Forum: Politik
Forsa-Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen halten Wulffs Rücktritt für richtig
AFP

"Ich wäre auch heute noch der Richtige im Amt", erklärte Ex-Bundespräsident Wulff bei seiner Buch-Präsentation. Das sehen zwei Drittel der Deutschen anders: Sein Rücktritt sei richtig gewesen, sagen die Befragten.

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bekkawei 17.06.2014, 11:07
20.

Zitat von Demandred
Ich habe kaum einen Zweifel daran, dass Herr Wulff, so er weiterhin BuPrä geblieben wäre, das Amt genauso gut oder schlecht ausgeübt hätte, wie jeder andere vor oder nach ihm auch.
Da gab es aber durchaus Qualitaetsunterschiede.
Richard v. Weizsäcker war ein hervorragender Präsident, der uns nur Ehre gemacht. Herzog war auch gut, intellektuell und ausgleichend.

Köhler war nicht schlecht, aber letzten Endes hat er kein Rückgrat gezeigt.

Lübke und Rau waren peinlich, und genau da ist auch Gauck zu verorten. Da können wir uns u.U. noch auf ein paar Schmankerl gefasst machen.

Carstens war nicht so ganz sauber.

Wulff aber, um Gottes Willen, so arrogant und dumm, dass ihm die Schmuddeligkeiten, die er mit größtem Selbstverständnis verübt hat, gar nicht mehr aufgefallen sind.




Zitat von Demandred
Das ist eine Seite der Betrachtung. Ich sehe aber ein Hindernis in der Person Wulff begründet, was vielen Menschen möglichrwiese zu schaffen macht: er ist nicht das, was sich gemeinhin unter einer "moralischen Instanz" vorgestellt wird. Ich halte ihn ebenfalls - offen zugegeben - moralisch für nicht integer. Es ist nicht zu bezweifeln, das ihm juristisch rein gar nichts angelastet werden konnte und er deshalb freizusprechen war. Dies betont er bereits mit anderen Worten im (sehr langen) Vorwort seines Buches, aber Moral geht ihm ab. Bewertungskriterien hiefür gibt es genug. Übrigens: die bloße Existenz seines Buches stellt ein Paradebeispiel dar.
Genau so ist. Da sind Dinge vorgefallen, die man noch keinem der vorherigen, teilweise auch wenig brillianten Präsidenten vorwerfen konnte. Ein echter Schnäppchenjäger halt.

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dauersinnkrise 17.06.2014, 11:10
21. zwei Drittel und Herr Wulff

Zitat von sysop
"Ich wäre auch heute noch der Richtige im Amt", erklärte Ex-Bundespräsident Wulff bei seiner Buch-Präsentation. Das sehen zwei Drittel der Deutschen anders: Sein Rücktritt sei richtig gewesen, sagen die Befragten.
Nur zwei Drittel! Wo Herr Wulff selbst den Rücktritt für richtig hält! (Da er konkret keine Wahl hatte.) Was genau ist jetzt die Aussage der Umfrage? Wurde gefragt, ob es richtig war, die Immunität des Präsidenten aufzuheben, ob die Kampagne richtig war, oder ob wir glücklich seien sollten, dass er weg ist, warum auch immer? Möglicherweise wurde ja gefragt, ob Herr Wulff mit der zitierten Ausage richtig liegt (zweidrittel sagen nein?). Man weiß das nicht so genau.
Ich fänds gut, wenn die solche Text ein paar Fakten und Informationen enthielten.

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xcountzerox 17.06.2014, 11:11
22. möchtegern royals?

die mehrheit der deutschen braucht eben keine möchtegern royals. kein paar, welches sich versucht wie die vertreter der königshäuser anderer länder aufzuführen.

dazu kommt, dass die mehrheit vom bundespresidenten eine gewisse würde und dezentes auftretten erwartet. ganz sicher nicht dieses versuchte glamouröses leben, welches dies wulffs zur schau stellten.

das hat schon bei zu guttenbergs angeekelt.

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Piccarda 17.06.2014, 11:12
23. Schweigegeld

Der gute Wulff hat nicht begriffen, dass es sich bei seinem Ehrensold um Schweigegeld handelt. Allein das zeigt, wie unterbelichtet dieser Mann ist. Sagen wir es offen: Bettina hat ihn zu einem Frauenknecht gemacht. Und es ist bitter, so etwas einzusehen ...

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peterfleischhauer 17.06.2014, 11:13
24.

" Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft ist an ihr Ende gekommen. Was vermeintlich immer gut ging – nämlich neue Schulden zu machen -, geht eben nicht ewig gut."

