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Fraktionsspitze: Göring-Eckardt gewinnt Kampfabstimmung bei Grünen
DPA

Die Grünen haben eine neue Fraktionschefin: Die ehemalige Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat sich in einer Kampfabstimmung gegen Kerstin Andreae durchgesetzt - trotz des schlechten Bundestagswahl-Ergebnisses. Sie besetzt nun mit Anton Hofreiter die Doppel-Spitze.

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Simon F. 08.10.2013, 15:57
20. Joschkas Erbe

Die Grünen haben unter Joschka Fischer ihre Glaubwürdigkeit auf lange Sicht verloren. Als Joschka ganz schnell die "grünen" Grundsätze über Board warf und sich in Designeranzug in den feinsten Restaurants Berlins auf einmal sehr wohl fühlte, die Agenda 2010 gefeiert hat und Kriegseinsätze propagierte.
Da half auch der ein Multikulti-Gesicht (Cem Özdemir) nicht viel. Ein Waffenlobbyist als Grünenspitze kommt eben auch nicht gut.
Mal sehen ob man dem Kind wieder nur einen neuen Namen gegeben hat...

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fmfx 08.10.2013, 15:58
21. die Verlierer sind jetzt die Gewinner?

Wer verliert sollte Platz machen. Dass Frau Göring-Eckardt einen besseren Stand beim linken Flügel der Grünen hat ist offensichtlich und wahrscheinlich erklärt es das Ergebnis der Kampfabstimmung am Besten.
Ist das der Neuanfang, den die Partei anstreben sollte? Ich glaube nicht.

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kakoberlin 08.10.2013, 15:58
22. Schade...

..aber das Abstimmungsverfahren ist ja auch komisch. Die Grünen bestehen j apraktisch aus zwei Parteien: den Realos und den Linken. Die Abstimmung erfolgt dann aber einheitlich. Den Linken wird KGE besser in den Kram passen; daher hatte Andreae keine echte Chance, selbst wenn sie die Mehrheit der Realos hinter sich gebracht hätte.

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Schlumperli 08.10.2013, 15:59
23. Schade

Hätte wirklich ein Neuanfang werden können - verpasst !

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HuHa 08.10.2013, 16:04
24. Wahl, nicht Kampfabstimmung

Zitat von sysop
Die ehemalige Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat sich in einer Kampfabstimmung gegen Kerstin Andreae durchgesetzt
Wann wird es sich endlich bei Journalisten herumsprechen: "Kampfabstimmung" ist ein Unwort; "Wahl" muß es heißen.

Wenn man zwischen mehreren Kandidaten entscheiden kann, nennt sich das "Wahl". Das Konzept dahinter nennt sich "Demokratie".
Wenn es nur einen Kandidaten gibt, gibt es auch keine Wahl; dann ist ein Posten ausgekungelt. Das Konzept dahinter nennt sich "Parteifilz".

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oortsche_wolke 08.10.2013, 16:05
25. Nur scheinbar paradox: Das erhöht die geringen Chancen auf schwarz-grün

Zitat von Alex8
Schade. Die Grünen steuern vorerst weiter mit linker Schieflage in Richtung Bedeutungslosigkeit. So bleibt eine Regierungsbeteiligung und damit echte mit Einflussmöglichkeiten in weiter Ferne.
Bei einer Wahl von Fr. Andrae wären die Grünen durch aufbrechende Flügelkämpfe sofort verhandlungsunfähig geworden. Jetzt gibt es eine gewisse Form narzistischer Selbstversicherung der Kandidatin und der Partei (die haben wir doch vorher schon in einer Urabstimmung gewählt, das kann doch nicht so falsch gewesen sein). Das fördert Gruppenkohäsion. Auch Fr. Gö-Eck hat nun wieder etwas an Selbstsicherheit und Gestaltungsspielraum gewonnen, kann von ihren linken Abenteuern wieder etwas Abstand nehmen und in Verhandlungen über schwarz-grün eintreten. Die Chancen auf eine solche Koalition sind trotzdem denkbar schlecht, aber durch die Wahl gestiegen von 0,1% auf vielleicht 10%. In 90% wirds aber sowieso schwarz-rot.

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marthafner 08.10.2013, 16:06
26. Was heißt hier: Kein Neuanfang? Das ist doch Quatsch.

Bei uns verlieren immer nur ganz wenige und wenn wir gewinnen ist es das Verdienst aller. Frau Göring-eckardt und Jürgen Trittin hatten ja das Wahlprogramm nicht alleine gemacht. Die beiden haben sich im Wahlkampf exzellent geschlagen. So Heuchler wie der Baden-Württembergische Ministerpräsident sind hier auch verantwortlich. Zuerst dem Wahlprogramm (schweren Herzens, wie er nachher sagte) zustimmen und, wenn's in die Hose geht, das Weite und die Schuld bei anderen suchen, sind die Ursache für das momentane Desaster der Partei.

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hinkel14 08.10.2013, 16:06
27. Herbst...

Auch bei den Grünen fallen die Blätter!
Ich werde wohl nicht mehr Grün wählen!

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david.dorst 08.10.2013, 16:07
28. Zu viel in die Personalie hineininterpretiert!

Die Partei muss sich nicht komplett neu aufstellen, als dass nur dann ein neuer Anfang zu erkennen wäre. Einige alte sind gegangen worden, aber diese "absolute Konsequez", dass kein Alter mehr dabei sein dürfe, das kann es doch auch nicht sein. Viele geht es dabei gar nicht um die Person und ihre Leistung, sondern nur um das Prinzip, dass jetzt alles Neu werden müsse. Prinzipienreiter ohne viel dahinter. Göring-Eckardt gehört nicht zur 1. Generation wie Trittin und ein "Generationenwechsel" ist mit ihr kein Hinderniss. Die Partei wird sich weiter entwicklen und anders Aufstellen. Das ist ganz norma. Was in so eine einzelne Personalie aber alles hineininterpretiert wird, geht schon teils ins groteske. Insbesondere von Grünen-Bashern der letzten Wochen kommen jetzt die Schuldzuweisungen an die Grünen Spitzenleute. Ernstzunehmen ist das nur sehr selten. Sollten die Grünen viel gelassener mit umgehen und sich von den ständigen Besserwissern, wer was und eh alles falsch gemacht hat, nicht zu sehr verwirren lassen. Die Besserwisser mit ihren Schuldzuweisungen bracht die Grüne Partei bestimmt nicht.

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hermes69 08.10.2013, 16:08
29. So ist es

Zitat von thetruetoday
Das ist die Gier nach Macht. Darum macht man nach dem Wahldesaster so weiter wie gehabt, teils eben mit den alten Führungsleuten.
Absolut unverständlich dieses Ergebnis.
Wird mMn auch nicht gut gehen.

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