Forum: Politik
Forumsdebatte zu Sarrazin: "Ade Meinungsfreiheit"

Thilo Sarrazin provoziert - auch die SPIEGEL-ONLINE-Leser: Mehr als 12.000 Beiträge sind in den Foren zusammengekommen. Viele kritisieren Sarrazins polemische Wortwahl, doch es gibt auch viel Zustimmung. Und Empörung über die Entscheidung der Bundesbank, ihren Vorstand zu feuern.

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herr-paul 04.09.2010, 11:34
180. @ Moodester

Zitat von Moodester
“Etwas wie “freie Presse” gibt es nicht [...] Nicht nur das sich nicht das Geringste daran geändert hätte,es ist noch weit schlimmer geworden,wie unter anderem auch und gerade die omnipräsente Propaganda des Holocaust und zum 2.WK demonstriert.Wahrheit unerwünscht,ja strafbar unter dem Menschenrechtswidrigen § 130 StGB.Meinungsfreiheit,das ich nicht lache,Pressefreiheit,der Brüller !!!
Es ist seeehr gut, dass sich nun auch die zahlreichen Neonazis aus ihren Löchern trauen und laut die angebliche Verletzung der sarrazinischen Meinungsfreiheit beweinen. An nichts kann man besser erkennen, wes Geistes Kind die Thesen Sarrazins sind, und welche politische Meinung er mit seinen Thesen tatsächlich befördert.

Danke für Ihren Beitrag, der die Kritiker Sarrazins besser bestätigt als alles andere.

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slava grof 04.09.2010, 11:34
181. hier könnte ihre werbung stehen

Zitat von sysop
Viele kritisieren Sarrazins polemische Wortwahl, doch es gibt auch viel Zustimmung. Und Empörung über die Entscheidung der Bundesbank, ihren Vorstand zu feuern.
der spiegel ist anscheinend ganz bewußt ignorant.
eine objektive headline wäre gewesen:
"Die Zustimmung in den Foren ist mit ca. 80-90 % überwaeltigend. Einige wenige kritisieren jedoch auch Sarrazins polemische Wortwahl".

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Helmut Pirkl 04.09.2010, 11:35
182. Medien und Politiker

Zitat von Ichbinsleid
Die einzigen die immer alle Ausländer ins Spiel bringen sind die Gegner von Sarrazin. Da frage ich mich schon was das soll...
Es nicht einzige, welche mit allen Mitteln gegen Sarrazin vorgehen, sondern die Medien und mit den Politikern gemeinsam eng umschlossen sind es, die ihn auszugrenzen versuchen.

Sarrazin provoziert nämlich nicht, wie uns das auch Spon weismachen will, sondern er sagt wohlbegründet die Wahrheit. Seine übergroße Resonanz lässt darauf schließen, dass er großes Ansehen in der Bevölkerung genießt. Ob viele sich gegen seine polemische Wortwahl wenden, mag aus Sicht von Spon so scheinen. Ich vermag das allerdings nicht zu erkennen. Die Mehrheit stimmt seinen Äußerungen zu. Das kann ich in meinem großen Umfeld, das sich aus politisch bunt gemischten Menschen zusammensetzt, deutlich erkennen.

Die Entscheidung der Bundesbank, Sarrazin zu feuern, lässt eher noch auf den Druck aus Medien und Politik, welche offensichtlich in diesem Falle nicht die Mehrheit des Volkes repräsentieren, schließen.

Die Schlammschlacht um Sarrazin ist noch lange nicht zu Ende. Sie wird erst so richtig angefeuert, wenn sich die Justiz mit diesem Fall beschäftigen wird.

Vor diesem Hintergrund wäre der Bundespräsident gut beraten, wenn er seine Zustimmung zur Entlassung von Sarrazin aus dem Dienst der Bundesbank versagt.

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gd01 04.09.2010, 11:36
183. Arroganz

Zitat von BratSchnitte
Ja Herr Heil, alle aber auch wirklich alle hier Anwesenden wissen mittlerweile um Ihren geradezu astronomischen IQ.

so geht das nicht! - jetzt muß ich aber den Forist Heil in Schutz nehmen.
Seine Höchst-Begabung ist doch unzweifelhaft autistisch, das belegen seine Beiträge hier zweifelsfrei.
Diese Begabung ist jedoch in hohem Maß beeinträchtigt durch eine Autismus typische, nicht heilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns.

