Forum: Politik
Forsa-Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen halten Wulffs Rücktritt für richtig
AFP

"Ich wäre auch heute noch der Richtige im Amt", erklärte Ex-Bundespräsident Wulff bei seiner Buch-Präsentation. Das sehen zwei Drittel der Deutschen anders: Sein Rücktritt sei richtig gewesen, sagen die Befragten.

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kimmberlie67 18.06.2014, 07:16
120. Ich kann es nicht verstehen

das man solchen Menschen immer wieder eine Plattform
in der Öffentlichkeit bietet.
Das man ihm nichts beweisen konnte sagt doch nur die anderen waren Schlauer wie die Staatsanwälte.

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vroni1203 18.06.2014, 07:39
121. Buchveröffentlichung

Zitat von willige
Rücktritt unvermeidlich. Aber wenn man jetzt sein Buch liest, ist die Bildzeitungsriege und die Justiz korrupter, als Wulff es war. Da bekommt man schon Bedenken, wenn so ein Blatt nicht genehme Politiker chassen kann, dann können sie auch mal einen Kleinen "Adolf" im Fahrstuhl nach oben fahren lassen, wenn sie es wollen.
Aber zur Buchveröffentlichung und Promotion war die Presse wieder recht. Da waren sie schon gern gesehen. Welche Diskrepanz!

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meykos 18.06.2014, 09:12
122. Als Opfer der Medien ist er bisher nicht bestätigt worden.

"Christian Wulff musste aufgrund einer Falschmeldung der „Bild“-Zeitung als Bundespräsident zurücktreten. Es ist erstaunlich, wie wenig das bekannt ist und wie wenig das die Leute zu stören scheint. [...]

Würde man nicht annehmen, dass diese Vorgänge rund um einen falschen und, wie ich sagen würde: absichtlich irreführend geschriebenen Bericht der „Bild“-Zeitung ein großes Thema in den anderen Medien wären? Noch einmal: Es handelt sich um den Artikel, der den Auslöser dazu bildete, dass Wulff zurücktrat. Ist das nicht eine große, berichtenswerte, recherchierenswürdige Sache? Ist es nicht bemerkenswert, dass Wulff am Ende durch eine Falschmeldung der „Bild“-Zeitung zu Fall gebracht wurde?

Offenbar nicht. Kaum jemand hat darüber berichtet."(Niggemeier)

http://bit.ly/1lylMGz

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otelago 18.06.2014, 10:57
123. Konkreter

Zitat von willige
Rücktritt unvermeidlich. Aber wenn man jetzt sein Buch liest, ist die Bildzeitungsriege und die Justiz korrupter, als Wulff es war. Da bekommt man schon Bedenken, wenn so ein Blatt nicht genehme Politiker chassen kann, dann können sie auch mal einen Kleinen "Adolf" im Fahrstuhl nach oben fahren lassen, wenn sie es wollen.
Vor einigen Jahren dachte der damalige Präsident Köhler öffentlich und theoretisch über neue Sichten auf die Aufgaben der Bundeswehr nach - und wurde dafür von den Medien gerupft, nachhaltig.

Herr Gauck kann dahingegen seine Botschaften, die wie 1:1 Kopien aus einem US Think-Tank 4 Germany wirken, unwidersprochen verbreiten.

Doch wie ist das mit den Medien? Im Prinzip haben wir ja eine vielfältige Landschaft.

Allerdings kommt es immer wieder zu großen monolithischen Blockbildungen mit dem Ziel rücksichtslos irgendeine Agenda durchzudrücken.

Daran beteiligen sich dann speziell die ö.r. Medien mit ihren Nachrichtensendungen sowie Infotainmentformaten, die auf viele Menschen eine große suggestive Wirkung haben. Sie gaukeln mit Taschenspielertricks wie Einspielapplaus und selektiven Straßeninterviews echte Öffentlichkeit und Ausgewogenheit vor und verschieben die Balance in gewünschte Zielkorridore.

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otelago 18.06.2014, 11:44
124. Eurorettung

Der Rücktritt des Präsidenten Wulff soll der Bevölkerung als eine Folge seiner persönlichen Ungeschicklichkeit im Umgang mit privaten Abrechnungen im Grenzgebiet der Vetternwirtschaft in Erinnerung bleiben.

