Forum: Politik
Forderung von Städten und Gemeinden: Betreuungsgeld für Kitas
DPA

Das Betreuungsgeld ist gekippt, wohin jetzt mit den verplanten Millionen? In den Ausbau von Kindertagesstätten stecken, fordert der Städte- und Gemeindebund.

Seite 26 von 30
claterio 22.07.2015, 17:14
250.

Zitat von MScholli
Ich höre übrigens inzwischen auch von immer mehr Vätern, dass sie es bereuen, so wenig von der Entwicklung ihres Kindes mitbekommen zu haben und es beim zweiten Kind bewusst anders machen und beruflich kürzer treten.
Normalerweise trenne ich zwischen Argument und Person und prüfe ersteres losgelöst von letzterer.

Aber wenn hier im Forum reihenweise Väter von der so wichtigen Bindung zu ihrem Kind sprechen, die nur dadurch zu gewährleisten sei, dass man in den ersten Lebensjahren ständig mit dem Kind zusammen ist, die selben Väter dann aber hier kleinlaut zugeben, dass sie selbst in dieser Zeit arbeiten gegangen sind - dann darf man schon fragen, welche Kompetenz diese Väter zum Thema Kinderbetreuung haben und ob sie selbst eine Bindung zu ihrem Kind aufbauen konnten, wenn sie doch einen Absatz vorher noch verneinen, dass das überhaupt möglich sei.

Beitrag melden
bert.hagels 22.07.2015, 17:31
251. Ergänzung ....

Zitat von bert.hagels
BVerfG "Das Angebot öffentlich geförderter Kinderbetreuung steht allen Eltern offen. Nehmen Eltern es nicht in Anspruch, verzichten sie freiwillig, ohne dass dies eine verfassungsrechtliche Kompensationspflicht auslöste."
Also ist das Betreuungsgeld keine Kompensationsleistung, sondern eine ideologisch motivierte, politisch gewollte Bevorzugung jener Eltern, die ihr Kind nicht in eine Betreuungseinrichtung geben.

Aus der Perspektive der Eltern ergibt sich diese Alternative: Schicke ich mein Kind in eine Betreuungseinrichtung und muss dafür zahlen, oder bringe ich es irgendwo und irgendwie anders unter und kassiere dafür €150 pro Monat?

Das Betreuungsgeld hat mit Wahlfreiheit nichts zu tun, denn es belohnt jene, die sich für eine bestimmte der beiden Möglichkeiten entscheiden; es ist ein Anreiz, keine Kompensation. Wirkliche Wahlfreiheit gibt es erst dann, wenn alle Eltern, die sich frei dafür entscheiden würden, wenn sie die Möglichkeit hätten, auch tatsächlich die Möglichkeit haben, sich für oder gegen eine Betreuungseinrichtung zu entscheiden. Aus diesem Grund sind die bisher für das Betreuungsgeld aufgebrachten Bundesmittel am besten beim Ausbai von Betreuungseinrichtungen aufgehoben. Denn erst deren flächendeckender Ausbau ermöglicht die Wahlfreiheit.

Beitrag melden
marcaurel1957 22.07.2015, 18:12
252.

Zitat von karljosef
- alle Arbeitslose, die älter als 56 sind - alle Arbeitslose, die ihr Studium gerade beendet haben - alle kranken Arbeitslosen siehe http://www.spiegel.de/forum/politik/forderung-von-staedten-und-gemeinden-betreuungsgeld-fuer-kitas-thread-327790-16.html#postbit_32437049
Aha, arbeitslos ist jeder der arbeitslos und über 56 ist?

Beitrag melden
MScholli 22.07.2015, 18:19
253.

Zitat von claterio
Normalerweise trenne ich zwischen Argument und Person und prüfe ersteres losgelöst von letzterer. Aber wenn hier im Forum reihenweise Väter von der so wichtigen Bindung zu ihrem Kind sprechen, die nur dadurch zu gewährleisten sei, dass man in den ersten Lebensjahren ständig mit dem Kind zusammen ist, die selben Väter dann aber hier kleinlaut zugeben, dass sie selbst in dieser Zeit arbeiten gegangen sind - dann darf man schon fragen, welche Kompetenz diese Väter zum Thema Kinderbetreuung haben und ob sie selbst eine Bindung zu ihrem Kind aufbauen konnten, wenn sie doch einen Absatz vorher noch verneinen, dass das überhaupt möglich sei.
Es waren Väter aus meinem Bekanntenkreis gemeint. Nicht aus diesem Forum hier.

Beitrag melden
breakthedawn 22.07.2015, 18:40
254. Kinder gab es schon immer.

Zitat von c.PAF
Diese Subventionierung wird D ruinieren? Gut, dann schaffen wir sie ab. Die Folgen? Sicher 50% weniger Kinder. Und ein paar Jahre später ist die Rentenkasse pleite, weil nichts mehr nachkommt. Sorry, aber das gibt es bestimm X sinnlose Subventionen, die man abschaffen könnte, bevor man diese sinnvolle Subvention abschafft. Übrigens, Neid ist kein guter Berater ;)
Und sie wird es auch immer geben solange die Menschheit existiert.

Haben sie vielleicht bessere Argumente?

P.S. Das Rentensystem ist so konzipiert, dass es auf Wachstum beruht. Aber wie jedes Kind weiss, gibt es kein unendliches Wachstum. Wir sind schon lange auf dem Zenit unseres Wachstums angekommen, deshalb wird das Rentensystem auch kollabieren.

Beitrag melden
comptur 22.07.2015, 18:55
255.

