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Flüchtlingsrettung im Mittelmeer: Deutschland gibt Hoffnung auf EU-weite Verteilung a
Guglielmo Mangiapane/REUTERS

Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit einer EU-weiten Verteilung schiffbrüchiger Migranten. Stattdessen soll sich eine Gruppe williger Staaten zusammenfinden, sagt Europastaatsminister Roth.

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AirSeal 08.07.2019, 12:45
110.

Zitat von mlarsen
Haben Sie die Bilder der Geretteten gesehen, die massenhaft durch die Medien gingen ? Diese sagen mehr als Ihre Worte... außerdem zählen Nigeria, Somalia und Eritrea sehr wohl zu den afrikanischen Staaten.
Die Bilder haben mir ganz schnell gezeigt das es sich hier um weit über 90% nur um junge Männer handelt ........ Wo sind die Frauen , Kinder und Ältere ? Sind nur Junge Männer von 20 bis 35 Jahre verfolgt , bedroht und vom Krieg betroffen ?

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volker.simoneit 08.07.2019, 12:46
111. Welche Solidarität soll gelten

Zitat von ewaldspaule
Die Osteuropäer und die Österreicher wollen gar keine. Die Skandinavier (allen voran Dänemark) offensichtlich auch nicht. Die Franzosen und die Belgier halten sich wie immer vornehm zurück. Die Briten sind raus. Bleiben noch Deutschland, Niederlande, Spanien und Portugal. Von den Italienern und den Griechen wollen wir mal gar nicht erst sprechen. Gelebte Solidarität in der EU.
Soll sich Italien mit Deutschland solidarisieren und ihren Teil an Migranten aufnehmen oder Deutschland mit Italien und auch alle Migranten von den NGO Schiffen ablehnen?

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oloh 08.07.2019, 12:46
112. Migration

Die Migration ist ein System, dessen man nur systematisch Herr wird!
Auf der einen Seite Migrationsströme bis an die afrikanische Mittelmeerküste, gespeist von Familien, die ihre Söhne (auf den von der SeaWatch und der Alan Kurdi geretteten Schlauchbooten waren ausschließl. junge Männer) auf die gefährliche Reise schicken mit fünfzig prozent Überlebenschance.
Auf der selben Seite raffgierige Schlepper und Schleuser, die den Muchachos das letzte Geld aus den Taschen ziehen und sie entweder in Seelenverkäufern im Mittelmeer aussetzen oder als Sklaven in Libyen feil bieten.
Zuletzt noch perverse libysche Warlords, die in Folterlagern ihre sadistischen Fantasien befriedigen.

Auf der anderen Seite eine planlose EU, die sich auf nichts einigen kann und ihre eigenen Initiativen boykottiert, um populistisch-nationalistische Süppchen zu kochen, wie Gevatter Orbán und Salvini. Konterkariert durch private Rettungsprojekte (NGOs), die als Fangnetz die irrwitzigen Schlauchboottrips überhaupt erst mit einem Rest an Hoffnung bedenken und solcherart die Motivation südlich der Sahara, sich überhaupt auf das Himmelfahrtskommando zu begeben, weiterhin nähren.
Ohne die NGOs würde der Migrationsstrom vielleicht abreißen, da es ohne sie auf dem Schlauchboot keiner schafft. Vielleicht aber auch nicht, weil es im übervölkerten Afrika zw. Äquator und Niger/Sahara genug Überschuss an jungen Männern gibt, die von ihren Familien verheizt werden, um evtl. Geld aus Europa nach Hause zu transferieren.

Mitschuld natürlich die explotativen "Handelsabkommen" zw. EU und afrikanischen Staaten, die die lokale Wirtschaft in den Abgrund reiten. Das nennt man institutionelle Fluchtursachenförderung - danke, EU! Danke, Cäcilia Malmström!

