Forum: Politik
Forderung von Städten und Gemeinden: Betreuungsgeld für Kitas
DPA

Das Betreuungsgeld ist gekippt, wohin jetzt mit den verplanten Millionen? In den Ausbau von Kindertagesstätten stecken, fordert der Städte- und Gemeindebund.

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GerhardFeder 22.07.2015, 08:24
10. Ganz einfach

Die Millionen sind nicht verplant, sie können nicht mehr so ausgegeben werden, wie es im Haushaltsgesetz beschlossen wurde. Also ensteht ein nÜberschuss im Bundesetat. Das bedeutet: geringere Schulden aufnahmen oder Tilgung von Staatsschulden (immerhin über 2.000.000.000.000 €).

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amaria 22.07.2015, 08:43
11. Ideologien helfen nicht weiter

Ein Bundeskitaqualitätsgesetz gibt es immer noch nicht. In allen Bundesländern lässt man Kinder mal mehr, mal weniger beengt von zu wenig Personal betreuen. Für viel Geld wird evaluiert, zertifiziert und rezertifiziert. Einheitliche Mindeststandards? - Nö. Jene Wissenschaftler und Politiker, die einen weiteren Betreuungsplatzausbau fordern, schweigen zu den profanen Missständen. Kindergärten ohne Garten? - Schrecklich! Aber keine Proteste von den Grünen. Hochhauskitas? - Tierschützer wären empört. Über die Stürze von vier Kindern aus den Fenstern mehrgeschossiger Kindergärten wurde 2014 und 2013 in der Presse kurz berichtet. Einen weiteren Betreuungsplatzausbau zu den bislang geltenden Konditionen? Nein danke!

Viele Kleinkinder würden nur zu gern auf ihren "Rechtsanspruch" auf einen Betreuungsplatz verzichten.

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rambazamba1968 22.07.2015, 08:46
12. Abmahnung

Wenn ich so arbeiten würde wie die CSU hätte ich bereits mehrere Abmahnungen bekommen. Statt sich einfach beim Bürger zu entschuldigen für die politische Verfehlungen beim Betreuungsgeld und der PKW Maut, kommt die nächste Frechheit. Jetzt soll der Bund ein Landesvorhaben bezahlen. Hier sagen schon die nächsten Experten, dass dies natürlich so nicht geht. Aber der Stammtisch in Bayern interessiert das nicht.

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Feuerwehrmann001 22.07.2015, 08:51
13. Bravo! Saubere Analyse!

Zitat von Cardio84
Verstehe ich nicht, das Betreuungsgeld als Förderung des Bundes ist verfassungswidrig, eine Förderung von Kitas durch den Bund aber nicht. Wo ist denn da der Unterschied? Wieso wehrt sich die SPD dagegen dass die einzelnen Länder entscheiden dürfen was mit den Geldern passieren soll? Wieso sollte Hamburg die Gelder nicht für Kitas und Bayern die Gelder nicht für Familien verwenden dürfen? So hätte doch jeder dass was er von Anfang an wollte. Oder
wenigsten ein Leser hat kapiert, wennschon der Spiegel selbst nicht. Hier gabs in Karlsruhe rein formale Gründe das Gesetzt für Verfassungswürdig zu erklären und kaum ein Medium interessiert das, wohl weil die Presse insgesamt doch eher links orientiert ist.
Eine staatliche Förderung soll es nur in der Kita geben, nicht zu Hause - das nenn ich nicht verfassungskonform!

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janzen1 22.07.2015, 08:57
14. Endlich kein Betreuungsgeld mehr! Hurra!

Gott, sei Dank, dass das Betreuungsgeld nicht mehr gezahlt wird. Das war ja auch so was von überflüssig und daneben. Man sollte vielmehr das ganze Geld in die staatliche Ganztagsbetreuung für Kinder stecken, denn dort werden die Kinder qualitativ hervorragend betreut. Es ist ja auch wirklich wichtig, dass die Kinder von 07:00 h bis 17:00 h sicher betreut werden, denn sonst könnten wir ja nicht unsere supertollen Jobs ausüben, um noch mehr konsumieren zu können. Besonders schön ist, dass unsere Kinder in den Kitas so viel lernen, denn nichts ist wichtiger für ein Kind nach Ablauf der gesetzlichen Mutterschutzfrist!. Toll! Endlich! Bin ich erleichtert!

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CyberDyne 22.07.2015, 08:59
15. Ganz einfach!

Zitat von Cardio84
Verstehe ich nicht, das Betreuungsgeld als Förderung des Bundes ist verfassungswidrig, eine Förderung von Kitas durch den Bund aber nicht. Wo ist denn da der Unterschied? Wieso wehrt sich die SPD dagegen dass die einzelnen Länder entscheiden dürfen was mit den Geldern passieren soll? Wieso sollte Hamburg die Gelder nicht für Kitas und Bayern die Gelder nicht für Familien verwenden dürfen? So hätte doch jeder dass was er von Anfang an wollte. Oder
Die öffentliche Hand finanziert öffentliche Schwimmbäder, die jedermann und jede Frau besuchen können.
Wenn nun einer nicht in das gemeinschaftliche Schwimmbad gehen mag, ist dann die Öffentlichkeit verpflichtet dieser Person seinen privaten Pool aus Steuermitteln zu finanzieren?

Ist sie nicht!

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breakthedawn 22.07.2015, 09:01
16. Sind Sie beide berufstätig?

