Forum: Politik
Forumsdebatte zu Sarrazin: "Matusseks Gegenwut rockt"

Mehr als eine Viertelmillion Leser, mehr als 1200 Forumsbeiträge: SPIEGEL-Redakteur Matthias Matussek, der Provokateur Sarrazin im Kern recht gibt, hat extreme Reaktionen hervorgerufen. Viele positive - aber mancher Leser äußert sich auch erschüttert.

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conny2 09.09.2010, 11:28
140. Was soll's?

Zitat von schneesieber
Haben die das wirklich so abgelassen? Und bin ich jetzt ein Nazi, weil ich die so zitiert habe?
Ich kenne nur Behauptungen in irgendwelchen Blogs und Foren, dass die das gesagt hätten - nicht wann, nicht wo, nicht in welchem Zusammenhang - einfach nichts. Aber es liest sich natürlich sehr schön stimmungsträchtig. Fakt ist freilich, dass die Grünen mit der FDP um Wähler konkurrieren. Von Joschka Fischer redet niemand mehr. Trittin ist mir noch wegen des Dosenpfandes erinnerlich, Daniel Cohn-Bendit aus seiner Zeit als Multikulti-Onkel in Frankfurt und zu Claudia Roth fällt mir gar nichts ein. Also was soll's?

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Defne84 09.09.2010, 18:13
141. Fragen über Fragen

Zitat von mika1710
Und wer bestimmt das? Sie? Sehr witzig.
Gut, dann können wir uns ja gegenseitig fragen bis wir umfallen: Die SPD oder die Bundesbank darf ja auch entscheiden wenn Sie jemanden für untragbar haelt. Sie dürfen genausowenig entscheiden wie ich. Aber es ist ja wohl deutlich, dass hier jeder seine/ihre subjektive Meinung schreibt und meine Meinung ist nunmal das Meinungsfreiheit kein Freilos ist, sondern Verantwortung bedeutet, zumindest wenn es sich bei dem Sprecher um eine öffentliche Person handelt.

Sarrazin kann doch weiter reden und tun wie er mag, ist ja nicht so als waeren seine Bücher verbrannt worder. aber nicht als Amtsinhaber. Ich verstehe also gar nicht was dieser Vorwurf von wegen Sarrazin sei "mundtot" gemacht worden heissen soll.

Andere Foristen schreiben davon, dass seine "Existenxgrundlage" entzogen wurde, dabei verdient der Gute mehr als wir wahrscheinlich alle zusammen. TS als "Opfer" darzustellen ist meiner Meinung nach einfach laecherlich, der Mann greift ganze Bevölkerungsgruppen an, das hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.

Selbst WENN Sarrazins Thesen in irgendeiner Weise haltbar waeren (was nun schon oft genug widerlegt wurde): Nur weil etwas "irgendwie" stimmt (nochmal: es stimmt nicht aber nehmen wir mal an...) kann man nicht jeden Mist in jeder Form von sich geben wenn man in einem öffentlichen Amt sitzt.

Aus der Sicht des Kapitalisten sind viele Menschen "schaedlich" für den Profit, da können wir auch anfangen über Dicke herzuzuziehen zB. Zu problematsieren das es in D'Land ein Problem mit dicken Kinder gibt waere eine Sache, eine ganz andere ist wenn man fragwürdige Statistiken anführt und mit Zahlen ums sich schmeisst die einfach nicht stimmen und dies auch noch als Beweis für irgendeine Rassenlehre nimmt.

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Anthrophilus 09.09.2010, 20:44
142. Abgesehen davon, daß das dass das dritte Wort ...

Zitat von Defne84
1) Ich glaube Sarrazin wohl genug zu Wort gekommen ist.
Zitat von mika1710
Und wer bestimmt das? Sie? Sehr witzig.
... in beanstandetem Satz sein müßte, hat Defne84 natürlich recht. Denn er sagte nicht, Sarrazin sei genug zu Wort gekommen, sondern nur, daß er es glaube. Und wenn dem so ist, er das glaubt und das dann schreibt, hat er das Recht dazu und hat Recht, denn daß er dieses glaubt, stimmt ja wohl.

Aber Sie können natürlich ihrerseits auch nach Belieben vorführen, daß Sie noch Lerndefizite haben - lesen und verstehen!

Nebenbei - ich finde auch, daß wir uns den zutreffenden Aussagen Sarrazins zuwenden und von der provokanten Person jetzt abwenden sollten. Achtung: Ich bestimme das nicht noch will ich es bestimmen, es ist nur ein Diskussionsbeitrag.

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Diomedes 10.09.2010, 21:31
143. Es ist nicht, und es wird auch nimmer gut.

Unglaublich ist's, wie viel die Parteienschmeichler verlieren durch das, was sie für rein gewonnen achten; schon allein ihre Behauptung, all dies habe nichts mit der lieben Meinungsfreiheit zu tun, wird ihrem Ansehen nicht zuträglich sein: Denn was sollte dies denn bitteschön für eine Freiheit sein, deren Gebrauch einen um die berufliche Existenz, das gesellschaftliche Ansehen und selbst die Sicherheit des eigenen Lebens bringen könne? Wie kann sich es solcher Staat fortan erdreisten anderen Ländern hierüber Belehrungen erteilen zu wollen? Wie steht die Nichtkanzlerin fortan im Ausland da, wenn sie, wie in China und Rußland geschehen, auf Meinungsfreiheit pocht? Was sieht sie den Splitter in den Augen anderen, wenn sie den Balken in ihrem eigenen Auge nicht sehen will? Fürs erste allerdings mag das Parteienunwesen, seine Speichellecker und die Apologeten des Mohammedanismus ihren Sieg feiern, doch könnte es leicht dahin kommen, dass sie einst finden werden, ihn nicht minder teuer bezahlt zu haben, als König Pyrrhus seine Siege über die Römer! Erfüllt sich hierüber das Wort des Dichters: "Ihr schafftet Stoff herbei, die Glut zu nähren; Nun ist sie viel zu stark, sie auszublasen Mit jenem schwachen Wind, der sie entflammt."

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