Forum: Politik
Flüchtlingsrettung im Mittelmeer: Deutschland gibt Hoffnung auf EU-weite Verteilung a
Guglielmo Mangiapane/REUTERS

Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit einer EU-weiten Verteilung schiffbrüchiger Migranten. Stattdessen soll sich eine Gruppe williger Staaten zusammenfinden, sagt Europastaatsminister Roth.

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Andreasjilg 08.07.2019, 12:54
130. Das wäre doch eine Massnahme!

Zitat von joomee
Warum gibt es hier keine Volksabstimmung bei dem wichtigen Thema? Man könnte die Bürger fragen, welche Art von Einwanderungspolitik sie möchten, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen und welche nicht - und wieweit die Bürger bereit sind, für humanitäre Unternehmungen zu bezahlen und wie viel. Ich bin kein Freund von selchen Referenda. Aber gerade aus der progressiven Ecke kommt doch oft der Ruf nach solchen Abstimmungen und mehr Demokratie. Warum nicht bei diesem Thema? Angst vor dem Ergebnis?
Dann würden die Lautsprecher aus Kirchen, Linksparteien und Zeitungs/Onlineredaktionen endlich merken, dass die Mehrheit der Bevölkerung einfach keine weitere Migration, die sich als Asylbewerbung tarnt, will.

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jjcamera 08.07.2019, 12:55
131.

Zitat von ukleuni
...auf eine EU-weite Einigkeit in der Frage der Flüchtlingsverteilung ist schon lange verschwunden. Hier zeigt sich mal wieder die eklatante Handlungsunfähigkeit der EU, Forderungen innerhalb der Mitgliedsländer durchzusetzen. Politik, die in ihren Parteinamen die Worte wie "christlich" oder "sozial" trägt , zeigt hier ihr wahres Gesicht. Das zeigt sich auch darin, daß es Wochen dauert, bis sich Länder bereit erklären, ca. 50 Menschen auf zu nehmen. Nationaler Egoismus steht immer noch bei vielen Mitgliedsstaaten an erster Stelle. Einfach nur noch traurig !
Deutschland ist auch das einzige EU-Land, dass Strafen aufgebrummt bekommt, wenn es sich nicht an die Regeln hält, und diese dann auch noch bezahlt. Der EuGH hat uns besonders auf dem Kicker.
Übrigens "christlich" steht bei mir für Jahrzehnte langen Missbrauch an Schutzbefohlenen, der unter den Teppich gekehrt wird. Das gefühlt christlichste Land der EU neben Polen, nämlich Italien, hat mit Flüchtlingen nicht viel am Hut: 69 Prozent der Italiener unterstützen Salvinis Kurs. Und Polen nimmt keine Flüchtlinge auf, selbst wenn sie einen Doktortitel haben.

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AirSeal 08.07.2019, 12:55
132.

Zitat von godfader
Man muss Schutzsuchenden aus Afrika die Einreise in die EU per Flugzeug gestatten. So würde zudem das gesamte Schleppergeschäft ausgetrocknet. Es könnten täglich bis zu 150 Flugzeuge aus Nordafrika in Europa landen. Das entspricht etwa 15,000 Personen pro Tag. Direkt am EU Flughafen könnten Schutzsuchende betreut werden, registriert und erster medizinischer Versorgung unterzogen werden. Das wäre insbesondere für Schwangere und Kleinkinder wichtig.
Wie viel Kleinkinder und Schwangere haben sie denn bis dato schon auf den Flüchtlingsbooten ausgemacht ... mehr als 20 ?

Aber in einem gebe ich ihnen recht , man könnte sie gleich per Flugzeug holen, das geht schneller und nur wäre ich dafür das man gleich nach Frankfurt bringt ! In Deutschland gibt es mehr als genug Menschen , Bürger wie Promis , die sich gerne um diese Menschen kümmern , sie menschenwürdig unterbringen und vor allem ihnen eine Perspektive geben ..... Das sieht man ja im Fall Sea Watch wie man sich hier gleich menschlich , moralisch und solidarisch gezeigt und dem Aufruf von Böhmernan folgten auch gleich Spenden über eine Million € für die Flüchtlinge oder wie viele Menschen sich über Demos für diese Geretteten einsetzen . Aber auch unsere Medien berichten nur noch wie es diesen nun Flüchtlingen ergeht und füllen Titelseiten ........ Bei soviel Mitgefühl für diese Menschen darf man die Hilfsbereitschaft gar nicht ausschlagen ...... nach meiner Meinung.

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oloh 08.07.2019, 12:56
133. Zynismus

Zitat von khwherrsching
dass sich Europa in dieser Frage rasch einigt. Eine generelle Aufnahme wird allerdings den Strom sog. Wirtschaftsmigranten, um die es fast ausschließlich geht, befeuern. Insoweit muss ich auch H.Schirmer widersprechen, weil es gerade nicht um Flüchtlingsverteilung geht. Migranten sind keine Flüchtlinge. Und eine kürzlich veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass es überwiegend die afrikanische Mittelschicht ist, die sich nach Europa auf den Weg macht und die finanziellen Mittel für Schlepper etc. hat. Diese Leute fehlen aber beim Aufbau des eigenen Landes!
Hier von "Aufbau" und "eigenem Land" zu reden, ist äußerst zynisch.
Waren Sie schon mal in der Sahelzone, im Sudan oder in Somalia? Es gibt dort nix zum "Aufbauen". Staatengrenzen sind irrelevant. Es herrscht totale Perspektivlosigkeit. Wer leben will, muss raus.

Das ist dann zumindest der Versuch des Aufbaus der eigenen Existenz.

