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Flüchtlingsrettung im Mittelmeer: Deutschland gibt Hoffnung auf EU-weite Verteilung a
Guglielmo Mangiapane/REUTERS

Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit einer EU-weiten Verteilung schiffbrüchiger Migranten. Stattdessen soll sich eine Gruppe williger Staaten zusammenfinden, sagt Europastaatsminister Roth.

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pelayo1 08.07.2019, 12:51
120.

"Seit Jahren kann sich die EU nicht auf eine verbindliche Quote zur Verteilung von Flüchtlingen auf alle EU-Mitgliedsländer einigen."

Völlig falsche Formulierung. Ein Teil der EU-Länder will weiter unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen (Im wesentlich nur Deutschland), und ein Teil will keine Flüchtlinge. Warum sollte es da eine gemeinsame Lösung geben müssen? Sie gehen einfach davon aus, dass es eine solche Lösung geben muss, sprich: dass die Staaten, die keine Massenzuwanderung wollen, der deutschen Regierung nachgeben müssen. Warum sollten sie?

"Die Menschen in den dortigen Elendslagern haben die Perspektive, in den Camps durch Gewalt oder Hunger zu sterben, auf dem Rückweg in der Wüste zu verdursten oder im Mittelmeer zu ertrinken."

Die Möglichkeit, dass diese Leute in ihren Ländern bleiben und dort an der Verbesserung der Verhältnbisse arbeiten, wird garnicht erst in Betracht gezogen. Warum eigentlich?

Was glauben sie, würden die ostfriesischen Fischer machen, wenn die Bundesregierung die Fischereirechte in der Nordsee verkauft, und deutsche Politiker sich das Geld in die Taschen stecken? Meinen sie, die würden auswandern und irgendwo Asyl beantragen? Wohl kaum, sie würden vielmehr einen Riesenrabatz machen und die Regierung wäre bald weg vom Fenster. Warum sollte das in Afrika nicht möglich sein?

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brux 08.07.2019, 12:52
121.

Zitat von usprof
Deutschland braucht die Einwanderung junger, intelligenter, motivierter Menschen, oder wir enden sehr schnell wie Japan schon heute: totale ökonomische Stagnation und massiver sozialer Niedergang, weil man aus nationalistischen Gründen über Jahrzehnte keine Einwanderer akzeptiert hat. Die deutsche Industrie fordert seit Jahren mehr Zuwanderung. Dass selbst die einfachsten demographischen Fakten am rechten Rand nicht ankommen, ändert nichts an den Fakten selbst. Wer in zwanzig oder dreißig Jahren eine anständige Rente beziehen will, sollte sich heute für Zuwanderung einsetzen--oder eben am Ende die unausweichlichen Konsequenzen zu tragen haben. Eben wie in Japan, wo die Altersarmut bereits heute dramatische Ausmaße angenommen hat. Sobald man einmal begriffen hat, daß Zuwanderung ökonomisch absolut notwendig ist, kann man sich fragen, woher die Zuwanderer denn bitte kommen sollen. Am liebsten aus anderen reichen Staaten? Natürlich nicht. Jeder, der seine Heimat verläßt, tut dies, weil er dort für sich keine Perspektive mehr sieht--und sich stattdessen woanders besser entwickeln möchte und dafür auch hochmotiviert ist. Und wie ist es denn mit all den Umzüglern, die nach wie vor aus den neuen in die alten Bundesländer wechseln? Haben die andere Motive, oder gelten für sie einfach andere Moralvorstellungen? Die heutigen AfD-Hochburgen in Sachsen und Thüringen entvölkern sich längst, und so haben die AfD-Wähler dort am Ende richtig viel Platz. Nur dann eben leider keine Infrastruktur, Kultur, und all die anderen Dinge, die man so gerne hätte. Das soll dann am besten von Steuerzahlern in anderen Teilen Deutschlands aufgebracht werden--von denen viele Millionen über die Jahre aus dem Süden nach Deutschland gekommen sind. So lassen sich die Fremdenfeinde dann am Ende von den "Fremden" durchfüttern. Bravo!
Aua.
Die da kommen, sind sicherlich mutig und stark. Deshalb kommen ja vor allem Männer zwischen 15 und 35.
Aber das sind wohl kaum die Leute, die uns die KI programmieren oder in der Industrie 4.0 die Facharbeiter stellen. Das sind nicht einmal die Leute, die uns im Alter den Hintern wischen werden.
Ich bin ziemlich geschockt, wie dumm die deutsche Politik agiert und das auch noch lautstark. In Frankreich sortiert man das still und weist eben auch massiv aus, vor allem nach Italien, wo die Leute ja nach der Dublin-Verordnung hingehören.
Dass Deutschland Asylverfahren an sich zieht, ist nach der Dublin-Verordnung nur in Einzelfällen zulässig (Artikel 17, zum nachlesen). Natürlich hindert in der EU die Deutschen niemand daran, sich das eigene Grab zu schaufeln. Aber schon aus eigenem Interesse sollten wir tunlichst vermeiden, dass hier soziale Probleme explodieren und am Ende die extreme Rechte ihre Ernte einfährt.

