Forum: Politik
Forsa-Umfrage: Deutsche beklagen Überpräsenz der AfD in den Medien
DPA

Die AfD ist in diesen Tagen häufig in den Medien. "Zu häufig" finden einer Umfrage zufolge rund 40 Prozent der Deutschen. Fast genauso viele halten den Umfang der Berichterstattung aber für "gerade richtig".

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nilux 18.02.2016, 23:09
10. Gefährlich

Ich finde es außerordentlich gefährlich für die Demokratie, wenn Auszüge aus Umfragen stückhaft zusammengesetzt zur Meinungsbildung benutzt werden. Insbesondere Forsa und ihr Chef Herr Güllner spielen diesem Zusammenhang eine sehr unsägliche Rolle.

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clausbremen 18.02.2016, 23:10
11. Das ...

... was der Forsa-Chef da als "braunen Bodensatz" bezeichnet, sehen immerhin 53 % der Bürger ganz anders, wenn man 17 + 36 % der Forsa-Umfrage korrekt addiert. Wie soeben bei Maybritt Illner ganz richtig festgestellt wurde, fungiert die AfD derzeit als Fieberthermometer der Demokratie. Wenn die Politik, die Regierung keine oder die falschen Lösungen anbietet, dann geht es dem Patienten halt schlecht. Bleibt es dennoch weiter beim falschen Kurs, geht die Fieberkurve weiter nach oben. So einfach, so wahr.

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syn4ptic 18.02.2016, 23:17
12. Womit fängt man hier an?

1) "Im Prinzip ist es richtig, die AfD anzugreifen und auszugrenzen" Wer das über die mediale Präsenz einer legitimen, nicht verbotenen, demokratische Partei erzählt sollte evtl. vor weiteren Äußerungen einmal nachlesen was Demokratie bedeutet. Selbst wenn 60 % die AfD wählen würden, wäre das demokratisch legitimiert. Ich mag bspw. weder die CDU noch Merkel, aber deshalb kann ich auch keine Rebellion ausrufen. Das würde die Wahlen ad absurdum führen.

2) War die Umfrage repräsentativ? So wie hier um die klare Aussage herumartikuliert wird wohl nicht. Üblicherweise steht es direkt in den Einleitungssätzen der Artikel.

3) Finde ich es langsam schon etwas beeindruckend wie SPON Prozentzahlen ausschlachtet. Wären die 40 % gegen die Asylpolitik gewesen, würde es wahrscheinlich heißen "überwältigende Mehrheit der Deutschen für Merkels Asylkurs". :-) Hier macht man aus einer 40 %-igen Ablehnung eine journalistisch kreative Ablehnung der AfD in der Bevölkerung.

4) keinerlei Hintergrund zur Ablehnung der Medienpräsenz

Ach ja...

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kaffeepause9h30 18.02.2016, 23:18
13. Fangt bei Euch selber an!

Dann sollten Journalisten und Teile der angeblich 40% der Deutschen mal anfangen damit aufzuhören jeden Geistespfurz der AfD zu kommentieren, Bedeutungsschwere zu verleihen und in FB zu posten. Das wäre doch schon mal ein Anfang.

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Sal.Paradies 18.02.2016, 23:21
14. Grenzwertig

Was Hr.Güllner sagt, ist schon sehr grenzwertig. Seine Aussage, mit den Wählern der AFD könne man nicht reden+diskutieren bedeutet dann ja nichts anders, als genau jene Wähler aus dem demokratischen Prozess und damit faktisch als Bürger auszugrenzen!! Sicherlich ist in dieser Partei und deren Anhängern ein bestimmter "Bodensatz" , so wie in anderen Parteien eben auch. Hier alle in eine Art Sippenhaft zu nehmen, halte ich für mindestens bedenklich. Meiner Meinung nach sollte sich Hr.Güllner in Selbstreflexion begeben, um über seine eigene demokratische Einstellung gegenüber Andersdenkenden nachzudenken. Menschen auszugrenzen fördert doch eher deren Hass + Radikalität. Im übrigen sollte sich Hr.Güllner bewusst machen, dass er als Forsa-Chef nicht darüber zu befinden hat, wer in einem demokratischen Land mit wem sprechen und diskutieren darf/kann. Sein Job ist es Zahlen zu erheben und diese eventuell zu interpretieren, aber ganz bestimmt nicht Politik zu machen. Wenn er dies möchte, dann sollte er einer Partei beitreten und/oder ein eigene Gründen. Solange er als Forsa-Chef redet, sollte er dem Wähler die Wahl seiner Partei überlassen..... ;-)

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peteftw 18.02.2016, 23:23
15. wie jetzt?

Also wenn ich die Zahlen richtig interpretiere, ist doch eine Mehrheit der Meinung, dass NICHT zuviel über die AfD berichtet wird. Warum wird es dann anders herum dargestellt?

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heinbld279 18.02.2016, 23:25
16.

Wie groß wäre die AfD wohl geworden, wenn die bösen Mainstreammedien sie einfach ignoriert hätten und sie nur durch eigene Öffentlichkeitsarbeit Menschen erreichen könnten.
Any promotion is good promotion.

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nici2412 18.02.2016, 23:25
17.

Wie wärs mit einer Umfrage ob zuviel über Umfragen und die Meinungen von SPD-Güllner berichtet wird?

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osterbuckel 18.02.2016, 23:26
18. 50 % der AfD-Sympathisanten

haben Abitur oder Hochschulbildung. Keine Partei hat eine solch gebildete Anhängerschaft(laut"Spiegel"). Warum sollte man mit diesen nicht diskutieren können?
Herr Güllner hat wohl Angst vor solchen Menschen.

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signaturen 18.02.2016, 23:28
19. Nicht überraschend

das Ergebnis.
Egal wie man zu welcher Partei steht, aber eine ausgewogenere Berichterstattung wäre wünschenswert.
Klar daß extreme Meinungen oder innerparteilicher Zoff bei allen Parteien für eine Nachricht gut ist, aber daß z.B. Parteien nur noch damit in die Medien kommen ist ein deutliches Zeichen für das Versagen der Medien.
Wo bleiben z.B. die reinen Informationen über Parteien die wenigstens in den Länderparlamenten vertreten sind?
SSW, Piraten etc...
Über andere Splitterparteien, CSU, FDP und Co erfährt man die dämlichste Nachricht des allerletzten Hinterbänklers..

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