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Forderung von Städten und Gemeinden: Betreuungsgeld für Kitas
DPA

Das Betreuungsgeld ist gekippt, wohin jetzt mit den verplanten Millionen? In den Ausbau von Kindertagesstätten stecken, fordert der Städte- und Gemeindebund.

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SabineHäberle 23.07.2015, 09:48
270.

Zitat von karljosef
Wieviel % des Einkommens werden in den beiden angegebenen Fällen an Abgaben anfallen? Sie wissen doch sicherlich, dass die relativ berechneten Abgaben nicht, wie ach so gerne von der Regierung angedeutet wird, monoton steigen, sondern nach einer bestimmten Grenze sogar fallen!!
Soll ich Ihnen das jetzt wirklich vorrechnen oder können Sie selbst googlen? Aber wahrscheinlich ist das Ergebnis nicht so ganz nach Ihrem Geschmack...

Soll ich Ihnen auch erzählen, dass die Kita-Gebühren für das Akademikerehepaar bei 450€, für das Maurerehepaar bei genau 0€ in unserer Gemeinde liegen?

Und Sie sind allen Ernstes der Ansicht, dass der Maurer den Kita-Platz der Akademiker finanziert?

Übrigens nur, dass das klar ist: Ich bin der Ansicht, dass der Maurer noch viel zu viel an Abgaben zahlt.

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tallinn1960 23.07.2015, 09:54
271.

Zitat von claterio
Das wurde von der Abwrackprämie damals auch behauptet und trotzdem hat sie den Automarkt angekurbelt. Komisch, nicht?
Das wurde von der Abwrackprämie nie behauptet, weil die genau für die Wirkung da war, die Sie da beschreiben.

Und wie Sie von der Steuerungswirkung der Abwrackprämie auf die des Betreuungsgeldes schließen, müssen Sie mir noch erklären.

Einfacher ist es allerdings, die Erfahrungen mit dem Betreuungsgeld zur Kenntnis zu nehmen. Dann braucht man keine Zusammenhänge zwischen Autos, Eltern und Kindern konstruieren.

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tallinn1960 23.07.2015, 09:57
272.

Zitat von claterio
Dies ausgerechnet aus dem Lager einer Partei zu hören, die mit dem "C" im Namen den Anspruch erhebt, selbst einer 2000 Jahre alten Ideologie zu folgen, die auf einem höchst theoretischen Gottesbild fußt, erheitert micht.
Ich verderbe ihnen jetzt ungern den Spaß, aber Sie finden mich nicht im Lager der "C" Partei.

Ich betrachte die Dinge so, wie sie sind. Dann stelle ich auch keine falschen Vermutungen an, wie Sie das jetzt getan haben.

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tallinn1960 23.07.2015, 10:05
273.

Zitat von johnnybach
JA, den Rechtsanspruch gibt es. Aber es ist KEIN Anspruch der KITA, dass Sie Ihr Kind dort abgeben MÜSSEN, sondern einer der Eltern, dass Sie das DÜRFEN. Die Subventionierung ist notwendig, um den Eltern diese Wahlmöglichkeit zu geben - nicht mehr und nicht weniger. Und das ist doch sicher sinnvoll! Wenn Sie dann etwas anderes wollen, nämlich die Tagesmutter oder die Betreuung daheim, dann ist das Ihre Entscheidung. Es hindert Sie ja niemand daran, den subventionierten Kita-Platz zu nutzen - Sie hätten ja sogar einen Rechtsanspruch drauf, wenn Sie das wollen ...
Ehrlich gesagt, für die Subventionierung besteht an und für sich keine Notwendigkeit. Man könnte die 750 Euro pro Kind und Monat auch den Eltern geben. Die, die dann einen KITA-Platz brauchen, kaufen ihn für die echten Kosten (ca. 1000 Euro pro Kind und Monat) ein.

Dann wird auch mal der Wert der Eigenbetreuung von Kindern sichtbar (und der der Fremdbetreuung auch). Fremdbetreuung ist dann nur bei entsprechend hohem Einkommen wirtschaftlich.

Allerdings würde das den Staat teurer kommen, da er die Förderung nun für jedes Kind zahlen muss. Aber jedes Kind hat ja auch einen Anspruch auf einen KITA-Platz.

Das Angebot der subventionierten KITA-Plätze funktioniert nur, weil 2 von 3 Kindern diesen Platz nicht nachfragen. Und die Nutznießer der KITA-Plätze schimpfen noch auf die anderen Eltern, weil die für ihre Eigenbetreuung auch ein bisschen Geld kriegen. Dabei sind es jene Eltern, die ihnen die KITA-Betreuung ihrer Kinder erst ermöglichen.

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marcaurel1957 23.07.2015, 10:05
274.

