Forum: Politik
Fördert die Wulff-Affäre eher eine Medien- oder Politikverdrossenheit?

Die Folgen der Affäre um den Bundespräsidenten sind vielfältig: Christian Wulff gilt als beschädigt, sein Amt sowieso, und auch die Politik hat nicht immer eine gute Figur gemacht. Nun sind auch die Medien in der Kritik. Fördert die Affäre eher eine Medien- oder Politikverdrossenheit?

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magneta 15.01.2012, 13:58
110.

Zitat von Berg
Ich verstehe überhaupt nicht, warum Sie hier herumdeuten, was den Leuten passt oder nicht. Das ist doch völlig unerheblich. Immer und immer wieder habe ich hier erklärt, dass mir die politischen Karrieren von Wulff oder z.Guttenberg und anderen völlig egal sind. Ich diskutiere hier Aspekte, Umstände, Argumente - Zug um Zug, beide Seiten der Medaille. Heute frage ich nach dem Pro - morgen nach dem Kontra. Und ob Ihnen etwas passt, ist mir ebenfalls egal. - Es ist überflüssig, dass Sie rätseln, was mir passt oder nicht. Das stimmt eher verdrossen als die ganze Affäre und ihr Medienecho.
Tut mir leid, aber ich verstehe nicht, warum Sie so pampig sind.Wer hier Kommentare einstellt, muss sich eben gefallen lassen, das sie interpretiert ggf. auch missinterpretiert werden. Das kann man richtig stellen - auch ohne, um sich zu schlagen. Eine einfache Antwort hätte doch genügt.
Schönen Tag noch.

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magneta 15.01.2012, 14:02
111.

Zitat von derwodaso
da haben sie sicherlich recht-aber wenn ich mir eine person wie heide simonis anhöre,diesich in einer sendung auf eine "ja oder nein-frage",ob wulff denn abtreten müsse,ein urteil "ob des respekts vor dem amt " nicht abgewinnen will und kann-mit dem verweis,sie hätte von kind an zuviel respekt vor dem amt- da darf man ob dieses ausmasses an mmn fehlgeleiteter staatstreue dann schon mit dem kopf schütteln.
Ich habe die Sendung nicht gesehen. Zu Heide Simonis fällt mir momentan auch nur ein ,dass sie selbst mehrfach zur Wahl in ihrem Bundesland stand und kläglich scheiterte. Aber das nur nebenbei.
Man hätte Frau Simonis vielleicht mal den Unterschied zwischen dem Respekt vor einem Amt und dem Respekt vor dem Menschen, der dieses Amt bekleidet, erklären sollen. Ich finde es ehrlich gesagt, auch lächerlich, sich in so eine Sendung zu setzen und dann keine Meinung abgeben zu wollen.

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magneta 15.01.2012, 14:06
112.

Zitat von Pens
Liegt im Auge des Betrachters- und offensichtlich daran, ob man selbst gegen Regeln verstößt oder ob man den Regelverstoß jemand anderen ankleben kann. Im letzteren Fall scheint mir die deutsche Öffentlichkeit und vor allem die Presse da bis zu gigantischer Heuchelei zu neigen.
Es gibt viele, die freuen sich über jeden Fehltritt einer öffentlichen Person, egal ob Politiker oder Schauspieler, ob Kirchenmann/-frau oder Sportler. Das ist wohl wahr. Die Häme, die aus manchen Reden spricht, finde ich auch grässlich. Ich bin eher für eine sachliche Aufklärung der ganzen Vorwürfe. Herr Wulff könnte sicher viel dazu beitragen.

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kwilleke 15.01.2012, 14:08
113. lesen bildet-hin und wieder

[QUOTE=raskolnikoff;9454320]Also, was denn nun: Ist es "gutachtlich" klar, dass er gegen Gesetze verstoßen hat, oder ist er als "Jurist in juristischen Grenzen geblieben" (können das nur Juristen???)?

