Forum: Politik
Forderung von Städten und Gemeinden: Betreuungsgeld für Kitas
DPA

Das Betreuungsgeld ist gekippt, wohin jetzt mit den verplanten Millionen? In den Ausbau von Kindertagesstätten stecken, fordert der Städte- und Gemeindebund.

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wallabi 22.07.2015, 07:42
1. Da

ist gar nichts gekippt ... zumindest nicht das Betreuungsgeld an sich! Die Länder können es jederzeit weiter führen. Und sie sollten es!
Bayern ist auf dem absolut richtigen Wege! Wenigstens dieses Land äußert indirekt wenigstens den Wunsch, einem Kind geben zu können, was ihm zusteht ...... nämlich besondere Zuwendung (i.d.R.) der Mutter in den ersten Jahren.

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Cardio84 22.07.2015, 07:43
2.

Verstehe ich nicht, das Betreuungsgeld als Förderung des Bundes ist verfassungswidrig, eine Förderung von Kitas durch den Bund aber nicht. Wo ist denn da der Unterschied? Wieso wehrt sich die SPD dagegen dass die einzelnen Länder entscheiden dürfen was mit den Geldern passieren soll? Wieso sollte Hamburg die Gelder nicht für Kitas und Bayern die Gelder nicht für Familien verwenden dürfen? So hätte doch jeder dass was er von Anfang an wollte. Oder

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karljosef 22.07.2015, 07:47
3. Kann es sein,

- dass das Volksvermögen sich innerhalb von 3 Monaten um 140 Mrd. erhöhte

- dass wir 10 Mio. Arbeitslose haben

- dass in Deutschland schlicht und einfach zu wenig Kinder geboren werden

- dass es häufig nicht möglich ist, als Alleinverdiener eine Familie zu ernähren

- dass man sich Sorgen macht um Kälber, die zu früh von den Kühen getrennt werden

- dass man den Kindern aber keine eindeutige Bezugsperson gönnt und Kitas einrichtet

- dass dann alternativ den Müttern eine Summe von 150 (in Worten einhundertfünfzig)€ pro Monat für Kindererziehung angeboten wurde

Kann es sein, dass wir uns folglich in einer Klapsmühle befinden!

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indy555 22.07.2015, 07:54
4. Entlasten!!

Warum wird dieser Betrag nicht einfach mit dem Eigenanteil für Eltern, der für Betreuung bei Tagesmüttern/ Kitas etc. anfällt verrechnet? So käme es den Eltern auch zugute, hätte aber genau den gewünschten Effekt, das Kind in eine Einrichtung zu geben.
Wir haben momentan folgende Situation, das unsere Tochter (3,5) in keine Einrichtung gehen kann, da sie durch eine schwere Erkrankung derzeit B-zell negativ ist und keinerlei Infektabwehr besitzt. Sie muss zu einer hochqualifizierten Tagesmutter, die uns 138? an die Stadt, sowie zwischen 250 und 300? an die Tagesmutter kostet. Ein Integrationskindergartenplatz wäre für uns kostenfrei. (Verpflegungsgeldbereinigt!)
Diese soziale Ungerechtigkeit ist für uns bei einem Kind mit Pflegestufe 2 kaum zu ertragen, wenn man sich diese Debatte anschaut.

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freespeech1 22.07.2015, 07:55
5. Phyrrussieg von Rotgrün

Es handelt sich um einen relativ kleinen Betrag. Wer Kita Ausbau bisher als politische Priorität gesehen hätte, hätte auch jetzt schon genug Mittel dafür gehabt.

Deutschland ist reich genug für erstklassige Kitas und Betreuungsgeld.

Bei allen starken Sprüchen von SPD und Grünen müssen sie 900.000 WählerInnen erklären, warum sie ihnen diese Familienleistung weggenommen haben.

