Forum: Politik
Forumsdebatte zu Sarrazin: "Matusseks Gegenwut rockt"

Mehr als eine Viertelmillion Leser, mehr als 1200 Forumsbeiträge: SPIEGEL-Redakteur Matthias Matussek, der Provokateur Sarrazin im Kern recht gibt, hat extreme Reaktionen hervorgerufen. Viele positive - aber mancher Leser äußert sich auch erschüttert.

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Mr. XXX 07.09.2010, 22:42
40. xxx

Zitat von Gerlinde66
Es ist mal wieder soweit, das Soziale droht in seiner verwahrlosten Gestalt wiederzukehren; von rassistisch-antisemitistischen "Untertönen" bis zum dumpfen Unwillen gegen Fremdarbeiter, Leistungsschwachen oder Leistungsverweigerer, bis hin zum Einklagen der nationalen Volksgemeinschaft - alles ist unter dem Deckmantel der "Meinungsfreiheit" vertreten - Hauptsache die Vielfalt der freien Meinungen lenkt von den basalen Ursachen der sozialen Verwerfungen ab Und exakt darin besteht die derartiger Artikel. Der Autor stellt sich, ob bewusst oder nicht, in die Reihe der Apologeten der Finanzblasen-Ökonomie und trägt dazu bei, dass sich die soziale Spaltung zum klaffenden Abgrund erweitert. Ist man tatsächlich so naiv zu glauben, dass wenn alle Milliardäre des Planeten ihr ganzes Vermögen verschenken würden und alle hier lebenden Muslime schon morgen aus reinster Integrationsbereitschaft zum christlichen Glauben und damit vom mittelalterlichen feilschenden Muslim zum christlichen industriellen Schacherer konvertieren würden - den drohenden Absturz des Systems der abstrakten Plusmacherei verhindern zu können? Kapitalismus ist keine Frage des guten Willens. Die Art und Weise wie wir produzieren erweist sich als das eigentliche Problem, das mit Sicherheit nicht mit bloßer Verteilungsgerechtigkeit zu lösen ist. Wie soll in einem konkurrenzgetriebenen System Assimilation und Integration von fremden kulturell unterschiedlichen Volksgruppen denn funktionieren, wenn schon die inländischen "Einheimischen", vom sozialen Gemeinwesen isolierte Menschen, mit Solidarität und Mitgefühl nichts mehr anzufangen wissen? Oder ist die hier als ein ausschließliches Recht auf nationale Selbstverstümmelung zu verstehen? Man sieht, das Problem liegt nicht an den Menschen, sondern an der politischen Ökonomie. Die täglichen kapitalistischen Zumutungen sowie die rasante Prekarisierung mit dem die Bürger konfrontiert sind wollen erst einmal verkraftet sein, daher präsentiert man dem Volk rechtzeitig zum globalen Kolbenfresser des Wirtschaftsmotors, die obligatorischen gesellschaftlichen Sündenböcke zum kollektiven Abbau neuronaler Angst- und Stressreaktionen, denn eines kann das mehr und mehr kollabierende Verwertungssystem nicht brauchen - ein sozial motiviertes Bewusstsein über den wahren (Un)Sinn und (Selbst)Zweck seiner verselbstständigten von allen menschlichen Eigenschaften abgekoppelten irrationalen und menschenfeindlichen Profit-Ökonomie.
Guter Beitrag, der in die richtige Richtung "geht", um wirklich zu verstehen, in welches Demagogie-Horn S. bläßt (Stichwort: "Nützlichkeitsrassismus" oder "Verwertungsrassismus").

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ZumPostwinkel 07.09.2010, 22:44
41. Matussek in Schieflage

Meinungsfreiheit endet da, wo Volksverhetzung beginnt!

Die Dummheit schreit: "Meinungsfreiheit!" und merkt gar nicht, daß sie den Hetzern bereits auf den Leim gekrochen ist.

