Forum: Politik
Folgen einer Abspaltung Schottlands: Neue Flagge, neue Währung - doch die Queen bleib
REUTERS

Der Verlust Schottlands würde eine Staatskrise in Großbritannien auslösen. Doch was passiert bei den Schotten nach einem Ja-Votum? SPIEGEL ONLINE listet die zehn wichtigsten Punkte auf.

Seite 1 von 17
rohfleischesser 18.09.2014, 11:51
1. Labour wäre am Ende

Schottland ist so ziemlich die einzige Region, in der Labour stabile Mehrheiten hat. Aufgrund des britischen Wahlrechts wären die Chancen von Labour, jemals wieder einen Premier in Großbritannien zu stellen, nahe null, sollten sich die Schotten abspalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Immanuel_Goldstein 18.09.2014, 12:02
2.

Das Positive ist doch: Großbritannien braucht nicht mal die Verfassung zu ändern. Sie haben ja als einziges Land der EU gar keine. Bequemer kann man es nicht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niela 18.09.2014, 12:03
3. Ich hoffe mal nicht...

...das diese Szenarien eine Rolle spielen werden. Es waere schlecht fuer den Rest Grossbritanniens und ich glaube auch dass es letztendlich schlecht fuer Schottland waere.

Was ich aber in der Debattbe bemerkt habe ist, dass das YES Lager wesentlich mehr auf perfide Emotionen und einen unterschwelligen Hass auf England und Westminster abziehlt. Die meissten befuehrworter vereint lediglich eine Ablehnung gegenueber der Grossen Parteien. Es ist so, als wuerden sich AfD waehler in einem Bundesland versammeln und versuchen sich abzukapseln.

Auch damit kann ich sympatisieren. (gegen das establishment, nciht mit der AfD) Allerdings ist es natuerlich Quatsch. Ein "freies" Schottland wuerde ueber kurz oder lang dieselben Rattenfaenger an der Regierung haben wie jedes andere Land auch. Es hat nichts mit England oder Schottland zu tun, das die Politik hauptsaechlich dem Machterhalt der Eliten dient. Es ist eine nette romantische Vorstellung, aber mehr auch leider nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jojack 18.09.2014, 12:09
4. Nettozahler?

Ob Schottland ein EU-Nettozahler wäre, bleibt abzuwarten. Eine Abspaltung würde die schottische Wirtschaft arg beuteln und warum sollten die patriotischen Schotten sich dem undemokratischen EU-Moloch unterwerfen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zorngibel 18.09.2014, 12:11
5. Kleinbritannien

dann wird wohl aus Groß- künftig Klein-Britannien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
funnoy 18.09.2014, 12:14
6. noch ein wichtiger punkt:

Wenn Schottland Yes waehlt, koennen die Schotten sich entscheiden, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht.
Wenn das naechste referendum (UK in/out of EU), versprochen von D Cameron, im Fruehling stattfinded,und England aus der EU aussteigt, wird es nicht mehr moeglich sein fuer Schottland in der EU zu beiben !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
galbraith-leser 18.09.2014, 12:18
7. 1707 war die Union mit England...

...nur von den schottischen Adeligen gewollt, weil sie ihre Schulden aus dem Übersee-Geschäft getilgt bekamen. Das einfache Volk war damals gegen die Union ist auch heute wieder für die Unabhängigkeit. Doch die Zeiten haben sich gewandelt und was damals schlecht war, kann heute gut sein. Ich tippe auf einen knappen Sieg der Befürworter für den Fortbestand der Union mit England. Am Wahltag werden die Unentschlossenen kalte Füße bekommen ob der möglichen Folgen einer Unabhängigkeit. Wenn der Mensch zwischen zwei Übeln wählen muss, zieht er meist das bekannte Übel vor. Da weiß man nämlich, was man hat, beim anderen nicht. So ähnlich ist es jetzt mit der Unabhängigkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matijas 18.09.2014, 12:18
8. Endlich ...

... ein eigener Geheimdienst, das wurde ja auch Zeit.

Sehr bestürzend vor allem die Frage, was aus der GB-Flagge werden soll. Das schottische Blau zu eliminieren, würde natürlich Arbeitsplätze schaffen ... einerseits ... aber andererseits könnte man das Blau ja auch drinlassen, falls die Abtrünnigen doch wieder zurückkommen. Ein echtes Dilemma.

Aber auch das westliche Deutschland hatte ja gewisse Postleitzahlbereiche reserviert für den Fall der Wiederangliederung der "Ostzone".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
e.pudles 18.09.2014, 12:20
9. Beide sind Verlierer

Eines wird praktisch nicht erwähnt. Schottland wird nach dem heutigen nie mehr so sein wie es war, egal welche Seite gewinnt. Glaubt man den Prognosen, so wird es ein äusserst knappes Resultat geben. Da wiederum bedeutet, dass knappe 50% der Bevölkerung Verlierer sein werden. Wieder egal welche Seite es trifft, das kann böse enden. Eigentlich schade um so ein schönes Land wie Schottland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 17