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FPÖ-Chef besucht Ungarns Premier: Orbán umgarnt Europas Rechte
Szilard Koszticsak/ MTI/ AP

Italiens Matteo Salvini war gerade erst da, nun reist der nächste Rechtsaußen nach Ungarn: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache trifft Viktor Orbán. Und der will ein "Modell Österreich" für ganz Europa.

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ulrich-lr. 06.05.2019, 15:37
1. Was erlauben Orban?

Ist ja ein Ding! Der lädt ein und empfängt, wen er will. Dass er nun auch noch führende Politiker aus anderen EU-Staaten empfängt, das ist - das ist - ach, da fehlen einem die Worte...
Also wenn Merkel Orban nicht fragt, wenn sie mit Macron reden will, dann heißt das noch lange nicht, dass Orban einfach, ohne zu fragen, nun auch mit jedem reden darf. Mit so einer Disziplinlosigkeit passt er nicht in das EU-System.

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WolfThieme 06.05.2019, 15:45
2. Und nun, Herr Weber

Orbans Fidesz-Partei ist nach wie vor Mitglied der EVP, und der Trick von Herrn Weber, die vorübergehend auf Eis zu legen, ist missglückt. Im Gegenteil: Nach dem Motto "Nun erst recht" reist in Ungarn ein Rechtsextremer nach dem anderen an. Solang mir ein solches Schauspiel vorgeführt wird, kann ich die EVP und damit Herrn Weber nciht wählen.

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taanuu 06.05.2019, 15:47
3. Orban sei Dank,

sein Hochsicherheitszaun an der ungarisch-serbischen Grenze schützt tatsächlich Europa und vor allem Deutschland von der weiteren muslimischen Invasion. Ohne diesen Zaun hätten wir jetzt 2 bis 3mal so viele "Flüchtlinge". Ob das finanziell und gesellschaftlich zu verkraften wäre, werden wohl nicht einmal die Mainstream-Populisten behaupten wollen.

Wir sollten uns auch daran erinnern, dass es die Ungarn waren, die Ende der achtziger Jahre durch ihre nach Westen für damalige Flüchtlinge offene Grenze mit halfen, die realsozialistische DDR zu Fall zu bringen. Ich bin den Ungarn dankbar, sie öffnen oder schließen die Ihre Grenzen mit Verstand.

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widderfru 06.05.2019, 15:48
4. Was hat diese Aggressivität ausgelöst

Wirtschaftskrise, Finanzkrise und letztlich die innerhalb der EU-ungelöste Flüchtlingskrise-,ströme. Uneinigkeit in der EU und deren Handlungsfähigkeit. USA bricht Kriege vom Zaun-lösen Flüchtlingsströme aus in Richtung EU. Sozialleistungen, besonders in "D" lösen Sogwirkung aus-die prikären Verhältnisse in Asien, Afrika werden das verstärken. Ein Kreuzzug Richtung der westl. Welt ist im Sinne der Machtinhaber aus nicht nur Religiöser - Wirtschaftlicher Sicht, zu befürchtender Grund. Beängstigend sind bereits die Folgen, realistisch betrachtet.

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b1964 06.05.2019, 15:55
5. Haltung

Wir brauchen in Deutschland und Europa Politiker mit Haltung. Man muss seinen Standpunkt vertreten und dafür werben. Nur das ist ehrliche, demokratische und letztlich erfolgreiche Politik. Politiker mit diesem Format gibt es nur sehr wenige und im deutschen konservativen Lager fällt mir dazu kaum jemand ein. Fidez und eine proeuropäische Position der EVP gehen nicht zusammen. Wen man dann taktisch die Fidez im Boot halten will, macht man sich völlig unglaubwürdig. Wer CDU (und erst recht CSU) wählt, wählt Fidez. Das ist das Fazit.

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calipso1000 06.05.2019, 16:00
6. Salvini ist nur kurz da...

Italien ist ein Land mit einer grundsaetzlich empathischer Kultur, Salvini ist nur ein zeitlicher Ausrutscher und dessen Regierung wird bald verschwinden. Ungarn ist jedoche ein Land, dass seit Jahren stabil auf Rassismus und Ausgrenzung, auf Anti-Europa und Menschenunwuerdigkeit sich aufbaut (siehe den Spiegelbericht, wo ein Richerspruch notwendig war um einer Fluechlingsmutter mit drei Kindern essen zu geben). Italien hat jahrelang Fluechtlige aufgenommen und menschlich versorgt, Ungarn hat jedoch Mauern gebaut. Zum Glueck gibt es da keine Gemeinsamkeiten!!!

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adrian.ruest 06.05.2019, 16:05
7. Gruselkabinett

Ich finde nur niedere Gründe, warum man Gestalten wie Orban, Strache, Johnson,Putin, Trump, Le Pen oder Salvini nachlaufen kann: Angst, Arroganz, Rassismus, Intoleranz, Dummheit, Gier, Feigheit - viel anderes ist es nicht. Auch wenn man sich dies hundertfach zurechtbiegt und behauptet, mehr zu wissen oder etwas für das eigene Land tun zu wollen oder sich sonst einen Unsinn einredet.
Für uns und unsere Kinder wäre es aber vielmehr nötig, dass genau diese egomanischen Gruselkabinettstypen verschwinden würden, und die Welt oder zumindest Europa endlich zusammenarbeiten könnte. Diese erbärmlichen Figuren hindern uns aktuell daran echte Probleme wie den Klimawandel, das Artensterben oder die Armut in Subsahara-Afrika anzugehen. Es läuft nicht gut, aber dank solcher Menschen, geht es wohl noch schneller "den Bach ab".

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friedrich.grimm@gmx.de 06.05.2019, 16:33
8. Wer wählt den EU-Kommissionspräsidenten?

Eine spannende Frage. Diese kann aber bereits heute ziemlich treffsicher beantwortet werden. Denn all diese "feinen" Herren, die zurzeit bei Orban aus- und eingehen, werden Weber wählen dürfen. Weber, der mit seiner angedrohten Blockade in Sachen Nord Stream 2 für mich als Landesverräter gilt, wird diese Unterstützung dankend annehmen.

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haarer.15 06.05.2019, 16:38
9. Der Spagat der EVP ist unerträglich

Peter Kreko, der ungarische Politologe, konstatiert es unverblümt. Der ideologische Riss zwischen EVP und Orban-Partei wird größer und die Fidesz ist ganz klar dem rechtsextremen Spektrum zugewandt. Aber warum distanziert sich die konservative EVP nicht eindeutig von solchem Rechtsausleger und permanenten EU-Quertreiber ? Der gehört nicht in diesen Club und Punkt. Die Chancen des C-Spitzenkandidaten Weber auf den Kommissionssitz dürften sich bei diesen internen Konflikten innerhalb der EVP wohl deutlich reduzieren. Der Mann zeigt viel zu wenig Rückgrat und vertritt nur die provinzielle bayerische Mantra des Mia-san-mia. Untragbar - und wird auch nix.

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