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annalüse 08.09.2010, 00:03
42. werte verteidigen

Zitat von kiu77
Die These, dass etwa 25% der deutschen im Kern faschistisch denken, die stimmt leider.
Was meinen Sie denn jetzt mit "faschistisch"?
Es gibt Menschen, die Menschen aus anderen Kulturkreisen als anders wahrnehmen und vergleichen, ob deren Verhalten sich mit dem ihrig traditionalen in Einklang bringen läßt.
Da gibt es ja nicht nur Türken, die anecken, sondern auch Deutsche mit "alternativem Lebensentwurf".
Ich würde sagen, dass 80-90% der Bevölkerung sich von Andersartigkeit" beunruhigen lassen.


Zitat von
Matussek und Sarrazin wollen bloß "gute Deutsche" sein, die darauf stolz sein wollen, das zu sein.
Ich finde es grundsätzlich gut, hinter dem Land zu stehen, in dem man lebt, und zu akzeptieren und dafür zu kämpfen, dass seine Grundwerte/Mentalitätsunterschiede erhalten bleiben.
Es ist auch OK, Angreifer und Aufweicher zu benennen und sich dagegen zu wehren.

Die Frage ist:
Leben wir in einem Land, das es für wert hält, seine bisher errungenen Werte zu verteidigen?

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kaksonen 08.09.2010, 00:14
43. So ähnlich ...

Zitat von BouvardPecuchet
Jetzt also auch noch der Matussek. Auch er gehört zu den Vielquatschern, die gerne mal eine "Gegenmeinung" haben. Doch manches Mal ist es besser, eine Sau ungeschossen durch das Dorf treiben zu lassen, denn wer viel redet, redet meist auch viel Blech.
... sind alle "Sachargumente", mit denen Sarrazins Thesen und zustimmende Artikel widerlegt werden!

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a.oha 08.09.2010, 00:33
44. wow, herr matussek!

…sie sind schon ein verdammt cooler hund. so herrlich unangepasst. nicht so durchschnittlich „political correct“ oder „gutmenschelnd“ wie die restlichen (armselig-durchschnittlichen) denk- und schreibberufenen der intelligenzia im lande. gratulation: welch gespür für die marktlage und die möglichkeiten! wie provoziert man auch sonst in einem deutschland anno 2010 wo jegliche kritik so langweilig links, bekannt und überholt ist.
konnte fassbinder damals mit „angst essen seele auf“ noch etwas bewegen, da braucht’s schon andere methoden und denkweisen.
die kids der ehemals wilden generation (zu der sie sich vielleicht zählen) lieben es eher klassich korrekt und konservativ angepasst. politik und die bechäftigung mit derselben ist heutzutage eher etwas für freaks (oder aber man kriegt geld dafür). wollen sie denen gefallen? salonfähig ist mittlerweile ja vieles – hauptsache, man wird gekauft/geklickt.

mann, welcher teufel reitet sie denn da (und das ist doch eigentlich ihr thema). Die thesen des herrn s. – und um diese und die art und weise ihrer formulierungen geht es doch wohl immer noch? – sind gestrig, unnütz, entfachen gefährliche feuer und bieten weder wirkliche lösungen noch innovative vorschläge zur abschaffung der beklagten missstände (es sei denn, er meinte die abschaffung der verursacher).
und jetzt wird der arme mann so missverstanden – seine fürsprecherin, die blonde eva (hermann) hätt’s nicht schöner sagen können.

warum wohl hat bald niemand der „neudeutschen“ mehr lust, sich einzugliedern, mitzumachen, die sprache zu lernen, in der sie ohnehin nur angegriffen werden. klar auch, dass die gebildeten nachkommen aus der 2. Und 3. Generation lieber wieder in die türkei, ihre nicht-mehr-heimat zurückkehren, wo sie dann oft als rückschrittlich eingestuft werden, weil aus deutschland kommend (habe ich das neulich nicht sogar im spiegel gelesen?).

das argument (vielleicht nicht direkt ihres, aber das eines gleichgesinnten kollegen), dass die politisch korrekten bildungsbürger keinen kontakt mit den „migrationshintergrundsdeutschen“ hätten und daher nicht beurteilen könnten, wie es sich im kiez mit denen so lebt und wie groß die bedrohung und das ungemach ist, ist ebenfalls schlicht sinnlos. Wer von denen hat jemals im klischee „berlin-marzahn bei den deutschen hartz 4 - empfängern“ gelebt?
wie würden sich herr und frau bildungsbürger denn da fühlen?

