Forum: Politik
Flüchtlingssterben im Mittelmeer: Menschen schützen - nicht nur Grenzen
DPA

Das Massensterben von Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen ist keine Folge des Wegsehens der EU-Politik - ganz im Gegenteil: Mit ihrer Abschottung tötet die Europäische Union vorsätzlich.

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Flegel 20.04.2015, 16:53
190. humanitäre Katastrophen vor der eigenen Küste

Zitat von kastenmeier
Man greift sie ja nicht auf, wir lassen sie elendig ertrinken. ... Angesichts der heutigen Größe der EU war die Chance nie so groß, solchen humanitären Katastrophen vor der eigenen Küste zu verhindern...
Mit meinem Beitrag "#78 Heute, 15:40 von Flegel - Schuld an dem Drama sind nicht skrupellose Schleuserbanden" habe ich versucht, auf eine der wesentlichen Ursachen für diese "humanitären Katastrophen" hinzuweisen. Unsere eigenen Politiker programmieren sie doch geradezu.
http://www.spiegel.de/forum/politik/fluechtlingssterben-im-mittelmeer-menschen-schuetzen-nicht-nur-grenzen-thread-276186-8.html#postbit_27796371

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westpfälzer 20.04.2015, 16:54
191. Nein,

Zitat von MisterZ
... Genau so sieht es aus!
so sieht es nicht aus!! Wo sind denn die zig-Milliarden geblieben, welche seit Jahrzehnten nach Afrika geflossen sind und NOCH fließen? Was ist denn aus den durch Patenschaften Gebildeten geworden? Nutzen sie nunmehr ihr mit Spenden finanziertes Wissen, um ihre Landsleute auszubeuten?
Übrigens, nicht nur Afrika hatte unter der Kolonisation zu leiden, allerdings treten die in Rede stehenden Probleme nur in Afrika auf! Warum????

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rennflosse 20.04.2015, 16:55
192. Haben wir

Zitat von mellus
Zitat: " Ich selbst würde am liebsten jeden Asylsuchenden aufnehmen, weiß aber ehrlich nicht, wie das gehen soll? Allerdings erwarte ich von den Entscheidungsträgern, dass Sie eine Lösung suchen und finden, die in den Bevölkerungen der einzelnen Staaten auch akzeptiert werden kann? Wie eine solche Lösung aussehen kann? Ich weiß es leider nicht!" Zitatende. Ihre hilflose Frage spiegelt sich in fast allen Kommentaren hier wieder. Die Diskussion setzt einfach zu spät ein. Eine allbefriedigende Lösung sehe ich nicht. Wir werden in Westeuropa sehr viel an Wohlstand, politischer Stabilität und bürgerlicher Ruhe aufgeben müssen. So oder so. Die nächsten Generationen werden sich warm anziehen müssen.
Haben wir, hat der gemeine "kleine" Bürger davon nicht schon vieles aufgegeben? Manche sogar alles verloren?

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hesse 20.04.2015, 16:55
193. Das, was in Vorderasien und Afrika geschieht, ist....

...letzten Endes der hemmungslosen menschlichen Vermehrung geschuldet. Greifende Maßnahmen müssten ganz anderen Kalibers sein. Diese auszusprechen würde das heutige Verständnis vieler Menschen überfordern.

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maikalex 20.04.2015, 16:55
194. Erfolgsmodell

Die Schiffsuntergänge im Mittelmeer sind zahlenmäßig auf den ersten Blick weit dramatischer als z.B. der Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine in den Alpen. Trotzdem, wenn man sich die RELATIVEN Zahlen ansieht, sind die "Überführungsfahrten" von Nordafrika nach Europa aus Sicht der Flüchtlinge ein Erfolgsmodell.

Nach Schätzungen der EU sind im letzten Jahr etwa 150.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer in riskanten Fahrten nach Südeuropa gelangt. Dabei gab es etwa 3000 Todesfälle. Nüchtern betrachtet ist das eine Erfolgsquote von 98%. Bei 98% klappt die Überfahrt. Bei so hohen Erfolgsaussichten kann man jeden angesichts der Situation in den Heimatländern verstehen, der das Risiko eingeht.

Jetzt zu unterstellen, dass die EU-Politik schuld an der Misere ist, das ist doch etwas verwegen. Die Flüchtlinge gehen ein Risiko ein (2% Fehlschlagswahrscheinlichkeit), dagegen winken beste Aussichten bei Gelingen.

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Anna_KS 20.04.2015, 16:56
195. Ach, Herr Popp...