Dem Migrationssystem aus der südl. Hemisphäre kann nur mit einem Grenzschutz- und Aufnahmesystem der nördl. Zielhemisphäre, sprich der EU begegnet werden. Zu einem Aufnahmesystem gehört natürlich auch ein geordnetes Rückführungssystem, da es sich in seltensten Fällen um Asylberechtigte handelt. Eine EU, die zu allem und jedem Beschlüsse fasst und Gipfel abhält, sollte so ein Mindestmaß an Systematik zustande bringen. Sie sollte so verfasst sein, dass obstruktive Mitglieder, die alles verhindern, auch aus der EU entfernt werden können. Denn welchen Sinn hat es, einen Staatenbund zu biilden, wo man gegeneinander arbeitet?

Die Visegrad-Staaten können ja ihre eigene Ostblock-EU gründen. Da kann Babis gerne Geld aus Budapest fordern und Orbán aus Warschau, Kaczynski dann wiederum aus Prag.

Jedenfalls muss die EU endlich strukturell und systematisch gegen die organisierte Migration und das wahnwitzige Massensterben auf dem Mittelmeer vorgehen. Wäre auch ein Job für das Management einer Kommission, das sich nicht gerade durch planloses Herunterwirtschaften einer Armee (als Beispiel) zuvor qualifiziert hat.

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Gorgon 08.07.2019, 12:48
113.

Zitat von CancunMM
was hat das mit Geschwindigkeit zu tun ? Länder wie Polen, Ungarn und Italien sind nicht langsam, sondern wollen eben eine andere Flüchtlingspolitik. Die Idee der EU in der heutigen Form ist tot ! Man sollte die EU beerdigen und eine neue Gemeinschaft gründen mit den Beneluxländern, Skandinavien, Deutschland und Frankreich. Und der rest soll eben sein Ding machen.
Die Wirtschaft wandert immer in die Länder, wo der normale Menschenverstand gute Bedingen bringt. Das sind garantiert nicht die Länder, die Sie eben genannt haben. Es wird eine West-Migranten-EU geben und eine prosperirende OST-EU mit Polen und Ungarn an der Spitze, wenn Ihr Vorschlag Realität werden würde. Ich frage mich immer wider, worauf wir Deutsche gegenüber Polen und Ungarn, uns noch was einbilden?

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theanalyzer 08.07.2019, 12:48
114.

Warum sollten wir uns an Europäische Verträge (hier: Abkommen von Dublin) halten?

Und: Warum sollten wir auf diesen Zulauf von Ärzten, Ingenieuren und Fachkräften verzichten? Können wir doch gut gebrauchen, bei der schrumpfenden Bevölkerung. Einer muß ja unsere Renten erarbeiten.

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lhyxlynx 08.07.2019, 12:49
115. Sie bestätigen meinen Kommentar nur

Zitat von Gorgon
Selbst wenn Polen sich verplichten würde, wären die s.g. Flüchtlinge spätestens 24 Stunden später in Deutschland. In Polen gibt es kein Hartz4, keine lebenslange sonstige kostenlose Rundumversorgung, inkl. Wohnen, Krankenvers. etc. durch den polnischen Steuerzahler, nicht mal für die Polen selber.
Erstens ist es nicht ganz so, wie Sie es darstellen und zweitens bestätigen Sie nur meinen Kommentar, auch wenn es Ihnen nicht bewusst ist. Ich bin selbst Pole - und zutiefst von meinem Heimatland enttäuscht. Ich hätte nicht das geringste Problem damit, wenn die Konsequenz lautete Polen aus der EU zu werfen. Und ich sage Ihnen noch was: So sieht es der polnische Teil meines Bekanntenkreises, der kein kleiner ist, ebenfalls.

Deutschland hat mich aufgenommen, als das Kriegsrecht in PL ausgerufen wurde. Gerade wir Polen sollten wissen, wie es ist, ein Flüchtling zu sein. Deutsche wissen es, wenn auch nicht alle. Die EU mag ihre Konstruktionsfehler haben, die auf Kohl und Mitterand zurück gehen. Aber wenn man sie missbraucht, wenn man den europäischen Grundgedanken der Solidarität (gerade als Polen!) negiert, dann hat man in der Europäischen Union nichts mehr verloren.

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engelchen5711 08.07.2019, 12:49
116. Die europäischen Oststaaten sollen Asylanten aufnehmen?