Unser Mitleid gebührt daher jemnden, der den Weltmeister im Ausfüllen von Intelligenztests gibt, jedoch offenkundig das Offenkundige nicht erkennen kann.

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onkel18 04.09.2010, 11:38
184.

Zitat von frubi
Mich wundert es ziemlich, dass im Zuge der Integrations-Debatte von nicht vorhandener Meinungsfreiheit gesprochen wird. Zum Thema 11/9, Irak-Krieg oder der CIA gibt es schon seit Jahren kontroverse Diskussionen, in denen Vertreter von anderen Auffassungen konsequent als Verschwörungs-Theoretiker von der Debatte ausgeschlossen werden. DDR-Sympathiesanten haben in etwa das selbe Schicksal, dass Sie durch Totschlag-Argumente mundtot gemacht werden. Kann sich noch jemand an Frau Herrmann erinnern?
Eben und die Sarrazindebatte hat bei vielen, ENDLICH zu der Erkenntnis geführt das sie nicht mehr sind, als Marionetten. Im besten Falle unmündige Lohn und v.a. Wahlsklaven! Das Fass ist zumindest einmal übergeschwappt. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Erkenntnis auch in herben Stimmenverlusten für die etablierten Parteien niederschlägt.

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Michael Giertz 04.09.2010, 11:38
185. Ein paar letzte Worte

Zitat von sysop
Thilo Sarrazin provoziert - auch die SPIEGEL-ONLINE-Leser: Mehr als 12.000 Beiträge sind in den Foren zusammengekommen. Viele kritisieren Sarrazins polemische Wortwahl, doch es gibt auch viel Zustimmung. Und Empörung über die Entscheidung der Bundesbank, ihren Vorstand zu feuern.
Machen wir's kurz:

1. Sarrazin's Wortwahl, insbesondere zum Thema "Juden" war mehr als unglücklich und bisweilen faktisch falsch.

1a. es gibt kein "Juden-Gen", es gibt aber durchaus innerhalb der jüdischen Glaubensgemeinschaft einige Menschen mit prägnanten genetischen Merkmalen.

1b. Der Holocaust im 3. Reich war die größte (menschliche) Katastrophe im 20. Jahrhundert. Die industrielle Vernichtung Angehöriger des jüdischen Glaubens ist durch nichts zu entschuldigen.
Und trotzdem finde ich langsam aber sicher diese permanente "Opferhaltung" nicht länger angemessen. Die Politik Israels in Bezug auf die Palästinenser gehört verurteilt und nicht indirekt unterstützt.

1c. Ich bin kein Freund von Friedmann, er hat eine ziemlich ... schmierige Art bisweilen. Das kostet ihn Authenzität. Aber ob er ein "Ar*****ch" ist ... ob der Ausdruck gerechtfertigt ist? Er ist jedenfalls eines Sarrazin nicht würdig.

2. Dennoch gibt es einige richtige Aussagen, insbesondere zum Thema "Integrationswilligkeit".

3. Und leider hat Sarrazin auch Recht, wenn er bestimmte Ethnien hier in Deutschland kritisiert, diesbezüglich sind Muslime zu nennen. Die Generalisierung die Dr. Sarrazin da vornimmt ist ...

3a. ... nicht richtig, denn es gibt eine ganze Reihe Deutsche mit der Türkei, den Iran oder Saudi-Arabien als Geburtsland, die sich perfekt in die Gesellschaft eingefügt haben.

3b. ... auch nicht völlig falsch. Insbesondere die Tendenz der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sich lieber auf die eigene Kultur zu besinnen, die gar rebellische Züge aufweisen, die in die Kriminalität abgleiten usw - also alles tun, um sich von unserer Lebensart und Gesellschaft zu distanzieren - da sollten wir einfach was tun.
Die Politik mit dem "Samthandschuh" ist jedenfalls gescheitert, wenn die durch Jugendliche verursachte (schwere) Kriminalität inzwischen häufiger durch die zahlenmäßig kleinere Gruppe der Migrantenkinder denn deutschen Jugendlichen begangen wird.