Ach, Herr Popp... Da ist er wieder, unser Mr. Utopia. Nur zwei Fragen an Sie. 1. Was lässt Sie zu dem Schluss kommen, dass die Mehrzahl (oder zumindest ein beträchtlicher Teil) der Flüchtlinge friedliebende, rechtschaffende und gesetzestreue Menschen sind? Dieser Punkt geht bei ALLEN Debatten komplett unter! Haben Sie gestern zufällig SpiegelTV gesehen? Im Zusammenhang mit unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen sind bei mir Aussagen der Behörden wie "Flut an Straftaten" und "absolut nicht integrationsfähig" hängengeblieben. Wachen Sie mal auf, Sie Träumer! Und daraus ableitend die 2. Frage. Was denken Sie, ab wo die Grenze des für den sozielen Frieden in Deutschland erträgliche Maß an Flüchtlingen aus komplett anderen Kulturen, mit komplett anderem Rechtsempfinden und Respekt ggü. Staatsorganen und anderen Religionen und zum Teil auch komplett abweichender Einstellung zum Wert des Lebens anderer, erreicht ist? Zwei Millionen? Drei Millionen? 10 Millionen? Halb Afrika? Derart naive Sichtweisen wie die Ihre sind nichts anderes als eine Gefahr für den sozialen Frieden in Deutschland und Europa! Macht es wie Australien, macht die Grenzen dicht, komplett. Und zwar bis man sich über einen europäischen Weg einig ist, wie man mit einem derartigen Zustrom an Menschen umgeht, ohne die eigene Bevölkerung zu gefährden und geltendes Recht zu mißachten. Das und nichts anderes sollte auf der Agenda ganz oben stehen.

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vulcain 20.04.2015, 16:56
196.

Schauen wir doch mal auf die Vorschläge dieses Kommentators:

"Die EU sollte ein Botschaftsasyl einführen, wie es in der Schweiz praktiziert wird. Flüchtlinge könnten so künftig in den Auslandsvertretungen der EU-Mitgliedstaaten ein Schutzgesuch stellen."

Also erstens kann die EU (glücklicherweise) keine Asylregelungen für die administrativen Abwicklungen der einzelnen Mitgliedsstaaten einführen. Das wäre ein Eingriff in die staatliche Souveränität. Und zweitens würden die auf diesem Wege Abgelehnten dennoch versuchen, auf anderen Wegen zu kommen.

"Die EU muss sich endlich ernsthaft an dem UNHCR-Resettlement-Programm beteiligen. Die Vereinten Nationen vermitteln seit Jahren Flüchtlinge aus akuten Krisengebieten für eine begrenzte Zeit ohne bürokratisches Asylverfahren in sichere Staaten. Das UN-Flüchtlingswerk UNCHR sucht gegenwärtig für mehrere Hunderttausend Flüchtlinge Resettlement-Plätze. Nordamerika nahm 2013 mehr als 9.000 auf, Deutschland 300."

Ach ja? Nun, da Deutschland räumlich etwa 60 x kleiner als Nordamerika ist, hat Deutschland mehr aufgenommen. Und eine Gegenfage: wie viele Asylbewerber nahm Nordamerika im Vergleich zu Deutschland (in 2014 etwa 270.000 sogenannte Flüchtlinge) auf? Da müsste dann ja ungefähr eine zweistellige Millionensumme zusammenkommen. Was für ein lächerlicher Vergleich. Was für ein lächerlicher Vorschlag.

4. "Die Visumspflicht für Bürger aus Krisenstaaten wie Syrien oder Eritrea sollte vorübergehend aufgehoben werden. Asylsuchende könnten dann an den europäischen Grenzkontrollposten um Einlass bitten, ohne von Polizisten pauschal abgewiesen zu werden."

Wie viele Menschen sollen den hier genau aufgenommen werden? Ab wann würde auch der Autor sagen, dass das Boot voll ist?

"Das Dublin-Regime, das Flüchtlingen verbietet, nach der Ankunft in Europa in ein anderes Land weiterzureisen, gehört aufgehoben."

Welches Land innerhalb der EU hält sich denn daran? Die bisher Gestrandeten sind samt und sonders in wenigen EU-Ländern mit hohen Standards untergekommen. Schön wäre es, wenn man sich an die Dublin-Regeln halten würde. Ein Teil des Stromes der Arbeitsuchenden (denn das ist de Facto die Mehrheit) würde sicher versiegen, wenn sie in Rumänien oder Bulgarien landen würden.

"Stattdessen würden Asylbewerber nach einem Quotensystem verteilt. Die Freizügigkeit, die für EU-Bürger längst gilt, würde auf anerkannte Flüchtlinge ausgeweitet."

Und jede Kontrollmöglichkeit ausgesetzt, was der jetzt schon horrenden Kriminalität aus deiser Gruppe dann ordentlich voranhelfen würde.

"Für Menschen, die vor Armut und nicht vorrangig vor politischer Verfolgung fliehen, sollten Möglichkeiten der Arbeitsmigration geschaffen werden - etwa mit einer Greencard für Einwanderer aus ärmeren Ländern."

Da sollte sich der Autor mal die einschlägigen internationalen Regeln anschauen. Arbeitsuchende sind Keine Flüchtlinge.

Zusammenfassend: ich habe selten eine Ansammlung von unbrauchbareren Vorschlägen gelesen.

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orage 20.04.2015, 16:56
197. Jeder hat Einfluss

Zitat von klaus591
zumindest am Wahltag!
Achso, angenommen er bewirkt etwas, was passiert denn in der Zwischenzeit?

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rennflosse 20.04.2015, 16:57
198. Wahlen

Zitat von klaus591
zumindest am Wahltag!
Na dann bin ich mal gespannt, wen man am Wahltag zur "Macht" verhelfen muss, um diese Zustände für ganz Europa zu ändern. Ist schon wieder Märchenstunde?

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freigeist56 20.04.2015, 16:57
199. Ja schon,

Zitat von mameluk
.".Hier wird vorsätzlich getötet." Ist das nicht Mord?
aber bei Staaten nennt man es Politik..

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