Wie einfältig. Was würde denn in der Realität passieren? Dort gibt es für Sie nicht die sozialen Geschenke, wie sie Deutschland bietet. Das heißt, sie kommen doch alle hierher. Und wie will die Regierung das verhindern? Sie dorthin wieder abschieben? Da lachen ja die Hühner, das klappt doch nie. Und was passiert in Deutschland? Irgendwann ist die AfD dann bei 40%. Na viel Spaß.

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pittiken 08.07.2019, 12:49
117.

Zitat von CancunMM
was hat das mit Geschwindigkeit zu tun ? Länder wie Polen, Ungarn und Italien sind nicht langsam, sondern wollen eben eine andere Flüchtlingspolitik. Die Idee der EU in der heutigen Form ist tot ! Man sollte die EU beerdigen und eine neue Gemeinschaft gründen mit den Beneluxländern, Skandinavien, Deutschland und Frankreich. Und der rest soll eben sein Ding machen.
Schweden will nicht mehr, Dänemark will auch nicht mehr, beide haben ihre Grenzen geschlossen, dort wird KONTROLLIERT.

Und die EU war noch nicht eine Wertegemeinschaft, sondern nur der Zusammenschluss von Staaten, um der Wirtschaft finanzielle Vorteile zu schaffen, um im Gegenzug der nationale Markt für internationale Konzerne geöffnet worden ist, wofür dann auch Geld fließt.

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robert_schleif 08.07.2019, 12:50
118. "Seenotrettung"? Linkspopulismus!

Zitat von mostly_harmless
Die rechtspopulistische Postille aus der Schweiz produziert mal wieder Kappes. Die schlichte Wahrheit ist: Frau Rackete "beruft" sich nicht auf "höheres Recht" (schon die Formulierung ist ganz schlicht völliger Kappes), Frau Rackete BEACHTET das internationale Seerecht. Nach diesem MÜSSEN Menschen in Seenot gerettet werden. Und bezüglich der Wahl des Hafens handelte Frau Rackete ebenfalls zu 100% gemäß dieses Rechts. https://www.deutschlandfunk.de/seenotrettung-diese-gesetze-gelten.1939.de.html?drn:news_id=1023376 Die Basis dafür, das Brüsseler Abkommen zur einheitlichen Feststellung von Regeln über Hilfeleistung und Bergung in Seenot hat auch Italien unterschrieben. Was zur schlichten Feststellung führt, dass die vor einiger Zeit erlassenen italienischen Gesetze ganz schlicht gegen das internationale Recht verstoßen. Das eine rechtspopulistische Postille allerdings nicht in der Lage ist, Fakten korrekt darzustellen, konnte man vermuten. Und was nun den "hässlichen Deutschen" angeht: Die Schweiz hat eine gewisse Tradition im Umgang mit Flüchtlingen. So wurden in den 30ern und 40ern des letzten Jahrhunderts zehntausende Juden wieder nach Deutschland geschickt. Das Schicksal dieser Juden war in der Schweiz bekannt. Aber der schlanke Fuss war der Schweiz schon damals wichtiger wie Menschlichkeit.
Wenn Sie zufällig Zeuge eines Unfalls werden, sind Sie – moralisch und rechtlich – verpflichtet, zu helfen.
Niemand aber nötigt Sie, proaktiv Unfallschwerpunkte aufzusuchen und dort auf angekündigte Unfallopfer zu warten.

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bschmid66 08.07.2019, 12:51
119. Halbwissen

Zitat von ark95630
Warum sollen eigentlich nur Europäer Flüchtlinge aufnehmen? Die reciehn Staaten am arabischen Golf sind doch prädestiniert dafür, Flüchtlinge mit muslimischem Hintergrund aufzunehmen.
Die fünf größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen
Türkei - 3,7 Millionen
Pakistan - 1,4 Millionen
Uganda - 1,2 Millionen
Sudan - 1,1 Millionen
Deutschland - 1,1 Millionen
Den Halb-Wissenden sei folgender Link empfohlen:
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluechtlingszahlen/

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