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Mentor 54 08.07.2019, 12:52
122.

Fast alle fordern inzwischen ein bedarfsgesteuertes Einwanderungsrecht (ich auch, und zwar nicht erst seit der Gründung der AfD, die immer glaubt, sie habe das Urheberrecht an diesem Konzept), damit Asylrecht und Genfer Flüchtlingskonvention nicht nehr als Quasi-Einwanderungsrecht missbraucht werden, am besten mit Antragstellung und -prüfung bereits im Herkunftsland, wie das auch schon bei den klassischen "Gastarbeitern" der Fall war.

Die potenzielle Brain-Drain-Problematik in den Herkunftsländern lasse ich jetzt mal außen vor, aber auch mit einer solchen Gesetzgebung wären die aktuellen Probleme nicht gelöst, sofern nicht ausgeschlossen werden kann, dass abgelehnte Wirtschaftsmigranten dann nicht trotzdem wieder ersatzweise auf die alte Asylschiene umswitchen können.

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theanalyzer 08.07.2019, 12:53
123.

Zitat von usprof
Deutschland braucht die Einwanderung junger, intelligenter, motivierter Menschen, . ...
Bitte!!! Gogglen Sie nach der Verteilung des I.Q. in der Welt. Und dann denken Sie nochmal darüber nach, WER Ihre Rente erarbeiten soll...

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panzerknacker 51 08.07.2019, 12:53
124. vorhersehbare Zukunft

Zitat von großwolke
Eine "Koalition der Aufnahmewilligen" hätte einen gewaltigen Haken: sie setzt die offenen Grenzen innerhalb der EU dauerhaft aufs Spiel. Ich rede hier noch gar nicht mal darüber, dass ideologische Hardliner wie die Regierungen in Ungarn oder Polen sich möglicherweise demonstrativ abgrenzen werden von einer EU, deren Migrationspolitik sie nicht teilen. Vielmehr geht es darum, dass es eine automatische Südwärtsverlagerung der Grenzen geben wird. Es ist absehbar, dass Migranten, die erstmal in der EU drin sind, sich auf eigene Faust in ihre Wunschländer aufmachen werden. Das wird dann eine Entwicklung auslösen, die wir schonmal hatten: die überlaufenen Länder werden aufgrund von Überlastung ihre Grenzen schließen, und so bleibt das ganze Problem eher früher als später dann doch wieder an den südlichsten Ländern hängen. Die Idee einer "Koalition der Willigen" klingt nur solange gut, wie man nicht über die vorhersehbare Zukunft nachdenkt.
Solange in Deutschland die höchsten Unterstützungsgelder incl Kindergeld für in den Heimatländern verbliebene Kinder locken, dürfte klar sein, wohin der Migrantenstrom sich bewegt. Aber da kann man ja nur Frau Merkel zitieren: Wir schaffen das. lol

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homernarr 08.07.2019, 12:53
125. Das Problem an der Quelle lösen

und nicht (nur) Leute aus dem Meer fischen. Kritik wird übrigens gerne niedergeschrien, aber die SJW und Schreibtischtäter übersehen, das die schweigende Mehrheit weiter schweigt. (hint: es ist nicht wahrscheinlich das die wirklich Teil der Mehrheit sind, die ist nämlich träge)
Wir haben globale Probleme und mal eben 50 und 50 Leute aus dem Meer zu retten ist leider viel zu wenig.

