Forum: Politik
Fragen zum Regierungsprogramm: Häme für Boris Johnson nach Interview-Desaster
AFP

Viel Stille und Gestammel: Der britische Außenminister Boris Johnson sollte in einem Radiointerview Stellung nehmen zum geplanten Regierungsprogramm. Doch das Statement geriet zum Misserfolg für den Konservativen.

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rloose 22.06.2017, 16:38
150.

Zitat von sarkasmis
Man kann ja auch gleich fragen: Wie wollen Sie die politischen Ziele ihrer Gegner erfüllen? Diskriminierung von Schwarzen im britischen Justizsystem? Welche wäre das denn? Arbeiterkindern an der Uni helfen? Es gibt doch schon genug Förderungen! Abgesehen davon, dass beides nicht gerade die Themen sind die in Großbritannien von Relevanz sind, sondern eher wie man den Brexit bewältigt, die Wirtschaft in Schwung bekommt und das Staatsdefizit abbaut. Im Prinzip hat man ihn nach den typischen grünen Themen gefragt und die locken hierzulande auch keinen mehr hinter dem Ofen vor, wie die Umfragewerte wunderbar zeigen.
Dann hätte er vielleicht nicht unter solch einer "grünen" Premierministerin Außenminister werden sollen, wenn ihm ihre "typisch grüne" Politik nicht gefällt. Hat ihn ja keiner zu gezwungen. Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, dann wäre Ihnen nicht entgangen, dass May das Thema im Wahlkampf gesetzt hat. Aber vielleicht ist Lesen ja auch eine "typisch grüne" Tätigkeit.

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WOLF in USA 22.06.2017, 16:46
151. Nee ...

Zitat von Profdoc1
und Bürger tun mir leid. Das hat das Land nicht verdient.
Doch, hat es! Garantiert! Zum einen wird mit den Mittel unterster Schublade seit Jahrzehnten Stimmung gegen die EU gemacht und man hat in einem Referendum seine Haltung deutlich zum Ausdruck gebracht und zum anderen geniesst diese Clown-Show von Regierung immer noch genuegend Rueckhalt in der Bevoelkerung. Falls Sie sich nach einem andere GB sehnen, verstehe ich das, wer tut das nicht ... aber das hat mit der Realitaet recht wenig zu tun.

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mjoukov 22.06.2017, 16:48
152. Hallo?!

Zitat von Werner_Schmitt
Deshalb kann die EU immer dann wenn es um Soziales geht nicht liefern. Das traurige ist nur, dass auch die Britische Regierung nie vorhatte, daran etwas zu ändern. Nicht vor und nicht nach dem Brexit.
Sie DARF nicht liefern, weil sie die Zuständigkeiten nicht hat. Damit sie sie nicht erhält, wurde es gegen den Verfassungs-Vertrag agitiert.

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andrelei 22.06.2017, 16:53
153. Die Politik macht mir echt Sorgen

Politik ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Ich habe wirklich den Eindruck, dass der Film "Idiocracy" keine an den Haaren herbeigezogene Groteske ist sondern eher eine treffende Satire auf die Entwicklung der Gesellschaft.
Wenn Menschen wie Johnson, Trump, Le Pen, Höcke, Wilders, etc. in die Position kommen, um das Schicksal von Ländern entscheiden zu dürfen (oder zumindest eine ernstzunehmende Rolle in der Wahl dieser Positionen spielen), spricht das nicht für die Menschen, die wählen.
Dumm sind diese Politiker alle nicht, sonst wären sie nicht da, wo sie sind, aber die Politik, die sie machen (wollen), ist im besten Fall ein Eigentor für ihre Wähler, im schlimmsten Fall glatter Betrug an den Wählern.
Wobei ich mir bei Johnson und Trump nicht mal sicher bin, ob es denen überhaupt um Politik geht. Die sind meiner Meinung nach einfach nur machtgeil. Wäre eine vergleichbare Macht auch mit anderen Jobs möglich, würden sie die genauso egozentrisch und infundiert erledigen. Jetzt ist es halt Politik, nun ja.
Es bleibt auf jeden Fall zu beobachten: Die Menschheit verdummt und damit verdummt auch ihre selbstgewählte Elite.
Da vermisst man ja selbst Politiker wie Strauß. Der war zwar ähnlich polemisch aber der wusste wenigstens, für was er stand (ob man das jetzt gut fand oder nicht).

