Forum: Politik
Fragestunde mit Merkel im Bundestag: "Ich komm' ja wieder"
CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Ins Schwitzen kam sie nicht - und das lag auch am mitunter umständlichen Vorgehen der Abgeordneten: Eine Stunde lang parierte Angela Merkel Fragen im Bundestag. Die Opposition muss noch üben.

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hans.lotz 06.06.2018, 18:57
1. Wenn die gesamte Oposition ausfällt

Die eklatante Schwäche und Zerrissenheit aller nicht an der Regierung beteiligten Parteien ist seit Jahren Pate der schwächsten Kanzlerschaft aller Zeiten. Ein Ende ist nicht absehbar. Das ist es, was die Bürger an der Demokratie in diesem Land zunehmend verzweifeln lässt. Merkel ist nur ein bequemes Medium.

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kaltmamsell 06.06.2018, 19:22
2. Nach Merkel

werden wir vermutlich Kante-zeigende Männer als Regierungschefs haben. Erst dann kann man erkennen, in welch irrem Loyalitäten-Geflecht sich die Kanzlerin über Jahrzehnte hinweg klaglos bewegen musste. Diese unpolitischen Hochleistungsperformer können das nämlich nicht und werden daher so einiges volkswirtschaftlich explodieren lassen. Zahlt dann genau der Steuerzahler, der jetzt so mächtig über Merkel schimpft.

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wutbürger2010 06.06.2018, 19:22
3. Eigenartiges Schauspiel

Die Fragen mussten vor der Fragestunde eingereicht werden. Nachfragen waren auch aufgrund der Kürze der Zeit nicht möglich. Was wäre denn passiert, wenn der Fragende einfach eine andere Frage gestellt hätte, als die die vorgesehen war ? Hätte dann der Bundestagspräsident unterbrochen, hätte die Bundeskanzlerin dann einfach nicht geantwortet.

So kann doch keine kritische demokratische Befragung einer Regierung durch Abgeordnete aussehen. Da ist ja jede Ziehung der Lottozahlen spannender.

Hier scheint sich (bis auf wenige Ausnahmen) eine Regierung ein Parlament zu halten. Und dies soll Politik sein ?

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suzanna_we 06.06.2018, 19:23
4. Befragung?

Haben Sie schon mal eine Befragung in den USA gesehen?
Da dringen die Fragenden auf eine Antwort.
Das hier war eine Meisterleistung in Viel-Reden-Und-um-konkrete-Antworten-herumschiffen.
Alles bestens in D!

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frankfurtbeat 06.06.2018, 19:23
5. die ...

die Mehrheit würde gerne auf das "ich komme ja wieder" verzichten - stellt sich nur die Frage wer ein geeigneter Kandidat wäre. Nicht das ich Merkel extreme Kompetenz zuschreiben möchte ... aber aus dem Kader der aktuellen Politbühne wüsste ich jetzt nicht wer als geeigneter Kandidat in Frage käme ...

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PaulchenGB 06.06.2018, 19:30
6. Dass CDU und SPD MERKEL nicht in die Pfanne hauen

und kritische Fragen stellen, ist doch klar, beide Parteien r(e)(a)gieren schließlich (irgendwie) und die AfD, FDP, Linke und Grüne haben sich hundsmiserabel vorbereitet, als ob es nichts Himmel-Hoch-Schreiendes zu kritisieren gebe in der BRD, in der EU, in Europa und in der Welt! Da lob ich mir, wie heute, PMQ in Westminster, da fliegen die Fetzen und werden Probleme angeprangert, die MP's nennen das: Grillen!

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prologo 06.06.2018, 19:32
7. Ich komm ja wieder, ihr kleinen Dummerchen.

Diesen Eindruck hatte ich von Anfang an, als ich mir das live angesehen hatte. Die Opposition hat den Namen nicht mal verdient, denn sie war überhaupt nicht Schlag Kräftig vorbereitet.

Die Argumente der fragenden Politiker trafen nie den Kern, und ließen Merkel alle Türen offen, sich da schadlos raus zu reden. Die Fragen wurden gestellt, als ob ein Schüler seine Lehrerin befragt.

Die Regeln dieser neuen Fragestunde sind auch so ausgelegt, dass keine Frage eine brauchbare Antwort provozieren kann.
Diese Fragestunde hat mich an eine Fernsehsendung wie,
wie "Die Anstalt" erinnert.

Wenn die Regeln nicht geändert werden, dann kann man uns damit verschonen, und viel Zeit und Geld sparen.

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leser83 06.06.2018, 19:36
8. Falsches Medium, falsche Opposition

Um die Politik der Bundesregierung zu hinterfragen bzw. zu kritisieren, ist eine solche Veranstaltung offensichtlich eher wenig geeignet. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass sich die Bundeskanzlerin sehr gut darauf versteht, auf kritische Frage eher ausweichend zu antworten, um darauf die eigene Position als die einzig richtige darzustellen. Im Zuge einer solchen Fragestunde kann man wohl kaum kritische Debatten erwarten.

Die AfD hat dies anscheinend relativ früh gemerkt und sich erst gar nicht mit sachlicher Kritik aufgehalten. Bereits in der ersten Frage wurden Behauptungen in den Raum gestellt, die schlicht frei erfunden wurden (Macron hat sich bei Putin nicht entschuldigt und die angebliche NATO Aggression gibt es allenfalls in russischen Propaganda Kreisen).

Wenn das das ist, was wir von der Opposition, die nächsten Jahre, zu erwarten haben, dann wundert es mich nicht, falls Merkel über eine weitere Amtszeit nachdenkt.

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zensurgegner2017 06.06.2018, 19:39
9.

eine analoge Regierung, ein analoger Regierungsapparat, eine Minister und Hofschranzenriege, die zum Zeitalter des Internets längst die Schule verlassen haben, eine Buundeskanzlerin, die vor Ministergraderlangung noch niemals einen Computer angefasst hat

....
So eine Truppe regiert

Was haben wir erreicht:
Das drittschlechteste Land betreffend "Digital" aller Industrietsaaten
Schriftlich bescheinigt, dass Ausbauziele von 2002, nun auf 2025 vertragt, nicht zu erreichen sind
Dadurch werden wir deutlich schlechter als Rumänien, ein Land, in dem in Teilen noch Pferdekutschen den Alltag darstellen

Danke, Merkel!

Und leider ist es eine Tatsache, dass digitale Neandertaler glauben, dass Bandbreite und "online sein" fürs Shoppen wichtig ist, sonst nicht

Eine Fahrt durch München auf den diversen Ringen?
locker alle 10 Minuten Gesprächsabbruch, überlastete Netze

Autobahnring München: Seit Jahren an denselben Stellen Löcher

Als Architekt muss man sich in München schon die Wohngegend und Bürogegend nach Downloadbandbreite raussuchen, wohnt man an der falschen Stelle kann man gleich seine Arbeit aufgeben, da man keine komplexen Baupläne empfangen kann

Schulden: 8% aller Schulen haben kein Internet+Wozu auch, die Schüler sollen ja nicht shoppen

Aber Merkel spricht von Zukunft
Die Zukunft ANalogistans

Ich frage mich immer öfter, wer diese analoge Rentnertruppe im Amt hält

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