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Forsa-Befragung: Umfrage sieht Piratenpartei bei sieben Prozent

Erst das Berliner*Abgeordnetenhaus, später der Bundestag? Zumindest im Moment kommen die Piraten bei den Wählern bundesweit auf sieben Prozent Zustimmung, so die neue Forsa-Umfrage. Damit lassen sie die FDP*weit hinter sich. Sie liegt nur bei zwei Prozent - ein Rekordtief.

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vonwoderwestwindweht 28.09.2011, 11:52
140. ;-)

Zitat von ulli7
Das liegt auch daran, dass von den 15 Berliner Abgeordneten der Piraten keiner aus dem Öffentlichen Dienst stammt. Damit stehen die Piraten im krassen Gegensatz zu den etablierten Parteien, die sich mehrheitlich aus Angehörigen .....
So ist es. Der Frust bei Selbständigen, kleinen Firmen, Familienbetrieben usw. ist enorm hoch, weil sie keinerlei Lobby haben und praktisch völlig übergangen werden. Politiker aus der Verwaltung WOLLEN und KÖNNEN auch deren Probleme nicht verstehen und erst recht nicht lösen. Das fängt an bei der total bizarr hohen Krankenversicherung für Selbständige, die ewige Einmischung durch immer neue Gesetzesnovellen und neue bürokratische Sperenzchen. Am schlimmsten aber ist diese total ineffiziente, umständliche Denkweise der meisten Berufspolitiker. Sowas kann sich kein Selbständiger oder Familienbetrieb erlauben, und richtig schlimm wird es, wenn man sich dann von diesen umständlich denkenden "Schreibtischtätern" auch noch bevormunden lassen muss, was noch ok wäre, wenn was Gutes bei raus käme. Oft ist es aber nur eine weitere finanzielle oder arbeitstechnische Belastung ohne irgendeinen positiven Effekt als Gegenzug.

Da erhoffe ich mir doch ein paar positive Impulse von den Piraten. Zum einen, weil sie absolut gegen eine unnötige staatliche Einmischung und Bevormundung sind (ganz anders als z. B. die Grünen). Und zum zweiten, weil sie als Menschen aus der technischen/Internet-Sparte und als teilweise Selbständige und Kleinunternehmer über ganz andere Denk- und Handlungsstrukturen verfügen als jemand, der beruflich keinerlei unternehmerisches Risiko trägt. Solche Leute wissen genau, dass sie mit reiner Selbstdarstellung und Dampfplauderei ihre Miete nicht bezahlen können. Diese anderen Denkstrutkturen kann man übrigens schon wunderbar am Internet-Auftritt der Piraten erkennen. Das ist eine völlig andere "Denksprache" als die anderer Parteien. Allein schon wie das organisiert und aufgebaut ist unterscheidet sich fundamental von dem anderer Parteien. Und so bzw. so ähnlich funktioniert aber auch ihre "Denke". Ich finde es gut, wenn solche Leute in Parlamente einziehen, weil es eingefahren und abgenutzte Denkmuster aufbricht.

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Faktenanalyse 28.09.2011, 11:54
141. Protestieren ist einfach

Die Wahl des Parteinamens, das Auftreten der Mitglieder, das unausgereifte Programm; als Protestpartei moegen sie voruebergehend erfolgreich sein, meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit bis sie wieder verschwinden, oder sich an die etablierten Parteien anpassen.
Mit den Gruenen kann man die Piratenpartei nicht vergleichen, denn die Gruenen wollten nicht nur protestieren, sondern etwas veraendern, und sie hatten ein ernstzunehmendes Programm.
Auf die 'allgemeine Unzufriedenheit' in der Bevoelkerung zu setzen ist einfach, reicht aber nicht aus. Selbst wenn ein Teil der Bevoelkerung unzufrieden ist heisst das nicht, dass die Politik oder die politischen Parteien versagt haben.

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das_dunkle_Orakel 28.09.2011, 11:55
142. Ergänzung

Zitat von gambitfalle
...für die Piraten werden sehr schnell zu 47. Wenn sie im Programm hätten : 1.Das Parlament besteht aus.....
4. Pensionen werden erst nach MINDESTENS zwei Perioden gezahlt, wobei diese sich dann an dem Durchschnitt der Zeitarbeiteransprüche orientiert.

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ratxi 28.09.2011, 11:57
143. Wahlwillig

Zitat von sysop
Erst das Berliner*Abgeordnetenhaus, später der Bundestag? Zumindest im Moment kommen die Piraten bei den Wählern bundesweit auf sieben Prozent Zustimmung, so die neue Forsa-Umfrage. Damit lassen sie die FDP*weit hinter sich. Sie liegt nur bei zwei Prozent - ein Rekordtief.
Weil viele wahlwillige Bürger seit langem ihr Kreuzchen bei Parteien machen müssen, der sie auch nichts zutrauen, kommen die Piraten gerade recht. Unabhängig davon, was sie überhaupt wollen, was sie machen: Sie sind komplett neu. Das reicht.
Sie zu wählen bedeutet also auf jeden Fall, die Etablierten aufzurühren, ggf. wach zu machen.
Die Piraten brauchen ihre Chance.

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Das Grauen 28.09.2011, 11:59
144. FDPler, das hätten Ihre 7% sein können!

Wenn Sie nicht idiotischerweise das Wirken Ihrer Partei auf das Senken von Steuern reduziert, sondern in echtem Liberalen Sinne sich auf die Stärkung der Rechte des Individuums, gegenüber dem Staat aber auch gebenüber den Interessen der Konzerne, konzentriert hätten. Auch mehr sozialiberales Engagment, Hilfe zur Selbsthilfe, wäre beim Wähler sicher gut angekommen. Na, nun ist es zu spät. Selbst schuld. Auf Nimmerwiedersehen.