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cobaea 22.06.2017, 16:59
154. vielliecht sollten Sie das mal Theresa May sagen

Zitat von sarkasmis
Man kann ja auch gleich fragen: Wie wollen Sie die politischen Ziele ihrer Gegner erfüllen? Diskriminierung von Schwarzen im britischen Justizsystem? Welche wäre das denn? Arbeiterkindern an der Uni helfen? Es gibt doch schon genug Förderungen! Abgesehen davon, dass beides nicht gerade die Themen sind die in Großbritannien von Relevanz sind, sondern eher wie man den Brexit bewältigt, die Wirtschaft in Schwung bekommt und das Staatsdefizit abbaut. Im Prinzip hat man ihn nach den typischen grünen Themen gefragt und die locken hierzulande auch keinen mehr hinter dem Ofen vor, wie die Umfragewerte wunderbar zeigen.
Ach, Theresa May und die Tory-Regierung sind Johnsons Gegner? Kann ja sein - aber wieso ist er dann deren Aussenminister? Denn die gestellten Fragen zur Diskriminierung Schwarzer im britischen Justizsystem und der schlechten Chance von Kindern aus der Arbeiterschicht, an die Uni zu kommen, sind Themen aus Theresa Mays a) Wahlkampf und b) Regierungserklärung, die von der Queen verlesen wurde. Wenn das "nicht gerade die Themen sind, die in GB von Relevanz sind", dann sollte man das evtl. einmaö der Premierministerin sagen. Bei der Gelegenheit könnte man ihr auch gleich verklickern, dass sie mit "typisch grünen Themen" arbeitet. Johnson jedenfalls war mit den Themen der eigenen Regierung überfordert.

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laufwumf 22.06.2017, 17:03
155. Armer Boris J., armes Grossbritannien - oder...?

Ach, es war aber auch mutwillig grausam von der BBC, ein so gänzlich überflüssiges Interview mit diesem armen Menschen zu machen und es infam die weite Welt mithören zu lassen. Wer Mr. Boris J. kennt, weiß doch genau: der hat ausser Destruktiv, Großkotz und Peinlich eben nicht viel Beeindruckendes bieten. Und nun ausgerechnet solche spitzfindigen Fragen zum Regierungsprogramm der Frau May! Was soll Boris denn schon groß dazu sagen und, erst recht, wie auf nicht blamable Weise erklären, dass dieses Programm erkennbar dem Credo folgt: "Wurschteln, Pfuschen, Haare spalten - und im übrigen bauen wir auf ein gnädiges Schicksal." - Ach, du trauriges perfides Albion...

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michael_silie 22.06.2017, 17:14
156. Schon beeindruckend

Zitat von Darwins Affe
"Johnson hat zumindest den Abschluss an einer Eliteuniversität."

Das Funktionsprinzip der "Elite-Universitäten":
Für den exzellenten Ruf dieser Universitäten sorgen Studenten, die aufgrund ihrer herausragenden Leistungsfähigkeit ein Stipendium erhalten, zumindest aber keine Studiengebühren bezahlen müssen. Und dann gibt es die Söhne/Töchter der Finanz-/Wirtschafts-/Politik-/Adels-"Elite", die neben den Studiengebühren auch Spenden beisteuern. Die saufen und vögeln sich durch das Studium. Und ja, einen Abschluss bekommen sie auch. Ist halt alles ein Frage des Geldes.

P.S. George W. "potatoe" Bush besuchte zwischen 1972 und 1975 die Harvard Business School der Harvard University, an der er den Master of Business Administration erwarb.

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sdietze 22.06.2017, 17:16
157. Warum einen Außenminister zu Justiz und Sozialem befragen?

Dann käme auch in anderen Staaten nichts greifbares heraus. Natürlich entschuldigt das nicht die Unfähigkeit der britischen Regierung. Immer nur Absichten und höhere Ziele, nie etwas Konkretes. Weder bei der Regierungserklärung noch bei der Befragung im Parlament. Aber solange Abgeordnete einen Witz oder ein Bonmot höher bewerten als konkrete Vorschläge, kann man nur den Kopf schütteln. Wenn ich die Debatten im Bundestag und im britschen Unterhaus vergleiche, bin ich froh, in Deutschland zu leben. Abgesehen vom bescheuerten Mehrheits-Wahlsystem.

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miguel_alemania 22.06.2017, 17:20
158.

Zitat von 002614
Die "Spätrömische Dekadenz" in unserem Volk ist zunächst Herrn Westerwelle aufgefallen - nur wurde er dafür damals geächtet.! -
Nee... ausgelacht wurde er. Und womit? Mit Recht.

Die spätrömische Dekadenz bezeichnete nicht die Herrschaft des Pöbels, sondern die Sitten der Herrschenden: so viel fressen, bis man nicht mehr kann, sich dann von Sklaven mit einer Feder das Zäpfchen kitzeln lassen, bis wieder Platz ist für noch mehr fressen. Oder sein Pferd zum Konsul machen, oder sich mit Knabenhintern vergnügen oder...

Es gibt vieles, was in Europa oder GB nicht richtig rund läuft, es gibt Arroganz und Dummheit der Mächtigen, es gibt Bequemlichkeit und Trägheit der Beherrschten - aber von dieser Art "spätrömischer Dekadenz" sind wir weit entfernt.

Herr Westerwelle übrigens bezeichnete mit diesem Begriff das Verhalten von Menschen, die nicht für Hungerlöhne arbeiten wollten und angeblich dem Staat auf der Tasche lagen. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Achten wir mal auf das, was jetzt wieder mit dem Etikett "F.D.P." auf uns zu kommt: Leistung muss sich wieder lohnen, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, und keiner soll hungern ohne zu frieren. Die Tories machen es vor: wer braucht schon kostenlose Mahlzeiten in der Schule?

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