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so-long 08.07.2019, 12:54
126. Zuwanderung

Zitat von usprof
Deutschland braucht die Einwanderung junger, intelligenter, motivierter Menschen, oder wir enden sehr schnell wie Japan schon heute: totale ökonomische Stagnation und massiver sozialer Niedergang, weil man aus nationalistischen Gründen über Jahrzehnte keine Einwanderer akzeptiert hat. Die deutsche Industrie fordert seit Jahren mehr Zuwanderung. Dass selbst die einfachsten demographischen Fakten am rechten Rand nicht ankommen, ändert nichts an den Fakten selbst. Wer in zwanzig oder dreißig Jahren eine anständige Rente beziehen will, sollte sich heute für Zuwanderung einsetzen--oder eben am Ende die unausweichlichen Konsequenzen zu tragen haben. Eben wie in Japan, wo die Altersarmut bereits heute dramatische Ausmaße angenommen hat. Sobald man einmal begriffen hat, daß Zuwanderung ökonomisch absolut notwendig ist, kann man sich fragen, woher die Zuwanderer denn bitte kommen sollen. Am liebsten aus anderen reichen Staaten? Natürlich nicht. Jeder, der seine Heimat verläßt, tut dies, weil er dort für sich keine Perspektive mehr sieht--und sich stattdessen woanders besser entwickeln möchte und dafür auch hochmotiviert ist. Und wie ist es denn mit all den Umzüglern, die nach wie vor aus den neuen in die alten Bundesländer wechseln? Haben die andere Motive, oder gelten für sie einfach andere Moralvorstellungen? Die heutigen AfD-Hochburgen in Sachsen und Thüringen entvölkern sich längst, und so haben die AfD-Wähler dort am Ende richtig viel Platz. Nur dann eben leider keine Infrastruktur, Kultur, und all die anderen Dinge, die man so gerne hätte. Das soll dann am besten von Steuerzahlern in anderen Teilen Deutschlands aufgebracht werden--von denen viele Millionen über die Jahre aus dem Süden nach Deutschland gekommen sind. So lassen sich die Fremdenfeinde dann am Ende von den "Fremden" durchfüttern. Bravo!
so wie in Ihrem Eingangssatz beschrieben lässt sich per Schlauchboot realisieren? Dann träumen Sie weiter, oder reisen einmal durch die Dritte Welt. Aber nicht als Neckermann, sondern zu Fuß, per Fahrrad, sodass Sie richtig mit der Bevölkerung in Kontakt kommen. Was Sie dann sehen und erfahren, wird Ihnen die Augen öffnen.
P.S.: wer sagt denn, dass wir wirklich Zuwanderung brauchen? Je weniger Menschen, desto weniger Konsum, desto besser für die Umwelt? Würde vermutlich gewisse Einschnitte in unsere Wohlstandsgewohnheiten bedingen. Dann wären wir an Pudel‘s Kern.

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hoppla_h 08.07.2019, 12:54
127. Schiffbrüchige retten ...

Ganz klar: Schiffbrüchige retten, ans nächste Ufer bringen!
Die Schlepper-Geschichte im Mittelmeer ist etwas schwierig zu interpretiern:
Stürzen sich da Menschen gezielt in "Seenot!"? - "Warum?"
.. In vielen Fällen ist das illegale Migration.
Nach Genfer Flüchtlings-Konvention finden Flüchtlinge im nächten sicheren Nachbarland Schutz. Für speziell politisch Verfolgte gilt der Asyl-Schutz. Ein pauschales Recht auf Migration: "Wohin es mir gefällt!" gibt es nicht.

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euro-paradies 08.07.2019, 12:54
128. Unsere Teddybär-Werfer können sich wieder eindecken!

Wenn man unsere Politikern der Bundestagsparteien (außer FDP und AfD) so hört, sollen nun alle in Seenot geratenen Mittelmeer-Bootsfahrer vor Afrikas Küste in Europa aufgenommen werden. Da Deutschland wieder Meinungsführer ist, kann man in Deutschland mit einem Ansturm von Millionen jetzt meist Afrikanern rechnen. Da die Wohnungsnot in unserem soooo reichen Land ja kein Thema ist, können wir uns von den Unterbringungs- und Finanzierungsplänen unserer Politiker überraschen lassen.

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Korken 08.07.2019, 12:54
129. Definitionen

Schon damals, als Dublin beschlossen wurde war mir klar, nie im Leben wird das klappen. Es war für die Nordländer eine willkommene Lastabnahme und bei den Südländern war so etwas wie es zur Zeit stattfindet nie in Betracht gezogen worden.

Wieso wird eigentlich von Schiffbrüchigen geschrieben? Darunter stelle ich mir doch wirklich etwas anderes vor als sich mit Absicht auf einem hochseeuntauglichen Boot etwas vor die Küste zu begeben und dann ein Notsignal zu missbrauchen.

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