Ideologisches Geschwätz wird die Eltern nicht überzeugen. Nicht Seehofer ist in der Defensive gegenüber den Eltern, sondern Rotgrün. Ein Phyrrussieg für Rotgrün

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afj.stock 22.07.2015, 08:11
6. Wieso Schnapsidee???

Bei der Entscheidung um das Betreuungsgeld geht es weder um eine Schlappe der CSU, noch um ein Ideologienstreit, wer die Deutungshoheit über die Rollenverteilung einer modernen Familie innehat!

Fakt ist, dass Paare die sich für Kinder entscheiden einen hohen finanziellen sowie persönlichen Aufwand auf sich nehmen - und letztlich der Gesellschaft damit einen immensen Vorteil bringen: betrachten wir es nüchtern: Kinder sind die zukünftigen Steuerzahler und Träger des Rentensystems, kurz gesagt, sie sind der Motor unseres sozialen und gesellschaftlichen Systems!

Die Entscheidung der Einstellung des Betreuungsgeldes ist nichts anderes, als eine weitere Kürzung der staatlichen Zuwendungen für eben jene, die sich für Kinder entscheiden und damit auch den beschriebenen Dienst an der Gesellschaft leisten, und zwar unabhängig eines Ideologienstreites, wie und durch wen Kinder zu erziehen seien!

Und ganz egal wie auch immer die persönliche Entscheidung der Eltern bezüglich der Kinderbetreuung und Aufzucht IHRER Kinder aussehen mag: Das Betreuungsgeld war ebenso EIN Weg der Unterstützung derjenigen, die sich FÜR eine Familie und Kinder entschieden haben!

So gesehen geht es hier WEDER um ein ideologischen Kampf, welche Kindererziehung nun die bessere sei, NOCH um die Rollenverteilung von Mann und Frau innerhalb der Familie, sondern mit der heutigen Entscheidung ist ganz klar zu sagen, dass eine weitere
Möglichkeit der staatliche Unterstützung für Familien mit Kindern verloren gegangen ist!

Und alleine das ist ziemlich traurig und trifft viele Familien, die auf dieses Betreuungs Geld angewiesen waren, besonders hart!
Denn letztlich ist es Geld, was wieder einmal den Schwächsten unserer Gesellschaft genommen wurde, den Kindern, auf deren Schultern die Zukunft unserer Gesellschaft lastet.

Jeder, der sich hier also hinstellt und dummes Zeug über den Unsinn des Betreuungsgeldes redet, oder noch schlimmer, irgendwelche politisch motivierten Grabenkämpfe ausmacht, weiß überhaupt nicht wovon er eigentlich redet und sollte besser schweigen!

P.S. Besonders der Ausdruck "Herdprämie" ist in diesem Zusammenhang eine arrogante Verunglimpfung höchsten Maße für all denjenigen, die sich in IHRER PRIVATEN Lebensplanung, ganz gleich wie diese aussehen mag, FÜR das LEBEN entscheiden und somit in den Dienst der Gesellschaft stellen!!!

Dipl.Vw. Florian Stock

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jujo 22.07.2015, 08:13
7. ...

Das soviele Leute das Geld beantragt haben. liegt m.E. nach am Mitnahmeeffekt. Warum soll man geschenktes Geld nicht annehmen?
Der wirkliche Bedarf dürfte marginal sein, vor allem im angeblich so reichen Bayern.

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vox veritas 22.07.2015, 08:22
8. Frage

Ist die Finanzierung von Kitas nicht eine kommunale Aufgabe?

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Friedhelm Müller 22.07.2015, 08:22
9. Lieber vorher nochmal beim BVerfG nachfragen...

Liebe Kommunen,

bevor Ihr die Gelder vom Bund für den Ausbau Eurer Kitas wollt - fragt vorher lieber nochmal in KA nach, ob das überhaupt zulässig ist. Siehe gestriges Urteil... ^^

Mich wundert, dass die Zuständigkeit bisher so einseitig kommentiert wird.

MfG
FM

Liebe Zensoren, danke für die Veröffentlichung einer "reaktionären" Meinung! :-)

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