ich vergaß darauf hinzuweisen, dass der standpunkt der partei, mit deren buch ihr freund, der herr. s. ins grab zu gehen gedenkt, mal ein sozialer war (abschaffung sozialer ungerechtigkeiten, chancengleichheit für alle etc.)

aber das war ja schon immer so furchtbar langweiliges gutmenschengefasel…

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Puttappel 08.09.2010, 00:38
45. --

Zitat von BouvardPecuchet
Jetzt also auch noch der Matussek. Auch er gehört zu den Vielquatschern, die gerne mal eine "Gegenmeinung" haben. Doch manches Mal ist es besser, eine Sau ungeschossen durch das Dorf treiben zu lassen, denn wer viel redet, redet meist auch viel Blech.
Das merkt man besonders deutlich an allen Beiträgen von Ihnen.

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picommander 08.09.2010, 00:49
46. Was mich an dieser ganzen Debatte so nervt

Einerseits möchte ich Sarrazin zu gerne in vielen Punkten recht geben, andererseits beruht die Herleitung seiner Aussagen in vielen Fällen entweder auf falsch verstandenen oder vielleicht sogar absichtlich falsch wiedergegebenen Daten. Ich fürchte, der Grund für die breite Zustimmung, die er erhält, liegt in erster Linie in der Neigung vieler, seit jeher an pseudo-wissenschaftlichen Quatsch zu glauben, solange es nur bestätigt, was man eh schon längst zu wissen glaubt. So schadet er der Diskussion mehr als dass er ihr nützt. Immerhin hat er sie neu belebt, aber zu was für einem Preis?

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rodrian 08.09.2010, 00:53
47. Kurze Frage,,,

Zitat von Transmitter
Sämtliche, ich betone sämtliche, Online-Umfragen zu diesem Themenkomplex zeigen repräsentativ, dass die überwältigende Mehrheit der Wähler und Bürger in diesem Land ohne wenn und aber zu Sarrazins Thesen und Forderungen stehen. Dagegen hetzt und ätzt eine kleine, offenbar selbsternannte, irgendwie spiessig-verklemmt und gestrig wirkende "Journalisten-Elite". Die veröffentlichte Meinung unterscheidet sich offensichtlich diametral zur öffentlichen Meinung hierzulande. Für mich ist aus dieser Erkenntnis abzuleiten, dass eine lediglich "medienlaute", demokratisch jedoch absolut nicht legitimierte Herrscher-Elite aus Berufspolitikern und Gefälligkeitsjournalisten die Macht hierzulande ausübt. Gegen den demokratischen Souverän, das Volk. Es ist im Folgenden zu untersuchen, wie es soweit kommen konnte. Wie es möglich war, dass wenige aktive, demokratisch weder legitimierte noch ambitionierte, Menschen so unanständig mächtig werden konnten. Das Internet wird helfen diese Informationen - überprüfbar der Wahrheit entsprechend - verbreitet werden. Und dann werden wir mal sehen. . .
Kann man jemanden ernst nehmen, der Online-Umfragen repräsentiv nennt?

Spinnen wir den Gedanken weiter: Kann man jemanden erst nehmen, der meint, dass jeder, der sich zu diesem Thema äußert, oder an einer Umfrage teilnimmt, das Buch wirklich gelesen oder zumindest die Kritik an diesem verstanden hat?

Kann man jemanden erst nehmen, der, denn nicht asnderes suggeriert dieser von mir zitierte Beitrag, nicht nur die Polemik Sarrazins, sondern auch sein Irrlichtern bezüglich der Intelligenzgenetik unterstützt und vertritt?

Kann man Euch Leute wirklich ernst nehmen? Ich versuche es ein letztes mal: Kein Mensch bestreitet, dass es immer noch gravierende Integratiobnsprobleme gibt. Kein Mensch verteidigt das sich bewusste Abgrenzen und teils auch vorsätzliche Verstoßen gegen Grundregeln unserer Verfassung.