Die Kinderverwahranstalten sind Plätze für doppelt verdienende (oftmals Lehrerehepaare) finanziert aus den Steuergeldern hart arbeitender Maurer deren Ehefrauen sich um Kinder und Haushalt kümmern. Hausfrau ist ein Fulltimejob. Der nächste Schritt steht uns schon bevor. Die Grünen wollen die Splittingtabelle abschaffen und intakte Familien noch gründlicher ausbeuten.

Beitrag melden
roodvos 22.07.2015, 20:02
256.

Zitat von bert.hagels
Also ist das Betreuungsgeld keine Kompensationsleistung, sondern eine ideologisch motivierte, politisch gewollte Bevorzugung jener Eltern, die ihr Kind nicht in eine Betreuungseinrichtung geben. Aus der Perspektive der Eltern ergibt sich diese Alternative: Schicke ich mein Kind in eine Betreuungseinrichtung und muss dafür zahlen, oder bringe ich es irgendwo und irgendwie anders unter und kassiere dafür €150 pro Monat? Das Betreuungsgeld hat mit Wahlfreiheit nichts zu tun, denn es belohnt jene, die sich für eine bestimmte der beiden Möglichkeiten entscheiden; es ist ein Anreiz, keine Kompensation. Wirkliche Wahlfreiheit gibt es erst dann, wenn alle Eltern, die sich frei dafür entscheiden würden, wenn sie die Möglichkeit hätten, auch tatsächlich die Möglichkeit haben, sich für oder gegen eine Betreuungseinrichtung zu entscheiden. Aus diesem Grund sind die bisher für das Betreuungsgeld aufgebrachten Bundesmittel am besten beim Ausbai von Betreuungseinrichtungen aufgehoben. Denn erst deren flächendeckender Ausbau ermöglicht die Wahlfreiheit.
Wenn es stimmt, dass zwischen den beiden Optionen im pädagogischen Ergebnis bei den Kindern kein Unterschied festzustellen ist, dann ist es rein haushaltsmäßig gesehen, günstiger die Betreuungs-Option zu finanzieren (statt ca. 1000 € nur ca. 150 € ist ja nicht schlecht). Zumal dort, wo die Betreuung besonders nachgefragt wird (i.w.S. der nicht urbane, eher abgelegene, ländliche Raum, wo die Dichte der unter 3-Jährigen zu gering ist, um wohnortnahe Kitas zu errichten), es meist keine ausreichende Stellenangebote für beide Elternteile gibt und oft die nicht "arbeitenden" Heimchen am Herd-Mütter nebenher Heimarbeit machen, eine kleine Landwirtschaft betreiben oder sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern und/oder sich in der Gemeinde anderweitig sozial engagieren. Also alles in allem unentgeltlich Sozialleistungen erbringen, die, wenn sie zu Marktpreisen entlohnt würden, Milliarden kosten würden. Eine 'flächendeckende' Kitaverfügbarkeit und 'echte Wahlreiheit' ist daher nur Wunschdenken. Da wäre es immer noch besser/billiger, die Arbeitgeber zu veranlassen, in der Nähe der Arbeitsplätze entsprechende 'Klein-Kitas' einzurichten. Schon heute gelten solche Arbeitgeber ja als besonders attraktiv.

Beitrag melden
karljosef 22.07.2015, 20:20
257. Ob diese Studien wohl alle in der DDR1.0 geschrieben wurden

Zitat von johnnybach
... Letztlich gibt es zahlreiche Studien, dass die Elternbindung unter der Kita nicht leidet, aber ich weiß von keiner, die das Gegenteil zeigt.
in der die Kitas conditio sine qua non waren?

... weil alle Arbeitskräfte benötigt wurden

... weil es keine Arbeitslose gab!

Man/Frau wird sich erinnern, wie diese Einrichtungen (zu Recht!) von den "christlichen" Parteien verdammt wurden.

Gut, dass wir heute wiederum alle Arbeitskräfte benötigen?

Gut, dass es heute fast unmöglich ist, eine Familie als Alleinverdiener zu ernähren?

Gut, dass es viele Wähler gibt, die an 2.9Mio Arbeitslose glauben?

Beitrag melden
karljosef 22.07.2015, 20:24
258. Selig sind die Glaubenden...

Zitat von marcaurel1957
Wir haben ca. 2,9 Mio Arbeitslose, das ist Fakt. Die Zählweise, bzw. Definition entspricht der offiziellen Vorgabe der Vereinten Nationen und der ILO. Natürlich steht es ihre frei, sich Ihre eigene Methode zusammen zu basteln.
Genau diese Definition wurde mir auch von einem Abgeordneten in einer email genannt.

Sie ist kurz und leicht zu verstehen.

Nur ein ganz einfaches Beispiel:
Leider finde ich da als Betroffener z.B. nicht die Grenze von 57, ab der man kein Arbeitsloser mehr ist, wenn man über ein Jahr arbeitslos war.

Gerne können Sie mich vom Gegenteil überzeugen, ich gebe ein Bier aus!

Beitrag melden
SabineHäberle 22.07.2015, 20:28
259.

Zitat von comptur
Die Kinderverwahranstalten sind Plätze für doppelt verdienende (oftmals Lehrerehepaare) finanziert aus den Steuergeldern hart arbeitender Maurer deren Ehefrauen sich um Kinder und Haushalt kümmern. Hausfrau ist ein Fulltimejob. Der nächste Schritt steht uns schon bevor. Die Grünen wollen die Splittingtabelle abschaffen und intakte Familien noch gründlicher ausbeuten.
Ach, das wußte ich noch gar nicht, dass ausschließlich Maurer die Kitas bezahlen müssen....
Alberner kann es wohl kaum noch werden hier.

Beitrag melden
Seite 26 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!