Forum: Politik
Frankreich feiert Macrons Auftritt in Washington: Festival der Ohrfeigen
AFP

Trotz Gekuschel, Geknutsche und Gelobe: Paris feiert seinen Präsidenten als unbeirrten Kritiker Donald Trumps - und als den dringend benötigten Gegenentwurf zum Amerikaner.

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jenli 26.04.2018, 15:40
10. Dass Trump Macron mag ...

... offenbart das wahre Kräfteverhältnis.

Macron mag vor dem Senat reden, was er möchte, gemacht wird in den USA das Gegenteil. Frankreich, eine abgehalfterte Mittelmacht mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, darf ein bisschen in Syrien Bomben und wird zum Dank eingeladen und mit einem Staatsbankett geehrt. Frau Merkel wurde auch schon mal lächerlicherweise als Führerin der Freien Welt vorgestellt; hat sich inzwischen erledigt. Jetzt ist Macron an der Reihe. Wird sich auch demnächst erledigt haben. Zu Hause ist genug zu tun und die Deutschen lassen ihn mit seinen europäischen Fiskalplänen am lagen Arm verhungern. Warum? Denken Sie mal darüber nach.

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fatherted98 26.04.2018, 15:45
11. äh....

...wer feiert in Paris Macron? Das würde ich wirklich gern mal wissen....da Großbürgertum und die Beamten...wohl kaum....da ihnen Privilegien verloren gehen...."der kleine Mann"....wohl kaum weil ihm Urlaubstage verloren gehen und das Rentenalter ansteigen wird....also wer feiert Macron in Paris?

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seine-et-marnais 26.04.2018, 15:49
12. Paris feiert?

Wo kann man denn da mitfeiern? Macron kommt unverrichteter Dinge zurück und soweit ich das mitbekommen habe herrscht da keineswegs Hochstimmung in Presse, Funk und Fernsehen ob des "umwerfenden Besuchs" in Washington. Bei Herrn Blumes Berichterstattung aus Paris bin ich dann immer sehr vorsichtig. Ich lebe hier seit mehr als 30 Jahren und glaube die Stimmung ganz gut einschätzen zu können. Und 'blumige' Lobpreisungen sind meiner Meinung nach fehl am Platze, die Wahrheit sieht doch viel nüchterner aus, und die heisst 'aus Washington nichts Neues'.

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nach-mir-die-springflut 26.04.2018, 15:50
13. Dick & Doof

Zitat von magic88wand
Da zeigt sich der Unterschied zwischen Macron und Merkel. Macron hat den Mut sich mit Trump auseinanderzusetzen, und das mit Stil. Während Merkel ihm am Tag nach seiner Wahl per Fernsehen einen Forderungskatalog vorliest, der nichts als Verstimmung erntete.
Die Amerikaner sehen das allerdings anders. Aus deren Augen hat Trump den Macron gestutzt. Als Banken-Abgesandter ist er per se kein Mann des Volkes.

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fritzeckl 26.04.2018, 15:51
14.

Ich hatte gestern und heute Nachmittag in der New York Times keinerlei Hinweise über Macron gelesen oder gesehen.
Wird er in den USA ernst genommen?

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herhören 26.04.2018, 15:52
15. Und wenn wir in Deutschland....

.... im letzten September die richte Wahl getroffen hätten, dann hätte Macron jetzt statt einer müden, zaudernden lahmen Ente als Bundeskanzlerin einen überzeugten Europäer als Partner auf der deutschen Seite. Aber dazu waren wir wieder zu bieder, zu konservativ und viel zu doof, weil Weltoffenheit und Internationalität in Deutschland leider nicht mehrheitsfähig sind.

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carahyba 26.04.2018, 15:52
16. genau ...

Zitat von anton_otto
... Die Bundesregierung aber hat keine eigene Agenda mit den USA, stattdessen spielt sie sich als Schulmeister auf. Es ist einfach nur zum Fremdschämen. ...
Wenn man eine eigene Agenda mit genau definierten Positionen hat, kann man mit dem Gegenüber reden und über die Positionen verhandeln.
Das ist von Fr. Merkel nicht zu erwarten, weil klare Positionen sind selten von ihr zu hören, höchsten zur Befürwortung von Bombardements obwohl die so nicht vom Völkerrecht gedeckt werden.
Wir werden sehen was Fr. Merkel bei ihren Verhandlungen über die Handelspolitik nach Hause bringt.
Die Sanktionen gegen RUSAL sind zu einem wichtigen Teil gegen Deutschland gerichtet. Die Hamburger Aluminiumindustrie ist ein wichtiger Kunde RUSALs.
Da geht es nicht um Handel sondern um Sanktionen, die die deutsche Aluminiumindustrie treffen würde. Wir werden sehen wie sich Fr. Merkel in diesem Fall verhalten wird.
Das könnte man natürlich auch aussitzen und abwarten bis die USA die Hausbanken der deutschen Aluminiumindustrie mit hohen Strafen belegt.

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zwiebeljack78 26.04.2018, 15:52
17. Macron/Merkel/Trump

Macron spielt geschickt mit den Medien, insofern wird er meiner Meinung nach von Trump als einziger ebenbürdiger Gegner gesehen. Sehr naiv, aber für den Medienmann Trump und das Medienland USA verständlich. Merkel arbeit weniger emotional und mehr mit Fakten, eine Strategie mit der Trump nichts anfangen kann. Daher ist Merkel für Ihn eine unlängst schwieriger zu konternte Politikerin. Zudem ist sie eine Frau mit Macht, eine weiterer Punkt der Trump aufstößt. Medial gesehen wird Merkels Auftritt vielleicht nicht gerade spannend werden, aber dennoch effektiv.
Zu behaupten Deutschland hätte keine Agenda mit den USA halte ich für sehr naiv. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Vorgehen von Macron und Merkel sehr koordiniert abläuft und bewusst die Termine in dieser Reihenfolge so geplant sind.
Ich fand Macrons Auftritt sehr gut, nun muss Merkel im Hintergrund mit Fakten und Erfahrung Punkten. Ich denke beide können ein gutes Team für Europa abgeben, wenn jeder seine persönlichen Stärken ausspielt. Und danach sieht es im Augenblick aus.

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kuac 26.04.2018, 16:00
18.

Zitat von anton_otto
Und Deutschland hat nur Totalausfälle wie Merkel und Maas, denen es darum geht, ihr gutes Gewissen mit demonstrativer Feindseligkeit gegen Trump zu pflegen. Macron hat gezeigt, wie es geht: Sich auf Trumps Vorliebe für Pomp einlassen, ins Gespräch kommen und trotzdem eine eigene Politik verfolgen. Wofür haben wir eigentlich Heerscharen von Beamten, .....
Merkel hat bereits die „Medal of Freedom“, die höchste zivile Auszeichnung der USA, in der Tasche. Macron aber nicht.
Es gibt nur einen zweiten Gewinner der Medaille aus DE, Helmut Kohl.

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muellerthomas 26.04.2018, 16:14
19.

Zitat von nach-mir-die-springflut
Als Banken-Abgesandter ist er per se kein Mann des Volkes.
Meinen Sie damit Macron oder Trump?

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