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sonnemond 08.07.2019, 12:56
134. Die Welcome-Kultur hat dazu geführt,

. . . . dass sich diese Menschen überhaupt erst auf den Weg gemacht haben. Viele haben bereits den Weg nach Libyen nicht überlebt. Etwa 800.000 Menschen sind in aktuell in der libyschen Hölle gefangen. Die EU und vorwiegend Deutschland haben unsägliches Elend und Leid generiert.

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r_saeckler 08.07.2019, 12:56
135. Wenn Sie die europäische Fahne so hochhalten bin ich gerne dabei!

Zitat von bschmid66
Und das sollte sich auch in den Geldzuteilungen durch die EU niederschlagen. Wer seine humanitären Pflichten vernachlässigt sollte empfindliche Einbußen der EU-Gelder in Kauf nehmen müssen!
Bevor über "Quoten" und "Geldzuteilungen" und derartig dummes Gewäsch auf offener Bühne gezankt wird - machen wir doch alle mal gemeinsam Schritt EINS: Lasst uns europaweit und zwingend Art und Umfang der an Flüchtlinge, "Flüchtlinge" und sonstige Migranten geleisteten Unterstützung pro Nase und Kalendermonat einheitlich festschreiben - auf einem Niveau das alle EU-Mitglieder auch wirklich tragen können.
Wenn alle, die herkommen überall das Gleiche zu erwarten haben dann - und erst dann! - ist eine Steuerung über Quoten odeer sostwie überhaupt durchführbar. Alles andere ist nur Gezänk um ungelegte Eier und spaltet die EU ohne irgendwas zu bewirken. Nicht wahr, Frau A.M.?!

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markus_wienken 08.07.2019, 12:56
136.

Zitat von joomee
Warum gibt es hier keine Volksabstimmung bei dem wichtigen Thema? Man könnte die Bürger fragen, welche Art von Einwanderungspolitik sie möchten, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen und welche nicht - und wieweit die Bürger bereit sind, für humanitäre Unternehmungen zu bezahlen und wie viel. Ich bin kein Freund von selchen Referenda. Aber gerade aus der progressiven Ecke kommt doch oft der Ruf nach solchen Abstimmungen und mehr Demokratie. Warum nicht bei diesem Thema? Angst vor dem Ergebnis?
Eine wie auch immer geartete Einwanderungspolitik würde an der Thematik rein gar nichts ändern.
Diejenigen die nicht legal nach Deutschland/Europa kommen könnten würden es weiterhin auf den jetzt genutzten Wegen weiterhin versuchen.

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volker.simoneit 08.07.2019, 12:57
137. Die EU ist keine Wertegemeinschaft

Zitat von AttaTroll
"Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit einer EU-weiten Verteilung schiffbrüchiger Migranten. Stattdessen soll sich eine Gruppe williger Staaten zusammenfinden." Warum nicht? Und diese hätte dann Anspruch auf besondere finanzielle Zuwendungen aus Brüssel. Unsere IBuK wird dafür ja wohl sicherlich sorgen können, oder? Im Ernst: Es ist beschämend und traurig, dass die angebliche "Wertegemeinschaft" EU in Wahrheit eine Verwertegemeinschaft ist. So wie zu Zeiten der ehemaligen EWG. Allerdings waren damals aber noch nicht so viele Habenichtse und Quertreiber aboard...
Selbst Deutschland ist keine Wertegemeinschaft mehr, sondern nur noch bunt. Es wäre Aufgabe der Politik gewesen, diese Spaltung zu verhindern, aber sie hat versagt.

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Dmk 08.07.2019, 12:57
138. willige staaten

nennt es doch beim namen außer deutschland will einfach keiner mitmachen. der rest von europa ist so vom deutschen besserwissern genervt so das wir das erstemal seit dem 2 weltkrieg wieder alleine stehen. jeder der darvor warnte wird von den medien als nazi beschriehen. Die Wahrheit darf nicht mehr gesagt werden retten ist pflicht aber erst wenn die geretteten Flüchlinge immer nach Afrika zurückgebracht werden werden immer weniger die überfahrt versuchen. Wir können es aber auch einfacher machen sendet Flugzeuge nach Afrika und holt sie alle ab. Bin gespannt wie lange das funktioniert. Denn wie wir von den Ngos zb Seebrücke hören gibt es keine Grenzen mehr jeder hat das recht da zu wohnen wo er will.

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river runner 08.07.2019, 12:58
139. Lösungen in Afrika suchen

Europastaatsminister Roth kann keine Namen zur Gruppe der williger Staaten nennen. Es ist daher anzunehmen, dass er Deutschland allein meint. Alle oder fast alle anderen Europäer wollen nicht noch mehr Flüchtlinge. Auch innerhalb von Deutschland ist inzwischen eine Mehrheit dagegen. Laut der Studie unten stimmen 56 Prozent der Aussage zu, dass Deutschland sich übernommen habe und vorerst keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen sollte.
Es besteht keine Veranlassung, dass Deutschland jetzt einen Alleingang macht. Für die Flüchtlinge in Libyen sollten sichere Orte in Afrika gefunden werden.
Siehe:
19.03.2019
So denken die Deutschen über Migration
Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung bewertet eine Mehrheit der Deutschen Einwanderung als Chance. Mehr Flüchtlinge soll das Land aber trotzdem nicht aufnehmen.
Laut der Studie stimmen 56 Prozent der Aussage zu, dass Deutschland sich übernommen habe und vorerst keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen sollte
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/studie-der-friedrich-ebert-stiftung-so-denken-die-deutschen-ueber-migration-a-1258485.html

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