Forum: Politik
Forderungen nach EU-Austritt in Schweden: Wie der Brexit den Swexit verhindert hat
Alexandros Michai/ Shutterstock

Die Briten streiten seit Monaten über den Brexit-Deal. Auch in Schweden drängten Populisten jahrelang auf einen EU-Austritt. Doch nun ist der Swexit aus ihren Programmen verschwunden.

Seite 1 von 8
Krokodilstreichler 05.04.2019, 11:57
1. Abwarten

Man solllte erst einmal abwarten. Wenn die Briten nach dem Brexit eine kluge Wirtschafts- und Einwanderungspolitik betreiben, kann Großbritannien sehr davon profitieren, sei es durch eine Stärkung der britischen Industrie durch Schutz vor unfairer Niedriglohnkonkurrenz oder sei es durch eine Verbesserung der Einkommen der Briten, und zwar gerade der Briten, die eine besonders starke Konkurrenz auf ihren Arbeitsmärkten erfahren. Dann ist der Swexit schnell wieder auf dem Tisch und kann durchaus erfolgreich sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Richard.M 05.04.2019, 11:57
2. Jeder ist für irgendetwas gut...

...und sei es nur als abschreckendes Beispiel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser_01 05.04.2019, 12:05
3.

Vielleicht benötigt die EU - wie ein misslungener Windows-Patch - nur einen "reroll to the last working state".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 05.04.2019, 12:06
4.

Zitat von Krokodilstreichler
Man solllte erst einmal abwarten. Wenn die Briten nach dem Brexit eine kluge Wirtschafts- und Einwanderungspolitik betreiben, kann Großbritannien sehr davon profitieren, sei es durch eine Stärkung der britischen Industrie durch Schutz vor unfairer Niedriglohnkonkurrenz oder sei es durch eine Verbesserung der Einkommen der Briten, und zwar gerade der Briten, die eine besonders starke Konkurrenz auf ihren Arbeitsmärkten erfahren. Dann ist der Swexit schnell wieder auf dem Tisch und kann durchaus erfolgreich sein.
Aber nur wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen. Der Brexit ist ein derart schwaches Beispiel, dass jeder Austritt auf Jahrzehnte vermutlich auszuschließen ist. Nichtmal die Polen oder Ungarn wollen austreten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prisma-4d 05.04.2019, 12:25
5. ...wenn aus Birnen Äpfel werden.

Eine SWEXIT mit eine BREXIT zu vergleichen... Birne und Äpfel. Was aber wenn es "funktioniert"? Was, wenn die EU so weitermacht wie bisher und Länder wie Schweden neidisch auf ein Entfaltungsmöglichkeiten der Briten blicken. Man darf nicht vergessen die EXIT-Rufer werden deswegen immer mehr gehöhrt WEIL die EU als die "Freiheitsentziehende" Institution schlecht hin wahrgenommen wird. Die EU war und ist ein Geldumverteilungs-Apparat. Plötzlich wurde er aber zum "Werte-Standart" und manch einer spricht schon gerne mal den Gedanken aus: Wenn Du nicht unserer "Werte" lebst, bekommst Du auch kein Geld mehr. (Siehe Polen und Ungarn)

Wenn also der Werte-Standart nicht so überzeugend ist, das man ihn freiwillig annimmt... muß es übers Geld gehen. Was für ein Menschbild und was für ein Wertebild haben die Leute im Kopf die sowas fordern!

Wenn der BREIXT ein Erfolg wird, und ich rechne mit 50%iger Warscheinlichkeit das dies innerhalb eines politischen Erinnerungszyklus passiert, dann werden mehr Länder abwägen was ihnen wichtiger ist, EntscheidungsFREIHEIT oder StrukturGELD.
Dann werden aus Birnen Äpfel und die Wähler können möglicherweise ein Partei wählen die ihnen den Apfel verkauft, den andere schon genossen haben. Ich spare mir den Bibelbezug und das Doktorzitat!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hamburgwolfgang 05.04.2019, 12:34
6. Das geht für Großbritannien nur gut

wenn nicht nur Ostern und Pfingsten zusammen fallen ,sondern Weihnachten , Himmelfahrt und Silvester auch noch. Di8e Finanzwelt verlässt doch jetzt schon zum großen Teil London, und geht aufs Festland.
Dann gibt es noch die dann wieder entstehende Grenze zwischen Nordirland und Irland. Da war ja vor dem EU Beitritt der Briten Jahrzehnte lang Krieg, der durchaus wieder aufflammen könnte. Davor haben eigentlich auch alle in der Region Angst. Es gibt auch riesige Wirtschaftsprobleme, die sehr lange anhalten werden und unter Umständen Krawalle im ganzen Land, wenn die Wirtschaft weiter bergab geht, so wie es aussieht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 05.04.2019, 12:35
7. Empfehlung