Übrigens, Sie "Ober-Gutacht(er)": ich wüsste nicht, dass irgendein Gutachter in diesem Fall bereits tätig war. Auch kein Staatsanwalt oder Richter. Insoweit hat sich Ihre erste Behauptung schon erledigt. Und all die selbsernannten Kläger und Richter, insbesondere auf der Medienseite: dann erhebe doch bitte endlich jemand Anklage.

Falls Sie nicht wissen, dass ein Gutachter tätig geworden ist, sollten Sie vielleicht die Nachrichten verfolgen. Und so, wie Wulff sich windet und probiert seine Sätze zu formulieren usw. : das können vor allem Juristen - nicht nur Juristen, aber hier fällt es doch sehr auf (allein wie er mit der Anwesenheit des Ehemannes der Kredietgeberin umgegangen ist....einem Nicht-Juristen wäre der rechtliche Unterschied wahrscheinlich nicht einmal klar gewesen).
Auch immer wieder das Einräumen der mittlerweile bekannten Fakten : das hat schon etwas, was mehrheitlich durch Juristen so gemacht wird(der geölte Raubkopierer ist auch Jurist, wenn auch kein DR mehr).

Aber Sie haben sicherlich einen Punkt, wenn Sie nach Besserem fragen und die Antwort gleich mitliefern. Daher sollte er vielleicht tasächlich sitzen bleiben - sonst müsste der Staat ihm und seinem Nachfolger ca 22.000Euro im Monat zahlen...
Traurige Aussichten

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matthias schwalbe 15.01.2012, 14:13
114. Nur fragen nach pro und kontra?

Zitat von Berg
Ich verstehe überhaupt nicht, warum Sie hier herumdeuten, was den Leuten passt oder nicht. Das ist doch völlig unerheblich. Immer und immer wieder habe ich hier erklärt, dass mir die politischen Karrieren von Wulff oder z.Guttenberg und anderen völlig egal sind.
Ich denke mal treuer Berg, dass diese Binsenweisheit auch der überwiegenden Bevölkerung herzlich egal sein wird und nur den Karrieristen selber eben nicht.

Zitat von Berg
Ich diskutiere hier Aspekte, Umstände, Argumente - Zug um Zug, beide Seiten der Medaille. Heute frage ich nach dem Pro - morgen nach dem Kontra. Und ob Ihnen etwas passt, ist mir ebenfalls egal. - Es ist überflüssig, dass Sie rätseln, was mir passt oder nicht. Das stimmt eher verdrossen als die ganze Affäre und ihr Medienecho.
Kommisch nur Freund Berg, wenn es Ihnen nur um die Umstände etc. pp., wie oben geht, dass Sie sich das Recht herausnehmen- hier öffentlich auf SPON-eine Forderung nach BOYKOTT der Medien in Betracht ziehen.
Ist dies nicht- mit Verlaub- schon etwas mehr als kleinkariert und sind Sie nicht ein Teil der "Munitionsverschießer"?

Zitat von Berg
Das kann ich gut nachfühlen. Vielmehr

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Pens 15.01.2012, 14:18
115.

Zitat von derwodaso
die schiere tatsache,dass andere euopäische länder eine monarchie ihr eigen nennen,sagt noch lange nichts über die akzeptanz derselben in der bevölkerung aus-so sprechen sich etwa 50% der briten für eine streichung der gelder für das königshaus und gleich auch für eine abschaffung selbiger aus.- ihr argument"die sind aber auch untertänig" greift also nicht wirklich.
Ach ja: Engländer, Niederländer, Belgier haben Monarchien- und akzeptieren sie nicht?- aber für Deutschland kennzeichnend ist der "sublime" Wunsch nach Obrigkeit, der in der derzeitigen Debatte reflektiert wird. Das ist schon ein recht kreativer Umgang mit Realität, um den ich Sie fast beneide.

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derwodaso 15.01.2012, 14:23
116.