Zitat von indy555
Warum wird dieser Betrag nicht einfach mit dem Eigenanteil für Eltern, der für Betreuung bei Tagesmüttern/ Kitas etc. anfällt verrechnet? So käme es den Eltern auch zugute, hätte aber genau den gewünschten Effekt, das Kind in eine Einrichtung zu geben. Wir haben momentan folgende Situation, das unsere Tochter (3,5) in keine Einrichtung gehen kann, da sie durch eine schwere Erkrankung derzeit B-zell negativ ist und keinerlei Infektabwehr besitzt. Sie muss zu einer hochqualifizierten Tagesmutter, die uns 138? an die Stadt, sowie zwischen 250 und 300? an die Tagesmutter kostet. Ein Integrationskindergartenplatz wäre für uns kostenfrei. (Verpflegungsgeldbereinigt!) Diese soziale Ungerechtigkeit ist für uns bei einem Kind mit Pflegestufe 2 kaum zu ertragen, wenn man sich diese Debatte anschaut.
Falls ja: dann sollten die Beträge kein Problem für Sie darstellen. Die Kosten auf andere Steuerzahler abzuwälzen fände ich unerträglich
Falls nein: dann ist ein Elternteil daheim. Wozu also eine KiTa fürs Kind?

Bescheidenheit ist eine Tugend.

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redwed11 22.07.2015, 09:02
17.

Zitat von wallabi
ist gar nichts gekippt ... zumindest nicht das Betreuungsgeld an sich! Die Länder können es jederzeit weiter führen. Und sie sollten es! Bayern ist auf dem absolut richtigen Wege! Wenigstens dieses Land äußert indirekt wenigstens den Wunsch, einem Kind geben zu können, was ihm zusteht ...... nämlich besondere Zuwendung (i.d.R.) der Mutter in den ersten Jahren.
Das Gesetz wurde vom Bundesverfassungsgericht als nicht mit dem Grundgesetz übereinstimmend aufgehoben. Dem Freistaat Bayern bleibt es unbenommen ein Landesgesetz über die Herdprämie zu verabschieden.
Was aber haben diese staatlichen Zuwendungen mit der Haltung der Eltern gegenüber dem Kind zu tun? Bekommt ein Kind weniger Elternliebe wenn die 150 € staatliche Zuwendung nicht gezahlt werden? Es bleibt den Eltern immer noch die freie Wahl ob ein Elternteil zu hause bleibt oder nicht. Ist die besondere Zuwendung, von der Sie sprechen, nur vorhanden wenn die Eltern 150 € bekommen. Ist diese Zuwendung ohne diese 150 € dem Kind gegenüber nicht mehr vorhanden? Eine wirklich eigenartige Auffassung von Elternliebe!!!

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Niederbayer 22.07.2015, 09:06
18.

Zitat von indy555
Warum wird dieser Betrag nicht einfach mit dem Eigenanteil für Eltern, der für Betreuung bei Tagesmüttern/ Kitas etc. anfällt verrechnet? So käme es den Eltern auch zugute, hätte aber genau den gewünschten Effekt, das Kind in eine Einrichtung zu geben. Wir haben momentan folgende Situation, das unsere Tochter (3,5) in keine Einrichtung gehen kann, da sie durch eine schwere Erkrankung derzeit B-zell negativ ist und keinerlei Infektabwehr besitzt. Sie muss zu einer hochqualifizierten Tagesmutter, die uns 138? an die Stadt, sowie zwischen 250 und 300? an die Tagesmutter kostet. Ein Integrationskindergartenplatz wäre für uns kostenfrei. (Verpflegungsgeldbereinigt!) Diese soziale Ungerechtigkeit ist für uns bei einem Kind mit Pflegestufe 2 kaum zu ertragen, wenn man sich diese Debatte anschaut.
Warum betreuen Sie Ihr Kind nicht zuhause?

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oper1979 22.07.2015, 09:07
19. Kita ja, aber nicht zu früh

Niemand sollte ohne Not sein Kleinkind schon mit einem Jahr in eine Kita geben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Erzieherinnen in den Kitas sich auch bei aller Mühe genügend um die ja fast noch Babies kümmern können. .. und Bildung benötigen diese sicher noch nicht in großem Maße.
Was die Berufstätigkeit für Mütter betrifft? Was sollen Mütter oder eben auch Väter denn noch alles schaffen? Kinder machen viel Freude aber auch viel Arbeit. Und ob die Hausarbeit absolut immer gerecht aufgeteilt wird? Ich weiß es nicht.
Meine Enkelkinder sind ab ca. 2 bzw. 2 1/2 in die Kita bzw. den Kindergarten gekommen und meine Kinder arbeiten beide keine Vollzeit, sondern ca. 60 bis 70 %.

Ich habe den Eindruck, die Regierung braucht Geld und man nimmt es mal wieder von denen, die sich am wenigsten wehren können. Und die Häme überall in den Foren? Ich denke, da ist man hauptsächlich schadenfroh was die CSU samt Seehofer betrifft. Es geht gar nicht um unsere Kleinkinder und etwaige finanzielle Hilfen.

Und für Bildung und Sprachkenntnisse der Kinder sind meiner Meinung nach doch die Eltern ebenfalls zuständig, sonst sollte man keine Kinder in diese Welt setzen, wenn einem das zuviel ist. Man sollte auch nicht den finanziell nicht so gut gestellten Eltern unterstellen, daß sie sich nicht genügend um ihre Kinder kümmern.

Ich persönlich bin froh, daß ich die ersten drei Jahre noch nicht wieder arbeiten mußte - mein Sohn ist mit 3 in den Kindergarten gekommen und ich habe zuerst wieder halbtags angefangen und später wieder Vollzeit. Ich war allerdings insoweit privilegiert, dass es so alles arbeitsmäßig möglich war, wenn auch mit einigen Kämpfen.

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