Tatsächlich wurde Wulff ab dem Zeitpunkt, an dem er sich skeptisch gegenüber der Verfahrensweise der "Euro Rettung" äußerte, von verschiedenen Leitmedien gleichzeitig hart angegangen und kein anderer namhafter Politiker wagte es ihn zu verteidigen.

Dieser Artikel vom 24.8.2011 bringt den Hintergrund in Erinnerung:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-11124526.html

Am gleichen Tag wurde Wulff bei SPIEGEL online als "Populist" bezeichnet und somit die Medienjagd eröffnet.

Bis heute weigern sich die Leitmedien, diesen Zusammenhang transparent darzustellen, obwohl er glasklar ist.

Es ist schlicht ein massives journalistisches Versagen oder gar eine nackte Angst, die die Journalisten und Politker davon abhält, diesen Zusammenhang zu thematisieren.

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Palmstroem 18.06.2014, 20:56
125. Korruption: Medien kaum besser als die Politik bewertet

Auch ich habe eine interessante Umfrage zu bieten:
Laut Transparency International halten die Deutschen die Medien als drittkorruptesten Sektor wahr – gleich nach den politischen Parteien und der Privatwirtschaft. Mit der Schulnote 3,6 wurden die Medien erstmals sogar noch schlechter als die öffentliche Verwaltung und das Parlament (je 3,4) bewertet. Die Leser haben also ein verblüffend feines Gespür für die Realitäten der Branche. Transparency-Vorsitzende Edda Müller nannte das ein „alarmierendes Zeichen“. Sie forderte eine Diskussion über die Unabhängigkeit und Qualität der Medien.

Dumm nur: Für eine solche Diskussion braucht man die Medien als Multiplikatoren. Oder geht´s auch ohne?

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otelago 20.06.2014, 10:44
126. kartelle

Zitat von Palmstroem
Dumm nur: Für eine solche Diskussion braucht man die Medien als Multiplikatoren. Oder geht´s auch ohne?
Online Medien führe zu mehr Unübersichtlichkeit und mehr Transparenz.

In traditionellen Medienrunden werden Online Medien gerne verächtlich gemacht - jeder kann einfach sagen was er will.

Ja wo kämen wir denn da hin, wenn das jeder kann!

Die ö.r. Medien hängen total an den Lippen der Fraktionen, die paar überregionalen wichtigen Zeitungen sind viel zu stark auf das Staatstheater in Berlin ausgerichtet.

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rilepho 23.07.2014, 09:55
127. Meine Empfehlung an Herrn Wulff:

Suchen Sie sich einen kompetenten Psychologen oder besser Psychiater, da haben Sie dann das passende Forum für alle Ihre Probleme. Und noch eine Bitte: Verschonen Sie uns mit Ihrem Privaten. Um nichts anderes handelt es sich bei Ihnen. Der Brief an Kai Dieckmann vom August 2010 stellt Sie total bloß!

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jolip 23.07.2014, 10:31
128. Medien

Zitat von Palmstroem
Auch ich habe eine interessante Umfrage zu bieten: Laut Transparency International halten die Deutschen die Medien als drittkorruptesten Sektor wahr – gleich nach den politischen Parteien und der Privatwirtschaft. Mit der Schulnote 3,6 wurden die Medien erstmals sogar noch schlechter als die öffentliche Verwaltung und das Parlament (je 3,4) bewertet. Die Leser haben also ein verblüffend feines Gespür für die Realitäten der Branche. Transparency-Vorsitzende Edda Müller nannte das ein „alarmierendes Zeichen“. Sie forderte eine Diskussion über die Unabhängigkeit und Qualität der Medien. Dumm nur: Für eine solche Diskussion braucht man die Medien als Multiplikatoren. Oder geht´s auch ohne?
Was wohl daran liegen dürfte, dass sich die große der Medien in der Hand bzw. unter der Verantwortung konservativer bzw. neoliberaler Kräfte, also Ihrer Fraktion, befinden.
MFG
jolip

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