"Alle Staaten sind gefordert, die Verpflichtungen aus dem Stabilitätspakt zu erfüllen."

"Ein Grundprinzip der Marktwirtschaft ist, dass Risiko und Haftung Hand in Hand gehen. Wer Risiken eingeht, kann auch scheitern. Dieses Prinzip muss auch für den Finanzsektor gelten"

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/08/110824-Wirtschaftsnobelpreistraeger.html

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berlinerunkraut 17.06.2014, 11:14
25. der Freispruch bedeutet gar nichts...

Aus eigener Erfahrung mit der deutschen Justiz kann ich nur sagen, dass ein Freispruch auch heißen kann, dass jemand seine Machenschaften so gut vertuscht, dass er freizusprechen ist. Sein Verhalten insbesondere auch die bösen Mailbox Sprüche sprechen Bände. Seine jetzige versuchte Abrechnung in einem Buch in dem er allen anderen die schuld für alles in die Schuhe schieben mag widert mich an. Zum Glück ist der bald wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden.

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katzenheld1 17.06.2014, 11:16
26. Nicht schmunzeln. Lachen sollte man über Wulff.

Zitat von fpwinter
von dem zwei Dritteln haben alles, was sie darüber wissen, nur aus der Bild-Zeitung? Merke: Repräsentative Umfragen sind alles, nur nicht repräsentativ. Schmunzle: "BILD´t Dir Deine Meinung"
Ich gehöre zur Mehrheit, also den Dummen, Ungebildeten – auch wenn ich die von Ihnen geschmähte Zeitung selten lese (diese weit verbreitete Foren-Standardphrase, alles vermeintlich niveaulose als BILD-Bildung zu klassifizieren, zeugt natürlich von hohem Geist).

Dieses Zitat trifft für Wulff zu und auch für so einige anderen: „Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.“ Sie wissen bestimmt, welcher Philosoph das sagte, gell? Der gehört übrigens nicht zu meinen Lieblingsphilosophen, ein weiterer Beweis für mein niederes geistiges Niveau.

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Piccarda 17.06.2014, 11:16
27. Sparkassendirektor

Zitat von skeptiker97
... konnte ich mich richtig identifizieren; von ihm fühlte ich mich gut repräsentiert. Alle, die bis jetzt danach kamen, sind für mich eine große Enttäuschung. Auch bei deren Wahl hatte ich noch gedacht, daß sie die richtigen Leute seien, aber dieser Eindruck war jeweils nur sehr kurz...
Dieser Sparkassendirektor hat, sagen wir es offen, Fahnenflucht begangen. In intellektueller Hinsicht war er für das Amt des Bundespräsidenten völlig ungeeignet. Gut, dass er gegangen ist. Über Wulff reden wir nicht. Gauck wird überschätzt. Sein Lebenswandel ist mehr als bedenklich ...

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Netcube 17.06.2014, 11:20
28. Ich auch...

Ich gehöre zu den 2/3... Grund: Er hat zu viele Fehler gemacht, hat sich nicht an die hohen Maßstäbe gehalten die er anderen mit erhobenen Zeigefinger predigte. Aber: Trotzdem fand ich seine BuPrä-Art sehr viel besser als die unseres neuen Predigers, den ich als schlechtesten Bundespräsidenten ansehe, den ich bewusst erlebt habe. Und v.a.: Auch wenn ich denke, dass Wulff viele Fehler gemacht hat und der Rücktritt letztlich unausweichlich war, finde ich das Verhalten der Medien noch lange nicht richtig. Die mediale Hybris in seinem Fall war pervers, hatte mit gutem Journalismus oft gar nichts mehr zu tun. Der Spiegel hat auch mitgemacht.

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c218605 17.06.2014, 11:20
29. Selektives Unrechtsbewusstsein?

Zitat von iffel1
Herr Wulff hat nicht begriffen, dass er nicht König von Deutschland war in den 521 Tagen seiner "Herrschaft". Eitel und selbstherrlich war er schon damals und nicht tragbar als Politiker. Und das deutsche Volk muss diesem Nichtskönner nun auch noch "Ehrensold" bis an sein Lebensende zahlen. Wir sollten diese Peinlichkeit aber aus den Geschichtsbüchern tilgen - Wulff: weg !
So, so trotz bewiesenem Unrecht an diesem Mann wie ein tollwuetiger Terrier verbissen bleiben...

Als eingefleischter Sozialdemokrat ist mir ein eventuell zweifelhafter
Herr Wulff als Praesident mehr Wert als solch verlogene Demokraten
wie Sie, die wie schon das Pressewesen in der Sache alle moralischen
Werte und Fairness bei Bedarf mit Fuessen treten.

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