Zitat von claterio
Steigende Rentnerzahlen, höhere Lebenserwartung der Rentner, immer weniger Berufseinsteiger und immer weniger Berufsgruppen, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen müssen, dazu die Mütterrente, der keine realen Beiträge gegenüber stehen - selbst ein Beibehalt der bisherigen Rentenhöhen würde also zwingend steigende Beiträge verlangen.
Nun ja, gegen längere Rentenbezugsdauer hat man ja etwas unternommen. Eien Änderung bei den Berufsgruppen kenne ich nicht.

Das mag sein, dass die Rentenbeutrögw steigen, aber die Aussage, das Rentensystem wäre auf Wachstum ausgelegt, ist missverständlich

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claterio 23.07.2015, 10:08
275.

Zitat von tallinn1960
Und wie Sie von der Steuerungswirkung der Abwrackprämie auf die des Betreuungsgeldes schließen, müssen Sie mir noch erklären.
Lesen Sie doch einfach den Beitrag, auf den Sie geantwortet haben.

Sowohl vom Betreuungsgeld, als auch von der Abwrackprämie wurde behauptet, dass sie zu gering seien, um Wirkung zu zeigen, weil man von der Abwrackprämie allein kein Auto kaufen und vom Betreuungsgeld allein kein Kind ernähren könne.

Beides wurde durch die Realität wiederlegt: Die Abwrackprämie hat den Automarkt angekurbelt und die Herdprämie hat finanzielle Anreize gegen die Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung gesetzt. Und genau dafür war sie ja auch gedacht.

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claterio 23.07.2015, 10:11
276.

Zitat von tallinn1960
Ich verderbe ihnen jetzt ungern den Spaß, aber Sie finden mich nicht im Lager der "C" Partei. Ich betrachte die Dinge so, wie sie sind.
Ja, aber Sie ziehen genau wie die Herren von der C-Partei aus den Dingen anschließend die falschen Schlüsse. Die Übereinstimmungen sind also durchaus da.

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claterio 23.07.2015, 10:16
277.

Zitat von tallinn1960
Ehrlich gesagt, für die Subventionierung besteht an und für sich keine Notwendigkeit. Man könnte die 750 Euro pro Kind und Monat auch den Eltern geben. Die, die dann einen KITA-Platz brauchen, kaufen ihn für die echten Kosten (ca. 1000 Euro pro Kind und Monat) ein.
Einverstanden, wenn dann auch die Anhänger der Alleinverdienerehe nicht mehr mit über 1000 Euro pro Monat (kostenlose Kranken- und Pflegeversicherung, geschenkte Rentenpunkte, Ehegattensplitting, teure Berufswiedereinstiegsprogramme für Mütter, Kindergeld ohne selbst Steuern zu zahlen) gepampert werden, fallen meine Steuern und Abgaben dadurch nämlich so stark, dass ich unterm Strich eine Menge Geld spare.

Merke: Wer so im Glashaus sitzt wie Sie, sollte nicht mit Steinen werfen. Und nicht auf die herabschauen, die seinen Lebensentwurf subventionieren.

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breakthedawn 23.07.2015, 10:26
278. Sie haben noch vergessen,

Zitat von claterio
Steigende Rentnerzahlen, höhere Lebenserwartung der Rentner, immer weniger Berufseinsteiger und immer weniger Berufsgruppen, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen müssen, dazu die Mütterrente, der keine realen Beiträge gegenüber stehen - selbst ein Beibehalt der bisherigen Rentenhöhen würde also zwingend steigende Beiträge verlangen.
dass eine höhere Geburtenrate auch mehr Rentner bedeuten. Die Babys werden auch alt, dass wissen scheints viele nicht. Deshalb muss die Folgegeneration wiederum zahlenmäßig größer sein. Ein klassisches Schneeballsystem eben. Das Rentensystem ist deshalb auch illegal.

Hier kann man es auch nachlesen:
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ein-sittenwidriges-schneeballsystem-seit-1957-basiert-das-deutsche-rentensystem-auf-unserioesen-rechnungen--wer-in-die-akten-des-arbeitsministeriums-blickt--erfaehrt-die-gruende-,10810590,9857474.html

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breakthedawn 23.07.2015, 10:31
279. Das ist einfach

Zitat von marcaurel1957
Wie kommen Sie darauf, dass das Rentensystem auf Wachstum angelegt wäre?
Eine höhere Geburtenrate bedeutet auch mehr Rentner. Die Babys werden auch alt, dass wissen scheints viele nicht. Deshalb muss die Folgegeneration wiederum zahlenmäßig größer sein.
Ist die Folgegeneration kleiner, reichen die Beiträge nicht, dass heisst die Beiträge müssen erhöht werden. Daraus folgt, dass der Unternehmer mehr erwirtschaften muss und der Arbeitnehmer mehr verdienen muss. Beides geht nicht dauerhaft.
Adenauer wusste übrigens, dass das System nicht lange halten wird, aber wie es bei Politikern so ist, es war ihm auch egal. Unseren Politikern ist es auch egal, da sie nicht RV pflichtig sind, genausowenig wie die Beamten und aus genau diesem Grund wird sich nichts ändern bis das RV System implodiert.

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