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das_dunkle_Orakel 28.09.2011, 12:02
145. .

Zitat von prüfling
Freie Fahrt mit U-Bahn und Co., Hasch-Toleranz, bedingungsloses Grundeinkommen, Wahlrecht für Ausländer. Das bedingungslose Grundeinkommen haben wir doch schon: 5 Millionen ......
Sie picken sich auch nur das, was ihnen in den Kram passt.
Man könnte ja fasst denken, sie haben angst um ihre Millionen. Nur glaube ich nicht, dass die Reichen hier den Spiegel lesen.
einen Vorschlag
Gehen sie unter die Zeitarbeiter/H4ler und schwadronieren über den 'Sozialklimbim für Arbeitsscheue'.

und zum nachdenken
Wir wollen immer mehr produzieren,
- mit weniger Kosten
- mit weniger Arbeitskräfte
- in immer kürzeren Zeiträumen

Wie lange soll das funktionieren?

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Holledauer 28.09.2011, 12:02
146. Ich bin zwar eher ein konservativer Typ,..

..und das Parteiprogramm der Piraten ist weit weg von meiner Überzeugung, aber wenn die etablierten Parteien so weitermachen, bekommen die Piraten bei den nächsten Wahlen meine Stimme. Vielleicht gelingt es ihnen, den etablierten Berufspolitikern Feuer unterm Hintern zu machen, damit die Hinterzimmerkungeleien endlich ein Ende haben und nicht nur Büttenreden in der Öffentlichkeit geschwungen werden!

So blöde, wie die meisten Politiker glauben, sind die Wähler nicht!

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dave_t 28.09.2011, 12:03
147. BGE: "Dumme Idee" oder doch "Klientel bedienen"?

Zitat von Humboldt
Nicht so schnell! Wieso ist das bedingungslose Grundeinkommen eine "dumme" Idee bei den Piraten?
Aus meiner Sicht hat diese Diskussionen zwei Seiten: Zum einen die Sinnhaftigkeit eines BGE, darüber kann man durchaus kontrovers diskutieren, und es mag für Pro und Contra viele richtige und wichtige Argumente geben. Das genau interessiert mich beim Piratenprogramm aber genau nicht.

Sondern die Wahrnehmung, daß die Piraten "erfrischend anders" seien. Was ist das BGE denn anderes als das Bedienen der eigenen Klientel? Besteht die Zielgruppe der Piraten denn nicht zu großen Teilen aus Mitgliedern der "irgendwas-mit-Medien-oder-Computer" Generation, die versuchen, sich von "Projekt" zu "Projekt" zu hangeln?

Das geben die Piraten auch ganz offen zu, kann man alles im Wahlprogramm nachlesen:

"Sichere Existenz schafft einen Freiraum für selbstbestimmte Bildung und Forschung sowie wirtschaftliche Innovation. Sie erleichtert und ermöglicht ehrenamtliches Engagement, beispielsweise ... unabhängigen Journalismus, politische Aktivität oder die Schaffung von Kunst und Freier Software. Davon profitiert die ganze Gesellschaft."

Auf den Punkt gebracht: Die Piraten fordern das BGE, um finanziert von der Allgemeinheit weiter Politblogs vollzuschreiben, und ohne Zumutungen wie der Aufnahme einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit Zeit und Mittel zu haben, sich weiter bei den Piraten zu engagieren.

Der FDP wird hier oft Selbstbedienung vorgeworfen. Was bitteschön ist dann das?

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vincent lafayette 28.09.2011, 12:03
148. falscher Blickwinkel

Zitat von donvito85
Meine Meinung zu ihrer Meinung, absoluter Blödsinn... Nichtwählen kommt eher so rüber ala "is mir doch egal wer gewählt wird"
Und? Ist es nicht wirklich völlig gleich? Hat Rot-Grün nicht beispielsweise reichlich Gesetze durchgebracht oder abgenickt, gegen die sie selbst jahrelang sturmgelaufen sind? Beispielsweise in Sachen Unternehmensbesteuerungen? Beteiligung im Konflikt des zerfallenen Yughoslawien? Entsendung von Truppen in ein Kriegsgebiet (Afghanistan)?

Mir einem "Ungültig" liegt nahe, dass der Wähler ein Depp ist, der das Wählen nicht versteht. Bei einer solchen Fernsehbeteiligung bei "Alm" etc. würde mich das nicht überraschen.

Nur wenn optisch sichtbar wird, dass die Republik rein demokratisch gesehen in der Luft hängt, fangen vielleicht auch mal Leute im Ausland an zu grübeln, dass man sich auf gefährliches Terrain begibt, wenn Dtld. als immerwährendes Geberland weiter unangemessen ausgepresst wird. Und nur dann müssen sich Politiker im Ausland fragen lassen, was denn da in Dtld. los ist, wenn lediglich jeder fünfte Wahlberechtigte seine Stimme abgegeben hat.

Aber vielleicht ist es ja auch von Außen gewollt, dass sich die Lage in Europa zu einem Pulverfass entwickelt. Viele Anzeichen sprechen meines Erachtens dafür.

Und dann machen auch die Piraten keinen Unterschied.

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Bernd Kuck 28.09.2011, 12:03
149. Titel ohne Mittel

Zitat von Palmstroem
Welche Lösung haben die Piraten für Europas Schuldenkrise? - Keine! Toll, was die Bürger wählen!
Die Lösungen der Etablierten sind auch nicht überzeugend. Es sind junge kluge Leute, die eine Chance verdient haben.

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