4. Die Kernaussage Sarrazins ist ohnehin richtig, diese deckt sich allgemein auch mit meinen eigenen Empfindungen:

Die Einwanderungs- und Integrationspolitik in Deutschland droht auf breiter Front zu scheitern. Die Politik der "offenen Türen" sorgt für eine zu große Zuwanderungsrate, so dass keine individuelle Integration mehr möglich ist. Zudem reisen immer öfter einfach Ausländer ein, die in Deutschland das "Schlaraffenland" sehen und demnach keinen Gewinn für diese Gesellschaft darstellen.
Jedoch sollten die Ziele der Einwanderungspolitik eben sein, bevorzugt jene Menschen ins Land zu lassen, die eine Bereicherung für unsere Gesellschaft und Kultur darstellen.


Jetzt können wir uns gern streiten, ob der "Döner" eine Bereicherung ist oder nicht. Es geht einfach um's Gesamtbild: auch eine Moschee, eigene Restaurants, Friseure, Behörden usw können eine Bereicherung darstellen - wenn sie eben nicht dazu gebaut werden, um eine Parallelgesellschaft zu fördern. Und genau das scheint doch hin und wieder der Fall zu sein.

Naja. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

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Helmut Pirkl 04.09.2010, 11:38
186. Vor diesem Hintergrund

Zitat von Togo10
Wir hören in der letzten Zeit nur noch von innerpolitischen Streiteren, Wahlbetrug und anderem Unsinn, regiert wird überhaupt nicht mehr, es läuft auch alles ohne unsere Bundesregierung, ob das schon jemandem aufgefallen ist ?!
Allerdings findet sich unsere Kanzlerin in dem Durcheinander bestens zurecht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sie sich darin sogar sehr wohl fühlt. Solange sie auf Seiten der Medien steht, die bis auf wenige Ausnahme fremdbestimmt sind, wird sie wohl noch eine Weile auf ihrem Posten bleiben können. Auf Dauer gebe ich ihr aber keine großen Chancen. Spätestens bei der nächsten Wahl wird sie ihren Posten räumen müssen. Zumindest hat sie es mit ihrer trotzigen Wankelmütigkeit geschafft, eine Wende zum Wohl des deutschen Volkes herbeizuführen. Den Rest besorgt zur Zeit Sarrazin, der nicht nur genau weiß, was er will, sondern es auch noch durchzusetzen versucht.

Sollte Sarrazin dazu das Standvermögen haben, was ich ihm zutraue, so werden sich unsere Politiker noch wundern. Schließlich haben sie angestoßen, was sie vermeiden wollten.

Vor diesem Hintergrund täte unser Bundespräsident gut daran, den Entlassungsantrag abzulehnen. Das wäre das kleinere Übel für die politisch Verantwortlichen. Vorher muss sich aber noch die Bundesregierung mit dem Entlassungsantrag abquälen. Da darf man gespannt darauf sein, ob Merkel noch zu ihrem vorschnellen Handeln steht, oder ob sie in weiser Voraussicht auf die Folgen, nicht doch wieder einmal rechtzeitig abtaucht.

Allein aus dieser Sicht ist es an der Zeit für einen Regierungswechsel, derweil von einer Regierung schon seit Bestehen der schwarz-gelben Koalition keine Rede mehr sein kann.

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lodermulch 04.09.2010, 11:38
187. ..

Zitat von Knighter
Das wäre ja weniger problematisch, würde sich das nur auf die Problemmacher beschränken - doch nun muss ich, zugehörig zu genau der Gruppe die Herr Sarrazzin von der Kritik ausnahm, nämlich als gebildeter und integrierter Inder mich davor fürchten, dass radikale die durch so krasse Worte uns ebenfalls ins Visier nehmen - so, wie die Übergriffe von Neonazis oder nun "endlich" abgedriftete Wackelkandidaten in den allermeisten Fällen eben (leider) NICHT irgendwelche intensivst-kriminelle individuen oder Familien (bspw. der Abu Chaka-Klan in Berlin) trifft, sondern harmlose, anständige und integrierte Menschen...daher denke auch ich, dass es besser ist dass ich mich besser wieder dem Land meiner Eltern zuwende - man weiss nie, ob/wann die Stimmung in eurem Land kippt...

