Forum: Politik
Forderung von Kommunen zu Asylverfahren: Kosovo soll "sicheres Herkunftsland" werden
REUTERS

Tausende Kosovo-Albaner verlassen ihre Heimat und flüchten über Serbien nach Deutschland. Länder und Kommunen fordern, die Asylverfahren zu beschleunigen - und hoffen auf eine Reduzierung der Anträge.

Seite 1 von 8
DenkZweiMalNach 11.02.2015, 07:53
1. Wie der Asylgedanke kaputt gemacht wird

Das traurige Los jüdischer Auswanderer, die oft aus den Fluchtländern wieder abgeschoben wurden, war wohl der Grundstein für das heutige Asylrecht. Nur wenige der geflüchteten Juden sind dann in Europa nach Kriegsende dort geblieben, wo sie sich verstecken konnten.
Von einer Rückkehr nach Kriegsende redet heute kein Mensch mehr. In Tat und Wahrheit geht es schlicht um Einwanderung in ein Land, das bessere Lebenschancen bietet. Und es geht auch um den Wegkauf von jungen Menschen, die in Deutschland nicht geboren werden und im Herkunftsland - vor allem in Osteuropa - fehlen werden. Es geht also um viel Egoismus und um sehr wenig Nächstenliebe.

Beitrag melden
Kimmerier 11.02.2015, 08:08
2. Grenzen des Asylsystems

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, also der Vertreter der Institutionen in Deutschland, welche die Konsequenzen des Asylrechts (vor allem finanziell) unmittelbar erleben, bringt es auf den Punkt:
"Unser Asylsystem knüpft an die politische Verfolgung an und ist nicht das geeignete Instrumentarium, um Wirtschaftsflüchtlingen zu helfen".
Der überwiegende Teil der Menschen, welche aktuell aus dem Kosovo "Zuflucht" in Deutschland suchen, kommt aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland. Man muss davon ausgehen, dass auch ein Großteil der Menschen, welche immer wieder den gefährlichen Weg von Afrika über das Mittelmeer nach Europa wählen, ebenfalls eher wirtschaftliche Gründe dafür haben. Und - bei allem Verständnis für die auch den Ansatz geliefert, wie auch Deutschland auf die steig wachsende Zahl von Zuwanderern mit dieser Motivation geliefert: anstatt Wenigen aus den Armutsländern mit Sozialleistungen in Deutschland zu helfen, welche zumeist sogar zu den Kräftigsten und Vermögendsten aus den betroffenen Herkunftsländern gehörten (nur so konnten sie die Strapazen überstehen und die Schlepperbanden bezahlen), sollte Deutschland seine Anstrengungen in der Tat darauf konzentrieren, allen Menschen in den jeweiligen Herkunftsländern zu helfen, so dass sie sich dort alle eine Perspektive aufbauen können.
Gerade die Politik, welche die Abwanderung der Stärksten und am besten Ausgebildeten aus diesen Gebieten geradezu fördert, verstärkt nur die Probleme in diesen Armutszentren dieser Welt und beraubt die Zurückgelassenen jeder Chance, sich aus eigener Kraft ein besseres Leben aufzubauen.
Die Alternative wäre, wirklich alle zu uns zu lassen.

Beitrag melden
evawestermann 11.02.2015, 08:26
3. kosowo

ist ein nicht lebensfähig er Staat.... Exemplarisch für,, die Grenzen dürfen nicht neu gezogen werden,, oder doch???
in Ungarn sind etwa 30.000 Armmutsflüchtlinge,, aus Kosowo unterwegs es sollen weitere 100.000 sich auf den Weg gemacht haben. Serbien tut nichts,Kosowo tut nichts. was wäre mit einem Plan der EU???

Beitrag melden
praetor300 11.02.2015, 08:32
4. Eine weitere Folge

des vollkommenen Versagens der Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX! Die Leute im Kosovo haben jegliche Hoffnung verloren, weil die EU die dortigen Kriegsverbrecher und selbsternannten Eliten pimpt und sich im Übrigen nur selbst verwaltet. Die ganze - völkerrechtswidrige - Unabhängigkeit ist eine Farce...

Beitrag melden
quadraginti 11.02.2015, 08:41
5. Wenn AFD, Pegida u.ä.

Wenn AFD, Pegida u.ä. solche kritischen Worte äußert, dann heißt es sofort "Nattzi".
Da sehnse mal, wie doppelbödig in Deutschland argumentiert wird,.

Beitrag melden
thunderstorm305 11.02.2015, 08:45
6. Die Zeit drängt!

Es ist wohl nicht hinnehmbar wenn alleine an einem Tag 800 sogenannte Asylsuchende aus dem Kosovo nach Bayern kommen. Die Botschaft im Kosovo hat bereits letzte Woche vor diesem Ansturm gewarnt und wenn wir hier nicht umgehend handeln, kollabiert unser Asylsystem und die rechten Parteien erhalten einen weiteren Zulauf. Hier muss sofort etwas getan werden.

Beitrag melden
mundi 11.02.2015, 08:48
7. Sparpotential

Man sollte überlegen, ob die vielen Millionen Euro, für die Stationierung deutscher Soldaten in Kosovo noch sinnvoll sind, wenn die Sicherheit dort, laut Angaben der Asylsuchenden, doch nicht vorhanden ist.

Da Asylsuchenden trotz Aböehnung prinzipiell bleiben dürfen, könnte auch das kostspielige Asylverfahren abgeschafft werden.

Beitrag melden
bumminrum 11.02.2015, 08:51
8. Super

da braucht es eine Prüfung und ein Formular und was sonst noch um zu erkennen, dass in Jugoslawien der Krieg lange zu Ende ist und Albanien sicher ist. Vielleicht einmal ein Blick in die Reisewarnungen des Außenministerium gefällig. Sind die noch dicht in Berlin worüber die dort ernsthaft diskutieren. Grundsätzlich gilt: Bei einem Wirtschaftsgefälle gibt es Wanderungsbewegungen. Endlich die Grenzen dicht und eine vernünftige Auswahl der Menschen nach Qualifikation zur Einwanderung. Hilfe für Flüchtlinge grundsätzlich nur vor Ort. Wer das nicht will findet das System der Schlepperbanden und die Toten im Mittelmeer gut.

Beitrag melden
arch.aisch 11.02.2015, 08:54
9. Hilfe zur Selbsthilfe

Es wird sicher nur eine konzertierte Aktion helfen können. Es muss im Kosovo öffentlichkeitswirksam und für alle erkennbar darauf hingewiesen werden, dass keine Chance auf Asyl besteht. (Am besten gemeinsam mit anderen betroffenen Zielstaaten wie Ungarn, Österreich...) Es muss den Schleusern mit juristischer und mit argumentativer Härte das Handwerk gelegt werden. Und es muss darüber nachgedacht werden und sodann gehandelt werden, wie man den Menschen vor Ort Perspektiven eröffnen kann. Eine Gesellschaft mit derart wenigen Ressourcen wie das Kosovo kann nur mit Hilfe und Anschub in der globalen Wirtschaft Fuß fassen. Genauso wie bei Afrikas Problemen ist auch hier Hilfe zur Selbsthilfe erforderlich und nicht die einseitige Perspektive eines „dankbaren“ Marktes, mit der auch heute noch der afrikanische Kontinent abgeerntet wird.

Beitrag melden
Seite 1 von 8
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!