Forum: Politik
Forumsdebatte zu Sarrazin: "Ade Meinungsfreiheit"

Thilo Sarrazin provoziert - auch die SPIEGEL-ONLINE-Leser: Mehr als 12.000 Beiträge sind in den Foren zusammengekommen. Viele kritisieren Sarrazins polemische Wortwahl, doch es gibt auch viel Zustimmung. Und Empörung über die Entscheidung der Bundesbank, ihren Vorstand zu feuern.

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Haio Forler 04.09.2010, 09:25
40. .

"K-Mann trauert der Stimmung während der Fußball-WM hinterher, als Spieler wie Mesut Özil oder Sami Khedira für ein modernes Deutschland standen: "Ich hätte nicht gedacht und bin bestürzt, dass wir gut sechs Wochen, nachdem wir unserer bunten Fußball-Nationalelf (die zur Hälfte aus Spielern mit "Migrationshintergrund" bestand) zugejubelt haben, eine solche Diskussion, und vor allem auf solchem Niveau, führen müssen."

Dass die Leute immer noch nicht Özil von Rütli-Achmed trennen. Manche können echt nicht lesen.

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Menschenmaterial 04.09.2010, 09:25
41. Integration

Wie so oft in der Debatte zeigen auch die hier ausgewählten Foreneinträge, dass gern am Thema vorbei diskutiert wird. Das wäre in diesem Falle "Integration".

Das Schlimme sind nicht die Migranten, die sich über Sarrazin aufregen, sondern jene, die von der ganzen Debatte nichts mitbekommen (wollen, oder gar: können).

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Wallenstein 04.09.2010, 09:27
42. Politik-Stil hat Sarrazin den Boden bereitet

Lieber Forist Andreas Heil, sie müssen ja vielleicht einen Hass gegen Sarrazin schieben. Machen Sie doch mal den Mensa-Test, wie wärs?

Es geht schon längst nicht mehr um die Thesen Sarrazins, sondern um die Meinungsfreiheit. Wir haben schon lange ein Problem mit der Meinungsfreiheit. Hätte man sie nicht unangesprochen eingeschränkt, dann hätten Probleme viel früher benannt werden können. Sarrazin wäre gar nicht in die Lage gekommen ein Buch zu schreiben.

Jeder der Sarrazin kritisiert, sollte auch da mal drüber nachdenken. Insbesondere unsere Politik-Elite sollte sich das mal fragen.

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jdm11000 04.09.2010, 09:29
43. Meinungsfeiheit

Zitat von sysop
Thilo Sarrazin provoziert - auch die SPIEGEL-ONLINE-Leser: Mehr als 12.000 Beiträge sind in den Foren zusammengekommen. Viele kritisieren Sarrazins polemische Wortwahl, doch es gibt auch viel Zustimmung. Und Empörung über die Entscheidung der Bundesbank, ihren Vorstand zu feuern.
Es stimmt und es gehört zu einem souveränen Staat dazu, daß der Souverän mit sich selber diskutiert und hadert, was nun denn als nächstes kommen sollte.
Was die SPD und die Kanzlerin angeht (oder alle anderen, die die gleiche Meinung haben): sie haben alle nicht verstanden, was Meinungsfreiheit wirklich aussagt.
Dabei ist das Grundgesetz sehr eindeutig: die Auffassung eines einzelnen darf er formulieren.
Eingegrenzt wird dieses nur, daß er eben niemanden zu Mord oder ähnlichem Aufrufen darf - sprich, er darf keine Volksverhetzung betreiben.
Dies macht Herr Sarrazin auch gar nicht!
Ich hab das Buch noch nicht gelesen, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß er direkt oder indirekt zum Mord oder Genozid aufruft. Dazu ist er zu intelligent.
Leider haben unsere Politiker nicht verstanden, daß es gar keine Diskussion geben kann, wenn man vor vornherein bestimmte Themenfelder ausgrenzt.
Es mag viele vielleicht verstörend sein, aber selbst extreme Auffassungen dürfen nicht zur "Zerstörung" eines Menschen führen. Ich darf mal an den ehemaligen Bundestagsvorsitzenden Jenninger erinnern. Dieser hatte in einer Ansprache mal etwas zu der Judenverfolgung gesagt: mit der folge, daß er aus der CDU geworfen wurde, seine Ämter verlor usw. Inhalt seiner Rede war Schulwissen gewesen, offizielle Lehrmeinung der Bundesrepublik Deutschland.
So ist das mit der Meinungsfreiheit: was bestimmte Gruppen unserer Bevölkerung nicht passt, da wird eben das Schwert gezückt und ein Kopf muss rollen.
Zudem ist es auffallend: je mehr Menschen sich wirklich beteiligen, umso schwerer wird es, eine klare Meinungshorizont zu finden. GUT SO!
Schade ist nur, daß wir von ewig gestrigen regiert werden!