ABER: Das sind NICHT Sarazzins Thesen! Nur weil er dieser teils wiederholt formuliert, ist er mitnichten Urheben oder gar geistiger Schöpfer dieser Erkenntnis.
Sarazzins Thesen, und dagegen wehren sich die Kritiker (nennen wir sie mal das Groß an vernunftbegabten Menschen) macht sich dieser offensichtlichen Verfehlungen zu eigen und verarbeitet diese zu einer beleidigenden Verallgemeinerung, versucht diese zu erklären mit "Rassen-", oder wie er es nennt: "Kulturgenetik".

DAGEGEN wendet sich die Kritik! Und jeder, der meint, jetzt diesen Menschen so einseitig verteidigen zu müssen, macht sich diese Thesen zu eigen! Und jeder, der sich diese Thesen zu eigen macht, wandelt ganz stark am braunen Rand!

Und Leute, hört mir auf mit Eurer Meinungsfreiheit, die wurde Sarazzin ja nun wirklich gewährt und wird ihm auch weiterhin gewährt. Weder wurde bisher in seinem Buch etwas gestrichen oder geschwärzt, noch wurde er für irgendwas sanktioniert (und damit meine ich von staatlicher Seite aus).

Dass er nun aber aus dem Vorstand der Bundesbank geschmissen wird, hat nur am Rande etwas mit Meinungsfreiheit zu tun. Diese ist nämlich durchaus unter Umständen eingeschränkt, wenn es sich um berufliche Hontergründe handelt. So ist zum Beispiel auch Richtern und anderen Staatsbeamten nur in einem engen Rahmen gestattet, sich politisch zu äußern, da sie eine Neutralitätspflicht zu wahren haben.

Nun habe ichs getan, ich habe Sie ernst genommen. Ich hoffe, das war kein Fehler, bitte denken Sie nochmal nach!

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rodrian 08.09.2010, 01:02
48. Danke

Zitat von Gesine Ungefragt
Gar kein Problem, weil zum Glück folgenlos. Das ist die gleiche anonyme Mehrheit, die bei Umfragen für die Wiedereinführung von Arbeitslagern plädiert, die Juden für das Grundübel der Weltpolitik hält und - um ganz repräsentativ mal ein Posting von Herrn Rockefeller aus dem Nachbarthread zu zitieren - "keine Muslime mag und auch nicht will, dass die in Deutschland leben". Es hat schon seinen Sinn, dass wir eine repräsentative Demokratie haben, in solchen Tagen spürt man's wieder. (Denn etwas weiter oben kann man ja nachlesen, was sich der "Bürger" so wünscht: "Das werden wir ja sehen".) Für die genannten Mehrheits-Sarrazenen sind solche Threads natürlich ein Festschmaus, denn irgendwie bleiben sie ja auch unter sich. Die Menschen, über die man sich hier das Maul zerreisst, die "Nichtintegrierten", haben hier gar keine Stimme, die "integrierten Ausländer" sind grundsätzlich "nie gemeint" und sollten aber mal lieber die anatolische Verwandtschaft miterziehen und wenn sie sich im Angesicht der Debatte unwohl fühlen, werden sie dezent darum gebeten, doch "zurück in die Türkei" zu gehen, wo man ja als Deutscher gar kein Integrationsangebot habe. Noch besser: sobald jemand schreibt, der tatsächlich mal im Wedding oder Neukölln wohnt und damit überhaupt keine Problem hat, wird ihm - so im Nachbarthread mehrfach geschehen - im Handumdrehen unterstellt, ein türkisches U-Boot zu sein, man würde es ja gleich am Slang erkennen und man verlangt Nationalitätsnachweise. Leute, die an Universitäten arbeiten oder Fragen stellen, sind grundsätzlich "Verharmloser" und "Gutmenschen" und sollten sich ja hüten vor dem "Volkszorn". Na, wiedererkannt? Recht so.
Ein Augenschmaus. Ich hoffe nur, dass es sich wirklich so verhält, wie sie schreiben und alle die Lautsprecher und "Schlechtmenschen" wirklich nur eine überschaubare Minderheit, die sich hier im Forum tollt, sind. Allein,. so langsam fehlt mir der Glaube daran. Und das macht mir angst und bange...