das rechtsradikale gesockse war bis jetzt nur zu beschränkt um festzustellen, dass die TS-argumentation zu 100% auch auf einige ostdeutsche kleinstdörfer anwendbar ist. man braucht keine ruhrpott-kiez-struktur, um auf einen haufen arbeitsunwilliger hartz iv schmarotzer mit religiös-radikalem gedankengut und null integrationswillen zu stossen...

insofern, werter mit-forist: entwarnung.
die aktuelle debatte findet erfreulicherweise auf einer dialektisch fortgeschrittenen ebene statt; etwaige auf den zug aufspringende neotrottel würden sehr schnell unter die räder kommen.

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titurel 04.09.2010, 11:38
188. Das ist....

Zitat von schlaubär1
Ich finde es äusserst erschreckend, dass man unbequeme Wahrheiten in Deutschland nicht mehr aussprechen darf. Das zeigt mir das die Ausländer jetzt schon über gewaltige Macht verfügen.
vollkommerner Blödsinn! Niemand verbietet Herrn S. zu sagen und zu schreiben, was er will. Es dreht sich doch um die Frage ob jemand, der derartige Äußerungen macht, die Bundesbank bzw. die SPD entsprechend geeignet repräsentieren kann. Da gibt es keine Benachteiligung von Herrn S. Und wenn jemand, der ein entsprechend hohes Amt als Vorstand ausübt Dinge sagt und schreibt, die dem Arbeitgeber bzw. der Istitution, der er damit dienen möchte, schadet, muß er mit Konsequenzen rechnen. Niemand ist gezwungen, für eine bestimmte Branche beruflich tätig zu werden. Niemand ist auch gezwungen, der SPD beizutreten. Wer Vorstand der Bundesbank ist repräsentiert Deutschland auch über die Grenzen hinaus. Da sollte man in der Lage sein, öffentlich einen angemessenen Ton anzuschlagen und nicht permanent sich so exponieren. Ansonsten hätte er sich doch für eine journalistische Tätigkeit entscheiden können, bei einer geeigneten Zeitung. Und politisch eventuell seine Heimat weiter rechts suchen sollen, wo man Leute wie ihn eher willkommen heißen würde.

Die Meinungsfreiheit ist nicht dadurch beschnitten. Herr S. sollte sich nicht als Opfer sehen, und seine "Fans" sollten sich dazu auch nicht herablassen. Wer austeilt, muß auch einstecken können. Opfer sind eher die von ihm negativ Titulierten - die können jetzt ihren Groll verdauen und haben keine Massenmedien, in welchen sie tagtäglich sich weiter erklären und neue Phrasen dreschen können.

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Waldo1 04.09.2010, 11:38
189. Rechnen lernen...

Zitat von Lirum-Larum
Hier wird oft behauptet, dass die Thesen des Herrn Sarazin doch nur die Meinung der Bevölkerungsmehrheit wiederspiegeln und somit im Kern doch war sein müsten. Schaun wir uns mal ein Beispiel aus der Geschichte Deutschlands an: Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 erhielt die NSDAP 37,3 % der Stimmen und stellte somit die stärkste Fraktion dar. Ein Volk hatte sich also mehrheitlich entschlossen eine Partei zu wählen dessen Vositzender offen Krieg und Holocaust propagierte (Mein Kampf). Während der Befreiung durch die Alliierten war ein häufig gehörter Satz bei Befragung von deutschen Bürgern, dass in ihrem Dorf garantiert niemand die NSDAP gewählt hat oder gar ein Nazi wohnt. Aber im nächsten, da soll mal einer gewesen sein. Ich wage mal einen Blick in die Zukunft. Sollten wir die Thesen und sogenannte Mehrheit der Meinungen in reale Politik umsetzen und offen diskriminieren, wird sich nachdem wir uns wieder von dieser Politik verabschiedet haben niemand mehr daran erinnern, dass mal die Mehrheit dafür war.

37,3% sind die Mehrheit? Da fehlt doch wohl noch was.

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