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stanis laus 04.09.2010, 09:29
44. "Das kann man doch nicht so sagen"

Das sagt man nur hinter vorgehaltener Hand.

Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik? Was davon zu halten ist, weiss jeder zensorgeprüfte Forumsteilnehmer. Auch im Spiegel werden Meinungen, die einer gewollten Tendenz nicht entsprechen, nicht veröffentlicht.

Getarnt wird das mit Hausrecht, das Verfassungsrecht bricht.

Als Politiker ist es tödlich, eine andere Meinung zu haben als die von der Führung vorgegebene political correctness der Partei. Deshalb finden doch auch keine politischen Debatten in den Parlamenten mehr statt, sondern nur Angekeife.

Der Fall Sarrazin zeigt deutlich, dass die Freiheit zur Meinungsäußerung bei Andersdenkenden in diesem Land stark beschränkt wird. Durch Wortabschneiden, Niederbrüllen und gewisse Keulen. Und Zerstörung der bürgerlichen Existenz. Sarrazin zeigt es, wie intolerant und kleingeistig gerade die politischen Führung mit abweichenden Meinungen umgehen.

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Agir 04.09.2010, 09:31
45. Hat nichts mit Intelligenz zu tun

Zitat von Andreas Heil
Was für eine ....
Wollen Sie mit Ihrem Post darlegen, dass Menschen mit einem geringerem IQ als dem Ihren nicht das Recht auf eine eigene Meinung haben oder was soll das?

S. argumentiert mit Statistik, "widerlegt" wird er mit einzelnen Beispielen, die zumindest nicht meiner Erfahrung vom durchschnittlichen Migranten entsprechen. Wie intelligent ist das denn?

Es ist wichtig, dass an dieser Stelle eine Diskussion angestoßen wird um auf einen breiten Konsens zu kommen. Unabhängig von der überragenden Intelligenz einzelner.

Ein auch überdurchschnittlich Intelligenter.

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arinari 04.09.2010, 09:33
46. Endlich

Zitat von sysop
Thilo Sarrazin provoziert - auch die SPIEGEL-ONLINE-Leser: Mehr als 12.000 Beiträge sind in den Foren zusammengekommen. Viele kritisieren Sarrazins polemische Wortwahl, doch es gibt auch viel Zustimmung. Und Empörung über die Entscheidung der Bundesbank, ihren Vorstand zu feuern.
Endlich beginnt der Spiegel einzusehen, dass er so nicht weiterschreiben kann. Nun kommt eine Überchrift
"Ade Meinungsfreiheit". Ein kleines Entgegenkommen der "vielen" Empörungen in Bezug auf die Medienhetze gegen S.
Aber man muß natürlich erwähnen, dass viele auch gegen S. geschrieben haben. Wie wär´s, wenn man zugibt, dass die MEISTEN für S. gesprochen haben.

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methusa 04.09.2010, 09:36
47. Ich beobachte...

Zitat von Andreas Heil
Was für eine . ist seit vielen Jahren ,
..ebenfalls eine zunehmende Entfernung von der Seriösität, die ein Nachrichtenmagazin haben sollte.

Viele Berichterstattungen, die neutralen Charakter haben könnten, werden manipulativ eingefärbt um Emotionen und Vorurteile zu schaffen.

Da wird nichts mehr "gesagt", sondern banale Aussagen werden mit Attributen wie "gehöhnt", "geprahlt", "gebrüstet" etc. versehen.

Soviel zur "polemischen Wortwahl".

Interessant auch, dass es offenbar eine interne Vokabularsammlung für die Redakteuere gibt, denn die Wortwahl wiederholt sich ständig -auch bei verschiedenen Autoren.

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Philo 04.09.2010, 09:36
48. Mission erfüllt

Sarrazin als Auftragsschreiber von Bertelsmann hat seine Mission, von der Geldsystemkrise und dem Umbau der Demokratien in eine planetare Feudalherrschaft abzulenken, perfekt erfüllt.

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gehtsonicht 04.09.2010, 09:38
49. Ich find SPON gut,

hauptsächlich natürlich weil ich keine 7,60 DM für eine Wochenzeitschrift bezahle, deren Artikel meistens schon zur Drucklegung überholt sind. Außerdem kann man sich hier auslabern ohne das man "körperlich" zur Rechenschaft gezogen wird.

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