Forum: Politik
Foltervorwürfe: Zweites KP-Mitglied stirbt in chinesischem Geheimgefängnis

Ein chinesischer Gerichtsmitarbeiter ist unter mysteriösen Umständen gestorben - nun erhebt seine Familie schwere Anschuldigungen: Jia Jiuxiang soll in einem inoffiziellen Gefängnis zu Tode gefoltert worden sein. Es ist bereits der zweite Fall dieser Art binnen weniger Wochen.

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fatherted98 24.04.2013, 08:11
1. Der neue Mann...

...an Chinas Spitze scheint seine Gegner zu eleminieren....das dürfte wohl niemand wundern.

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thinkrice 24.04.2013, 08:48
2.

Zitat von fatherted98
...an Chinas Spitze scheint seine Gegner zu eleminieren....das dürfte wohl niemand wundern.
Genau! Irgendwelche korrupten Provinzrichter mit einem KP-Ausweis sind die natürlichen Konkurrenten und Erzfeinde für den Regierungschef eines Landes mit ~1,4 Milliarden Bewohnern. Nach ihrer Logik sind alle Gefängnisinsassen Deutschlands mit einem CDU Parteiausweis direkte Konkurrenten Merkels um den CDU Vorsitz...

Bei solchen geistbefreiten Aussagen kann ich nur eine Person zitieren:
"Zwei mal drei macht vier,
widewidewitt und drei macht neune,
ich mach mir die Welt,
widewide wie sie mir gefällt"

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kalle-vom-dach 24.04.2013, 08:55
3. @ fatherted98

So ein Quatsch. Der Tote ist Vizepräsident eines Gerichts in einer chinesischen Kleinstadt! Also wohl in Peking vollkommen unbekannt!

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E_SE 24.04.2013, 09:15
4. Linientreu

Zitat von kalle-vom-dach
So ein Quatsch. Der Tote ist Vizepräsident eines Gerichts in einer chinesischen Kleinstadt! Also wohl in Peking vollkommen unbekannt!
Bis zu oder ab welchem Stand interessiert sich die KP denn Ihrer Meinung nach dafür wer das richtige Recht spricht ?
Ausserdem erwarte ich umgehend Verweise auf Guantanamo. Was ist denn nur aus dem Forum geworden ?

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KingTut 24.04.2013, 09:20
5. Rechtlosigkeit

Zitat von sysop
Ein chinesischer Gerichtsmitarbeiter ist unter mysteriösen Umständen gestorben - nun erhebt seine Familie schwere Anschuldigungen: Jia Jiuxiang soll in einem inoffiziellen Gefängnis zu Tode gefoltert worden sein. Es ist bereits der zweite Fall dieser Art binnen weniger Wochen.
Dieser Bericht untermauert, dass es in China keine unabhängige Judikative gibt, die für Rechtssicherheit in der chinesischen Gesellschaft sorgt. Der Bericht zeigt ferner, wie trostlos die Menschenrechtssituation in China ist. Behördenwillkür, Gängelung, Unterdrückung Andersdenkender, Folter und auch Mord sind das „Markenzeichen“ des modernen China.
Schon in der Vergangenheit gab es spektakuläre Berichte über die Festnahme und das vorübergehende Verschwindenlassen von Dissidenten ohne jegliche Rechtsgrundlage, was wohl nur deswegen an die Öffentlichkeit drang, weil diese Leute so populär sind, wie z.B. der berühmte Künstler Ai Weiwei. Die Dunkelziffer wird sicher gewaltig sein, wie der folgende, sehr informative Artikel der Financial Times Deutschlands nahelegt:

China: Das Drama der Pekinger Bittsteller | Premium-Artikel von FTD.de

Letztlich entscheidet die Kommunistische Partei, was Recht und was Unrecht ist und wer ihr dabei dazwischenfunkt spielt mit seiner Freiheit, Gesundheit oder gar seinem Leben.

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Ghanima22 24.04.2013, 10:06
6.

Na, ist doch schön zu sehen das man offensichtlich mit Gusto gegen Korruption in der Justiz vorgeht. Ansonsten muss man den Artikel wohl in der Kategorie einorden, zu der auch der berühmte Sack Reis zählt.

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markus_wienken 24.04.2013, 10:13
7. .

Zitat von Ghanima22
Na, ist doch schön zu sehen das man offensichtlich mit Gusto gegen Korruption in der Justiz vorgeht.
Ach Unsinn, er wird den falschen leuten auf die Füße getreten haben.

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Tiananmen 24.04.2013, 10:13
8.

Zitat von KingTut
Dieser Bericht untermauert, dass es in China keine unabhängige Judikative gibt, die für Rechtssicherheit in der chinesischen Gesellschaft sorgt. Der Bericht zeigt ferner, wie trostlos die Menschenrechtssituation in China ist. Behördenwillkür, Gängelung, Unterdrückung Andersdenkender, Folter und auch Mord sind das „Markenzeichen“ des modernen China. Schon in der Vergangenheit gab es spektakuläre Berichte über die Festnahme und das vorübergehende Verschwindenlassen von Dissidenten ohne jegliche Rechtsgrundlage, was wohl nur deswegen an die Öffentlichkeit drang, weil diese Leute so populär sind, wie z.B. der berühmte Künstler Ai Weiwei. Die Dunkelziffer wird sicher gewaltig sein, wie der folgende, sehr informative Artikel der Financial Times Deutschlands nahelegt: ... Letztlich entscheidet die Kommunistische Partei, was Recht und was Unrecht ist und wer ihr dabei dazwischenfunkt spielt mit seiner Freiheit, Gesundheit oder gar seinem Leben.
Danke, dass Sie uns das so schön erklärt haben ;-)

Wenn Sie bedenken, welch „langer Weg“ seit der Proletarischen Kulturrevolution zu gehen war, als Mao Zedong seine inner- und außerparteilichen „Freunde“ hat umerziehen oder liquidieren lassen, dann können Sie die Leistung vielleicht besser würdigen, mit der in China versucht wird, einen modernen Staat zu bauen.

Dass China einen „demokratischen“ Staat europäischer Prägung anstrebt, können Sie ohnehin vergessen. Selbst unter westlichen Politikwissenschaftler ist mittlerweile fraglich, ob dieses Modell so in die Zukunft transportiert werden kann. Platon hätte es ohnehin für abartig gehalten.

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Ghanima22 24.04.2013, 10:28
9.

Zitat von markus_wienken
Ach Unsinn, er wird den falschen leuten auf die Füße getreten haben.
Sagen sie das dem SPON nicht mir. Vielleicht lässt sich ja aus ihrer Idee eine Abschlusstory basteln.

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