Auch ich bin in diesen Tagenso überzeigt wie noch nie von der repräsentativen Demokratie, und das ist nicht den Politikern zu verdanken, die ja gerade erst wieder den halben Staat an Energiekonzerne verkauft haben...

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Defne84 08.09.2010, 01:05
49. Alle Macht dem Mob

Zitat von Transmitter
Sämtliche, ich betone sämtliche, Online-Umfragen zu diesem Themenkomplex zeigen repräsentativ, dass die überwältigende Mehrheit der Wähler und Bürger in diesem Land ohne wenn und aber zu Sarrazins Thesen und Forderungen stehen. Dagegen hetzt und ätzt eine kleine, offenbar selbsternannte, irgendwie spiessig-verklemmt und gestrig wirkende "Journalisten-Elite". Die veröffentlichte Meinung unterscheidet sich offensichtlich diametral zur öffentlichen Meinung hierzulande. Für mich ist aus dieser Erkenntnis abzuleiten, dass eine lediglich "medienlaute", demokratisch jedoch absolut nicht legitimierte Herrscher-Elite aus Berufspolitikern und Gefälligkeitsjournalisten die Macht hierzulande ausübt. Gegen den demokratischen Souverän, das Volk. Es ist im Folgenden zu untersuchen, wie es soweit kommen konnte. Wie es möglich war, dass wenige aktive, demokratisch weder legitimierte noch ambitionierte, Menschen so unanständig mächtig werden konnten. Das Internet wird helfen diese Informationen - überprüfbar der Wahrheit entsprechend - verbreitet werden. Und dann werden wir mal sehen. . .
Das die Mehrheit Sarrazin zustimmt spricht nicht gerade für Sie. Entschuldigen Sie den drastischen Vergleich aber soweit ich mich entsinnen kann war auch eine grosse Mehrheit des Deutschen Volkes hinter Hitler.

Die ganze Zeit wird von "Meinungsfreiheit" und "Demokratie" geredet dabei scheinen die meisten Menschen in diesem Forum gar nicht zu wissen, was diese Werte bedeuten. Sie verwechseln Demokratie mit Populismus.

Es nervt unheimlich, dass sich ein Herr von völkisch gesinnten Menschen jetzt in die Opferrolle stürzt und ihrem überpriviligerten und mediengeilen Redelsführer Sarrazin nachheult.

Sie haben schon recht: die Mehrheit ist hinter Sarrazin, d.h. Sie gehören einem Mob an der jetzt ohne jeglichen Verstand eine verbale Hetze gegen sozial, ökonomisch und politisch schwaecher gestellte und Gruppen unternimmt.

Ich sehe zB. an diesen zahlreichen Sarrazin-Foren, dass ich wahrscheinlich eine der wenigen Menschen mit Migrationshintergrund bin die hier überhaupt zu Wort kommen kann/will. ÜBER Migranten wird immer geredet als waeren es irgendwelche importierten Gegenstaende.

Zum einen glaube ich, dass die meisten Migranten sich selber dem Dialog verschliessen und eine grundsaetzliche Abwehrhaltung haben, die zT. sicher auch anerzogen ist. Das finde ich genauso problematisch wie die meisten anderen Foristen auch.

Zum anderen glaube ich aber auch, dass bei den meisten Deutsch-Deutschen kein ehrliches Interesse daran besteht einem Migranten wirklich zuzuhören und mal zu schauen was er als Individuum (nicht als "Repraesentant" einer angeblich homogenen Gruppe) für eine Lebensgeschichte hat. Migranten wird meistens jegliches Innenleben abgesprochen und Sie fungieren nur noch als Wirtschaftzahlen in der Form von "Kosten" und "Nutzen". Dabei gibt es so viele Geschichten wie es Migranten gibt.

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