Zitat von magneta
Ich habe die Sendung nicht gesehen. Zu Heide Simonis fällt mir momentan auch nur ein ,dass sie selbst mehrfach zur Wahl in ihrem Bundesland stand und kläglich scheiterte. Aber das nur nebenbei. Man hätte Frau Simonis vielleicht mal den Unterschied zwischen dem Respekt vor einem Amt und dem Respekt vor dem Menschen, der dieses Amt bekleidet, erklären sollen. Ich finde es ehrlich gesagt, auch lächerlich, sich in so eine Sendung zu setzen und dann keine Meinung abgeben zu wollen.
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auch wenn ich Lanz nicht viel abgewinnen kann,so war dies m.E. mit die beste sendung im wulffschen dilemma.

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derwodaso 15.01.2012, 14:33
117. -

Zitat von Pens
Ach ja: Engländer, Niederländer, Belgier Monarchien- und akzeptieren sie nicht?- aber für Deutschland kennzeichnend ist der "sublime" Wunsch nach Obrigkeit, der in der derzeitigen Debatte reflektiert wird. Das ist schon ein recht kreativer Umgang mit Realität, um den ich Sie fast beneide.
ohne hier zu tief in die deutsche seele einsteigen zu wollen..
die sehnsucht nach etwas nichtvorhandenem kann den charakter tiefer prägen als die wirkung des vorhandenen..
in dem sinne..

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cosmos 15.01.2012, 15:17
118. Pressefreiheit

Zitat von Pens
Wenn Pressefreihet bedeutet, dass eine Clique selbsverliebter Schreiber nach Belieben Menschen hoch- und runterschreiben darf, ohne für die Schäden verantwortlich sein zu wollen, haben die Macher des Grundgesetzes schlechte Arbeit gemacht.
Sie haben vollkommen Recht.
Das Grundgesetz muss geändert werden.

Pressefreiheit darf nicht übertrieben werden. Dann kann sie auch schaden.

Wulff weiss das und muss danach handeln. Deshalb war er genötigt, 3 Mal bei Springer anzurufen, was bestimmt keinen Spass macht.
Was nutzt es wenn er alle Informationen offen legt ? Er möchte ja sowieso nicht zurücktreten.

Also tut er dem Volk einen grossen Gefallen und sagt nur das Nötigste.
Schliesslich wollen wir einen BP mit einem guten Ruf.

Deshalb hat er sich auch nicht der gesamten Presse gestellt und nur mit 2 Journalisten gesprochen. Das muss auch reichen.

Der Bürger ist nicht in der Lage oder zu dumm, Presseinformationen zu filtern und sich eine eigene Meinung zu bilden.

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freed&democ 15.01.2012, 15:43
119.

Zitat von sysop
Die Folgen der Affäre um den Bundespräsidenten sind vielfältig: Christian Wulff gilt als beschädigt, sein Amt sowieso, und auch die Politik hat nicht immer eine gute Figur gemacht. Nun sind auch die Medien in der Kritik. Fördert die Affäre eher eine Medien- oder Politikverdrossenheit?
Dass der Bote geschlagen wird, gehört nun einmal seit altersher zu seinem Job. So dumm das einerseits ist, so menschlich verständlich ist es andererseits.

Es handelt sich um eine Affekthandlung.

Und natürlich wollen viele von diesem Wulffschen Elend nichts mehr sehen und hören. Mitleid ist eine zutiefst menschliche Kategorie, und das ist auch gut so.

Trotzdem gehört so ein Mensch ebenso natürlich nicht an die Spitze unserer Demokratie.

Wer ein verliehenes Amt so schamlos und tricky dazu benutzt, dem Stamme Nimm beizutreten, hat übrigens mein Mitleid auch nicht verdient.

Auf lange Sicht wird die Politikverdrossenheit dadurch begrenzt, dass Politiker, auch hohe, zur Rechenschaft gezwungen werden können.

Tritt Wulff nicht endlich zurück, steigen sowohl Politikverdrossenheit als auch Medienverdrossenheit.

Letzters, weil sich die Öffentlichkeit, d.h. die Medien als gegen den Politikbetrieb machtlos und somit weitgehend unnütz erweisen.

Wer liest schon Zeitung in Weißrussland?

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