Zitat von Krokodilstreichler
Man solllte erst einmal abwarten. Wenn die Briten nach dem Brexit eine kluge Wirtschafts- und Einwanderungspolitik betreiben, kann Großbritannien sehr davon profitieren, sei es durch eine Stärkung der britischen Industrie durch Schutz vor unfairer Niedriglohnkonkurrenz oder sei es durch eine Verbesserung der Einkommen der Briten, und zwar gerade der Briten, die eine besonders starke Konkurrenz auf ihren Arbeitsmärkten erfahren. Dann ist der Swexit schnell wieder auf dem Tisch und kann durchaus erfolgreich sein.
Sie sollten endlich ihr Krokodil streicheln - passen Sie auf, dass es nicht aus Versehen sie schnappt.

UK wird in ihrer "splendid isolation" einen unglaublichen Boom erleben - welchen werden wir sehen - aber ich befürchte er fällt komplett anders aus als sie sich denken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blurps11 05.04.2019, 12:38
8.

Zitat von Krokodilstreichler
Man solllte erst einmal abwarten. Wenn die Briten nach dem Brexit eine kluge Wirtschafts- und Einwanderungspolitik betreiben, kann Großbritannien sehr davon profitieren, sei es durch eine Stärkung der britischen Industrie durch Schutz vor unfairer Niedriglohnkonkurrenz oder sei es durch eine Verbesserung der Einkommen der Briten, und zwar gerade der Briten, die eine besonders starke Konkurrenz auf ihren Arbeitsmärkten erfahren. Dann ist der Swexit schnell wieder auf dem Tisch und kann durchaus erfolgreich sein.
Mal abgesehen davon, dass dafür auch die potentiellen Handelspartner mitspielen müssten und die nach aktuellem Stand der Dinge daran eher wenig Interesse haben: Wer genau sollte eine solche Politik denn im UK umsetzen ?

Die Tories haben in den letzten Jahren ein dermaßen neoliberales Streberprogramm gefahren, dass sogar Thatcher stolz darauf wäre und das war erheblichen Teilen der Partei immer noch zu "links". Und Corbyn mag an einigen Stellen sogar sinnvolle Ideen haben, ist als Führungsperson aber schon mit dem Parteivorsitz komplett überfordert. Der soll die Briten dann durch den Sturm in ein neues Goldenes Zeitalter führen ?

Ja, schon klar...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mpigerl 05.04.2019, 12:39
9. Wieder einer mehr der Tagträume hat ....

Zitat von Krokodilstreichler
Man solllte erst einmal abwarten. Wenn die Briten nach dem Brexit eine kluge Wirtschafts- und Einwanderungspolitik betreiben, kann Großbritannien sehr davon profitieren, sei es durch eine Stärkung der britischen Industrie durch Schutz vor unfairer Niedriglohnkonkurrenz oder sei es durch eine Verbesserung der Einkommen der Briten, und zwar gerade der Briten, die eine besonders starke Konkurrenz auf ihren Arbeitsmärkten erfahren. Dann ist der Swexit schnell wieder auf dem Tisch und kann durchaus erfolgreich sein.
In welchen Bereichen soll denn GB eine "kluge" Handelspolitik machen? Alleine? Als uninteressantes winizig Land? Cheddar Produktion?
Die Briten haben Kompentenz in der Finanzindustrie, nur die nützt ihnen ohne Zugriff auf das europäische Festland nix. Und als Mitglied der G5 eignet es sich auch nicht als sicherer Hafen für Geld aus dunklen Quellen. Alle anderen Industriefelder haben sie während und nach Thatcher aufgeben. Jetzt wieder eine eigene Elektronik, Luftfahrtindustrie, Medizintechnik oder Pharamazieindustrie aufzubauen ist super schwer, wenn nicht gar unmöglich. Noch dazu kommt, dass sie für günstige Zulieferteile den EU Binnenmarkt oder zumindest Freihandelsverträge brauchen- Und in den Binnemarkt wollen sie nicht und Freihandelsverträge mit großen Industrienationen bekommen sie nur zur schlechteren Kondistionen wie die EU Verträge, weil sie selbst halt wenig in die Waagschale werfen können. Langfristig bleibt nur der Abstieg aus der Riege der Topländer oder der Anschluss an die USA übrig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8