahara gestorben sind. Aber wie so oft wird es keine Einigung geben...

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freizeitverkaeufer 07.08.2017, 09:33
44. Gut gemeint ist das Gegenteil von. ..

...gut gemacht. Das ist das eigentliche Dilemma sogenannter Gutmenschen. Sie denken zu wenig und sie reden zuviel. Und wenn sie dann auch noch auf eigene Faust handeln, wird es dramatisch. Für jeden ertrunkenen Migranten im Mittelmeer gehören die Fluchthelfer- NGO' s auf die Anklagebank. Richtig und abschreckend wäre es mit der Seenotrettung erst auf hoher See anzufangen und alle hierbei Geretteten ausnahmslos nach Nordafrika zurückzufahren. Ich kann das Wutheulen der sogenannten Gutmenschen fast fühlen angesichts so herzloser Worte von einem Andersdenkenden.

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TheRealNik 07.08.2017, 09:33
45. Etwas fehlt...

Der Artikel behandelt lediglich die Flucht an sich und die damit verbundene Verpflichtung, Leben zu retten. Ja, aus diesem Dilemma gibt es keinen Ausweg, ausser Einen: Die Fluchtgründe bekämpfen. Darin sind die alle Staaten der Welt, egal ob Fluchtherkunftsländer oder Zielländer, schlecht. Dabei ist es doch so, wer keinen Grund hat zu fliehen, wird sein Leben nicht im Mittelmeer riskieren.

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spon-facebook-1440053692 07.08.2017, 09:34
46. Die Moral einer Völkerwanderung

Völkerwanderungen gehören zur Geschichte der Menschheit. Wenn die Lebensbedingungen in einem Teil der Welt unerträglich werden, flüchten die Menschen dort hin, wo es besser ist. Das ist schlichte Biologie. Wenn in einem Gefäß Überdruck entsteht, dann entweicht dieser, bevorzugt dort hin, wo es Unterdruck gibt. Das ist ist schlichte Physik.
Das alte Europa hat durch Kolonialismus die Grundlagen gelegt für die schlechten Lebensbedingungen und den Bevölkerungsüberdruck. Die fortdauernde Ausbeutung des afrikanischen Kontinents im Postkolonialismus, im Kapitalismus und in der Globalisierung haben alles deutlich verschlimmert.
Da ist es nicht nur unmöglich sondern dazu höchst unmoralisch, sich gegen die durch die sog. Erste Welt verursachte Völker zu stemmen. Es ist völlig irrelevant, ob Staaten versuchen, menschenrechtswidrige Gesetze zu machen oder ob Schleuser an dieser Völkerwanderung verdienen. Wir sind dafür verantwortlich, unser Wohlstand beruht zu großen Teilen darauf. Da ist es unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, alles dafür zu tun, dass möglichst wenige Menschen bei ihrer Wanderung zu Schaden kommen.
Das ist die moralische Lage - um die sich Politik noch nie gekümmert hat.

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stoffi 07.08.2017, 09:34
47.

Zitat von kölner Vater
die Schlepper weniger Menschen auf das Meer bringen würden, wenn dort keine Seenotretter unterwegs wären... Die Sicherheit ihrer "Kunden" ist diesen Menschen doch völlig egal.
Wenn die, die dann Europa erreichen, erst gar nicht anlanden dürfen und sofort zurück geschickt werden, finden sich bald keine Menschen mehr, die rübermachen wollen.
Die Aufnahme der Geretteten, ist Multivation für Millionen, die noch in den Startlöchern stehen.
Wenn die Politik dem kein Ende setzt , wird es in ganz Europa bald Bürgerkriegs ähnliche Zustände geben. Nicht nur die einheimische Bevölkerung wird aufbegehren, auch die Geretteten untereinander werden ihre Konflikte, die wir mit importiert haben, hier austragen.

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Mathesar 07.08.2017, 09:35
48. Philosophen und Soziologen...

...sind die letzten, die man in ihrer Weltfremdheit bei dieser Diskussion braucht. Das merkt man schon an den völlig verblödeten Aussagen in diesem Artikel!

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schmidthomas 07.08.2017, 09:36
49. Dann wählen Sie doch einfach..

Zitat von Atheist_Crusader
Klar ist das aufwändig und teuer - aber wenn wir das nicht tun, wird Europa wie wir es kennen vor die Hunde gehen. Entweder weil wir uns so viele Probleme importieren dass wir selbst zu einem Afrika mit schlechterem Wetter werden - oder weil Jemand vorher die Rechten an die Macht wählt und wir uns zurück ins 19. Jahrhundert bewegen. Beides würde ich gerne vermeiden.
diejenige Partei, die in Deutschland für die Einhaltung der bestehenden Gesetze also für Recht und Ordnung steht. Da gibt es aber nur eine Partei und solange das so ist, wird diese Partei auch gewählt und von Mal zu Mal stärker. Sie haben das schon einmal richtig erkannt. Was bleibt also zu tun? Die Realität weiter ausblenden oder aktiv mithelfen, diesen Zustand zu beenden?
Ein "Weiter so" macht die Sache nur immer schlimmer.

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